Hier findest du über 200 wichtige Begriffe zu Klima und Energie erklärt!

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Absorption (absorbieren)

In heißen Gegenden findet man oft weiß gestrichene Häuser. Sie nehmen schlechter die Wärmeenergie des Lichts auf und bleiben länger kühl.

Bei strahlendem Sonnenschein kannst du den Vorgang der Absorption selbst spüren: Ein schwarzer Pullover ist viel wärmer als ein weißer. Das liegt daran, dass dunkle Oberflächen mehr Lichtstrahlen verschlucken als helle. Dabei nehmen sie Strahlungsenergie auf und wandeln sie in eine andere Energieform um — in diesem Fall in Wärme. Die Treibhausgase in unsere Atmosphäre können auch Strahlung absorbieren. Sie fangen einen Großteil der langwelligen Wärmerückstrahlung der Erdoberfläche auf. Die Absorption dieser Strahlung ist dafür verantwortlich, dass sich die bodennahen Schichten der Atmosphäre erwärmen.


Aerosole

Je mehr Aerosole in der Luft sind, desto stärker ist auch die Rotfärbung des Himmels, da sie das Sonnenlicht brechen.

Aerosol bedeutet wörtlich "Lösung in Luft"und meint eigentlich ein festes oder flüssiges Teilchen mit der es umgebenden Luft. In vielen Fällen wird der Begriff jedoch auch nur für das Teilchen selbst verwendet. Aerosole sind demnach winzige, in der Luft schwebende Teilchen. Sie können flüssig oder fest sein und sind 10-5 bis 10-2 Millimeter klein. Auf der Spitze eines Haares haben etwa 1.000 bis 100.000 solcher Teilchen Platz. Nur wenn ganz viele Aerosole in der Luft sind, können wir sie sehen: zum Beispiel als Staubwolken oder Nebel. Aerosole können durch natürliche Vorgänge wie Vulkanausbrüche entstehen oder durch menschliche Aktivitäten wie die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Welche Rolle Aerosole für das Klima der Erde spielen, ist noch nicht geklärt, da sie sehr unterschiedliche Wirkungen haben können. Feine Salzkristalle, die in der Luft über dem Meer schweben, reflektieren die Sonnenstrahlung. Als Gegenspieler der Treibhausgase wirken sie so hauptsächlich abkühlend auf die bodennahen Luftschichten. Klimaforscher vermuten, dass ohne Aerosole der globale Temperaturanstieg der letzte Jahrzehnte deutlich höher ausgefallen wäre. Andererseits können durch Aerosole Wolken entstehen, die das Klima ihrerseits beeinflussen. Schwarzer Ruß und andere dunkle Partikel absorbieren Sonnenlicht und erwärmen die Luft. Ob die Teilchen zur Erwärmung oder Abkühlung der Atmosphäre beitragen, hängt auch davon ab, in welcher Atmosphärenschicht sie auftreten.


Agenda 21

Die Stadt des Umweltgipfels: Rio de Janeiro. Weitere Gipfel der Stadt: Der Zuckerhut, der Corcovado mit seiner Christusstatue und der Karneval.

Die Agenda 21 ist ein Aktionsprogramm, das Richtlinien für die Entwicklungs- und Umweltpolitik im 21. Jahrhundert vorgibt. Es wurde 1992 von 179 Staaten auf der "Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen" in Rio de Janeiro beschlossen. Hauptziel des 359 Seiten starken Programms ist eine nachhaltige Entwicklung. Das heißt, die Politik soll besonders in den Bereichen Wirtschaft, Energie, Landwirtschaft und Umwelt so umgestaltet werden, dass die Bedürfnisse der heutigen Generation befriedigt werden, ohne die Chancen künftiger Generationen zu beeinträchtigen. Unter dem Motto "Global denken — lokal handeln" sind insbesondere die Kommunen der Unterzeichnerländer dazu aufgerufen, eine lokale Agenda 21 zu erarbeiten.


Agrokraftstoffe

Sieht hübsch aus, ist aber nicht unbedingt gut für die Umwelt: Rapsfeld für Biodiesel.

Der ökologische Anbauverband "Bioland" und andere vertreten die Ansicht, dass Biokraftstoffe gemäß ihrer landwirtschaftlichen Herkunft als Agrokraftstoffe bezeichnet werden müssten. Das Prädikat "Bio" ist gesetzlich klar definiert und an strenge Produktionsauflagen ohne synthetische Stickstoffdünger und Pflanzenschutzmittel geknüpft. Da die Pflanzen für die Gewinnung von Kraftstoffen aber im konventionellen Anbau erzeugt werden, müsste die Vorsilbe Bio richtiger Weise durch Agro ersetzt werden: Agrodiesel oder Agrosprit statt Biodiesel oder Biosprit.


Albedo

Wolken habe eine ganz unterschiedliche Albedo und wirken daher auch aufs Klima ganz verschieden. Dichte, dunkle Gewitterwolken (Cumulonimbus) sind von oben strahlend weiß und haben daher eine hohe Albedo.

Die Albedo ist ein Maß für die Weißheit, also dafür, wie stark eine Oberfläche reflektieren kann. Sie beschreibt das Verhältnis von ausfallender (reflektierter) zu einfallender Strahlung. Je weißer oder spiegelnder eine Oberfläche ist, desto höher ist ihre Albedo. Jede Oberfläche hat also ihren eigenen, typischen Albedowert. Er ist abhängig von der Farbe, Beschaffenheit und Struktur der Fläche und vom Sonnenstand. Je flacher die Sonne steht, desto größer ist die Reflexion und damit die Albedo. Auch auf der Erde haben die einzelnen Landbereiche unterschiedliche Albedowerte:
Frischer Schnee: 80—90 %
Sandflächen: 15—40 %
Ackerland: 7—17 %
Wald: 5—20 %
Für unser Klima ist die globale Albedo der Erde wichtig; sie beträgt 30 Prozent. Etwa ein Drittel der Sonneneinstrahlung wird also unmittelbar wieder in den Weltraum zurückgestrahlt. Klimaforscher befürchten, dass sich diese planetare Albedo verändert, weil das Eis insbesondere am Nordpol schmilzt.


Antarktis

Angst vor Eisbären brauchen sie keine zu haben, denn die gibt es nur im Nordpolargebiet, der Arktis.

Das ist die Gegend rund um den Südpol und die Heimat der Pinguine. Antarktis bedeutet "Gegen-Arktis", denn sie liegt auf der Gegenseite der Arktis. Anders als diese besteht die Antarktis nicht hauptsächlich aus schwimmendem Eis. Unter den ungeheuren Eismassen der Antarktis, die bis zu 4,5 Kilometer dick werden können, liegt der Kontinent Antarktika, der deutlich größer ist als Australien und Europa. Die Eismassen speichern drei Viertel des gesamten Süßwassers der Erde. Das war nicht immer so. Vor etwa 40 Millionen Jahren war die Gegend um den Südpol herum noch völlig eisfrei.
Da die Antarktis auf der Südhalbkugel liegt, sind die Jahreszeiten anders herum als bei uns. Der Winter dauert von März bis Oktober, der Sommer bis zum Februar. Im Winter zeigt sich die Sonne gar nicht, es bleibt fast ein halbes Jahr ziemlich dunkel. Logisch, dass es dann extrem kalt wird: Fast 90 Grad unter Null hat man dort schon gemessen. Im Sommer scheint die Sonne dafür 24 Stunden lang und die Temperatur steigt im Hochsommermonat Januar sogar auf Null Grad.


anthropogen

Wenn etwas anthropogen ist, dann wurde es von Menschen gemacht. Kunststoffe beispielsweise werden nur von Menschen hergestellt, sie kommen in der Natur nicht vor. Ohne uns gäbe es sie auf der Erde nicht, sie sind also rein anthropogenen Ursprungs. In vielen Bereichen wirken aber anthropogene und natürliche Einflüsse zusammen. Auf einem Acker zum Beispiel. Dort wachsen Pflanzen und der Mensch versucht diesen ganz natürlichen Prozess zu beeinflussen, in dem er den Boden bearbeitet und Dünger einsetzt. Diese anthropogenen Eingriffe verändern das Ökosystem.


Anthropogener Treibhauseffekt

Durch menschliche Aktivitäten — wie die Verbrennung fossiler Brennstoffe — nimmt die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre immer weiter zu. Der natürliche Treibhauseffekt wird dadurch verstärkt, so dass eine weltweite Erwärmung stattfindet.


Antizyklone

Hochdruckgebiete werden auch als Antizyklonen (Einzahl: die Zyklone) bezeichnet. Tiefdruckgebiete heißen entsprechend Zyklonen, nicht zu verwechseln mit den tropischen Wirbelstürmen im Indischen Ozean, die heißen Zyklone (Einzahl: der Zyklon).


Arktis

Das Eis der Arktis ist nur ein paar Meter dick. Umso schneller schmilzt es.

Die Arktis ist das Gebiet rund um den Nordpol, innerhalb des nördlichen Polarkreises. Sie ist der Lebensraum der Eisbären. Im Gegensatz zur Antarktis liegt sie nicht auf einem eigenen Kontinent. Zur Arktis gehören Grönland, Teile von Russland und Kanada, Alaska, Skandinavien. Der größte Teil liegt im bis zu fünf Kilometer tiefen Nordpolarmeer. Es sind schwimmende Eismassen. Auch der Nordpol liegt auf einer schwimmenden Eisscholle. Deswegen kann man unter dem Nordpol durchtauchen und unter dem Südpol nicht. Das Meereis der Arktis schmilzt wegen der Klimaerwärmung sehr schnell. Daher ist auch der Lebensraum der Eisbären bedroht.


