Kein Comeback der Glühlampe

Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert ein Aussetzen des Glühlampenverbots und reagiert damit auf eine Stichprobe des Umweltbundesamts, bei der sich gezeigt hatte, dass unmittelbar nach dem Bruch von Energiesparlampen die Quecksilber-Belastung um das 20-fache über dem Richtwert von 0,35 Mikrogramm pro Kubikmeter für Innenräume liegt. Das Umweltbundesamt räumt allerdings ein, dass seine Stichprobe mit genau zwei Lampen keine repräsentative Untersuchung darstellt und weitere Untersuchungen folgen müssen. Außerdem stellte das UBA ein „worst case scenario“ nach, mit Lampen mit 2 bzw. 5 mg Quecksilbergehalt ohne Schutzhülle und ohne die Bruchstücke anschließend zu beseitigen.

In handelsüblichen Markenlampen ist zumeist nur rund 1 mg Quecksilber enthalten und das sofortige Entsorgen der Lampen-Splitter lässt den Quecksilbergehalt in der Luft schnell wieder sinken. Nutzt man ohnehin Lampen mit einer Ummantelung, die sie vor Bruchstellen schützt, ist das die beste Vorsorge gegen Quecksilber-Unfälle. Eine Alternative zu gängigen Energiesparlampen mit Flüssigquecksilber sind außerdem Lampen mit Amalgam, einer festeren Quecksilberverbindung.

Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) wies die Forderungen nach Aussetzung des Glühlampen-Verbots zurück. Eine Aussetzung führe zu einer unnötigen Verunsicherung der Verbraucher, erklärte der ZVEI. Er empfahl hingegen, bei Lampenbruch zu lüften und die Bruchstücke in einem verschlossenen Plastikbeutel zu einer Lampen-Sammelstelle zu bringen. Wo Sie Ihre Energiesparlampe entsorgen können, erfahren Sie auf der Seite der Initiative Lichtzeichen.

Auch die Stiftung Warentest warnt davor, allzuviel Panik aufkommen zu lassen und gibt Tipps zur richtigen Handhabung der Lampen: Zur Website.

Sichere Energiesparlampen, sichere Klimabilanz

Das Umweltbundesamt riet in seiner Erklärung zur Stichprobe dazu, in Kinderzimmern und anderen Stellen mit einem erhöhten Bruchrisiko nur Energiesparlampen einzusetzen, die durch spezielle Ummantelungen vor dem Zerbrechen geschützt sind. Kinder und Schwangere sollten sich von zerbrochenen Energiesparlampen fernhalten, empfahl die Behörde. Mittelfristig sollte die Industrie Energiesparlampen entwickeln, die quecksilberfrei sind. Denn der Nutzen der Energiesparlampen für die Klimabilanz steht nach wie vor außer Frage. „Die richtige und notwendige Energieeinsparung von bis zu 80 Prozent gegenüber Glühbirnen muss einher gehen mit sicheren Produkten, von denen keine vermeidbaren Gesundheitsrisiken ausgehen.“, so UBA-Präsident Jochen Flasbarth. 

Die Europäische Union hat für herkömmliche Glühlampen ein stufenweises Verbot erteilt, weil die Glühlampen rund 95 Prozent der umgesetzten Energie nicht als Licht, sondern lediglich als Wärme abgibt. Die Herstellung von Glühlampen mit 100 und 75 Watt ist bereits eingestellt und sie sind kaum noch im Handel zu finden. Ab September 2011 wird mit der nächsten Stufe die 60-Watt-Lampe vom Markt verschwinden.

Der Gipfel und Ihr CO2-Ziel

Es ist wieder soweit: In Cancún, Mexiko, treffen sich Vertreter der Staatengemeinschaft, um über verbindliche Ziele für den globalen Klimaschutz zu verhandeln. Mit dem interaktiven EmissionsCheck machen wir die CO2-Zahlen für Sie greifbar und bieten außerdem alle Hintergründe im...mehr

Handel hängt an 100-Watt-Birne

Eigentlich sollte die 100-Watt-Birne schon längst aus den Ladenregalen verschwunden sein. Jedoch trennen sich Bau- und Elektromärkte, Drogerien und Supermärkte offenbar nur widerwillig von der verschwenderischen Glühbirne. mehr

LED oder Energiesparlampe?

