Richtig heizen – Mit diesen Tipps sparen Sie Heizkosten

Gewusst wie: Auch mit wenig Aufwand und geringen Investitionen lassen sich Heizkosten sparen. Unsere Tipps zeigen Ihnen, wie das mit einfachen Mitteln funktioniert. Sie sind besonders für Mieter geeignet, die keinen direkten Zugang zur Heizungsanlage haben.

Fenster abdichten


Wenn Sie zugige Fenster nachträglich isolieren, vermeiden Sie bei einer Ölheizung bis zu 375 kg CO2 im Jahr; selbst bei einer Gasheizung sind es noch 300 kg. Die Investition in Dichtungsband lohnt sich: In einem Einfamilienhaus mit 150 m² können Sie pro Jahr 1.250 kWh und 75 Euro einsparen.

So geht's:

  1. Kennen Sie das: Sie sitzen im beheizten Zimmer, aber Ihnen ist trotzdem kalt? Mithilfe eines brennenden Teelichts können Sie testen, ob Zugluft das Problem ist. Füllen Sie Fensterspalten mit Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen. Fünf Meter Dichtungsband bekommen Sie für etwa zwölf Euro in jedem Baumarkt.
  2. Bei Doppelkastenfenstern nur den inneren Flügel abdichten, sonst sammelt sich das Kondenswasser im Scheibenzwischenraum und Feuchtigkeitsschäden entstehen.
  3. Auch nach dem Abdichten sollten Sie regelmäßiges Lüften nicht vergessen.

Hinweis: Machen Sie den HeizCheck und überprüfen Sie Ihren Verbrauch. Umfassende Infos zum Thema finden Sie im Dossier Lüften, Lüftungsanlagen & Fenster.

Sparduschkopf benutzen

Auch Warmduscher können mit dieser Maßnahme bei einer täglichen Dusche von etwa fünf Minuten ihren CO2-Ausstoß um 280 kg im Jahr senken. Mit einem Sparduschkopf kann ein 3-Personen-Haushalt jährlich etwa 37.800 Liter warmes Wasser und damit rund 290 Euro sparen – wenn Sie Ihr warmes Wasser mit Strom erwärmen, ist die Ersparnis sogar noch wesentlich größer.

So geht's: Kalt duschen ist sogar für den engagierten Klimaschützer wenig attraktiv. Aber mit normalen Duschköpfen rauschen jede Minute zwischen 15 und 18 Liter warmes Wasser in den Abfluss. Hier hilft ein Sparduschkopf. Er spart erheblich Wasser, indem er dem Wasserstrahl mehr Luft beimischt. So kommen Sie mit der halben Menge Wasser aus. Den Duschkopf oder auch einen Durchflussbegrenzer können Sie leicht selbst aufschrauben. Gute Sparduschköpfe gibt es bereits ab 20 Euro, Durchflussbegrenzer ab etwa sieben Euro.

Weitere Infos lesen Sie im Dossier Warmwasser.

Dämmung hinter Heizkörpern

Heizkörper stehen oft in Nischen – das heißt, die Wände dahinter sind sehr dünn. Durch eine entsprechende Dämmung können Sie den Wärmeverlust hinter dem Heizkörper um bis zu 90 Prozent mindern – und Ihren CO2-Fußabdruck um 25 kg jährlich verkleinern. Sie sparen pro Jahr etwa fünf Euro für Heizenergie.

So geht's:

  1. Bestimmen Sie den Materialbedarf.
  2. Besorgen Sie sich im Baumarkt Material zum Dämmen der Wände. Üblicherweise besteht dies aus Styropor, das mit einer Aluminiumschicht überzogen und als Tapete oder Platte erhältlich ist.
  3. Schneiden Sie das Dämmmaterial zurecht und befestigen Sie es mit Styroporkleber an der Wand.
  4. Wenn der geringe Abstand zwischen Heizkörper und Wand eine nachträgliche Dämmung nicht erlaubt, kann das Einschieben einer dünnen Dämmfolie mit Aluminiumkaschierung auf der Heizkörperseite eine Lösung sein.
  5. Vermeiden Sie außerdem Wärmestau an Heizkörpern! Möbel oder Gardinen vor Heizkörpern verhindern, dass die Wärme ungehindert in den Raum geht. Die Heizung muss dann mehr arbeiten als eigentlich nötig.

