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Modernisierung eines Wohnhauses
Das denkmalgeschützte Barockgebäude wurde vermutlich um 1700 als Haus eines Gerbers oder Färbers erbaut und ist ein wichtiges Zeitdokument der Baugeschichte der Stadt Finsterwalde. Das Haus wurde zuletzt als Wohnhaus genutzt und stand schließlich seit Anfang der 90er Jahre, aufgrund des Instandhaltungsdefizits, das schon zu DDR-Zeiten bestand, leer. Die Sanierung des Gebäudes ist ein Teil des Gesamtvorhabens 'Finsterwalder Innenstadtsanierung' der Wohnungsgesellschaft der Stadt Finsterwalde mit dem Ziel der Stärkung der Innenstadt als Wohn- und Gewerbestandort.
- Hausdetails
- Galerie
- Modernisierung
- Finanzierung & Erfolge
| Adresse |
Große Ringstraße 4 03238 Finsterwalde |
|---|---|
| Nutzfläche | 260 m2 |
| Anzahl Geschosse | 3 |
| Baujahr | 1700 |
| Reko-Jahr | 2002 |
| Haustyp | Mehrfamilienhaus |
| Denkmalschutz | ja |
| Bauweise | geschlossen |
| Dachform | Satteldach |
Dämmung
Maßnahme
Das alte Dach wurde erneuert, indem man die konstruktiven Elemente wie Sparren, Riegel, Stiele und Deckenbalken ergänzte, verstärkte oder austauschte. Durch das Aufbringen von Unterspannbahnen entstand ein unbelüftetes Dach, das durch eine 12 cm starke Wärmedämmung aus Mineralwolle und eine Innenbekleidung aus Gipskartonplatten ergänzt wurde. Darüber hinaus erfolgte eine neue Biberschwanz-Doppeleindeckung. Der zusätzliche Einbau von Dachgauben bot die Möglichkeit, das Dachgeschoss zu einer attraktiven Wohnung auszubauen.
Maßnahme
Die Giebel- und die Rückfassade des Hauses erhielten einen 40 bzw. 60 mm starken Wärmedämmputz. Im Sockelbereich der Fassade wurde eine Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit eingebaut. Die straßenseitige Fassade konnte aufgrund des Denkmalschutzes nicht mit einer Wärmedämmung versehen werden.
Maßnahme
Die Kellerdecke des teilweise unterkellerten Hauses wurde mit einer zementgebundenen 5 cm dicken Mineralfaserplatte unterseitig gedämmt.
Fenster
Maßnahme
Aufgrund des desolaten Zustandes des Gebäudes war der komplette Austausch der Fenster notwendig. Es wurden neue Kreuzstockverbundfenster aus heimischem Kiefernholz eingesetzt. Die Fenster wurden dem historischen Vorbild entsprechend als Einfachfenster gebaut und mit einer zusätzlichen Glasebene versehen.
Heizung
Maßnahme
Das Gebäude erhielt eine Zentralheizung. Die Heizwärme wird hierfür über das Fernwärmenetz der Stadt Finsterwalde bezogen. Durch Wärmeüberträgerstationen wird ebenfalls die Warmwasserversorgung abgedeckt.
Solar / Photovoltaik
Maßnahme
Das Haus Ringstraße 4 nutzt - wie weitere 80 Wohnungs- und Gewerbeeinheiten - die zentrale Wärmeversorgung über Wärmeüberträgerstationen. Diese Fernwärmeversorgung wird durch eine thermische Solaranlage mit einer 59,4 m² großen Kollektorfläche unterstützt.
Finanzierung
| Gesamtkosten | - |
|---|---|
| Kosten pro m2 | 2139 € / m2 |
| Finanzierungsart |
Förderrichtlinie zur Stadterneuerung Fördergegenstand B.3.1
Gewährung von Zuschüssen im Rahmen der Freien Förderung gem. § 10 SGB III – (Nr. 9) |
Erfolge
Die Energiewerte vor der Sanierung wurden von co2online geschätzt.
| Vorher | Nachher | |
|---|---|---|
| Energieträger | Kohle | Fernwärme |
| Heizenergieverbrauch | 36.000 kWh | 25.482 kWh |
| Nutzfläche | 180 m² | 260 m² |
| Energieverbrauchskennwert | 200 kWh/m², a | 80 kWh/m², a |
| CO2 Emissionen | 70 g/m², a | 14 g/m², a |
| jährliche Einsparung CO2 | - | 80 % |










