Thermostatventile

Was macht ein Thermostatventil?

Die Aufgabe eines Thermostatventils besteht darin, den Wärmenachschub durch den Heizkörper so zu regulieren, dass die Raumtemperatur Ihren Wünschen entspricht. Ein Heizkörper-Thermostatventil besteht aus zwei Komponenten: Dem Ventil selbst und einem Thermostat. Im Thermostat befindet sich ein Temperaturfühler, der entsprechend der Raumtemperatur und der Einstellung am Thermostat das Ventil öffnet und schließt und somit den Heizwasserzulauf zum Heizkörper regelt. Wenn die Raumtemperatur unter den gewünschten Wert sinkt, wird das Ventil geöffnet, damit die Warmwasserzufuhr zum Heizkörper soviel erhöht wird wie das für die gewünschte Raumtemperatur erforderlich ist. Steigt dagegen die Raumtemperatur, etwa weil gerade die Sonne scheint, schließt das Ventil, so dass die Warmwasserzufuhr unterbrochen wird.

Welche Temperatur Sie im Raum möchten, können Sie entweder per Hand durch Drehen des Thermostatkopfs einstellen oder bei elektronischen Thermostatventilen bequem einprogrammieren.

Ist Ihr Thermostatventil defekt?

Trifft folgendes bei Ihnen zu?

  • Der Handkopf ist auf eine hohe Einstellung, z.B. „4“ oder „5“ gedreht, dennoch bleibt der Heizkörper recht kühl.
  • Trotz einer relativ niederen Einstellung, z.B. auf „3“, ist der Raum überhitzt.
  • Der Thermostatkopf lässt sich kaum drehen.

Dann kann es sein, dass das Thermostatventil defekt ist. Denn wie alle technischen Geräte unterliegen sie einem natürlichen Alterungsprozess und die Einzelteile können verschleißen. Fachleute gehen davon aus, dass ein Thermostatventil nach etwa 15 Jahren ersetzt werden sollte.

Nicht bei allen Problemen mit der Heizung sind die Thermostatventile Schuld. Wenn der Heizkörper bei voll aufgedrehtem Ventil nicht warm wird, kann es auch sein, dass der Heizkörper nicht ausreichend mit Wasser versorgt wird. Dann muss ein Fachmann an allen Heizkörpern im Haus einen hydraulischen Abgleich vornehmen, d.h. die Umwälzpumpe so regulieren, dass jeder Heizkörper mit gleich viel Wärme versorgt wird, ganz gleich, an welcher Stelle der Gebäudes er sich befindet.

Haben Ihre Thermostatventile Einsparpotenzial?

Prüfen Sie die Funktion Ihres Thermostatventils im ThermostatCheck. Er zeigt Ihnen anhand Ihrer Heizkostenabrechnung, ob Sie bei Ihren Thermostatventilen Heizenergie sparen können, den Thermostatkopf, das Ventil oder beides austauschen sollten und wie schnell sich der Austausch lohnt. 
Der Austausch lohnt: Ein Beispiel:

Programmierbare Thermostatventile können besonders viele Heizkosten sparen. Beim Austausch von mehr als 15 Jahre alten Thermostatventilen können bis zu 15 Prozent Energie eingespart werden. Besonders effizient sind zeitgesteuerte elektronische Thermostatventile. Mit ihnen lässt sich die Raumtemperatur besser regulieren und nach Bedarf steuern. Programmierbare Thermostatventile sind für etwa 35 bis 50 Euro je Heizkörper im Handel erhältlich. Das CO2-Einsparpotenzial liegt bei einer 70 qm-Altbauwohnung bei etwa 780 kg pro Jahr. Damit können die Heizkosten jährlich um bis zu 150 Euro reduziert werden. Die Anschaffung ist bereits nach dem ersten Jahr wirtschaftlich.

Bei manchen Maßnahmen, wie zum Beispiel dem Austausch des Ventils, sollten Sie bei der Montage einen Heizungsfachmann zu Rate ziehen. Das sichert eine zuverlässige und sichere Funktion, die Ihnen viele Heizkosten erspart. Ein Fachmann in Ihrer Nähe finden Sie mit unserem Ratgeber Rat und Tat.

Die Idealtemperatur

Es muss nicht in der ganzen Wohnung überall gleichwarm sein. Wir empfehlen einer fünfstufigen Einteilung folgende Einstellungen:

  • Regelbereich 1:  8-12 °C für Treppen und Eingangsbereiche
  • Regelbereich 2:  13-17 °C im Schlafzimmer
  • Regelbereich 3:  18-22 °C im Wohnzimmer
  • Regelbereich 4:  ab 22 °C für das Badezimmer

An vielen Thermostaten lassen sich die Einstellbereiche mit wenigen Handgriffen begrenzen, um ungewollte Verstellung zum Beispiel durch Kinder vorzubeugen.

Ziehen Sie sich warm an

Schon ein Grad weniger Raumtemperatur spart etwa sechs Prozent der Heizkosten. Keiner soll frieren, aber gerade in Übergangs- und Schlechtwetterphasen können Sie sehr einfach Energie und Geld sparen, wenn Sie sich einfach etwas wärmer anziehen.

Temperaturen absenken

Um Energiekosten zu sparen, sollten die Temperaturen bei Nichtnutzung von Räumen reduziert werden. Aber Achtung: Drehen Sie an kühleren Tagen die Heizung nicht so weit nach unten, dass Wände, Decken und Fußböden zu stark auskühlen. Zur Nachtabsenkung genügt es, die Einstellung manuell um eine Zahl zu reduzieren (z.B. von „3“ auf „2“), was je nach Modell und räumlichen Gegebenheiten ? einer Senkung der Raumtemperatur um ca. 3-4 °C entspricht. Bei den programmierbaren Heizkörperthermostaten erfolgt diese Absenkung bequem automatisch entsprechend der gewählten Temperaturphasen.

Bei längerer Abwesenheit, z. B. während des Urlaubs, kann die Temperatur durch Drehen des Handgriffs bis zur Stellung „*“ für einen längeren Zeitraum  abgesenkt werden. Diese Einstellung sichert den Frostschutz. 

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