
Experten-Einschätzungen zum Thema Hitze
Unsere Experten informieren über wichtige Aspekte zu Klimawandel, Stadtklima, Dämmung, Mietrecht, Gesundheit und Klimageräten, damit Sie heiße Sommer auch bei sich zu Hause genießen können.
Petra Mahrenholz, Umweltbundesamt: „Das Klima ändert sich und mit ihm ändert sich unser Umfeld, an das wir uns anpassen sollten. Besonders belastend sind längere Hitzeperioden. Sie können zu Herz-Kreislaufbelastungen führen. Selbst bei Gesunden sinkt die Leistungsfähigkeit. Solche Hitzeperioden häuften sich in der Vergangenheit. Künftig sind noch öfter heiße Tage mit Maximaltemperaturen über 30 °C, längere Hitzeperioden sowie mehrere aufeinanderfolgende sehr heiße Sommer – unterbrochen durch extrem kühl-feuchte Sommer – sehr wahrscheinlich.“
Dr. Benjamin Bongardt, Naturschutzbund Deutschland: „Das Klima in der Stadt ist anders. Hohe und dicht beieinander stehende Gebäude verändern Temperaturen und speichern die Hitze während künstliche Oberflächen und Abflüsse die Luftfeuchtigkeit verringern. Lange Hitzeperioden werden, verschärft durch den Klimawandel, zunehmend zum Gesundheitsproblem für uns. Stadt und Bewohner müssen sich an diesen Stadtklimawandel anpassen. Durchlüftung, Entsiegelung und Begrünung sind dabei genauso wichtig, wie gut isolierte Gebäude und richtiges Lüften. Mehr Klimaanlagen machen das Problem wegen ihres Energiehungers nur noch schlimmer.“
Gert Baumbach, Energieberatung der Verbraucherzentralen: „Sommerliche Traumtemperaturen, die in den eigenen vier Wänden zum Alptraum werden und Heizkosten, die das Haushaltsbudget zu sprengen drohen – das sind die Folgen einer unzureichenden Wärmedämmung. Die Wärmedämmung der Gebäudehülle ist neben Fenster und Heizung ein zentrales Element bei Neubau und Gebäudesanierung. Die dadurch eingesparte Energie schont nicht nur Konto und Klima. Kühle im Sommer und Wärme im Winter steigern den Wohnkomfort erheblich.“
Ulrich Ropertz, Deutscher Mieterbund: „Das Thema Wärmebelastung bzw. unerträgliche Hitze in der Wohnung ist in letzter Zeit, vor allem natürlich in diesem Jahr beim Deutschen Mieterbund ein großes Thema geworden. Manche Hitzeschutzmaßnahmen darf ein Mieter selbst anbringen. Allerdings muss er immer dann, wenn er in die Bausubstanz des Hauses eingreift oder optische Veränderungen herbeiführt, den Vermieter um Erlaubnis fragen.“
Gisela Köhler, IKK Brandenburg und Berlin: „Gerade im Sommer, zumal während lang anhaltender Hitzephasen, beeinträchtigt die ungewohnte Wärme körperliche Funktionen bis hin zur ernst zu nehmenden Gefahr für die Gesundheit. Unser natürliches Kraftwerk Körper wird zum Hochbetrieb gezwungen. Gerade Kinder, durch Krankheiten Geschwächte und alte Menschen sind von typischen hitzebedingten Auswirkungen betroffen. Diese reichen von Schlafstörungen über Dehydrierung und Kreislaufkollaps bis hin zum Hitzschlag. Wichtig ist, den Tagesablauf den Temperaturen anzupassen, viel zu trinken und bevorzugt Leichtes und Frisches zu essen. Bei großer Hitze sollten die natürlichen Energien des Körpers sinnvoll eingesetzt werden.“
Hier erhalten Sie ausführlichere Infos zu den Gesundheitsrisiken bei Hitze und praktische Tipps für den Alltag.
Maik Heunsch, Stiftung Warentest: „Aus Umweltsicht sind Klimageräte wegen ihres Stromverbrauchs keine empfehlenswerten Produkte. Intelligenter Hitzeschutz mit Schattenspendern ist besser. Sind die Bausünden jedoch zementiert, sodass keine andere Chance auf Kühle besteht, sollte die Wahl auf ein 'gutes' Splitgerät fallen. Wo der Wanddurchbruch zum äußeren Kühlteil schwierig ist, sind Monoblockgeräte sinnvoller. Die Stiftung Warentest hat in test 6/2008 zwölf Klimageräte untersucht. Resultat: Für drei Modelle gab es nur ein 'mangelhaft'.“











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