Atmosphäre

Die Luft, die uns umgibt, besteht aus unsichtbaren Gasen. Diese Gase bilden eine Schutzhülle um die Erde, die als Atmosphäre bezeichnet wird. Sie bewahrt uns vor extremen Temperaturschwankungen. Ohne ihren Schutz wären die Tage bei uns brennend heiß und die Nächte eiskalt. Außerdem blockt die Atmosphäre schädliche ultraviolette Strahlen der Sonne ab.

Wissenschaftler unterteilen die Atmosphäre in verschiedene Schichten. Direkt über dem Erdboden ist die Luft der Atmosphäre am dichtesten, dort schwirren die meisten Teilchen herum. Diese unterstes Schicht heißt Troposphäre und reicht bis in eine Höhe von 12 Kilometern Sie enthält 80 Prozent aller atmosphärischen Gase. Stickstoff kommt hier am häufigsten vor (78 %) gefolgt von Sauerstoff (21%), den wir zum Atmen brauchen. Außerdem finden sich hier noch winzige Spuren anderer Gase wie Kohlendioxid, Methan oder Lachgas, die daher auch als Spurengase bezeichnet werden. Obwohl sie nur in geringen Mengen vorkommen, sind sie für das Klima auf der Erde sehr wichtig.


Der Troposphäre folgt die Stratosphäre (12—50 km), in der auch die Ozonschicht liegt, dann die Mesosphäre (50—80 km), Thermosphäre (80—500 km) und schließlich die Exosphäre. Jenseits der Atmosphäre, in rund 1000 Kilometern Höhe, beginnt der Weltraum.


Atomenergie

Atomenergie wird in einem Atomkraftwerk gewonnen. Dort werden die Atomkerne des Metalls Uran gespalten. Dabei wird viel Energie frei, aus der man Strom gewinnt. Die Spaltung findet in einem Reaktorbehälter statt. Das ist ein mit Wasser gefüllter Stahlbehälter, in dem sich Brennstäbe aus Uran befinden. Durch die Kernspaltung erhitzt sich das Wasser um die Brennstäbe. Diese Hitze wird auf das Wasser des Kühlkreislaufs übertragen, das verdampft und zu einer Turbine strömt. Diese ist mit einem Generator verbunden, der Strom erzeugt.

Leider entsteht bei der Kernspaltung radioaktive Strahlung, die sehr gefährlich ist. Viele Menschen haben daher Angst vor Atomkraftwerken. Sie fürchten, dass Unfälle verheerende Folgen haben könnten. Außerdem ist die Nutzung der Atomenergie umstritten, da es noch keine allgemein akzeptierte Entsorgung der radioaktiven Abfälle (Atommüll) gibt. Befürworter der Atomenergie glauben, dass Atomkraftwerke zum Klimaschutz beitragen, da sie im Vergleich zu anderen Kraftwerken nur geringe Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid produzieren.


Atommüll

Atommüll ist das umgangssprachliche Wort für radioaktive Abfälle. Der größte Teil dieses hoch giftigen Mülls stammt aus dem Uranabbau. Das Schlagwort Atommüll meint jedoch in erster Linie die in Atomkraftwerken entstehenden Abfälle, die radioaktiv strahlen. Wir können diese Strahlen weder sehen noch fühlen, aber sie können den Menschen sehr krank machen. Sie verursachen zum Beispiel die Krankheit Krebs.


Deshalb muss der Atommüll völlig von der Umwelt und allen Lebewesen abgeschirmt werden. Ein Teil des Atommülls wird in Wiederaufbereitungsanlagen recycelt. Der Rest wird in Zwischenlagern aufbewahrt, zum Beispiel in Gorleben. Da der Atommüll viele tausend Jahre giftig strahlt, ist es schwierig, ein Endlager zu finden, wo der Müll für immer bleiben kann. Wissenschaftler erforschen immer noch, wo der radioaktive Abfall so tief in der Erde gelagert werden kann, dass weder der Müll noch seine Strahlen jemals wieder ans Tageslicht gelangen. Das heißt die Gesteinsschichten dort unten dürfen sich nicht bewegen und das Gebiet muss erdbebensicher sein.


Berg- und Talwindzirkulation

Die Berg- und Talwindzirkulation gehört zu den tageszeitlichen Winden. Diese kreisförmige Luftströmung tritt im Gebirge häufig bei sonnenreichen Hochdruck-Wetterlagen (Hochdruckgebiet) auf. Tagsüber erwärmt die Sonne den Boden der Berghänge und dadurch auch die bodennahe Luft. Diese warme Luft steigt an den Hängen auf. Als Ausgleich strömt von unten her Luft nach und es entsteht im Laufe des Vormittags ein Talwind, der die Hänge hinauf weht.
Nach Sonnenuntergang kühlt sich die hangnahe Luft ab. Sie wird kälter und schwerer und beginnt hinunter ins Tal zu strömen. Am Grunde des Tals fließt die Luft von mehreren Seiten zusammen. Es entsteht ein Bergwind, der nachts aus dem Tal hinausweht.


Biodiesel

Normaler Diesel, wie du ihn an jeder Tankstelle kaufen kannst, wird genau wie Benzin aus Erdöl gewonnen. Dieselmotoren können aber mit vielen unterschiedlichen Kraftstoffen betrieben werden. So zum Beispiel auch mit Biodiesel, der aus Pflanzen gewonnen wird. Wenn du an gelb blühenden Rapsfeldern vorbei fährst, hast du genau die Flächen vor Augen, auf denen die Produktion des meisten Biodiesels beginnt. Denn aus Raps gewinnt man Öl, das in einem chemischen Verfahren mit Methanol zu Biodiesel verarbeitet wird. Er ist dem fossilen Diesel aus Erdöl sehr ähnlich, so dass viele Autos damit fahren können. In Deutschland wird dem normalen Diesel gesetzlich verordnet derzeit 7 % Biodiesel beigemischt.
Ob dieser Biokraftstoff tatsächlich Klima schonender ist als normaler Diesel, ist gegenwärtig noch umstritten.


Biogas

Biogas entsteht beim Faulen pflanzlicher oder tierischer Rückstände, wie zum Beispiel Gülle oder Mist. Für die technische Produktion von Biogas in einer Biogasanlage eignen sich aber auch Klärschlamm oder Bioabfall. Energiepflanzen, wie beispielsweise Mais, werden extra für die Biogasgewinnung angebaut.
Biogas besteht zum größten Teil aus Methan und Kohlendioxid. Es kann in einem Kraftwerk zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden.


Biogasanlage

In einer Biogasanlage wird aus Biomasse Biogas erzeugt. In vielen Fällen ist eine Biogasanlage mit einem Kraftwerk gekoppelt, in dem Strom und/oder Wärme erzeugt wird.
Die Mitarbeiter der Biogasanlage füllen Bioabfall, Gülle, Klärschlamm oder Pflanzen in einen luftdicht verschlossenen Behälter. Bei 37 bis 55 °C fault und gärt das Material darin und es entsteht Biogas. Das wird zunächst gereinigt und strömt dann in einen Verbrennungsmotor, der einen Generator antreibt und es entsteht Strom. Die dabei entstehende Wärme kann genutzt werden, um die Behälter für die Biogasproduktion zu beheizen. Überschüssige Wärme kann dann auch noch zum Heizen von Gebäuden dienen.


Biokraftstoffe

Biokraftstoffe sind Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren, die aus Biomasse hergestellt werden. Zu den bekanntesten Beispielen gehören Biodiesel oder Biosprit, die aus landwirtschaftlichen Nutzpflanzen wie beispielsweise Raps und Zuckerrüben gewonnen werden. Da die Pflanzen immer wieder nachwachsen, zählen Biokraftstoffe zu den erneuerbarer Energieträgern. Sie gelten als Klima schonend, weil Pflanzen beim Wachsen genauso viel CO2 aus der Luft verbrauchen, wie hinterher bei der Verbrennung im Automotor wieder frei wird.
Allerdings muss natürlich auch berücksichtigt werden, dass die Pflanzen auf dem Acker gedüngt werden. Der dabei eingesetzte Stickstoff gelangt zum Teil als Lachgas in die Atmosphäre. Dieses Treibhausgas ist um den Faktor 300 stärker als CO2. Wissenschaftler und Umweltschützer streiten daher noch, ob Biokraftstoffe für unser Klima tatsächlich besser sind als Benzin oder Diesel aus Erdöl.
Ein weiteres Problem ist, dass die Pflanzen auf Ackerflächen angebaut werden, die normalerweise für die Produktion von Lebensmitteln wie zum Beispiel Getreide genutzt werden. Kritiker meinen daher, dass nun weniger Nahrungsmittel angebaut würden und dadurch die Preise für Lebensmittel steigen. Das ist natürlich besonders für arme Menschen ein Problem.
Weltweit betrachtet, stehen immer noch zu wenig landwirtschaftliche Flächen zur Verfügung, um alle Menschen satt zu machen. Wenn jetzt auch noch Pflanzen für Biokraftstoffe angebaut werden, müssen neue Felder geschaffen werden. Dafür werden zum Beispiel Wälder gerodet. Der in den Bäumen gebundene Kohlenstoff wird frei und gelangt als CO2 in die Atmosphäre. Das fördert den Treibhauseffekt. Auch aus ökologischer Sicht ist das nicht gut, da ein Stück wertvolle Natur für immer verloren geht.
Der ökologische Anbauverband "Bioland" ist sogar der Meinung, dass die Vorsilbe Bio eine Täuschung sei. Seiner Ansicht nach müssten diese Kraftstoffe richtiger Weise als Agrokraftstoffe bezeichnet werden.


