02. September 2010

LED oder Energiesparlampe?

Klima-Orakel Verbraucherfragen Expertenantworten Klima Energie Umweltbundesamt Öko-Institut LED Energiesparlampe

„Was ist besser: LED oder Energiesparlampe?“
(Milan Kochel, Zülpich)


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Christoph Mordziol und Reinhard Albert  (Umweltbundesamt): „Keine der beiden Lampenarten ist besser; jede hat ihre Berechtigung und beide sind stromeffizienter als die herkömmliche Glühlampe. Je nach Anwendung – als Deckenleuchte im Wohnzimmer, als Schreibtischleuchte, als Nachtlampe im Kinderzimmer oder als Flurleuchte - sind die Anforderungen an eine Lampe verschieden: Dies betrifft die Höhe des Lichtstromes, die Lichtfarbe, die Farbwiedergaben, die Einschalthäufigkeit, die Anschaffungs- und die Betriebskosten, die Blendung und so fort.

Jegliche Lampentechnik hat ihre Vor- und Nachteile; keine ist ideal. In dem einen Falle ist mehr die eine, in dem anderen Falle mehr die andere Lampe besser geeignet. Der Vorteil von Leuchtdioden ist, dass sie häufiger schaltbar sind, für ausschließlichen Kurzzeiteinsatz (Einschaltdauer im Durchschnitt unter 5 Minuten) geeignet sind, eine extrem lange Lebensdauer aufweisen und sofort hell sind.

Ein Nachteil von Leuchtdioden ist die geringe Leistung pro Einheit. Mittlerweile gibt es Energiesparlampen, die auch das volle Spektrum an Licht produzieren und damit das Tageslicht imitieren können. Leuchtdioden schaffen es noch nicht, in gleichem Maße wie Energiesparlampen ein warmweißes Licht zu erzeugen.

Den genannten Eigenschaften entsprechend sollten auch die beiden Lampentypen eingesetzt werden: Wer eine warmweiße Wohnzimmerbeleuchtung sucht, wäre mit der Verwendung von geeigneten Energiesparlampen gut bedient. Wer eine Beleuchtung benötigt, die nur kurzzeitig in Betrieb ist, sollte den Einsatz von Leuchtdioden in Erwägung ziehen.“

 

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Dr. Dietlinde Quack (Öko-Institut): „LED-Lampen sind für den Privatgebrauch noch nicht ausreichend entwickelt. Mit der Wärmeableitung, der Lichtfarbe und der Lebensdauer gibt es Schwierigkeiten. Allein als Spotlight sind sie gut einsetzbar. Im industriellen Bereich werden sie vermehrt eingesetzt, da die Lichtfarbe dort nicht so entscheidend ist. Allerdings gibt es bisher wenige Daten zu die tatsächlichen Lebensdauer und den Wartungskosten.

Übrigens: Die Stadt Berlin plant zwecks Energieeinsparung schrittweise den Austausch ihrer rund 54.000 Gaslaternen. Das Institut für Lichttechnik der TU Berlin hat jüngst LED-Straßenlampen im Stil der alten Berliner Gaslaternen vorgestellt, die optisch von jenen nicht zu unterscheiden sind.“

 

Hier geht es zu allen Fragen und Antworten des Klima-Orakels.

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