


BestPractice Archiv
Sanierung eines Mehrfamilienhauses
Die Sanierung des Gebäudes Ringstraße 10 ist ein Teil des Gesamtvorhabens "Finsterwalder Innenstadtsanierung" der Wohnungsgesellschaft der Stadt Finsterwalde mit dem Ziel der Stärkung der Innenstadt als Wohn- und Gewerbestandort. Das Haus wurde wie das Gebäude Ringstraße 4 (ebenfalls im BestPractice Archiv) um 1700 als das Haus eines Gerbers oder Färbers erbaut. Das Gebäude stand seit Anfang der 90er Jahre leer. Da auch zu DDR-Zeiten keinerlei Instandhaltungsmaßnahmen erfolgt waren, war eine umfassende Modernisierung im Jahre 2002/2003 unumgänglich.
- Hausdetails
- Galerie
- Modernisierung
- Finanzierung & Erfolge
| Adresse |
Große Ringstraße 10 03238 Finsterwalde |
|---|---|
| Nutzfläche | 298 m2 |
| Anzahl Geschosse | 3 |
| Baujahr | 1700 |
| Reko-Jahr | 2002 |
| Haustyp | Mehrfamilienhaus |
| Bauweise | geschlossen |
| Dachform | Satteldach |
Dämmung
Maßnahme
Nach der Instandsetzung der Dachkonstruktion wurde die Dachfläche mit einer Aufsparrendämmung versehen. Hierfür verwendete man eine 8 cm starke Mineralfaserdämmplatte. Die Dachkonstruktion konnte so gestalterisch mit in den Dachausbau einbezogen werden. Der Einbau von zusätzlichen Dachgauben führte zu einer attraktiven Dachgeschoss-Wohnung. Eine neue Dachhaut entstand aus Glattfalzziegeln.
Maßnahme
Die bestehende Außenwand, ursprünglich aus 25 bzw. 38,5 cm starkem Ziegelmauerwerk errichtet, versah man mit einem Wärmedämmverbundsystem mit einer 8 cm dicken Dämmschicht aus Polystyrol-Hartschaumplatten.
Maßnahme
Die ungeheizte Teilunterkellerung des Gebäudes wurde im Deckenbereich mit Hilfe einer 5 cm dicken zementgebundenen Mineralfaserplattendämmung zum geheizten Wohnbereich abgegrenzt.
Fenster
Maßnahme
Nach historischem Vorbild ersetzte man die alten Fenster durch neue Fensterelemente aus Holz mit einer 2-Scheiben-Wärmeschutzverglasung. Diese Fenster verfügen über einen U-Wert von 1,7 W/m²K.
Heizung
Maßnahme
Das Haus bekam eine zentrale Heizungsanlage und wurde ebenso wie das Haus Ringstr. 4 an das inner-
städtische Fernwärmenetz angeschlossen. Somit war auch die zentrale Warmwasserbereitung gewährleistet.
Solar / Photovoltaik
Maßnahme
Die Große Ringstraße 4 sowie 10 wurden im Rahmen des Modellvorhabens "Neubau des Wohnkomplexes in der Innenstadt" saniert. Für den gesamten Komplex wurde in diesem Zusammenhang eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung integriert (Solarthermische Anlage mit 59,4 m² Kollektorfläche für insgesamt 75 Wohnungen und 5 gewerbliche Nutzer).
Finanzierung
| Gesamtkosten | - |
|---|---|
| Kosten pro m2 | 1185 € / m2 |
| Finanzierungsart |
Mod./Inst.-Darlehen gem. ModInstR in Verbindung mit der Förderrichtlinie `99 zur Stadterneuerung (Fördergegenstand B.3.2.5)
Baukostenzuschuss gem. ModInstR in Verbindung mit der Förderrichtlinie `99 zur Stadterneuerung (Fördergegenstand B.3.2.5) Gewährung von Zuschüssen im Rahmen der Freien Förderung gem. § 10 SGB III – (Nr. 9) |
Erfolge
Die Energiewerte vor der Sanierung wurden von co2online geschätzt.
| Vorher | Nachher | |
|---|---|---|
| Energieträger | Kohle | Fernwärme |
| Heizenergieverbrauch | 39.000 kWh | 6.641 kWh |
| Nutzfläche | 195 m² | 298 m² |
| Energieverbrauchskennwert | 200 kWh/m², a | 23 kWh/m², a |
| CO2 Emissionen | 70 g/m², a | 4 g/m², a |
| jährliche Einsparung CO2 | - | 94 % |