Biomasse

Die Biomasse ist die Gesamtheit aller lebenden und toten Lebewesen und der von ihnen produzierten Stoffe. Dazu gehören also alle Pflanzen aber auch abgestorbene Bäume oder Heu und Stroh sowie alle Tiere und deren Ausscheidungen wie Mist oder Gülle.
Die in der Biomasse chemisch gespeicherte Sonnenenergie kann zur Erzeugung von Wärme genutzt werden. Das kannst du fühlen, wenn du Holz in einem Kaminofen verbrennst. Eine Biogasanlage verwandelt die Biomasse in Biogas, das zur Strom- oder Wärmeerzeugung genutzt werden kann. Kraftstoffe wie zum Beispiel Biodiesel oder Biosprit können ebenfalls auf Biomasse gewonnen werden.


Biosprit

Biosprit ist ein umgangssprachliches Wort für Bioethanol; ein Alkohol, der nur aus Biomasse hergestellt wird. In Europa werden hauptsächlich Zuckerrüben, Mais und Getreide für die Ethanolproduktion genutzt.
Bioethanol kann als Biokraftstoff dem normalen Benzin an der Tankstelle beigemischt werden. So könnte dieser nachwachsende Energieträger einen Teil des aus Erdöl gewonnen Benzins ersetzen. In Deutschland sollte ab 2009 sämtliches Normal- und Superbenzin mit 10 % Ethanol versetzt werden. Aber es können nicht alle Autos mit einem Ethanol-Benzin-Gemisch fahren. Besonders älteren Modelle vertragen den Biosprit häufig nicht. Anfang des Jahres 2008 hat der Umweltminister daher die Zumischung von Bioethanol erstmal gestoppt.
Ob dieser Biokraftstoff tatsächlich Klima schonender ist als normales Benzin, ist gegenwärtig noch umstritten.


Blitz

Bei einem Gewitter kann es Spannungs-unterschiede von 100 Millionen Volt geben. Volt ist die Maßeinheit für die Spannung. Zum Vergleich: Eine Batterie hat nur 1,5 Volt Spannung.

Die alten Germanen glaubten, wenn es blitzt, schleudert der Gott Thor seinen Hammer zur Erde. Heute weiß man, dass Blitze entstehen, wenn sich Ladungsunterschiede in der Atmosphäre schlagartig ausgleichen.
Jeder Gegenstand in unserer Umgebung - Telefon, Pullover oder Kugelschreiber - trägt positive und negative Ladungen in sich. Und normalerweise sind genauso viele positive wie negative Ladungsteilchen vorhanden, die Ladung ist ausgeglichen, was man auch als neutral bezeichnet. Wenn Gegenstände aneinander reiben, können sich positive und negative Teilchen trennen. Dann ist der eine Gegenstand positiv und der andere negativ geladen. Je stärker die Unterschiede sind, desto größer ist die so genannte Spannung, das heißt der Willen der Ladungen sich wieder zusammenzutun.
Bei einem Gewitter reiben sich Wolkenschichten aneinander aber auch an Feldern, Häusern oder Wäldern. Sehr viele positive und negative Teilchen werden dabei voneinander getrennt. Die Spannung steigt. Der Ladungsausgleich erfolgt über den Blitz. Man kann auch sagen: Die Spannung entlädt sich. Positive und negative Teilchen kommen wieder zueinander. Nach dem Blitz ertönt ein Donner.
In jeder Sekunde wird die Erde von 100 Blitzen getroffen. Diese Einschläge erfolgen während der rund 2000 Gewitter, die in jedem Augenblick irgendwo auf der Erde toben. Ein einziger Blitz hat so viel Energie, dass damit 8.000 Toaster gleichzeitig arbeiten können. Diese gewaltige Energie kann Menschen schwer verletzen oder sogar töten. Erstaunlicher Weise überleben vier von fünf Personen einen Blitzschlag.
Der Blitz schlägt meistens in den höchsten Punkt der Umgebung ein, zum Beispiel in einen Kirchturm oder einen hohen Baum. Deshalb solltest du bei Gewitter auf keinen Fall Zuflucht unter hohen Bäumen suchen. Ein blitzsicherer Ort ist das Auto.


Blizzard

Der Blizzard ist ein besonders heftiger Schneesturm in Nordamerika. Er entsteht im Winter, wenn kräftige Tiefdruckgebiete kalte polare Luftmassen nach Süden transportieren. Der Blizzard bringt eisigen Wind, starke Schneefälle, Eisregen und Dauerfrost. Er kann sogar Orkanstärke erreichen. Wegen der großen Schneemasse, vor allem aber durch Schneeverwehungen, verursachen Blizzards katastrophale Verkehrsverhältnisse und bereiten enorme Versorgungsprobleme.


Braunkohle

Braunkohle ist eine junge Kohle, die deshalb nur wenige Meter unter der Erde liegt. Für ihren Abbau müssen also nicht wie im Bergbau unterirdische Schächte und Stollen angelegt werden, sondern sie kann im Tagebau gefördert werden. Dabei werden riesige Schaufelradbagger eingesetzt, die sich durch die Landschaft fressen. Der Erdboden wird auf der einen Seite bis zu mehreren hundert Meter tief abgetragen. Die anfallenden Erdmassen werden dann in der Regel hinten gleich wieder zum Auffüllen des entstandenen Lochs genutzt. Während des Tagebaus muss der Grundwasserspiegel abgesenkt werden. Das hat natürlich auch negative Folgen für die Pflanzen, Seen und Flüsse der umliegenden Landschaften. Ökologisch wertvolle Gebiete werden zerstört. Dörfer, die den Schaufelradbaggern im Wege stehen, werden im wahrsten Sinne des Wortes dem Erdboden gleich gemacht. Die dort wohnenden Menschen müssen sich ein neues Zuhause suchen. Wegen des immensen Flächenbedarfs und den enormen Einflüssen auf die Landschaften ist der Tagebau sehr umstritten.
Braunkohle wird heute überwiegend in Kraftwerken als Brennstoff für die Erzeugung von Strom genutzt. Sie enthält weniger Kohlenstoff als Steinkohle, ihr Heizwert ist daher geringer. Außerdem enthält sie relativ viel Schwefel, so dass bei ihrer Verbrennung Schwefeldioxid entsteht, das mitverantwortlich für den Sauren Regen ist.


Breitengrad

Die Breitengrade gehören zu einen gedachten "Liniennetz", das die Erde überzieht. Mit Hilfe der Breiten- und Längengeraden kann jeder Punkt auf der Erdoberfläche eindeutig benannt werden. Ausgangspunkt für die Breitenkreise ist der Äquator. Er ist eine gedachte Linie um den Bauch der Erde und wird auch als 0° Breitengrad bezeichnet. Von dort wird nach Norden und Süden gezählt: Der Nordpol liegt 90° nördlicher Breite und der Südpol 90° südlicher Breite.
Da die mittlere Sonneinstrahlung auf einen Punkt der Erdoberfläche von dessen geographischer Breite abhängt, bestimmt diese wesentlich das lokale Klima und kann zur Definition der Klimazonen dienen. Die Tropen liegen zwischen den Wendekreisen (23° 26") und die Polargebiete oberhalb der Polarkreise (66° 34"), dazwischen liegen die Subtropen und gemäßigten Zonen.


Car-Sharing

Beim Car-Sharing nutzen mehrere Menschen ein Auto gemeinsam um Kosten zu sparen. Denn jeder Autobesitzer muss nicht nur das Benzin bezahlen, sondern auch Versicherung, Steuern, Reparaturen und den Wertverlust des Fahrzeugs ? egal wie viel er fährt. Diese Kosten übernimmt ein Car-Sharing-Anbieter und verteilt sie auf alle Nutzer eines Autos — jeder zahlt dann nur, wenn er auch wirklich fährt einen festgelegten Zeit- und Kilometertarif.
Außerdem ist Car-Sharing umweltfreundlich, da ein Car-Sharing-Auto etwa 4 bis 10 Fahrzeuge ersetzt. Das heißt es gibt weniger Autos, weniger Schrott und weniger Energie- und Rohstoffeinsatz bei der Herstellung. Car-Sharing-Teilnehmer nutzen Autos in der Regel bewusster und fahren weniger. Das bedeutet der Benzinverbrauch sinkt. Es gibt weniger Lärm, Verkehr und Unfälle auf den Straßen und auch weniger Schadstoffe in der Luft.

Celsius

Die bei uns übliche Maßeinheit für die Temperatur heißt Grad Celsius, abgekürzt °C. Sie geht auf den schwedischen Physiker Anders Celsius zurück. Er führte 1742 die heute gebräuchliche Temperaturskala ein (Celsius-Skala), bei der der Abstand zwischen Gefrier- und Siedepunkt des Wasser in 100 gleiche Teile unterteilt ist.

