
04. März 2010
Kalter Winter – warmes Klima?
„Warum spricht man immer von Klimaerwärmung, wo doch die Winter (und auch die letzten Sommer) immer kälter werden? Ist dieser kalte Winter nicht ein Zeichen dafür, dass es die Klimaerwärmung nicht gibt?“ (Jennifer Wolf, Fellbach)
Boris Schinke (Germanwatch): „Nein. Wer die aktuelle Kältewelle auf der Nordhalbkugel zum Anlass nimmt, die globale Erwärmung in Frage zu stellen, verwechselt die Begriffe Wetter und Klima. Regional ungewöhnliche Wetterlagen weichen oftmals vom langjährigen Trend der Globaltemperatur ab. Global und über mehrere Jahrzehnte betrachtet ist der Aufwärtstrend der Temperaturen jedoch auch in 2010 ungebrochen. Insgesamt sind auf allen Kontinenten innerhalb der letzten hundert Jahre die Temperaturen angestiegen.
Die Klimaerwärmung wirkt sich allerdings regional sehr unterschiedlich aus. Besonders stark erwärmt haben sich dabei die Pol-Regionen, sowie weite Teile Afrikas. Die Aussage, dass sowohl die Winter als auch die Sommer immer kälter werden, lässt sich empirisch ganz klar widerlegen. Im Gegenteil: Beide Jahreszeiten sind vor allem auf der Nordhalbkugel wesentlich extremer geworden. Die Winter vor allem mild und feucht mit einer Zunahme starker Winterstürme (siehe Kyrill oder Xynthia). Die Sommer dagegen heiß und trocken mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit extremer Hitzewellen (siehe 2003).“
Hier geht es zu allen Fragen und Antworten des Klima-Orakels.









Kommentare
seit 2 jahren vergrößern sich die eismassen auf der erde, der golfstrom ist am versiegen und die somemr und winter werden wieder kälter.
die temperaturen steigen erst seit 1980 und nicht seit dem beginn des jahrhunderts... vorher sind sie deutlich gesunken. 1950 setzte eine starke abkühlung ein.
das phänomen ist durch die schwankungen der sonnenintensität zu erklären..... wie ich diese ökoverblendung hasse.... erzählt den menschen doch keinen scheiß...
Lesen Sie lieber mal wissenschaftliche Literatur, bevor Sie so einen Blödsinn, der auf Medienberichten, die man generell nicht ernstnehmen kann, basiert.
MfG
Warum kalte Winter einer globalen Klimaerwärmung nicht widersprechen, erklärte Prof. Dr. Gerstengarbe neulich im „Klima-Orakel“: „Wenn das Eis auf dem Meer schrumpft, gibt das Wasser Wärme an die Umgebung ab. Hierdurch werden örtlich die unteren Luftschichten aufgeheizt, was zu einer starken Störung von Luftströmungen führen kann - kalte Winde werden nach Europa umgelenkt.“ Die ganze Antwort können Sie hier nachlesen: (http://www.klima-sucht-schutz.de/mitmachen/beitrag/article/kalte-winter-trotz-klimaerwaermung.html)
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