Ursachen des Klimawandels

Seit vielen Jahren ist sich die Wissenschaft einig: Eine erhöhte Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre führt zu einer Erwärmung der Erde und damit zu einem Wandel ihres Klimas.

Einige Details der Vorgänge im komplexen System Erde sind zwar noch nicht restlos geklärt, aber das Prinzip ist klar: Die Sonnenstrahlung wird von der Erde nur teilweise ins All zurückreflektiert, weil die Erdatmosphäre mit Wasserdampf, CO2 und anderen Spurengasen wie ein Glashaus wirkt. Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt hätte sich auf der Erde übrigens gar kein Leben entwickeln können. Es wäre viel zu kalt.

Schon verhältnismäßig kleine Mengen an Treibhausgasen wie CO2 können dabei eine große Wirkung haben – wenn sie zusätzlich in die Atmosphäre gelangen. Der weitaus größte Anteil an CO2 ist Teil eines natürlichen Kohlenstoffkreislaufs: Das Kohlendioxid aus der Atmosphäre wird in Böden, Ozeanen und der Biosphäre (z.B. Wäldern) zeitweise gebunden. Durch natürliche Prozesse wie Verrottung von Biomasse, aber zum Beispiel auch durch Waldbrände wird das Kohlendioxid wieder frei. Seit Beginn der Industriellen Revolution verursacht nun der Mensch zusätzliche Treibhausgase, vor allem durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe wie Erdöl oder Kohle. Das dabei freiwerdende CO2 ist – verglichen mit der Gesamtmenge im Klimasystem Erde – nicht viel, aber es genügt, um den natürlichen Treibhauseffekt zu verstärken.

Seit Mitte des 18. Jahrhunderts nahm laut IPCC, dem Internationalen Klimarat der UN, die CO2-Konzentration in der Atmosphäre von 280 auf 379 ppm zu (ppm = CO2-Teile pro Millionen Luftmoleküle). Im weltweiten Durchschnitt stieg dadurch die Temperatur bereits um rund 0,74 °C. Die Erderwärmung hängt laut IPCC auch von der Sonnenaktivität ab – aber deren Schwankungen sind nach Überzeugung der Forscher viel zu gering, um die zunehmende Erwärmung der Erde in den vergangen Jahrzehnten zu erklären

Zahlen, bitte!

 

50 Prozent aller Autofahrten sind kürzer als sechs Kilometer, jeder zwanzigste in Deutschland mit dem Auto zurückgelegte Weg ist nicht mehr als einen Kilometer lang. Durch den überproportionalen Spritverbrauchs kann auf Kurzstrecken besonders viel Kohlendioxid eingespart werden. Allein durch eine Verdopplung der Fuß- und Radkilometer lassen sich mittelfristig fünf bis sechs Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Der Verkehrssektor verursacht in Deutschland jährlich rund 160 Millionen Tonnen Kohlendioxid – das sind fast 20 Prozent der Gesamtemissionen.

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