Umfrage: Wie grün sind Verbraucher?

Nicht zuletzt seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima ist das Thema Umweltbewusstsein wieder stärker in den Fokus vieler deutscher Verbraucher gerückt. Doch wie grün sie wirklich denken – und welche Konsequenzen sie daraus ziehen, zeigen aktuelle Ergebnisse des GfK Global Green Index, einer neuen repräsentativen Befragung der GfK Marktforschung.

Über 70 Prozent der Deutschen sind aktuell bereit, den Ausbau der Stromnetze in ihrer unmittelbaren Umgebung zu akzeptieren, wenn sie dadurch einen Beitrag zum Atomausstieg leisten können. Außerdem verzichtet immerhin jeder Dritte bereits öfters auf sein Auto und nutzt alternative Fortbewegungsmöglichkeiten. Bei der Buchung von Urlaubsreisen stehen für die meisten Deutschen Umweltaspekte dagegen noch im Hintergrund. Nur 20 Prozent wählen nach eigener Aussage Urlaubsziele danach aus, ob dort umweltfreundlicher Tourismus betrieben wird.

Recycling top, nachhaltiges Konsumverhalten flop

Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung achtet bei Einkäufen noch nicht darauf, ob Produkte umweltschonend hergestellt wurden beziehungsweise ob sie mit entsprechenden Bio- und Umweltsiegeln versehen sind. In Sachen Mülltrennung dagegen sind die Deutschen laut eigener Aussage größtenteils vorbildlich. Über 80 Prozent geben an, Müll aus Überzeugung zu trennen und korrekt in Wertstofftonnen oder auf Recyclinghöfen zu entsorgen. Aktives Engagement für den Umweltschutz zeigt nur eine Minderheit der Verbraucher. Lediglich 14 Prozent unterstützen regelmäßig Naturschutzorganisationen, 15 Prozent beteiligen sich aktiv an Umweltschutzprojekten in der eigenen Region.

GfK Marktforschung (2011): „GfK Global Green Index – Wie grün ist der Verbraucher wirklich?“


Autor/in: Isabella von Hobe

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Kommentare

23-11-11 22:34 Landhäußer
Guten Tag, ich möchte mir vom Staat nicht vorschreiben lassen, wie ich heizen, dämmen oder beleuchten soll, denn wenn ich im Supermarkt sehe, welche Produkte angeboten und produziert werden, da könnte man auf 2/3 der Dinge verzichten z.b. Karoffelflocken, Puddingpulver, Soßenbinder usw. und so jede Menge CO2 einsparen. Seit ca. 30 Jahren wird bei uns (Landkreis Rastatt) Müll getrennt, wenn ich dann von der Politik höre man soll nun Wertstofftonnen einführen dann kommt mir´s vor wie ein schlechter Scherz. Wenn man nicht einmal in Deutschland dieselben Vorgaben hat, wie will man da Europa weit die Sache in den Griff bekommen. Wir haben seit ca.12 Jahren eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe und der Strompreis für die Pumpe wurde um fast 100% erhöht, laut EnbW ist der Staat dafür verantwortlich.

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