Skepsis gegenüber dem Klimawandel

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Obwohl sich die überwältigende Mehrheit der Klimawissenschaftler über den Einfluss des Menschen auf den Treibhauseffekt einig ist, finden Thesen sogenannter Klimaskeptiker in der Öffentlichkeit große Aufmerksamkeit. Mal wird die Erderwärmung überhaupt bestritten, mal werden andere Ursachen (z.B. Sonnenflecken) dafür verantwortlich gemacht.

Zwei Ereignisse haben Debatten darüber zuletzt angeheizt: Im November 2009 tauchte eine Auswahl interner E-Mails der britischen „Climate Research Unit“ im Internet auf. Obwohl sie keine Hinweise für eine Verschwörung der Klimawissenschaft oder groß angelegte Fälschungen enthalten, behaupten Klimaskeptiker das Gegenteil und untermauern dies durch wenige, aus dem Zusammenhang gerissene Zitate der Mails.

Immer wieder wird von Klimaskeptikern behauptet, der Bericht des Weltklimarates IPCC sei voller Fehler. Tatsächlich hat sich in den letzten Sachstandsbericht von 2007 ein Zahlendreher über den Zeitpunkt der Himalayaschmelze eingeschlichen, zudem wurde eine fehlerhafte Zahl der holländischen Regierung übernommen. Allerdings – und das ist das entscheidende – auch wenn man diese Detailfehler korrigiert, ändert sich nichts an den wissenschaftlichen Grundaussagen der Berichte.

Klimaskeptiker haben verschiedenartige Motivationen; manche werden, vor allem in den USA, indirekt oder gar direkt von Unternehmen, etwa aus der Mineralölbranche, finanziert. In jedem Fall spielen sie mit der Hoffnung der Menschen, die Erderwärmung wäre nicht so schlimm und man bräuchte sich keine Sorgen machen. Das wäre schön. Nur leider sind solche Aussagen gelogen.

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