Licht aus: Ein Jahr nach dem Verbot der 100-Watt-Glühlampe ist jetzt Schluss mit 75-Watt-Lampen. Aber sind nicht LEDs die bessere Alternative zur Energiesparlampe? Die Experten vom Umweltbundesamt und vom Öko-Institut haben sich damit befasst. mehr

bewerten
teilen
melden
drucken
Lesezeichen

Kommentare

26-12-10 15:29 bruno
Bravo
27-07-12 12:08 Deepshikha
Ich habe eben mal das Tool ausprobiert.Der Ansatz ist riithcg gut, nur leider geht er noch nicht weit genug. Man kann sich zwar aussuchen welchen Sockel man haben m chte, welche Lichtfarbe und welche Form das Leuhtmittel haben soll. Ein quivalent-Wert zu den alten Leuchtmitteln wir Halogen und der Gl hlampe wird aber nur selten aufgezeigt. Daran orientieren sich immer noch die meisten Verbraucher. Sinnvoll w re es auch eine Angabe zur Energieeffizienz und zum Lichtstrom aufzuf hren.Bei LED-Reflektoren w re eine Angabe des Abstrahlwinkels sehr wichtig.In der jetzigen Form ist das Tool f r den Verbraucher leider noch keine riithcge Unterst tzung. Allerdings habe ich selbst auch noch kein besseres Tool entwickelt Im Moment w rde ich mir auch noch keine LED anschaffen. Wir haben zwar eine LED-Lampe im Lager als Notbeleuchtung, damit die 4 58 Watt Leuchtstoffr hren nicht die ganze Zeit brennen m ssen, aber gerade im Spot-Bereich stimmt im Moment noch nicht das Preisleistungs-Verh ltniss. Zumindest f r Privathaushalte. In der gewerblichen Nutzung wo viel Arbeitszeit f r den Leuchtmittelwechsel angesetzt werden muss bei Halogenspots sieht das schon anders aus. Allerdings empfehle ich dort nur sehr hochwertige LED-Spots.Mal schauen in einem halben Jahr wird der Markt aber sicherlich schon ganz anders aussehen und man kann auch als Privathaushalt an eine Umr stung der Halogenspots denken.An diesr Stelle m chte ich noch einmal vor Billig -LED-Strahlern warnen. Davon w rde ich die Finger lassen. Sie geben sehr wenig Licht ab und dieses ist h ufig von schlechter Qualit t. Wer also den erstbesten (billigsten) LED-Strahler im Baumarkt kauft muss sich also nicht wundern wenn das gute St ck absolut unbrauchbar ist. Gute LED-Spots gibt es im Moment nicht unter 25 € pro St ck.

Was denken Sie?




CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.

Die mit * markierten Felder sind Pflichtfelder.

EnergiesparChecks


BetriebsstromCheck

Wir sagen Ihnen, ob Ihre Betriebsstromkosten für Sie als Mieter angemessen oder zu hoch sind. mehr


EnergieausweisCheck

Welchen Energieausweis brauchen Mieter und Vermieter? Diese Fragen beantwortet der EnergieausweisCheck. mehr


Welches Heizsystem passt zu Ihrem Neubau? Wir zeigen emissionsarme und kostengünstigste Heizsysteme. mehr


Auto, Flug oder Zug? Einfach Start- und Zielort der Reise eingeben und die Umwelt-Bilanz von Bahn, Pkw und Flugzeug vergleichen. mehr


Förderratgeber

Finden Sie die passenden Förderprogramme der Kommune, des Landes und des Bundes. mehr


Zu allen EnergiesparChecks

Ihr Eintrag in Rat und Tat