


Aktuelle Frage an das Klima-Orakel
26. Januar 2012
Klimafreundliches Spielzeug?
Mandy Schoßig (Öko-Institut Berlin): „Der private Konsum von Produkten und Dienstleistungen ist für etwa 40 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich. Spielzeug gehört – wenn auch mit einem nur sehr kleinen Anteil – ebenso dazu wie energieverbrauchende Produkte, Ernährung oder Verkehr.
Ob ferngesteuerte Autos, Spielekonsolen oder anderes elektronisches Spielzeug: viele Spielgeräte für Kinder und Jugendliche verbrauchen heute Strom. Ihre Batterien müssen häufig aufgeladen werden und ihre Herstellung ist technisch oft sehr aufwändig. Sie gehen zum Teil schnell kaputt oder sind häufig nur kurzzeitig von Interesse. Damit steigt ihr sogenannter CO2-Fußabdruck, also die CO2-Emissionen, die ein Produkt bei der Herstellung, Nutzung und fachgerechten Entsorgung verursacht.
Neben dem Energieverbrauch sind beim Thema Spielzeug auch andere Faktoren entscheidend, wenn es darum geht, wie umweltverträglich ein Produkt ist. So spielt es eine Rolle, ob das Spiel aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz oder Baumwolle hergestellt wird oder im Gegensatz dazu aus Plastik. Bei der Herstellung von Plastikspielzeug muss Erdöl in verschiedenen chemischen Prozessen umgewandelt werden – dies braucht Energie und erhöht den CO2-Fußabdruck. Darüber hinaus verbrauchen diese Produkte natürliche Ressourcen, die endlich sind. Wenn man sich für Bausteine, Tiere oder Rasseln aus Plastik entscheidet, sollte man zudem darauf achten, dass diese “phthalatfrei” oder “PVC-frei” sind, um möglichen Gesundheitsrisiken vorzubeugen.
Bei textilen Spielzeugen wie Plüschtieren, Kissen oder Puppen sollten Verbraucherinnen und Verbraucher darauf achten, dass diese aus Biobaumwolle hergestellt werden. Zum einen kommen ihre Kinder dann weniger direkt mit schädlichen Stoffen wie Pestiziden in Berührung, zum anderen vermindert ein naturnaher Anbau der Baumwolle die Treibhausgasbilanz dieser Textilien.
Weitergehende Informationen zum Thema „Nachhaltig hergestelltes Spielzeug“ finden Sie auf der Website der Aktion Fair spielt.“
Tipp der Redaktion: Weitere Infos zum CO2-Fußabdruck von Produkten gibt's beim KonsumCheck.
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