Klima-Barometer

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4. Quartal 2010: Erneuerbare Energien

Ein prägendes Thema des vierten Quartals 2010 waren die erneuerbaren Energien. Ihr Ausbau und ihre Nutzung wurden in der Öffentlichkeit vor allem im Zusammenhang mit der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken sowie der Strompreissteigerung diskutiert.

Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen (39 Prozent) und Klimaschutz (36 Prozent) sind wichtigste Gründe für Ausbau erneuerbarer Energien

Erneuerbare Energien bieten eine klimafreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen wie Kohle, Erdgas und Öl. Ihr Anteil am gesamten Endenergieverbrauch erreicht mittlerweile 10,3 Prozent, Tendenz steigend. Der Ausbau der erneuerbaren Energien soll nach dem Willen der Bundesregierung weiter vorangetrieben werden, um bis 2020 Anteile von 30 Prozent am Stromverbrauch und 14 Prozent am Wärmeenergieverbrauch zu erreichen.

Gefragt nach dem wichtigsten Grund für den Ausbau erneuerbarer Energien, sprechen sich die Teilnehmer vor allem für die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern (39 Prozent) und für Klimaschutz (36 Prozent) aus. Die größere Sicherheit der Technologie der erneuerbaren Energien gegenüber Atomkraftwerken spielt hingegen mit 15 Prozent Zuspruch eine eher untergeordnete Rolle. 

Jeder Zweite ist der Meinung, der Ausbau erneuerbarer Energien sollte sich selbst tragen

Findet der Ausbau erneuerbarer Energien durchgehend eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung, so gerät doch das Thema der Finanzierung zunehmend in die Diskussion. Die sogenannte Ökostrom-Umlage, also die Beteiligung der Energieversorger an den Kosten zum Ausbau regenerativer Energien zur Stromerzeugung, beschäftigte die Öffentlichkeit im vergangenen Quartal nachhaltig, denn viele Energieversorger begründeten die Erhöhung der Strompreise zum 1. Januar 2011 mit ihren gestiegenen Kosten.

Bei rund 50 Prozent aller privaten Stromkunden erhöhten sich damit die Strompreise zu Jahresbeginn 2011 erheblich. Dieser Umstand wirkte sich auf die Zustimmung zur Finanzierung der Energiewende aus. Die Mehrheit der Befragten lehnt mittlerweile die Finanzierung des Ausbaus erneuerbarer Energien durch eine Kosten-Umlage oder über Steuermittel ab: 55 Prozent sind der Meinung, der Ausbau sollte sich von allein finanzieren und nicht zu Lasten der Verbraucher gehen.

Favorit Sonnenenergie - 29 Prozent würden für ihren Haushalt Solarthermie nutzen, 30 Prozent eine Photovoltaik-Anlage

Bei der Wahl einer regenerativen Energiequelle gibt es bei den Befragten einen eindeutigen Favoriten: die Sonne. Die klare Mehrheit würde eine Solarthermie- (29 Prozent) oder Photovoltaikanlage (30 Prozent) installieren lassen, um ihren Haushalt mit Wärmeenergie oder Strom direkt vom eigenen Dach zu versorgen. Wird sie mit Ökostrom betrieben, würden sich 27 Prozent für den Einsatz einer Wärmepumpe interessieren. Mit 14 Prozent findet das Heizen mit Holz am wenigsten Zuspruch.  


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Welcher Aspekt sollte sich Ihrer Meinung nach bei der EEG-Umlage in Zukunft am dringendsten ändern?

  • Die energieintensiven Unternehmen sollten finanziell stärker in die Pflicht genommen werden.
  • Die Umlage sollte für Verbraucher sinken, da sie derzeit unverhältnismäßige Kosten tragen.
  • Die EEG-Umlage sollte ganz abgeschafft werden.
  • Die Umlage ist gut so, denn ich bin gern bereit, damit den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern.

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