Umfassende Informationen zum Thema finden Sie im Dossier Dämmung.

Elektronische Thermostate einbauen

Ist Ihre Heizung ein Dauerläufer? Klar, Sie wollen morgens oder beim Nachhausekommen nicht frieren. Das müssen Sie auch nicht, wenn Sie die Betriebszeiten der Heizung Ihrem Bedarf anpassen. Die Verwendung von programmierbaren Thermostatventilen mit Nachtabsenkung vermindert den Ausstoß von CO2 um durchschnittlich 540 kg pro Jahr. In einem Einfamilienhaus mit 150 m² und acht Heizkörpern spart der Austausch von über 15 Jahre alten Thermostatventilen gegen programmierbare Thermostatventile pro Jahr 135 Euro.

So geht's:

  1. Die Nachtabsenkung auf 15 °C können Sie auch tagsüber nutzen, wenn Sie regelmäßig außer Haus sind.
  2. Bei zentral beheizten Häusern können Sie Ihre individuellen Heizzeiten bequem über elektronische Thermostatventile programmieren. So können Sie zehn Prozent der Heizenergie sparen. Programmierbare Thermostatventile erhalten Sie für 30 bis 50 Euro pro Heizkörper.
  3. Prüfen Sie mit dem ThermostatCheck, ob Ihre Heizungsthermostate noch dem neuesten Stand der Technik entsprechen und welches Einsparpotenzial in einem Thermostattausch schlummert.
  4. Drehen Sie das Thermostat nicht voll auf! Weit verbreitet ist der Glaube, dass der Raum besonders schnell warm wird, wenn das Thermostat auf der höchsten Stufe steht. Die Wärmezufuhr zum Heizkörper wird aber tatsächlich über einen Temperaturfühler im Thermostatkopf gesteuert, der abhängig von der Raumtemperatur das Ventil für das Heizwasser öffnet oder schließt. Wenn Sie das Thermostatventil voll aufdrehen, heizen Sie also nicht schneller, sondern nur länger – bis die eingestellte Zimmertemperatur erreicht ist.

Weitere Informationen erhalten Sie in den Artikeln Thermostate: Das sollten Sie wissen, Programmierbare Thermostate sowie Programmierbare Thermostate im Test.

Heizkörper entlüften

Ihre Heizkörper gluckern und werden nicht mehr richtig warm, obwohl das Thermostat voll aufgedreht ist? Entlüften Sie sie, denn jede Luftblase bedeutet unnötige Verschwendung: Bis zu 65 kg CO2 können Sie pro Jahr durch regelmäßiges Entlüften vermeiden. So sparen Sie jährlich Heizenergie im Wert von etwa 15 Euro ein.

So geht's:

  1. Halten Sie ein Gefäß unter das Entlüftungsventil am Heizkörper.
    Öffnen Sie das Entlüftungsventil.
  2. Lassen Sie es geöffnet, bis nur noch Heizwasser in das Gefäß läuft und keine Luft mehr entweicht.
  3. Schließen Sie das Entlüftungsventil und heizen Sie wieder normal.

Hinweis: Haben Sie viel Luft abgelassen, kann es notwendig sein, in der Heizanlage Wasser nachzufüllen. Bei einer eigenen Heizanlage können Sie das selbst erledigen. In einem Mehrfamilienhaus, in dem mehrere Teilnehmer an einer größeren Heizanlage hängen, sollten Sie vorsichtshalber den Hausmeister oder die Hausverwaltung informieren und darum bitten, den Druck in der Anlage zu kontrollieren.

