DWD: Temperaturen steigen weiter

Am 03. Mai fand die alljährliche Klima-Pressekonferenz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Berlin statt. Die Bundesbehörde hat die gesetzliche Aufgabe, die Klimaveränderung und deren Auswirkungen hierzulande zu erforschen. Die Bilanz der Veranstaltung: „Der langfristige Trend zu steigenden Temperaturen ist in Deutschland und weltweit ungebrochen. Kein Land wird von den Folgen des Klimawandels verschont bleiben und (…) kann diese Herausforderung alleine stemmen.” Zwar werde es immer wieder wärmere oder kältere Jahre geben, auf lange Sicht stiegen die Temerpaturen jedoch immer weiter. Bereits in den letzten 30 Jahren waren weltweit 28 Jahre zu warm, in Deutschland 24. 

Großwetterlagen verändern sich

„Wir müssen uns darauf einstellen, dass unsere Wetterküche durch den Klimawandel kräftig in Bewegung gebracht wird”, erklärte DWD-Experte Klaus-Jürgen Schreiber. Grundsätzlich ließe sich sagen, dass sich die Hauptwindsysteme der Erde und somit die Hoch- und Tiefdruckgebiete tendenziell den Polen näherten – seit Mitte des letzten Jahrhunderts schon um zirka 180 Kilometer.

Was bedeutet das für unsere Breiten?

Der Winter wird nach Angaben des DWDs zukünftig immer nasser und wärmer werden. Und auch wenn es immer wieder kältere Winter geben wird – deren Wahrscheinlichkeit werde immer kleiner.
Die Klimaforscher berichten von einer Zunahme von feuchten Tiefdruckgebieten über Mitteleuropa – seit 1951 um durchschnittlich 20 Prozent. Da diese Tiefdruckgebiete ein hohes Maß an Feuchtigkeit enthielten, müssten wir in Zukunft mit mehr Überschwemmungen und gefährlichen Starkniederschlägen rechnen.
Im Sommer hingegen geht man von einer Abnahme der feuchten, regenreichen Wetterlagen aus, was zu mehr Trockenheit und Dürren führe.
 „Es ist nun Sache der Politik, daraus die Konsequenzen zu ziehen und für eine frühzeitige Anpassung an den Klimawandel zu sorgen”, fordert Schreiber.

Weitere Infos zu den Ergebnissen finden Sie auf der Website des Deutschen Wetterdienstes.


Autor/in: Karin Adolph

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