Klimabilanz der Privathaushalte

Etwa 15 Prozent des deutschen CO2-Ausstoßes stammen aus privaten Haushalten – sie liegen damit in der Emissionsstatistik des Umweltbundesamtes nach dem Kraftwerkssektor und dem Verkehr auf Platz 3. Der CO2-Ausstoß des Sektors private Haushalte berücksichtigt die für Wohnzwecke genutzte Energie (Heizen, Strom) sowie die aus dem motorisierten Individualverkehr. Der private Konsum ist darin noch nicht einmal erfasst. Dabei hat alles Einfluss auf die Treibhausgas-Emissionen: Wie Sie heizen, was Sie essen, wie viel Sie einkaufen. Und die Einspar-Potenziale sind enorm!

garniertes rohes Rindfleisch(c) iStock.com/najmu74

Bessere Fenster oder eine moderne Heizung beispielsweise können Ihre persönliche Klimabilanz erheblich verbessern – und sparen zudem einen Großteil der Energiekosten. Effiziente Kühlschränke verbrauchen heute oft nur noch halb so viel Strom wie Geräte von vor zehn Jahren. Der (auch nur gelegentliche) Verzicht auf Fleisch und andere tierische Produkte oder der Einkauf von regional und ökologisch erzeugten Lebensmitteln können den Treibhausgas-Ausstoß merklich reduzieren.

Auch Kleinigkeiten summieren sich: Wer im Winter zum Beispiel seine Heizung nur um ein °C herunterdreht, spart etwa sechs Prozent der Heizenergie. Und die Standby-Funktion mag am einzelnen Gerät nur wenige Watt schlucken; doch übers Jahr gerechnet verursacht jedes Watt (beim gegenwärtigen deutschen Strommix) 5,5 Kilogramm CO2. Bundesweit summiert sich dieser unnötige Elektrizitätsverbrauch auf fünf bis zehn Millionen Megawatt-Stunden, so eine Berechnung des Branchenverbandes VDE. Anders formuliert: Zwei bis drei durchschnittliche Kohlekraftwerke könnten bei einem Verzicht auf alle Standby-Schaltungen vom Netz genommen werden.

Zahlen, bitte!

Rund 20 Prozent beträgt der Klimavorteil von Bio-Eiern gegenüber konventioneller Erzeugung. Ein Kilogramm Eier aus ökologischer Landwirtschaft verursachen rund 1.550 Gramm CO2 – bei der üblichen Hühnerhaltung sind es mehr als 1.800 Gramm. Fast alle Biolebensmittel sind in Sachen Klimabilanz besser als konventionelle Produkte. Ökobauern verzichten zum Beispiel auf Kunstdünger und Pestizide, deren Herstellung energie- und damit CO2-intensiv ist. Bei der ökologischen Hühnerhaltung wird etwa auf importiertes Futter-Soja verzichtet, für deren Anbau häufig Regenwälder abgeholzt werden.

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