Mein Haus, das Kraftwerk

Quelle: TU Dresden

Das Haus der Zukunft ist ein heimliches Kraftwerk: Es erzeugt mehr Energie als es verbraucht. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist oder lädt die Elektroautos in der Garage auf. Als „Plusenergiehaus mit E-Mobilität“ wollen Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden diese Idee nun realisieren.

Das Forscherteam entwarf dazu ein vollständig recycelbares Haus, das mit einer Wohnfläche von 142 Quadratmetern vier Personen Platz bietet. Der preisgekrönte Dresdner Entwurf entspricht äußerlich weitgehend einem konventionellen Einfamilienhaus: rechteckiger Grundriss und Satteldach. Auffällig ist jedoch die besonders große, nach Süden gerichtete Dachfläche: Sie soll der Sonne eine möglich große Einstrahlungsfläche bieten. Schließlich baut das Konzept auf 100 Prozent erneuerbare Energien: Mit einer Photovoltaik-Anlage wird Strom aus Sonnenenergie gewonnen, eine Wärmepumpe nutzt die Außenluft als Wärmequelle und mittels Erdwärme wird die zugeführte Außenluft je nach Bedarf vorgewärmt oder gekühlt.

Das beispielhaft gedämmte Haus produziert damit 112 Prozent seines eigenen Energiebedarfs – und damit wird nicht nur der 4-Personen-Haushalt versorgt, sondern auch noch zwei Elektroautos und ein Elektroroller mit einer jährlichen Fahrleistung von 29.000 Kilometer aufgeladen. Das Haus ist so nicht nur energieautark, es kann sogar zusätzlichen Strom ins Netz einspeisen – ein kleines Kraftwerk eben.

Während sich Plusenergiehäuser noch in der Entwicklungsphase befinden, haben Passivhäuser bereits weite Verbreitung in Deutschland gefunden. Gelungene Beispiele in Ihrer Nähe finden Sie im BestPratice-Archiv.

Wenn Sie sich für Passivhausbau interessieren, finden Sie in unserem Passivhaus-Spezial ausführliche Information rund um dieses spannende Thema.

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