

Diskussion zur Energiewende
Die Energiewende in Deutschland ist greifbar nah. Bis alle politischen Entscheidungen getroffen sind, wird aber noch einige Zeit vergehen. Wir berichten an dieser Stelle über die wichtigsten Entwicklungen. Ihre private Energiewende kann jedoch sofort beginnen – unten finden Sie unser Sofortprogramm für Ihre persönliche Energiewende.
Zur aktuellen politischen Diskussion über die Energiewende lassen wir in den kommenden Monaten regelmäßig Energie-Experten zu Wort kommen.
Ludger Meier (Forum Netztechnik/Netzbetrieb FNN im VDE): "Stromnetze fit machen für erneuerbare Energie – technische Herausforderungen beim Netzausbau"
Prof. Dr. Dirk Messner (Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, DIE, und Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen, WBGU): „Energiewende in Deutschland – Wichtiger Baustein der Transformation zur klimaverträglichen Weltwirtschaft“
Dr. Hans-Jochen Luhmann (Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie):
„Kampfdiskussion zu den ‚Kosten des Atomausstiegs’ – Einspruch gegen Foulspiele“


Sofortprogramm für persönliche Energiewende
Haushaltsgeräte tauschen, Ökostrom bestellen, Heizung optimieren – für Sie als Verbraucher gibt es viele Möglichkeiten, die persönliche Energiewende einzuläuten. Denn: Mit aktivem Energiesparen und einer verbesserten Energieeffizienz kann jeder helfen, unabhängiger von Atomstrom und Energieimporten zu werden.
Klar ist: Energieeffizienz ist die sauberste, billigste und sicherste Energieressource – und sofort verfügbar.
Mit unserem 10-Punkte-Sofortprogramm können Sie Ihre Energiewende zu Hause in Angriff nehmen:
1. Tauschen Sie Ihre alte Heizungspumpe aus
In deutschen Kellern rotieren etwa 25 Millionen Heizungspumpen. Viele davon sind alt und verbrauchen mehr Strom als Waschmaschine und Fernseher zusammen. Mit modernen Hocheffizienzpumpen kann der Stromverbrauch von 600 Kilowattstunden auf 90 jährlich gesenkt werden. Das spart bei einer einmaligen Investition von 350 Euro mehr als 110 Euro Stromkosten pro Jahr. Ob die eigene Pumpe ein Stromfresser ist, zeigt der PumpenCheck.
2. Lernen Sie Ihren Stromverbrauch kennen
Wer Strom sparen will, sollte wissen, wie viel er verbraucht. Der StromCheck express zeigt, wo Haushalte mit ihrem Stromverbrauch im Vergleich zum Durchschnitt stehen. Ein Single-Haushalt verbraucht im Schnitt 1.700 kWh pro Jahr, ein Haushalt mit drei Personen 2.900.
Allein durch den weitgehenden Verzicht auf Standby-Betrieb lassen sich in einem durchschnittlich ausgestatteten Haushalt im Jahr 440 Kilowattstunden bzw. 97 Euro) sparen. Mit einer abschaltbaren Steckdosenleiste oder einer funkgesteuerten Steckdose lassen sich „heimliche Schluckspechte“ leicht ausschalten. Mit der kostenlosen „App „StandbyCheck” für iPhone, iPad und iPod kann der Dauerstromverbrauch bequem mobil ermittelt werden.
3. Wechseln Sie zu einem Ökostromanbieter
Die Atomkatastrophe in Japan lässt viele Verbraucher nach ökologischen Alternativen zum bisherigen Stromanbieter suchen. Wichtig ist dabei, einen unabhängigen Ökostrom-Anbieter zu wählen, der in den Ausbau Erneuerbarer Energien investiert. Das garantieren das „Grüner Strom Label“ oder das Gütesiegel „ok power“. Oft sind die Ökotarife sogar günstiger als die Angebote der Grundversorger. Alle Informationen zum Wechsel bietet die Website www.atomausstieg-selber-machen.de, die von 22 Umweltverbänden getragen wird.