Der HeizCheck überprüft die Heizkosten und den Heizenergieverbrauch Ihres Gebäudes. Sie erhalten zusätzlich nützliche Hinweise, wie beispielsweise die Adresse des Mietervereins, der örtlichen Verbraucherberatung oder von Handwerkern vor Ort.

Infos zu weiteren Energiesparmaßnahmen wie den hydraulischen Ablgeich erfahren Sie im Dossier Hydraulischer Abgleich.

Jalousien, Vorhänge und Rollos nachts geschlossen halten

Damit in kalten Nächten keine Wärme nach draußen gelangt, sollten Rollos, Vorhänge und Jalousien geschlossen bleiben. Damit vermeiden Sie jährlich bis zu 160 kg CO2. Sie sparen damit Heizenergie im Wert von rund 40 Euro.

So geht's: Schließen Sie besonders an kalten Abenden Ihre Vorhänge, Rollos und Jalousien. Halten Sie sie die ganze Nacht über geschlossen. So kann keine Wärme nach außen gelangen und es bleibt warm im Haus.

Weitere Infos erhalten Sie im Dosser Lüften, Lüftungsanlagen und Fenster

Heizkosten professionell analysieren lassen

Ein professionelles Heizgutachten hilft Ihnen beim Energiesparen und unterstützt Sie dabei, in einem Einfamilienhaus jährlich 1.440 Kilogramm CO2 zu vermeiden. Wenn Sie die Energiespartipps des Heizgutachtens beherzigen, können Sie bis zu 360 Euro im Jahr sparen.

So geht's:

  1. Wie ist Ihr Heizenergieverbrauch: hoch, niedrig oder durchschnittlich? Heizen verbraucht im Haushalt die meiste Energie – deshalb kann man hier viel sparen. Werfen Sie einen Blick in Ihre letzte Heizkostenabrechnung. Mit dem so genannten Heizspiegel können Sie Ihren Heizenergieverbrauch und Ihre Heizkosten mit anderen zentral beheizten Gebäuden vergleichen, getrennt nach Öl, Gas und Fernwärme.
  2. Noch genauere Ergebnisse liefert ein individuelles Heizgutachten, das das Heizspiegel-Team für Sie erstellt. Kosten: 35 Euro.
  3. Ist Ihr Verbrauch erhöht, sollten Sie handeln: Als Eigentümer können Sie etwa Ihre Möglichkeiten für eine Modernisierung prüfen. Als Mieter können Sie Ihr Heiz- und Lüftverhalten optimieren und Ihren Vermieter durch ein beigelegtes Anschreiben auf die Einsparmöglichkeiten hinweisen.
  4. Nutzen Sie zusätzlich unsere verschiedenen Online-Checks rund um das Thema Heizen. Mit HeizCheck und NeubauCheck erfahren Sie mehr über Ihr Einsparpotenzial und wie Sie langfristig weniger Heizenergie verbrauchen.

Hinweis: Auf der Website der Heizspiegelkampagne können Sie herausfinden, ob es für Ihren Wohnort einen kommunalen Heizspiegel gibt sowie ein Heizgutachten bestellen.

Kuscheldecke statt Heizpilz

Laut Umweltbundesamt stößt jeder Heizstrahler so viel CO2 aus wie ein Kleinwagen. Dabei ist es egal, ob elektrische oder Gas-Heizstrahler eingesetzt werden - in puncto Energieverbrauch und CO2-Emissionen nehmen sie sich nicht viel. Wenn Sie es sich draußen mit Decken statt mit einem elektrischen Heizstrahler (1 kW) gemütlich machen, vermeiden Sie über das Jahr verteilt etwa 200 kg CO2-Emissionen. Satte 70 Euro extra pro Jahr kostet ein Heizstrahler bei regelmäßigem Betrieb. Dafür können Sie sich eine luxuriöse Wolldecke leisten – oder einen ganzen Satz günstiger Fleece-Decken für Ihre Gäste.

