BestPractice Archiv

Modernisierung eines Mehrfamilienhauses in Bremen

Zu einem vergleichenden Modernisierungsvorhaben von zwei baugleichen Gebäudetypen, die nach unterschiedlichen Standards modernisiert wurden, gehört das vier- geschossige Mehrfamilienhaus in der Carl-Hurtzig-Str. in Bremen. Mit beiden Gebäuden (vgl. Steffensweg 97-101) nahm die GEWOBA Bremen an dem Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus im Bestand" der Deutschen Energie Agentur GmbH teil. Ziel der Modernisierung war es den KfW 60-Standard d.h. einen Verbrauchswert von 60 kWh/m²a zu erreichen. Nicht nur die Reduzierung der Wärmebrücken und die Einhaltung der Luftdichtheit bei der Ausführung der Wärmedämmmaßnahmen, sondern auch die Verbesserung der Haustechnik nahmen bei der Modernisierung großen Raum ein. Zusätzlich erzielte man eine erhebliche Steigerung des Wohnkomforts und der Gebäudeattraktivität.

BestPractice Beispiel Download (PDF)

  • Hausdetails
  • Modernisierung
Adresse Carl-Hurtzig-Straße 15-19
28259 Bremen
Nutzfläche 1839 m2
Anzahl Geschosse 4
Baujahr 1961
Reko-Jahr 11
Haustyp Mehrfamilienhaus
Bauweise freistehend
Dachform Satteldach

Dämmung

Dämmung der obersten Geschossdecke

Den thermischen Abschluss des Mehrfamilienhauses bildet die Geschossdecke über dem 3. Obergeschoss unter dem nicht ausgebauten Dach. Durch die Dämmung der Stahlbetondecke mit einer 25 cm starken Polystyrol- Dämmschicht der WLG 040 wurde der vorhandene U-Wert von 0,55 W/m²K auf 0,14 W/m²K reduziert. Der Anschluss an die gedämmt Fassade erfolgte über die Fußfette der Dachkonstruktion. Somit ist eine durchgehende Wärmedämmung gewährleistet.

Wärmedämmverbundsystem

Die Wärmeleitfähigkeit der neu gedämmten Fassade verringerte sich nach dem Aufbringen eines 20 cm starken Wärmedämmverbundsystems um mehr als

2,0 W/m²K auf nunmehr 0,16 W/m²K. Die bestehenden Loggien wurden dem beheizten Gebäudevolumen zugeschlagen und mit attraktiven Falt-Schiebe-Elementen komplett im gleichen Wärmedämmstandard wie die Fenster (U-Wert von 1,2 W/m²K) verglast.

Dämmung der Kellerdecke

Die Kellerdecke besteht aus Stahlbeton, dessen Wärme- leitfähigkeit bei 1,21 W/m²K lag. Durch das unterseitige Dämmen der Decke mit einer 14 cm starken Dämmschicht erreichte man eine wesentliche Verbesserung des U-Wertes auf 0,27 W/m²K.

Fenster

Maßnahme

Neue thermisch getrennte Kunststofffenster mit einem U-Wert von 1,2 W/m²K ersetzen die alten Fenster- elemente. Eine Butylbandabklebung (Dichtungsband) gewährleistet den luftdichten Abschluss in den Fensteröffnungen.

Heizung

Zentrale Fernwärmekompaktstation

Das Gebäude wird mit umweltfreundlicher Fernwärme versorgt. Die Fernwärme-Übergabestation wurde erneuert und durch eine Kompaktstation ersetzt. Die Heizkörper sind über einen Wärmetauscher an die Fernwärmestation angebunden. Die Brauchwasser- erwärmung erfolgt im Druchflussprinzip mit einem Spitzenspeicher.

sonstige

Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Um die Wärmeverluste über die Wohnungslüftung zu minimieren, installierte man eine kontrollierte Lüftungs- anlage mit Wärmerückgewinnung. Die warme Abluft aus Küche und Bad wird nach Filterung den Schlaf- und Wohnräumen zugeführt. Die Lüftungszentralen befinden sich auf dem Dachboden des Hauses.

 

 

Haustechnik

Firma Plan_E Ingenieure für NEUE ENERGIEN
Straße Parkstrasse 7-9
Ort D-13187 Berlin
Telefon 030 48 16 01 90
Ansprechpartner Herr Jurisch
E-Mail Adresse mail@planen-energie.de
Homepage http://www.planen-energie.de

Quelle

Firma GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen
Straße Rembertiring 27
Ort 28195 Bremen
Telefon 0421 36 72-0
Ansprechpartner -
E-Mail Adresse zuhause@gewoba.de
Homepage http://www.gewoba.de