CO2-Ausstoß steigt auch in der Krise

2011 war ein vergleichsweise schlechtes Jahr für die Wirtschaft. Trotzdem sind die globalen Kohlendioxid-Emissionen aus der Industrie um drei Prozent gestiegen. Das zeigt eine heute veröffentlichte Studie des Global Carbon Projects. Einmal im Jahr gibt die Organisation aktuelle Daten über die globale CO2-Verschmutzung bekannt: Während der weltweiten Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009 haben sich die Emissionen zwar verlangsamt, 2010 stieg der CO2-Ausstoß jedoch wieder um sechs Prozent und dieses Jahr noch weiter an.

Hauptverursacher von CO2: China und Kohle

Sowohl 2010 als auch 2009 wurde der erhöhte CO2-Ausstoß hauptsächlich von Schwellenländern verursacht, allen voran Brasilien mit 11,6 Prozent, gefolgt von China mit 10,4, Indien mit 9,4, und Südkorea mit 9,2 Prozent. Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass sich Chinas Emissionen zwischen 2002 und 2010 verdoppelt haben. Doch auch in den Industrieländern wie den USA (4,1 Prozent) und Russland (5,8 Prozent) sind die Emissionen gestiegen.

Unter den Energieträgern ist Kohle mit 41 Prozent nach wie vor der größte Verschmutzer. Öl hat im Vergleich dazu 34 Prozent der globalen CO2-Emissionen verursacht.

In der Zeitschrift „Nature Climate Change", die die Studie veröffentlicht hat, ziehen ihre Autoren Bilanz: „Die globale Finanzkrise war eine Gelegenheit für die Weltwirtschaft, sich von ihrem Emissionskurs zu verabschieden. Unsere Ergebnisse geben keinen Hinweis darauf, dass dies geschieht."

Der gebührenpflichtige Artikel kann in englischer Sprache auf der Website des Magazins heruntergeladen werden.

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Autor/in: Karin Adolph

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