Förderung der Heizungsoptimierung: Alle Fragen und Antworten

Wer seine Heizung optimieren will, kann gleich an mehreren Stellen ansetzen – und mit geringem Aufwand langfristig jede Menge Geld sparen. Für viele dieser Maßnahmen gibt es Fördermittel. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Heizung optimieren können und welche Förderung es dafür gibt.

Ist die Heizung schon etwas in die Jahre gekommen, sollten Hauseigentümer prüfen, ob sich eine Optimierung rechnet. Zwei Maßnahmen bieten sich dafür in erster Linie an: Pumpentausch und hydraulischer Abgleich. Beide sind vergleichsweise günstig, bieten ein großes Sparpotenzial – und für beide ist Förderung erhältlich. Seit August gibt es ein neues staatliches Fördermittel-Programm, das besonders lukrativ ist: die „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“ durch das Bundeswirtschaftsministerium. Erfahren Sie, was bei dieser Förderung zu beachten ist.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Förderung der Heizungsoptimierung

1. Was genau wird mit dem Programm gefördert?

Gefördert wird der Ersatz von Heizungspumpen (Umwälzpumpen oder Nass- und Trockenläuferpumpen) sowie Warmwasser-Zirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen. Alle förderfähigen neuen Pumpen sind in einer Liste des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu finden. Mit dem Programm werden auch der hydraulische Abgleich und damit verbundene Maßnahmen zur Heizungsoptimierung gefördert:

  • Armaturen bzw. Technik zur Volumenstromregelung, wie voreinstellbare Thermostatventile, Einzelraumtemperaturregler oder Strangventile
  • separate Mess-, Regelungs-, Steuerungstechnik und Benutzerinterfaces
  • das Einstellen der Heizkurve
  • Pufferspeicher

Hier erfahren Sie, wie Sie in fünf Schritten die Förderung für Heizungsoptimierung beantragen können.

2. Wie hoch ist die Förderung?

Alle förderfähigen Maßnahmen werden mit 30 Prozent der Nettokosten für Material und Einbau bezuschusst. Nettokosten heißt, dass die Mehrwertsteuer vom Gesamtpreis abzuziehen ist. Ein Beispiel: Bei Gesamtkosten von 833 Euro sind 19 Prozent Mehrwertsteuer abzuziehen (133 Euro). Von den 700 Euro Nettokosten werden dann 210 Euro übernommen. Der Förderhöchstbetrag liegt bei 25.000 Euro. Unternehmen müssen die De-minimis-Regelungen beachten.

3. Wer zahlt die Fördermittel?

Die Fördermittel stammen vom Bundeswirtschaftsministerium. Zuständig für Organisation und Abwicklung des Förderprogramms zur Heizungsoptimierung ist jedoch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

4. Wer kann einen Antrag auf Förderung stellen?

So gut wie alle Personen, Unternehmen und Organisationen. Ausgenommen sind lediglich staatliche Einrichtungen.

5. Wann und wie ist der Antrag auf Förderung zu stellen?

Vor Beginn der Maßnahme ist eine Registrierung über ein Online-Formular der BAFA nötig. Die BAFA verschickt eine elektronische Eingangsbestätigung mit persönlicher Vorgangsnummer. Innerhalb von sechs Monaten ist die Maßnahme durch einen Fachbetrieb durchzuführen und die Rechnung zusammen mit dem ausgefüllten Antragsformular beim BAFA einzureichen. Die Rechnung darf nur förderfähige Maßnahmen enthalten; andere Dinge sind separat abzurechnen. Nach der Bewilligung durch das BAFA wird der Zuschuss auf das im Antrag angegebene Konto überwiesen. Die Förderung läuft bis zum 31.12.2020 beziehungsweise so lange, wie Haushaltsmittel verfügbar sind.

6. Welche sonstigen Bedingungen gelten für die Förderung?

Eigenleistungen werden nicht gefördert. Die Maßnahme ist von einem Fachbetrieb durchzuführen. Das verwendete Material wie die Pumpe muss neu sein und nach der Installation mindestens zwei Jahre verwendet werden. Der Weiterverkauf ist nicht zulässig. Maßnahmen im Neubau (jünger als zwei Jahre) oder außerhalb Deutschlands werden nicht gefördert. Für die Förderung gilt ein Kumulierungsverbot: Andere öffentliche Mittel (zum Beispiel von der Förderbank KfW) oder staatliche Förderungen sind ausgeschlossen, auch die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen.

7. Wer beantwortet Fragen zur Förderung?

Ansprechpartner für alle Fragen zum Programm „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“ ist das BAFA. Auf der Website des BAFA gibt es Informationen, Formulare und Merkblätter zur Heizungsförderung. Die Experten sind telefonisch erreichbar unter 06196 908-1001.

Hintergrund zur Förderung der Heizungsoptimierung

Das Programm zur „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“ stammt aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Ziel ist, bis zum Jahr 2020 jährlich bis zu zwei Millionen hocheffiziente Pumpen in Gebäuden und die zusätzliche Optimierung des Betriebs von bis zu 200.000 Heizungsanlagen zu fördern. So sollen bis 2020 rund 1,8 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Insgesamt stehen für das Programm rund 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung. Damit handelt es sich laut Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) um eine der größten Einzelförderungen im Bereich Heizung in der Geschichte der Bundesrepublik. Für den hydraulischen Abgleich als einzelne Maßnahme in Wohngebäuden gab es bisher keine Förderung. Förderung für den Pumpentausch gab es zuletzt im Jahr 2010.

Grundlage für die neue Förderung der Heizungsoptimierung ist ein Beschluss des Koalitionsausschusses der Bundesregierung vom 1. Juli 2015. Danach sollen mit einem Maßnahmenpaket zur Energieeinsparung zusätzliche Investitionen in die effiziente Nutzung von Energie angereizt und ein Beitrag zum Klimaschutzziel 2020 erzielt werden, unter anderem durch Einsparungen im Gebäudebereich. Mit dem Start des Programms zur Förderung der Heizungsoptimierung am 1. August 2016 setzt die Bundesregierung einen weiteren Schritt zur Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebereich um.

Sie planen, auch Ihren Heizkessel zu tauschen? Dann sollten Sie andere Förderungen prüfen, die womöglich mehr Zuschuss bringen; zum Beispiel das KfW-Förderprogramm 430. Am einfachsten ist das mit dem FördermittelCheck.

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