Klima-Barometer

Monatstrends


4. Quartal 2009

Vor dem Gipfel

Insgesamt rechneten im Vorfeld des Klimagipfels 56 Prozent mit einem Folgeabkommen zum Kyoto-Protokoll: 7 Prozent erwarteten zum Zeitpunkt der Befragung sogar ein Abkommen mit wirklich ehrgeizigen Zielen, 49 Prozent hielten ein Abkommen mit vielen Eingeständnissen für wahrscheinlich. Die Erwartungen der Mehrheit der Befragten gingen also über das tatsächlich erreichte Ergebnis in Kopenhagen hinaus.


Während des Gipfels

Das Klima-Barometer fragte nach dem direkten Einfluss des Gipfels und der begleitenden Berichterstattung auf das Verhalten des einzelnen Verbrauchers. Das Ergebnis zeigt: Eine große Mehrheit weiß, Klimaschutz fängt zu Hause an und kleine Maßnahmen, die ohne größeren Aufwand zu realisieren sind, zeigen oft große Wirkung. 33 Prozent gaben an, sie kaufen jetzt mehr regionale Lebensmittel. 18 Prozent nutzen öfter regionale Verkehrsmittel oder das Fahrrad. Beides sind Maßnahmen mit einem relativ gerin-gen Kostenaufwand, aber einem positiven Effekt auf die CO2-Bilanz. Insgesamt wirkte sich der Klimagipfel positiv auf das Verhalten einer großen Mehrheit von 72 Prozent der Befragten aus.


Nach dem Gipfel

Die fehlende Bereitschaft der Politik, sich in Kopenhagen auf verbindliche Ziele zu einigen, machte erneut deutlich: es kommt auf die Bürger an. Jeder Einzelne kann unabhängig von politischen Entscheidungen jederzeit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten oder sich mit anderen zusammenschließen und aktiv werden. Der Trend zu gemeinschaftlichen Initiativen zeigt sich auch bei den gewählten Klimaschutzmaßnahmen, die die Befragten des Monatstrends Dezember 2009 mit 500 Euro ergreifen würden. 26 Prozent denken an eine Investition in eine Bürgersolaranlage. Der Erwerb einer hocheffizienten Heizungspumpe findet mit 29 Prozent den meisten Zuspruch.


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