Klimawandel regional und global

Dass es insgesamt auf der Erde heißer wird, wissen wir längst. „Die Erwärmung des Klimasystems ist eindeutig“, stellte der Weltklimarat IPCC 2007 fest. Dies sei „aufgrund der Beobachtungen des Anstiegs der mittleren globalen Luft- und Meerestemperaturen, des ausgedehnten Abschmelzens von Schnee und Eis und des Anstiegs des mittleren globalen Meeresspiegels offensichtlich“.  Aktuellen Schätzungen zufolge wird sich die globale Temperatur bis 2050 um bis zu 4,5 Grad erhöhen – Klimatologen dagegen fordern, den Anstieg auf höchstens zwei Grad zu begrenzen, darüber würden die Folgen der Erderwärmung für den Menschen sicherlich unbeherrschbar.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind regional sehr unterschiedlich. Insgesamt trifft der Klimawandel Afrika und Asien am härtesten. In einigen Gegenden Asiens regnet es lange nicht, Flüsse versiegen und die Böden sind weniger fruchtbar. Anschließend sind die Niederschläge teilweise umso heftiger. Beides ist schlecht für die Nahrungsmittelproduktion – wenn es gar nicht regnet, wächst nichts; wenn es zu viel regnet, zerstören die Niederschläge die Ernten.

Hochwasser an der Oder

Die Folgen für Deutschland

In Deutschland ist eine Zunahme von Überschwemmungen zu beobachten, die Häufigkeit und Heftigkeit der Oder- und Elbefluten von 1997, 2002 und 2010 könnte bereits mit dem Klimawandel zusammenhängen. 20 Milliarden Euro kosteten die Schäden, die das Elbehochwasser in Deutschland anrichtete. Der Meeresspiegel der Nordsee kann sich in diesem Jahrhundert an der niederländischen Küste um 13 Zentimeter erhöhen, Zahlen für die deutsche Küste sind noch nicht bekannt.  Überschwemmungen sind also auch dort wahrscheinlich. Darüber hinaus steigt über der Nordsee die Gefahr der Sturmbildung.

In Ostdeutschland werden die Sommer trockener.  Im Norden und im Alpenvorland steigen die Temperaturen, kühl bleibt es dagegen direkt an der Küste. In Norddeutschland nehmen die Niederschläge um rund 50 Prozent ab, in Mittelgebirgsregionen wird es im Winter allerdings mehr regnen. In der Eifel, im Hunsrück, Odenwald, Spessart und in der Rhön sind 80 Prozent mehr Niederschläge wahrscheinlich.  

Doch weil sich die negativen Folgen des Klimawandels besonders auf arme Länder des Südens auswirken, die wenig finanzielle Möglichkeiten haben, um dem Problem zu begegnen, sind immer mehr Menschen auf der Flucht. Die meisten bleiben zwar in angrenzenden Ländern – aber auch nach Europa drängt es immer mehr sogenannte Klimaflüchtlinge.  

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