Clean Development Mechanism (CDM)

Clean Development Mechanism ist ein im Kyoto-Protokoll verankertes Instrument zur Minderung von Treibhausgasen in Schwellen- und Entwicklungsländern. CDM-Projekte werden gemeinsam von einem Industrieland mit Reduktionsverpflichtung und einem Entwicklungsland ohne Reduktionsverpflichtung durchgeführt. Im CDM führt ein Industrieland in einem Entwicklungsland ein Klimaprojekt durch, das Emissionen einspart und kann sich die gesparten Einheiten auf seinem Konto gutschreiben lassen. Der damit verbundene Technologietransfer soll den Entwicklungsländern helfen, eine klimafreundliche Wirtschaft aufzubauen.

CO2

Das ist die chemische Formel für das Gas Kohlendioxid.


Corioliskraft

Oben ist ein Hurrikan bei Nordamerika zu sehen. Darunter ein Taifun im Osten von Madagaskar auf der Südhalbkugel.
(Bild: NASA/Goddard Space Flight Center)

Durch die Corioliskraft werden Luftmassen auf der sich drehenden Erde auf der Nordhalbkugel nach rechts und auf der Südhalbkugel nach links abgelenkt. Tropische Wirbelstürme und andere Tiefdruckgebiete drehen sich daher auf der Nordhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel im Uhrzeigersinn. Auch die beständigen Passatwinde, die von Segelschiffen für die Ozeanüberquerung genutzt wurden, beeinflusst diese Kraft. Der nördliche Passat bläst daher aus Nordost und heißt Nordostpassat, der südliche entsprechend Südostpassat.
Die Corioliskraft wirkt auch auf große Wassermassen. Das kannst du bei uns auf der Nordhalbkugel daran erkennen, dass die rechten Ufer der Flüsse stärker vom Wasser angegriffen werden als die linken. Allerdings, auch wenn es manchmal behauptet wird: der Strudel in einer leer laufenden Badewanne dreht sich auf der Nordhalbkugel nicht grundsätzlich anders herum als auf der Südhalbkugel. Dazu ist die Wassermenge viel zu gering.

Wie entsteht die Corioliskraft?


Desertifikation

Desertifikation bedroht ein Drittel aller landwirtschaftlich nutzbaren Flächen.

Desertifikation nennt man die schleichende "Verwüstung" einer Landschaft an Stellen, wo eigentlich keine Wüste ist. Das Wort bedeutet "Wüste machen", denn meistens haben die Menschen Schuld an der Desertifikation. Zum Beispiel wenn sie zuviel Wasser verbrauchen, alle Bäume fällen oder wenn ihre Weidetiere alles Gras fressen. Dürrezeiten machen das Ganze noch schlimmer. Dann verschwinden die meisten Pflanzen, die Bauern können nichts mehr anpflanzen, und Kühe, Ziegen oder Schafe finden nichts mehr zu fressen. Der Schaden lässt sich kaum rückgängig machen. In der Regel passiert das am Rande von Wüsten, zum Beispiel in der Sahel-Zone in Afrika. Desertifikation findet aber in allen Erdteilen und auch in Südeuropa statt.

Distickstoffoxid

Distickstoffoxid ist ein natürlich vorkommendes, farb- und geruchsloses Gas. Es wir auch als Lachgas bezeichnet. Seine chemische Formel lautet N2O. Etwa 90 % des in die Atmosphäre gelangenden N2O entsteht in Böden bei der mikrobiellen Umsetzung von Stickstoffverbindungen, insbesondere solchen aus künstlichen Stickstoffdüngern. Weitere Quellen sind Verbrennungsprozesse, Emissionen aus Kläranlagen und Nebenprodukte bei der Nylon Produktion. Im Vergleich zum CO2 kommt das N2O nur in sehr geringen Spuren in der Atmosphäre vor. Es kann jedoch Wärmestrahlung viel effektiver absorbieren als CO2. Deshalb trägt dieses Spurengas trotz seiner geringen Konzentration in erheblichem Umfang zum Treibhauseffekt bei. Das Treibhauspotential von N2O ist 290 mal so hoch wie das gleicher Mengen CO2. Das N2O ist außerdem sehr langlebig. Es kann bis zu 150 Jahre in der Troposphäre bleiben, ohne sich chemisch zu verändern. Es dringt sogar auch in die Stratosphäre vor und trägt dort zum Ozonabbau bei.

Donner

Blitz und Donner treten in einem Gewitter gleichzeitig auf. Wenn ein Blitz über den Himmel zuckt, erhitzt er die Luft in der Umgebung so stark, dass eine gewaltige Explosion ausgelöst wird. Diese plötzliche Bewegung der Luft um den Blitz erzeugt ein lautes Geräusch: das Donnergrollen. Weil sich Licht schneller ausbreitet als der Schall, sehen wir den Blitz früher, als wir den Donner hören.

Dürre

Während einer Dürre fällt in einem Gebiet wesentlich weniger Regen, als dort normalerweise üblich ist. Gleichzeitig sind die Temperaturen sehr hoch. In diesem extremen Zustand trocknen Flüsse aus, Pflanzen verdorren und der Boden reißt auf. Die Folgen der Dürre sind Ernteausfälle und Trinkwasserknappheit.
In Europa sind vor allem die Mittelmeerländer von lange andauernden Trockenperioden, die über das durchschnittliche Maß hinaus gehen, betroffen. 2007 war ein Jahr mit monatelanger Dürre, in denen es vor allem in Griechenland, Spanien und Portugal zu große Waldbränden und zu Einbußen in der Landwirtschaft kam. Ein extremes Dürregebiet ist die afrikanische Sahelzone.

Eis

Gefrorenes Wasser nennt man Eis. Aus ihm lassen sich Iglus bauen, du kannst darauf Schlittschuh laufen oder mit kleinen Eiswürfeln deinen Apfelsaft kühlen. Eis ist durchsichtig, es schwimmt und es ist rutschig.
Eis ist nur eine der Formen, die Wasser annehmen kann. In welchem dieser so genannten Aggregatzustände Wasser gerade ist, hängt von der Temperatur ab. Es kann gasförmig sein (Wasserdampf), flüssig oder eben fest, dann spricht man von Eis. Eis entsteht, wenn die Temperatur auf Null Grad Celsius sinkt. Dann werden die Wasserteilchen immer träger und langsamer. Schließlich lagern sie sich zusammen. Immer sechs Stück verbinden sich zu einem Ring, der wiederum mit anderen Ringen zusammen hängt. Durch diese regelmäßige Struktur bleibt Eis durchsichtig.
Eiswürfel schwimmen im Glas und Eisberge im Meer, weil Eis eine geringere Dichte hat als Wasser. Das heißt, es sind weniger Wasserteilchen in einem Kubikmeter Eis als in einem Kubikmeter flüssigen Wasser. Durch die Eiskristalle brauchen die Wasserteilchen im Eis einfach mehr Platz. So dehnt sich Wasser beim Gefrieren um etwa 9 Prozent seines Volumens aus. Daher zerplatzen wassergefüllte Gefäße und Rohre beim Gefrieren.
Du kannst auf Eis rutschen oder Schlittschuh laufen, weil an der Oberfläche des Eises einzelne Wasserteilchen nicht so fest aneinander hängen. Durch den Druck eines Schuhs oder einer Kufe bildet sich ein dünner Wasserfilm, der rutschig ist.
Auf der Erde gibt es riesigen Mengen Eis. Die Gletscher und gewaltigen Eispanzer der Arktis und Antarktis beherbergen mehr Süßwasser als alle Flüsse der Erde zusammen.

Eisschild

Als Eisschild bezeichnet man einen Gletscher, der festes Land bedeckt und größer ist als 50.000 km2. Das entspricht einer Fläche, in die etwa 50 mal die Stadt Berlin passt. Auf der Erde existieren gegenwärtig nur die Eisschilde der Antarktis und Grönlands. Die Oberfläche eines Eisschildes ist kalt. Unten an der Eisbasis ist es jedoch wärmer und an manchen Stellen erreicht das Eis sogar die Schmelztemperatur. Es entsteht dann Schmelzwasser, das die Eisbewegung stark beschleunigt und schnell fließende Kanäle im Eisschild bilden kann.

Eiszeit

Während der letzten großen Vereisung war ein Drittel der Erde mit Eis bedeckt, heute sind es gerade einmal zehn Prozent.

Im Moment leben wir in einem Eiszeitalter. Klimaforscher sprechen von einem Eiszeitalter, wenn Nord- und Südpol vereist sind. Und das sind sie seit rund 2,5 Millionen Jahren. Innerhalb eines solchen Eiszeitalters gibt es Warmzeiten und Eiszeiten, die ein paar Jahrzehnte oder sogar ein paar hunderttausend Jahre dauern können. In Mitteleuropa gab es vier solcher Eiszeiten, die wir nach den süddeutschen Flüssen Günz, Mindel, Riss und Würm bezeichnen. In diesen Eiszeiten dehnten sich die Gletscher weit aus und bedeckten große Teile des Festlandes. Während der letzten Eiszeit drückten bis zu drei Kilometer dicke Gletscher auf Skandinavien, und das Meer lag 130 Meter niedriger als heute. Man konnte zu Fuß von Frankreich nach England gehen. Seit etwa 10.000 Jahren ist es wieder wärmer geworden und viele Gletscher sind verschwunden und mit ihnen typische Eiszeittiere wie Mammut, Wollnashorn und Höhlenbär.
Klimaforscher glauben, dass mehrere Ursachen für Eiszeiten verantwortlich sind: Die langsame Bewegung der Kontinente ist zum Beispiel möglicher Weise ein Grund. Diese großen Platten schwimmen auf der Erde hin und her. Sie stoßen zusammen und treiben wieder auseinander. Dadurch kann das Meer auf neuen Wegen um den Globus fließen und warmes Wasser mal hier- und mal dorthin kommen. Zudem sind Vulkanausbrüche für Temperaturschwankungen verantwortlich. Auch wenn sich die Neigung der Erdachse zur Sonne oder ihre Entfernung zueinander verändert, beeinflusst das die Temperatur, ebenso die periodischen Schwankungen der Sonneaktivität.