So geht's: Am besten meiden Sie Bars und Restaurants, die solche Heizstrahler einsetzen. Durch das Abschaffen eines Heizstrahlers können Gastronomen ihre Emissionen stark reduzieren – außerdem verringern sich auch die Stromkosten enorm. Das Gleiche gilt für die Terrasse oder den Balkon daheim. Eingepackt in eine warme Jacke und Decke kann man es auch in den kalten Jahreszeiten draußen aushalten – und zwar klimaneutral.

Heizungsrohre isolieren

Ist es in Ihrem Keller mollig warm? Bei ungedämmten Heizungsrohren geht viel Wärme verloren, bevor sie die Heizkörper erreicht. Das stößt jährlich etwa 750 kg CO2 bei einer Ölheizung und rund 600 kg CO2 bei einer Gasheizung unnötig aus – und das ist nicht nur ärgerlich, sondern laut der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 sogar eine Ordnungswidrigkeit. Bei einem Einfamilienhaus mit 150 m2 können pro Jahr 2.500 kWh und damit 200 Euro eingespart werden.

So geht's:

  1. Einen Meter Rohrschalen mit einer Isolierdicke von 30 mm erhalten Sie im Baumarkt für weniger als vier Euro.
  2. Dieses müssen Sie lediglich zurechtschneiden und mit Klebeband befestigen. Für die Dicke der Dämmschicht ist dabei der Innendurchmesser des Rohres ausschlaggebend – diese sollten nämlich in etwa übereinstimmen. Damit auch wirklich keine Wärme verloren geht, dürfen keine Lücken bleiben und die Dämmung sollte eng anliegen. So gelangt die Wärme wirklich dahin, wo sie hingehört.

Weitere Informationen erhalten Sie im Artikel Kellerdeckendämmung.

Hydraulischen Abgleich durchführen

Ihre Heizkörper fiepen oder gluckern? Obwohl überall auf drei gedreht, glüht der Heizkörper in einem Zimmer, in einem anderen wird er nur lauwarm? Die richtige Einstellung des Heizsystems durch einen hydraulischen Abgleich löst das Problem der ungleichmäßigen Wärmeverteilung. Dabei wird für jeden einzelnen Heizkörper die Menge an Heizungswasser so begrenzt, dass zu jedem Heizkörper genug Wärme transportiert wird, aber nicht mehr als nötig. So lässt sich bei einer Erdgasheizung der Ausstoß von rund 350 kg CO2 pro Jahr vermeiden. In einem Einfamilienhaus mit 150 m2 können Sie damit Ihren Heizenergiebedarf um etwa 1.400 kWh pro Jahr senken und sparen damit jährlich rund 100 Euro ein.

So geht's:

  1. Hier muss der Fachmann ran: Beim hydraulischen Abgleich wird die Wärmeversorgung im Haus so eingestellt, dass alle Heizkörper im Haus gleichmäßig und effizient mit Wärme versorgt werden. Bedingung für diesen Abgleich ist, dass Ihre Heizung bereits voreinstellbare Thermostatventile verwendet.
  2. In einem Einfamilienhaus kostet der hydraulische Abgleich zwischen 300 und 500 Euro. Werden zusätzlich voreinstellbare Thermostatventile nachgerüstet oder die Heizungspumpe getauscht, sind Kosten von 650 bis 1.250 Euro realistisch. Mit einer richtig eingestellten Heizanlage können Sie bis zu zehn Prozent Energie sparen – so macht sich der Handwerker rasch wieder bezahlt.

Hinweis: Mit dem WärmeCheck finden Sie heraus, wie schnell sich ein hydraulischer Abgleich für Ihr Haus lohnt. Umfassende Informationen zum Thema erhalten Sie im Dossier Hydraulischer Abgleich.

Lüften im Winter

Wenn Sie lüften, dann richtig: Anstatt die Fenster nur zu kippen, sollten Sie lieber stoßlüften! So ist immer genug frische Luft im Raum und Sie vermeiden jährlich bis zu einer halben Tonne CO2. Stoßlüften statt Dauerlüften spart bis zu 125 Euro im Jahr.


