
10. Juni 2010
Trifft Klimawandel beide Pole gleich?
Prof. Dr. Anders Levermann (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung): „Nein, der Klimawandel hat sehr unterschiedliche Auswirkungen auf die Pole. Die Arktis ist größtenteils ein Meer, das mit Meereis von einigen Metern Dicke bedeckt ist. Erwärmung lässt dieses Eis derzeit rapide schmelzen. Der dunkle Ozean, der dadurch zum Vorschein kommt, nimmt mehr Sonnenstrahlung auf und erwärmt die Arktis damit zusätzlich. Ob wir das ewige Eis des Nordpols selbst mit den ehrgeizigsten Klimaschutzmaßnahmen retten können, ist nicht sicher.
Der Südpol liegt dagegen auf Festland, auf dem sich über Jahrtausende Schnee zu einem kilometerdicken Eispanzer verdichtet hat. Im Gegensatz zu Meereis könnte das antarktische Landeis, wenn es völlig abschmilzt oder abfließt, den Meeresspiegel um bis zu 60 Meter erhöhen. Das ist jedoch sehr unwahrscheinlich. Ein Windgürtel und Meeresströmungen schützen die Antarktis klimatisch vom Einfluss der Erwärmung. In der Westantarktis sind die Temperaturen in den letzten Jahrzehnten dennoch stark angestiegen. In vielen Teilen hat sich der Eispanzer dort verdünnt und beschleunigt seinen Weg ins Meer. Zerrinnt der Westantarktische Eisschild vollständig, würde das den Meeresspiegel um mehr als drei Meter ansteigen lassen.“
Hier geht es zu allen Fragen und Antworten des Klima-Orakels.









Kommentare
Arktis: Die Arktis war in viel früheren Zeiten bereits mehrere Male eisfrei. Es hat der Erde nicht geschadet, denn sont würde man sie so, wie sie heute ist, nicht erhalten wollen. Was soll man bei einer solchen Veränderung denn retten? Welcher Anspruch steckt dahinter?
Die Eisbedeckung in der Arktis sinkt nicht rapide. Dazu gibt es genügende Messungen, die das belegen. Und zur Beruhigung: Der Eisbär wird auch bei einer wesentlich geringeren Eisbedeckung nicht aussterben.
Kein Wissenschaftler geht heute davon aus, das das Eis der Antarktis schmilzt. Es gbit dafür überhaupt keinen Anlass. Aber der Autor kann es sich doch nicht verkneifen, eine Folge davon zu beschreiben: Immer mit "könnte", "könnte", "könnte". Man konnte auch mal darüber nachdenken, was wäre, wenn die Sonne nicht mehr scheint. "Könnte" auch passieren.
Die Philosophiererei der sogenanten Klimaexperten wirklich nicht mehr zu ertragen. Was für ein Armutszeugnis.
Was denken Sie?