El Niño

Die roten Bereiche zeigen, wo das Meer vor Südamerika wegen El Niño im Januar 1998 zu warm war.

El Niño heißt das Christkind im Spanischen. Fischer aus Peru haben einer Klimaerscheinung denselben Namen gegeben, weil sie regelmäßig um die Weihnachtszeit auftaucht. Schöne Geschenke bringt dieses Christkind aber nicht. El Niño ist eine Warmwasserströmung und verursacht vor allem im Pazifikraum große Naturkatastrophen wie Dürren und Überschwemmungen. Normalerweise ist das Wasser an der Meeresoberfläche vor der Westküste Südamerikas sehr kalt, es kommt nämlich aus der Antarktis und fließt nach Westen, Richtung Asien, wo es sich erwärmt. Bei El Niño jedoch dreht sich die Meeresströmung um. Dann treibt warmes Wasser von Asien aus in Richtung Südamerika. El Niño verändert dann für Wochen oder Monate das Klima. Das normalerweise trockene Wetter vor der südamerikanischen Küste wird regnerisch. Auf der anderen Seite des Ozeans drehen sich die Wetterverhältnisse ebenfalls um. Im Osten Australiens herrscht nun Trockenheit und Dürre. Da vor der Küste Südamerikas kein kaltes, nährstoffreiches Tiefenwasser mehr nach oben gelangt, bleiben bei einem extremen El Niño die Fische völlig aus. Bei diesem Christkind sind die Menschen froh, dass es nur alle paar Jahre einmal kommt.


Emission

Als Emission bezeichnet man allgemein die Abgabe von Stoffe an die Umwelt. Dazu gehören gasförmige Schadstoffe aus Autos oder Schornsteinen, flüssige Emissionen aus Fabriken, staubförmige Emissionen aus Abraumhalden oder Verbrennungsmotoren. Lärm ist auch eine Emissionen in die Umwelt. Neben diesen anthropogenen Quellen können Emissionen auch natürlichen Ursprungs sein. Rinder oder Sümpfe emittieren Methan, aus Böden entweicht Lachgas und Vulkane katapultieren Staub in die Atmosphäre. Im Zusammenhang mit dem Klimawandel sind besonders die Emissionen von Treibhausgasen von Interesse.

Emissionshandel

Im Kyoto-Protokoll haben sich Politiker aus vielen Ländern der Welt dazu verpflichtet, die Emission von Treibhausgasen zu reduzieren. Es wurde genau festgelegt, welche Mengen klimarelevanter Gase einzelne Länder oder Ländergruppen emittieren dürfen und welche Minderung sie innerhalb eines bestimmten Zeitplans anstreben. Ein wichtiges Instrument zur Erreichung diese Ziels ist der Emissionhandel. Dabei wird in den einzelnen Ländern festgeschrieben, wie viel Treibhausgase jedes größere Unternehmen, Kraftwerke und so weiter in einem bestimmten Zeitraum ausstoßen darf. Emittiert ein Unternehmen mehr als erlaubt, muss es bei einer anderen Firma oder an einer Energiebörse Emissionsrechte zukaufen. Der Handel kann auf nationaler oder internationaler Ebene abgewickelt werden.
Dieser Ansatz ermöglicht es den Unternehmen, die ihre Treibhausgase stärker als erforderlich senken, ihre überschüssigen Reduktionen zu nutzen, in dem sie sie verkaufen. So werden einerseits finanzielle Anreize zur Senkung der Treibhausgasemissionen geschaffen. Andererseits bietet der Emissionshandel Unternehmen, die es wirtschaftlich nicht effizient schaffen, ihre Emissionen zu senken, die Möglichkeit Emissionsrechte dazuzukaufen. Da die Treibhausgase nicht regional sondern global wirksam sind, ist es nur wichtig, dass ein Land die Gesamtsumme seiner Emissionen reduziert.


Energie

Energie wird anschaulich als das Äquivalent (Gegenwert) von Arbeit erklärt oder als die Fähigkeit, Arbeit zu verreichten. Beispielsweise hat eine gespannte Feder die Fähigkeit, beim Entspannen Arbeit zu verrichten — sie besitzt also Energie. Auch ein fahrendes Auto besitzt Energie, seine Fähigkeit, Arbeit zu verrichten kommt bei einem Zusammenstoß klar in den auftretenden Deformationen zum Ausdruck.
Die verschiedenen in der Natur vorkommenden Energieformen, wie mechanische Energie, elektrische Energie oder chemische Energie, können ineinander umgerechnet und weitgehend auch umgewandelt werden. So wird beispielsweise in einem Wärmekraftwerk chemische Energie bei der Verbrennung in Wärmeenergie, dies in der Dampfturbine in mechanische Energie und diese schließlich im Generator in elektrische Energie umgewandelt. Energie kann weder erzeugt, noch vernichtet, sondern lediglich von einer Form in eine andere gebracht werden.


Energieressourcen

Ressource heißt Vorrat. Die in der Erde lagernden Vorräte an fossilen Brennstoffe oder fossilen Energieträgern bezeichnet man als Energieressourcen. Wie lange die Energievorräte der Erde noch reichen, ist ungewiss. 1919 prognostizierten Wissenschaftler, dass das Erdöl nur noch etwa 20 Jahre reicht. Wie wir heute wissen, war diese Einschätzung falsch. Die Entdeckung neuer Vorkommen und verbesserte Abbaumaßnahmen führten dazu, dass wir heute immer noch Erdöl nutzen. Gegenwärtige Prognosen gehen davon aus, dass die Vorräte an fossilen Brennstoffen maximal noch 200 Jahre reichen. Ziel ist es daher, den Energieverbrauch zu senken und Alternativen zu finden, wie beispielsweise Erneuerbare Energien.

Energiesparen

Da die Energieressourcen der Erde endlich sind, der Energieverbrauch jedoch kontinuierlich ansteigt, ist es dringend erforderlich diesen zu senken, das heißt Energie einzusparen. Neben der Wirtschaft müssen hier auch die privaten Haushalte umdenken. Jeder einzelne kann dazu beitragen, den Energieverbrauch zu senken. Stromsparende Haushaltsgeräte, Energiesparlampen oder der Verzicht auf die Stand-by-Funktion am Fernseher sind nur einige Beispiele. Hier findest du den Ratgeber "Klimaschutz To Go", der einfach umsetzbare Energiespartipps enthält.

Energiesparlampe

Eine Leuchtstofflampe, die aufgrund anderer Bauweise und Technik weniger Strom verbraucht und eine längere Lebensdauer hat als eine herkömmliche Glühbirne.
Bei einer Glühlampe leuchtet ein weiß glühender Draht aus Wolfram in einem luftleeren Glaskörper. Der größte Teil der Energie wird aufgewendet, den Draht auf 2000° C aufzuheizen. Nur fünf Prozent des Stroms werden dabei als Licht in den Raum zurückgegeben. Die Lebensdauer der Glühbirne ist kurz — sie leuchtet nur etwa 1000 Stunden.
Bei Stabförmigen oder kompakten Leuchtstofflampen liegt die Lichtausbeute der Stromzufuhr schon bei 25 bis 40 Prozent. Hier leuchtet nicht ein Draht, sonder ein spezieller Leuchtstoff. Er befindet sich auf der Innenseite eines Glasrohres, das mit einem Edlegas und Quecksilberdampf gefüllt ist. Von beiden Seiten ragen Elektroden in das Glasrohr hinein, die von Strom durchflossen werden. Sie regen das Gas an, eine für unser Auge zunächst nicht sichtbare langwellige UV-Strahlung abzugeben. Die Leuchtstoffe an der Glaswand wandeln diese Strahlung in sichtbares Licht um. Im Gegensatz zur Glühlampe erreichen Energiesparlampen ihre volle Lichtleistung erst nach einigen Sekunden bis Minuten, da eine bestimmte Betriebstemperatur erreicht werden muss. Zum Zünden einer Leuchtstofflampe reicht die Netzspannung von 230 Volt nicht aus. Um eine höhere Spannung zu erzeugen, brauchen alle Energiesparlampen eine so genanntes Vorschaltgerät.

Energieverbrauch

Umgangssprachlich meint dieser Begriff den menschlichen Verbrauch von Brennstoffen und elektrischem Strom. Weltweit hat sich der Energieverbrauch im Laufe der Menschheitsgeschichte ständig erhöht. Insbesondere in den so genannten Schwellen- und Entwicklungsländern ist auch weiterhin mit einem steigenden Energieverbrauch zu rechnen. Da die Energieressourcen der Erde endlich sind, ist es langfristig erforderlich den Energieverbrauch zu senken und Alternativen zu finden, wie beispielsweise Erneuerbare Energien.