So geht's:

  1. Fenster nicht kippen. Das sorgt kaum für Luftaustausch, sondern kühlt nur die Wände aus – und begünstigt Schimmelpilze. Besser: Drei bis vier Mal am Tag mit weit geöffneten Fenstern stoßlüften, währenddessen Thermostatventile schließen.
  2. In den Monaten Dezember bis Februar sind vier bis sechs Minuten empfehlenswert, im März und November acht bis zehn Minuten, im April und Oktober zwölf bis 15 Minuten, im Mai und September bis zu 20 Minuten und in den Monaten Juni, Juli und August können die Frischluftstöße 25 bis 30 Minuten dauern.
  3. Nach Bad oder Dusche stoßlüften, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
  4. Worauf Sie noch achten sollten: Halten Sie die Türen von beheizten Zimmern ständig geschlossen, damit die erwärmte Luft nicht verloren geht.

Weitere Infos lesen Sie im Dossier Lüften, Lüftungsanlagen & Fenster.

Die Badewanne zum Luxus machen

Lieber Duschen als Baden! Während ein Bad 120 Liter Wasser benötigt, fließen unter der Dusche nur etwa 70 Liter ab. Wenn das Wasser durch einen Durchlauferhitzer erwärmt wird, vermeiden drei Personen bis zu 135 kg CO2 im Jahr, wenn sie weniger Vollbäder nehmen.
Unterm Duschkopf sparen Sie nicht nur Wasser, sondern auch Strom: Das summiert sich auf 70 Euro jährlich.

So geht's: Genießen Sie statt fünf Vollbädern nur noch eines pro Monat. Je seltener Sie sich den Luxus erlauben, desto mehr werden Sie es genießen.

Mehr Infos dazu finden Sie im Dossier Warmwasser.

Heizungspumpen austauschen

Für die Heizung ist die Pumpe genauso wichtig wie das Herz für unseren Kreislauf. Was wenige wissen: Heizungspumpen sind für fast 20 Prozent des gesamten Stromverbrauchs eines Hauses verantwortlich. Der Austausch einer alten Heizungspumpe gegen ein hocheffizientes Modell vermeidet rund 340 kg CO2 pro Jahr. Der Einsatz einer modernen, hocheffizienten Pumpe kann sich oft schon binnen weniger Jahre rechnen: Bei einem Einfamilienhaus mit 150 m² können Sie Ihren Stromverbrauch jährlich um bis zu 540 kWh pro Jahr senken und damit rund 120 Euro einsparen.

So geht's: Wenden Sie sich an den Heizungshandwerker Ihres Vertrauens. Er berät Sie bei der Auswahl einer geeigneten Hocheffizienzpumpe. Der Einbau kostet etwa 350 Euro. Moderne Hocheffizienzpumpen verbrauchen nur 5 bis 50 W, alte hingegen bis zu 100 W, da sie nicht drehzahlgeregelt sind. Ein Pumpentausch amortisiert sich also binnen weniger Jahre.

Hinweis: Sind Sie Hauseigentümer? Dann machen Sie jetzt den PumpenCheck und prüfen Sie, ob Sie mit einem Pumpentausch Geld sparen können.

Raumtemperatur senken

Ob es 20 °C oder 21 °C im Wohnzimmer ist, werden Sie kaum spüren – das Klima schon. Sie können bis zu 360 kg CO2 im Jahr vermeiden, wenn Sie die Raumtemperatur in Ihrer Wohnung um 1 °C absenken. Auch wenn es gemütlich ist – sich im Winter in der Wohnung tropische Temperaturen zu gönnen, kann richtig teuer werden: In einem 150-m²-Einfamilienhaus mit Gasheizung können pro Jahr 1.350 kWh und rund 95 Euro gespart werden, wenn Sie die Temperatur um ein Grad senken – Geld genug, um kuschelige Pullis für alle Bewohner zu kaufen.