4. Prüfen Sie, ob sich der Tausch alter Geräte rechnet
Viele Verbraucher tun sich schwer, ein altes aber noch funktionierendes Gerät wie Kühlschrank oder Waschmaschine auszutauschen. Dabei kann sich der Kauf eines neuen Geräts schnell rechnen, weil ältere oft unnötig viel Strom verbrauchen. Etwa jedes zweite der rund 60 Millionen Kühl- und Gefriergeräten in deutschen Haushalten ist älter als zehn Jahre – und damit ein echter Stromfresser. Ein Kühlschrank mit Gefrierfach von 1992 verbraucht im Vergleich mit einem aktuellen Modell dreimal so viel Strom. Mit einem durchschnittlichen Neugerät lassen sich pro Jahr rund 80 Euro sparen. Ob sich der Austausch lohnt, können Verbraucher mit dem KühlCheck herausfinden.
5. Nutzen Sie programmierbare Thermostate
Mit programmierbaren Thermostaten können die Temperaturen der Heizkörper präzise gesteuert werden. Das steigert den Komfort und senkt den Heizenergieverbrauch um etwa zehn Prozent. Die Thermostate kosten pro Heizkörper zwischen 20 und 50 Euro. Mehr über Thermostate beim Energiesparclub.
6. Bringen Sie Ihr Haus energetisch auf Vordermann
Die Gebäudedämmung ist eine der wirksamsten Maßnahmen zur deutlichen Reduzierung des Heizenergieverbrauchs. Mit ihr lassen sich 25-75 Prozent Energie sparen - je nachdem, ob Dach, Keller oder Außenwände gedämmt werden. Die Kosten liegen bei 25-110 Euro pro Quadratmeter. Auch der Austausch eines mehr als zehn Jahre alten Heizkessels führt zu Einsparungen bei den Energiekosten. Der Modernisierungsratgeber zeigt, welche Modernisierung sich rechnet.
7. Heizen Sie nicht mit Strom
Ob Nachtspeicherheizung oder Infrarotstrahler: Mit Strom Wärme zu erzeugen, ist die teuerste und ineffizienteste Art des Heizens. In 1,6 Millionen Wohnungen sorgen Nachtspeicherheizungen noch immer für Wärme. Auch die dezentrale Warmwasserbereitung mit Strom verschwendet unnötig viel Energie. Sie schlägt mit etwa 1.000 bis 3.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr und Haushalt zu Buche. Der bauliche Aufwand für die Umstellung der Warmwasserversorgung oder den Umbau des Heizsystems ist meist relativ hoch, lohnt sicher aber, wenn ohnehin eine Heizungserneuerung ansteht. Mehr zum Heizen mit Strom.
8. Sorgen Sie für Transparenz in Ihrem Energiehaushalt
Rund 130 Euro gibt jeder deutsche Haushalt Monat für Monat für Energie aus. Das kostenlose Energiesparkonto hilft, die Kosten für Strom, Wasser und Heizenergie in den Griff zu bekommen und gleichzeitig einen Beitrag zu mehr Energieeffizienz zu leisten. Das Energiesparkonto prüft Ihre Energiekosten, informiert über individuelle Sparpotenziale und zeigt Ihnen, wie sich konkrete Maßnahmen auf die Energie- und CO2-Bilanz Ihres Haushalts auswirken.
9. Holen Sie das Optimale aus Ihrer Heizung
Der hydraulische Abgleich ist für Hauseigentümer eine weitere Sparoption. Die effiziente Einstellung des Heizsystems verteilt die Wärme gleichmäßig innerhalb des Gebäudes und kostet etwa vier bis fünf Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Der Energieverbrauch zum Heizen und für den Pumpenstrom sinkt so um etwa 10 Prozent. Für ein Einfamilienhaus mit 150 Quadratmeter Wohnfläche rechnet sich der Abgleich bereits nach fünf Jahren. Mehr über den hydraulischen Abgleich beim Energiesparclub.
10. Verringern Sie Ihren Warmwasserverbrauch
Warmwasser zu sparen, bedeutet Energie zu sparen. Nach der Raumwärme ist Warmwasser der größte Energieverbrauchsposten in privaten Haushalten. Wassersparende Duschköpfe und Durchflussbegrenzer sind praktische Hilfsmittel, die den Wasserverbrauch verringern. Mehr über das Wasser sparen beim Energiesparclub.