Erdatmosphäre

Gase bilden eine Schutzhülle um unseren Planeten, die als Atmosphäre bezeichnet wird. Da unser Planet Erde heißt, wird sie auch als Erdatmosphäre bezeichnet.

Erdgas

Erdgas ist die Sammelbezeichnung für alle Gase, die in der Erdkruste vorkommen. Meist versteht man darunter die brennbaren Kohlenwasserstoffe Methan und Ethan, manchmal mit Beimengungen von Kohlendioxid, Stickstoff, Helium und Schwefelwasserstoff. Erdgas befindet sich häufig in den Kuppeln von Erdöllagerstätten und wird als Energieträger genutzt. Damit es immer gleich und möglichst sauber ist, reinigt man das Erdgas, bevor es in Kraftwerken und Häusern verbrannt wird. Da Erdgas zu 85 Prozent aus Methan besteht, verbrennt es im Vergleich zu Erdöl und Kohle schadstoffarm und es wird nicht so viel klimaschädliches CO2 freigesetzt.
Das Erdgas entsteht, ebenso wie Erdöl, durch verrottende Kleinstlebewesen. Ohne Luft und unter dem Gewicht von Millionen Tonnen Gestein dauert es Millionen Jahre, bis sich aus Algen und Plankton diese Brennstoffe gebildet haben.

Erdkruste

Die Erdkruste ist die äußere, feste Schicht der Erde. Sie ist etwa 0 bis 40 km dick, darunter liegt der Erdmantel und etwa 2900 km darunter beginnt der großteils flüssige Erdkern. Vergleicht man die Erde mit einem Apfel, so entspricht die Mächtigkeit der Erdkruste etwa der der Apfelschale.
Es gibt zwei Typen von Krustenmaterial: Die kontinentale Erdkruste besteht hauptsächlich aus Silizium und Aluminium. Die ozeanische Erdkruste weist neben Sauerstoff und Silizium einen hohen Magnesiumanteil auf.


Erdoberfläche

Die Erdoberfläche ist die Grenzschicht zwischen der festen Erdkruste und der Atmosphäre oder der Erdkruste und einem Gewässer. Die gesamte Erdoberfläche misst 510 Millionen km2. Der Anteil der Landfläche beträgt etwa 145 Millionen km2 oder 29 Prozent, das Wasser bedeckt ca. 365 Millionen km2, rund 71 Prozent.

Erdöl

Erdöl gehört genauso wie Erdgas und Kohle zu den so genannten fossilen Brennstoffen. Es ist aus pflanzlichem und tierischen Material entstanden, das nicht verrotten oder verwesen konnte, weil es von der Luft abgeschlossen war. Durch das Gewicht von Sand und Stein wurden die Überreste sehr stark zusammen gepresst und verwandelten sich in Jahrmillionen zu Erdöl.
Die Erdöllagerstätten werden durch Bohrungen erschlossen. Dabei wird das Erdöl entweder durch Eigendruck oder durch Pumpen gefördert. Hauptförderländer sind Saudi-Arabien, die USA und die GUS-Staaten.
Das flüssige Gemisch aus ketten- oder ringförmigen Kohlenwasserstoffen ist sehr begehrt und wird auch als "Schwarzes Gold" bezeichnet. In Raffinerien wird das Erdöl in einzelne Stoffgruppen getrennt, die zu Kraft- und Treibstoffen, Heizölen und Schmierstoffen verarbeitet werden. Erdöl liefert auch die Ausgangsstoffe für zahlreiche andere Produkte wie Kunststoffe, Kosmetik oder Medikamente.

Erdrutsch

"Es hörte sich an wie ein Knall", beschrieb ein Bewohner der philippinischen Insel Leyte das Geräusch. Dann rutschte ein ganzer Berghang auf ein Dorf und tötete viele Menschen. Solche Erdrutsche kommen im Gebirge häufig vor, überall dort wo die Berghänge steiler als 25 Grad sind. Tonnenweise Erde und Steine reißen alles mit.
Die Erde gerät jedoch nicht einfach so in Bewegung. Meistens ist der Untergrund schon so beschaffen, dass eine Gefahr besteht. Zum Beispiel weil zwei Erdschichten scharf getrennt übereinander liegen. Die Gefahr eines Erdrutsches steigt, wenn es viel geregnet hat und an dem Hang keine Pflanzen mehr wachsen, die die Erde festhalten können. Dann kann die oberste Erdschicht leichter abgleiten — genauso als wenn ein Mensch auf nassen Fliesen ausrutscht.


Erdwärme

Direkt unter unseren Füßen schlummert eine gewaltige, nahezu unerschöpfliche Energiequelle: die Erdwärme. 99 Prozent der Erde sind heißer als 1000 Grad Celsius. Im Durchschnitt nimmt die Temperatur auf 100 Meter Tiefe um drei Grad Celsius zu. Diese Wärme stammt zum Teil noch aus der Zeit, als unser Planet entstand und eine einzige glühende Kugel war. Mit zunehmender Ansammlung von neuem Material vergrößerte sich die Erde und somit der Druck im Innern des Planeten, was ebenfalls einen Temperaturanstieg bewirkte. Der dritte und wahrscheinlich wichtigste Prozess, der zur Erdwärme führt, beruht auf dem Zerfall radioaktiver Elemente wie beispielsweise Uran.
Bisher wurde die Erdwärme als Energiequelle bei uns kaum genutzt. Dank neuer Technologien wandelt sich langsam das Bild. Einige Wissenschaftler sehen in der Geothermie — also der Nutzung der Erdwärme — sogar die Energiequelle der Zukunft.


Erneuerbare Energie

Ob Sonnenkraft, Wasserkraft, Erdwärme, Windkraft oder nachwachsende Rohstoffe, diesen Energiequellen ist gemeinsam, dass sie im Prinzip unbegrenzt zur Verfügung stehen. Da sie sich durch einen natürlichen Prozess ständig erneuern, bezeichnet man sie auch als erneuerbare Energien.
Natürlich können diese Energiequellen nicht überall gleichermaßen genutzt werden. Wind gibt es nun mal nicht in allen Landstrichen und auch die Erdwärme ist in manchen Gegenden besser anzapfbar als in anderen, je nach geologischen Gegebenheiten. Sinnvoll ist es daher, alle Energiequellen je nach geografischer Lage zu nutzen.


Exosphäre

Die Exosphäre ist die äußerste Schicht der Erdatmosphäre. Sie stellt den fließenden Übergang von der Atmosphäre zum Weltraum dar. Sie schließt an die Thermosphäre an und beginnt damit etwa in einer Höhe von 500 Kilometern. Ihr äußerste Grenze wird mit etwa 10.000 Kilometer angegeben. Genau kann die Grenze nicht angegeben werden, da die Gasdichte kontinuierlich abnimmt und theoretisch nie den Wert Null erreicht. Die Exosphäre ist die einzige Atmosphäreschicht, aus der Gasmoleküle aufgrund ihrer eigenen Geschwindigkeit das Gravitationsfeld der Erde verlassen können.

Extremwetter

Sintflutartige Niederschläge und Hochwasser in Mitteleuropa oder Trockenperioden und Waldbrände in Südeuropa nehmen nach Einschätzung von Experten immer mehr zu. Ebenso die Zahl heftiger Stürme und Gewitter. Klimaforscher gehen davon aus, dass die Häufung dieser Extremwettersituationen schon ein allererstes Anzeichen dafür ist, dass die globale Erwärmung auch schon auf das alltägliche Wetter einen gewissen Einfluss hat. In den nächsten 50 bis 100 Jahren sollen die Wetterextreme nach Ansicht mancher Wissenschaftler noch weiter zunehmen.
Im Sommer 2003 herrschte beispielsweise so ein Extremwetter, das alles übertroffen hat, was die Mitteleuropäer bis dahin erlebt hatten. Laut bisheriger Statistik kam eine solche Hitzeperiode zwei mal im Jahrtausend vor. Um 2070 werden wir angeblich jedes zweite Jahr mit einer solchen Tropenhitze rechnen müssen.

Fahrenheit

Daniel Fahrenheit war ein deutscher Physiker, der von 1686 bis 1736 lebte. Er führte das Quecksilberthermometer ein und die nach ihm benannte Temperaturskala, die heute vor allem in den USA gebräuchlich ist.
Fahrenheit wählte die tiefste Temperatur im strengen Winter 1708/1709 in seiner Heimatstadt Danzig als Nullpunkt seiner Temperaturskala (-17,8°C). Mit einer Mischung aus Eis, Wasser und festem Salmiak konnte er diesen ersten Fixpunkt wieder herstellen. Als zweiten Fixpunkt wählte er 1714 die Bluttemperatur eines gesunden Mannes. Das Temperaturintervall dieser beiden Fixpunkte teilte er in 96 gleiche Teile ein. Vergleicht man die bei uns gebräuchliche Celsius-Temperaturskala mit der von Fahrenheit, entsprechen 0°Celsius 32° Fahrenheit.

FCKW

FCKW ist die Abkürzung für Fluorchlorkohlenwasserstoffe.

