Folgen des Klimawandels

Der Mai war 2010 in Deutschland ungewöhnlich kühl, die Durchschnittstemperatur mit bundesweit 10,5 °C die niedrigste seit 1991. Na bitte, was soll denn das Gerede von Klimawandel und Erderwärmung?

Doch Klima ist etwas anderes als Wetter. Wenn beispielsweise der Mai eines Jahr in Deutschland zu kühl ist, dann gilt das noch längst nicht für die durchschnittliche globale Temperatur, auch Erdmitteltemperatur genannt – tatsächlich war der erwähnte Mai 2010 global gesehen viel zu warm.

Der Klimawandel wird weltweit sehr unterschiedliche Folgen haben. Manche Regionen werden heißer, manche trockener, andere feuchter. Insgesamt lässt sich sagen, dass Wetterextreme zunehmen werden, also starke Regenfälle oder längere Trockenperioden – und solche Entwicklungen sind bereits heute zu beobachten. Die Wassertemperatur der Ozeane steigt, wodurch Stürme leichter entstehen. Durch das Schmelzen von Gletschern hebt sich der Meeresspiegel, Überflutungen vermehren sich.

Am schlimmsten sind von solchen Entwicklungen die ärmeren Staaten betroffen. Dem Globalen Klima-Risiko-Index von Germanwatch zufolge waren von 1990 bis 2008 Bangladesh, Myanmar und Vietnam weltweit am schwersten von Extremwetterereignissen betroffen. Wohlhabende Industrieländer wie Deutschland oder die USA können zudem mit den Folgen des Klimawandels besser umgehen, weil sie eine bessere Infrastruktur haben und finanziell besser ausgestattet sind.

Unser Hitze-Spezial beschäftigt sich ausführlich mit den Folgen des Klimawandels für Deutschland: In „Deutschland im Klimawandel“ und  „Warme Städte, heiße Gebäude“ können Sie nachlesen, was Sie in den kommenden Jahren erwartet und wie Sie Ihre eigenen vier Wände fit für den Klimawandel machen können.

Zahlen, bitte!

 

7,5 Stunden kann ein Solarkraftwerk in Andalusien bereits heute in der Nacht an Energie bereitstellen: Andasol ist Europas erstes Parabolrinnen-Kraftwerk und produziert seit Ende 2008 Strom. Die Wärme der Sonne wird bei den solarthermischen Kraftwerken von Spiegelflächen gebündelt und so ein Öl erhitzt, das als Energieträger zirkuliert, Wasser zu Wasserdampf erhitzt und ein klassisches Kondensationskraftwerk antreibt. Als Speicher für die thermische Energie wird ein flüssiges Salz verwendet – so kann auch nach Sonnenuntergang Strom erzeugt werden.

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