So geht's:

  1. Drehen Sie die Heizung ein wenig herunter: Jedes Grad weniger spart etwa sechs Prozent Heizenergie. Die optimale Raumtemperatur im Wohnbereich liegt bei 20 °C, in der Küche 18 bis 20 Grad Celsius, im Bad 23 Grad Celsius und im Schlafzimmer 16 bis 18 Grad Celsius. Die Temperatur regulieren Sie an den Thermostatventilen: Die mittlere Stufe entspricht 20 °C. Bei einer fünfstufigen Skala liegen zwischen jeder Stufe etwa 4 °C.
  2. Mit programmierbaren Thermostaten können Sie sogar genau eintakten, wann welcher Heizkörper hoch- oder runterregelt – und so etwa zehn Prozent Heizenergie sparen.

Hinweis: Der HeizCheck zeigt Ihnen, ob Ihr Heizenergieverbrauch im Rahmen liegt. Weitere Infos erhalten Sie im Artikel Heizungskosten sparen.

Hände mit kaltem Wasser waschen

Um Keime durch bloße Temperatur zu töten, müssten Sie Ihre Hände nicht nur mit warmem, sondern mit kochendem Wasser waschen. Seife entfaltet auch bei kaltem Wasser ihre Reinigungskraft und entfernt bei gründlicher Reinigung fast alle Erreger. Kaltes Wasser reicht völlig aus und vermeidet den Ausstoß von bis zu 265 kg CO2.

Wenn Sie Ihre Hände fünfmal am Tag waschen und dadurch jeweils vier Liter kaltes statt warmes Wasser verbrauchen, vermeidet ein 3-Personen-Haushalt Kosten von bis zu 75 Euro pro Jahr.

So geht's:

  1. Regelmäßiges und korrektes Händewaschen hilft, Sie vor Infektionen zu schützen und sollte deshalb nicht vernachlässigt werden. Viel wichtiger als die Wassertemperatur sind jedoch Seife und Sorgfalt: Indem Sie Ihre Hände mindestens 30 Sekunden sorgfältig mit Seife waschen, entfernen Sie 99 Prozent aller Erreger von Ihren Händen – auch mit kaltem Wasser.
  2. Ideal bei Einhebelmischern sind so genannte Energiespararmaturen, die nur dann warmes Wasser liefern, wenn der Hebel ganz nach links gedreht wird.

Oft vergessen: Kosten für Warmwasser

Zwölf Prozent des Energieverbrauchs wird allein für das Erwärmen von Wasser benutzt. Das macht sich bei zentraler Warmwasserbereitung deutlich auf Ihrer Heizkostenabrechnung bemerkbar.

So geht’s:

  1. Ein Sparduschkopf verbraucht etwa die Hälfte weniger warmes Duschwasser als herkömmliche Duschköpfe. Er kostet zirka 20 Euro. Allein beim Erwärmen des Wassers spart ein durchschnittlicher 2-Personenhaushalt so leicht um die 40 Euro. Dazu kommen noch weniger Kosten für Wasser und Abwasser.
  2. Perlstrahler und Durchlaufbegrenzer teilen am Hahn den Wasserstrahl oder mischen dem Wasser Luft bei. Sie erhöhen so den Wasserdruck und die Wasseroberfläche – bei gleichbleibendem Reinigungskomfort sparen Sie ganz leicht Wasser. Nur für Durchlauferhitzer und drucklose Speicher sind sie leider nicht geeignet.

Weitere Informationen erhalten Sie im Dossier Warmwasser.

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  • WärmeCheck

    Mit dem WärmeCheck können Sie in nur fünf Minuten überprüfen, ob der hydraulische Abgleich Ihrer Heizanlage wirtschaftlich sinnvoll ist und wie viel Heizkosten Sie durch diese geringinvestive Maßnahme einsparen können.

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