Feinstaub

Feinstaub entsteht durch Verbrennungsprozesse in Autos, Industrieanlagen, Heizungen oder bei Reifenabrieb. Er enthält Metallpartikel, Kohlenstoff, Sulfate und Nitrate. Feinstaubpartikel sind extrem winzig, zehn Mikrometer klein, also etwa so klein wie ein Zehntel des Durchmessers eines menschlichen Haares und somit mit dem menschlichen Auge nicht zu erkennen. Sie dringen in die Lungen ein und können Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Versagen und Lungenkrebs auslösen.
In Europa hat die EU 2005 einen Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub je Kubikmeter Luft festgelegt, der in Städten nur an 35 Tagen im Jahr überschritten werden darf. Sonst muss eine hohe Geldstrafe an die EU gezahlt werden. Als Verursacher dieses Feinstaubs gelten vor allem Dieselfahrzeuge, die ohne Rußfilter fahren, besonders LKWs sind davon betroffen. Gemessen wird mit speziellen, mobilen Stationen, die an stark befahrenen Straßen aufgebaut werden.

Flugbenzin

Flugbenzin ist das umgangssprachliche Wort für Kerosin, ein Kraftstoff, der für Gasturbinen und Dieselmotoren von Flugzeugen genutzt wird.

Fluorchlorkohlenwasserstoffe

FCKWs sind Kohlenwasserstoffe, in denen die Wasserstoffatome durch Chlor- und Fluoratome ersetzt sind. Sie dienen als Treibmittel für Sprays, zum Verschäumen von Kunststoffen und als Kälte- und Feuerlöschmittel. In den 70er und 80er Jahren stellte sich heraus, dass FCKWs in der Atmosphäre in erheblichem Maße für die Zerstörung der Ozonschicht verantwortlich sind. In vielen Bereichen ist deshalb der Einsatz von FCKWs verboten oder wird vermieden. Das kannst du beispielsweise gut an der wachsenden Zahl von Pumpzerstäubern sehen, die Sprayflaschen mit Treibmitteln ersetzen sollen.
Als Spurengase in der Atmosphäre tragen FCKWs auch zum Treibhauseffekt bei und beeinflussen so unser Klima.

Föhn

Bei Föhn bleiben die meisten Wolken an den Gipfeln der Berge als Föhnmauer hängen. Die Wolken, die es hinüber schaffen, lösen sich schnell auf.

Der Föhn ist ein warmer Wind, der von den Bergen ins Flachland weht. Er entsteht, wenn Wind feuchte Luft gegen hohe Berge bläst. Um über die Berggipfel zu kommen, muss die Luft immer höher steigen. Je weiter sie nach oben kommt, desto kühler wird sie. Und desto weniger Wasser kann sie speichern. Zuerst bilden sich daher Wolken. Steigen diese noch höher, schneit oder regnet es dort. Auf der anderen Seite der Gipfel lösen sich die Wolken schnell auf. Die Luft saust ins Tal hinunter und wird dabei wieder wärmer. Jetzt erwärmt sich die Luft viel schneller als sie sich vorher abgekühlt hat. Daher ist die Föhnluft wärmer als sie vorher auf der anderen Seite der Berge war. Trocken ist sie auch noch, weil das Wasser nicht mitgekommen ist.
Der Föhn tritt häufig in den Tälern am Alpennordrand und im Alpenvorland auf, wo er im Winter vielfach Tauwetter bringt. Bei manchen Menschen verursacht er körperliche Beschwerden wie Mattigkeit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Übelkeit. Übrigens stammen die Worte für den Fön zum Haare trocknen und den Föhnwind beide von dem lateinischen favonius ab, dem Frühlingswind.


Fossile Brennstoffe

Fossile Brennstoffe sind nichts anderes als Biomasse, die vor mehreren Millionen Jahren abgestorben ist und durch verschiedene Prozesse in Kohle, Erdgas oder Erdöl umgewandelt wurde.
Vorraussetzung für die Entstehung fossiler Brennstoffe ist, dass die Zersetzung der toten Pflanzen und Tiere ohne Sauerstoff erfolgt. Die abgestorbene Biomasse muss also ohne Luftkontakt sein. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Vegetationsflächen überflutet werden oder Tiere im Schlamm versinken. Wenn sich über einer Schicht abgeschlossener Biomasse immer mehr Material, unter anderem auch Sand und Steine, ablagert, nehmen Temperatur und Druck immer weiter zu und Mikroorganismen überführen die Biomasse in Kohlenstoff- und Kohlenwasserstoffverbindungen. Je länger der Prozess dauert, desto höher ist der Anteil an Kohlenstoff.
Ob sich aus der abgeschlossenen Biomasse Kohle, Erdöl oder Erdgas bildet, hängt von der Zusammensetzung der Biomasse und den physikalisch-chemischen Bedingungen ab.
Fossile Brennstoffe werden hauptsächlich zur Stromerzeugung, für den Verkehr, zum Heizen und für industrielle Prozesse verbrannt. Dabei entstehen fast zwei Drittel der CO2-Emissionen sowie ein beträchtlicher Anteil an Distickstoffoxiden und Methan. Insgesamt trägt damit die Verbrennung fossiler Brennstoffe erheblich zum Treibhauseffekt bei. Während die Ölreserven begrenzt sind, gibt es weltweit ausreichend Kohlevorkommen für die nächsten Jahrhunderte, die weiterhin eine bedeutende Quellen von Treibhausgasemissionen darstellen können.

Fotosynthese

Die Fotosynthese ist eine grundlegende Stoffwechselreaktion aller Pflanzen, die den grünen Blattfarbstoff Chlorophyll besitzen. Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Zusammensetzen durch Licht". Dabei nutzen die Pflanzen die Energie des Sonnenlichtes und bilden aus Kohlendioxid, das aus der Luft kommt, und Wasser einen Zucker, die Glukose. Dieser Prozess findet in den Chloroplasten in den Blättern der Pflanze statt. Als Abfallprodukt entsteht dabei Sauerstoff, der an die Luft abgegeben wird. Deshalb ist die Fotosynthese auch so wichtig für Menschen und Tiere, die diesen Sauerstoff zum Atmen brauchen.


Fotovoltaik

Unter Fotovoltaik verstehen Ingenieure die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie. Dieser Solarstrom wird in Solarzellen erzeugt. Du findest sie heute auf Dachflächen, bei Parkscheinautomaten oder auch in deinem Taschenrechner. Die Fotovoltaik ist ein Teil der Solartechnik, die auch andere technische Nutzungen der Sonnenenergie einschließt.


Generator

In einem Generator wird Strom erzeugt. Er funktioniert im Prinzip genauso wie ein Fahrraddynamo: In seinem Innern dreht sich ein Magnet in einer Spule aus umwickeltem Draht. Während der Dynamo durch den Reifen angetrieben wird, werden Generatoren über Turbinen mit Hilfe von Wasser, Dampf, Wind oder Verbrennungsmotoren betrieben. Bei dieser Art der Stromerzeugung wird Bewegungsenergie in elektrische Energie umgewandelt.

Geothermie

Die Geothermie beschäftigt sich mit der Nutzung der Erdwärme als Energiequelle. Die damit verbundenen Techniken sind umwelt- und klimafreundlich, ständig und überall verfügbar, unabhängig von Jahreszeit und Wetter und bergen im Gegensatz zur Kernenergie kaum Risiken und Probleme.
Wie die Zukunft der Energieversorgung mit Geothermie aussehen könnte, zeigt uns heute schon Island. Der Inselstaat will in spätestens 30 Jahren völlig unabhängig von fossilen Brennstoffen sein. Dank der vielen Vulkane sind die Voraussetzungen für die Erdwärmenutzung hier einzigartig: Heiße Quellen, Geysire und Wasserdampfspalten sind sichtbare Zeichen des geothermischen Potentials der Insel. Über natürlich austretenden oder aus Bohrlöchern geförderten Wasserdampf werden bereits 90 Prozent aller Haushalte mit Wärme versorgt. Überschüssiger Heißdampf treib Turbinen in einem Geothermiekraftwerk an und erzeugt Strom.
In unseren Breitengraden sind Heißwasserreservoire direkt unter der Erdoberfläche allerdings selten. Mit neuen Techniken wie dem "Hot-Dry-Rock-Verfahren" (HDR) könnte die Nutzung der Erdwärme aber auch in Deutschland interessant sein. Bei diesem Verfahren werden Gesteinsschichten in 4000 bis 5000 Meter Tiefe quasi als Durchlauferhitzer genutzt. Über ein Bohrloch wird Wasser in den Untergrund getrieben und über ein zweites als heißer Wasserdampf wieder nach oben befördert. So entsteht ein Kreislaufsystem, an das oberflächlich ein Kraftwerk angeschlossen wird. Neue Studien bescheinigen unter anderem den Gebieten rund um den Oberrheingraben, Oberbayern, dem Alpenvorland und dem gesamten norddeutschen Tiefland gut Perspektiven.

Gewitter

Ein Gewitter ist ein Unwetter mit elektrischer Entladung aus einer Gewitterwolke in Form von Blitz und Donner. Sie werden in der Regel von kräftigen wolkenbruchartigen Regen- oder Hagelschauern begleitet.
Du kannst ausrechnen, wie weit ein Gewitter etwa weg ist, wenn du die Sekunden zählst, die vom Blitz bis zum Donner vergehen. Diese Zahl musst du durch drei teilen und schon weißt du, wie viele Kilometer das Gewitter noch entfernt ist.

Gewitterwolke

Bei heißem, feuchten Wetter steigen winzige, unsichtbare Wassertröpfchen sehr schnell auf. Treffen sie oben auf kältere Luft, entstehen hohe Wolkentürme, die als Gewitterwolken oder Cumulonimbus bezeichnet werden. Sie erstrecken sich über einige Kilometer in die Höhe. Aus ihnen fällt Regen, Hagel oder Schnee und sie gehen oft mit Gewittern einher.

Geysir

Der Gysir ist eine Heißwasserquelle in aktiven vulkanischen Gebieten, die periodisch Wasser und Dampf springbrunnenartig ausstößt. Geysire sind selten und erfordern eine spezielle Kombination von geologischen und klimatischen Bedingungen. Sie besitzen einen Kanal in Form einer Röhre, der in einem unterirdischen Wasserreservoir mündet. Es gibt regelmäßig ausbrechende und unregelmäßig ausbrechende Geysire. Die berühmtesten Geysire gibt es auf Island, auf der Nordinsel Neuseelands und im Yellowstone-Nationalpark der USA.

Gletscher

Ein Gletscher ist eine riesige Eismasse, die in kalten Regionen entsteht, zum Beispiel hoch oben im Gebirge. Gletscher fließen ähnlich wie Flüsse nach unten, allerdings sehr viel langsamer. Sie entstehen dadurch, dass mehr Schnee fällt, als abschmilzt. Unter dem Druck der von oben ständig erneuerten Schneemasse werden die unteren zu Eis. Aus 5 bis 8 Meter Schnee entstehen etwa 5 bis 10 Zentimeter Eis. Die Eismasse wir immer schwerer, bis sie sich langsam auf den Weg den Berg hinunter macht. Unterwegs wird das Eis wärmer, schmilzt am unteren Ende des Geltschers und eiskaltes Wasser fließt in die Bäche und Flüsse.
Auf dem Weg nach untern kratzt das Eis Erde und Gestein von den Hängen. Dabei gräbt es immer tiefere Rinnen. Schmilzt das Eis, lagert es auf dem Talboden dicke Schuttschichten ab, die so genannten Moränen.
Geltscher entstehen nicht nur im Gebirge, sondern auch in sehr kalten Gegenden in der Nähe der Pole, in der Arktis und Antarktis. Hier sammelt sich das Eis zu mächtigen Innlandeisdecken. Sie dehnen sich an den Rändern aus, da in ihrer Mitte durch den häufigen Schneefall immer mehr Eis entsteht. Teile des Gletschers werden unter Umständen direkt ins Meer geschoben. Dort brechen sie manchmal ab und bilden Eisberge. Während der letzten Eiszeit war gut ein Drittel der Erde von Gletschern bedeckt, heute sind es noch zehn Prozent.
Wegen des Klimawandels beginnen viele Gletscher zu schmelzen.

Gletscherschmelze

Wenn sich das Klima erwärmt beginnen Gletscher zu schmelzen. Die Folgen können dramatisch sein. Sie reichen von einem steigenden Meeresspiegel, weil die Gletscher an den Polen schmelzen bis hin zur Dürre, weil im Sommer die Gletscher in den Bergen nicht mehr genug Wasser für die Täler liefern können.
Überall auf der Erde ziehe sich die Fronten der Gletscher in größere Höhen zurück und dies in einem solchen Tempo, dass Gletscherforscher über die Veränderungen allein in den letzten ein bis zwei Jahrzehnten erstaunt sind. Da Gletscher auf Klimaentwicklungen und nicht so sehr auf einzelne warme Jahre reagieren, liefern sie wertvolle Beweise für langfristige Veränderungen.
Schmelzen die Gletscher im Gebirge, hinterlassen sie ein Gletschertal, das du sowohl an seiner gerundeten U-Form als auch dem Schutt auf dem Talboden erkennen kannst. In Küstennähe sind die Geltschertäler manchmal mit Meerwasser gefüllt. Solche engen Meeresarme nennt man Fjorde.

Gletscherspalte

Gleitet ein Gletscher über unebenes Gelände, entstehen manchmal Risse, die man Gletscherspalten nennt.

Globale Erwärmung

Als globale Erwärmung bezeichnen Klimaforscher den während der vergangenen Jahrzehnte beobachteten Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur von Luft und Wasser sowie die erwartete weitere Erwärmung in der Zukunft. Als Hauptbeweis für die derzeitige globale Erwärmung gelten die seit etwa 1860 vorliegenden Temperaturmessungen sowie die Auswertung verschiedener Klimaarchive. Diese zeigen eine Zunahme der global gemittelten bodennahen Lufttemperatur um 0,74°C zwischen 1906 und 2005.
Aufgrund dieser Fakten meldete der Weltklimarat IPCC im Februar 2007: Das Klimasystem der Erde erwärmt sich eindeutig. Als Ursache nannten die Wissenschaftler die steigenden Emissionen von Treibhausgasen durch menschliche Aktivitäten. Dies führe zu einer Verstärkung des natürlichen Treibhauseffektes und zu einem weltweiten Temperaturanstieg. Wenn die Temperaturen steigen, wird dies zu einem Klimawandel auf der Erde führen.

Golfstrom

Auf dem Satellitenbild sieht man den warmen Golfstrom (orange) zwischen kaltem Wasser (grün und blau) vor Nordamerikas Westküste (schwarz) nach Nordwesten fließen.

Der Golfstrom ist eine warme Meeresströmung im Nordatlantik. Mit neun Kilometern pro Stunde fließt er vom Golf von Mexiko in Richtung Europa. Eine Menge Wasser bewegt sich da: Pro Sekunde ist mehr, als alle Flüsse der Erde transportieren. Der Golfstrom wird auch als Heizung Europas bezeichnet, denn ihm ist das vergleichsweise milde Klima in Nordwesteuropa zu verdanken. Wegen ihm wachsen in Irland noch Palmen und vor Island und Norwegen bleibt das Meer im Winter eisfrei. Auch bei uns ist es wesentlich wärmer durch den Golfstrom. Andere Gegenden der Erde, die ebenso weit nördlich liegen, sind viel kälter.
Der Golfstrom ist Teil eines komplizierten Systems von Strömungen in den Weltmeeren. Weit im Norden sinkt er ab und fließt als kalte Strömung in der Tiefe zurück. Klimaforscher befürchten, dass der Golfstrom zum Stillstand kommen könnte. Wenn durch die Klimaerwärmung zu viel Eis in Grönland und der Arktis schmilzt, wird das schwerere Salzwasser des Golfstroms zu sehr verdünnt. Es wird zu leicht, um abzusinken. Ohne den Golfstrom würde sich das Klima bei uns stark ändern. Es könnte so kalt werden wie in der letzten Eiszeit.


Graupel

Graupel ist ein aus Wolken fallender fester Niederschlag. Er besteht aus zusammengeballten Schneekristallen und angefrorenen Wassertröpfchen. Die Graupelkörner sind meist rundlich und halb durchsichtig. Sie haben eine geringe Dichte als Hagelkörner und daher auch eine geringere Fallgeschwindigkeit.
Graupel tritt am häufigsten bei winterlichen Schneeschauern auf. Starke Graupelschauer können innerhalb von wenigen Minuten zu zentimeterdicken Graupelkornansammlungen auf dem Boden führen.

Große Wasserkraft

Wasserkraftwerke mit einer Leistung von mehr als 10 Megawatt zählen zur großen Wasserkraft. Im Gegensatz dazu bezeichnet man die Nutzung dezentraler, kleiner Wasserkraftwerke mit einer Leistung bis 10 Megawatt als Kleinwasserkraft.


Hagel

Hagelkörner können in seltenen Fällen bis zu einem Kilogramm wiegen.

Hagel besteht wie Schnee aus gefrorenem Wasser. Doch Hagelkörner sind keine weichen Flocken, sondern harte, feste Eisklumpen, die so groß wie eine Faust werden können. Sie entstehen, wenn der Wind Regentropfen in einer Gewitterwolke so weit nach oben bläst, bis sie in der eiskalten Luft zu Eis erstarren. Die Eiskügelchen fallen in der Wolke tiefer, eine neue Schicht Wasser klebt an ihnen fest und der Wind pustet sie wieder hinauf in die Eiseskälte, wo das Wasser gefriert. Das passiert so lange bis der Hagel selbst für einen kräftigen Windstoß zu schwer wird. Dann knallen die Eisbomben auf die Erde, wo sie großen Schaden anrichten können.


Hoch

Umgangssprachliche Abkürzung für ein Hochdruckgebiet.

Hochdruckgebiet

Luft ist nicht gleichmäßig um die Erde herum verteilt. Sie wabert vielmehr in riesigen Luftpaketen durch die Atmosphäre. Wo so ein Luftpaket absinkt, wird viel Luft an einen Ort gedrückt. Es entsteht dort hoher Druck. Deshalb nennen Meteorologen so ein Wettergeschehen Hochdruckgebiet, oder kurz Hoch.
Ein Hoch bedeutet schönes Wetter, weil die absinkende Luft Wolken auflöst. Ohne störende Wolken kann die Sonne den Boden und die darüber liegenden Luftpakete erwärmen. Diese erwärmte Luft kann nun aber im Hochdruckgebiet nicht aufsteigen, weil ja in einem Hoch ständig Luftpakete von oben nach drücken. Deswegen strömt die Luft dorthin, wo der Luftdruck niedriger ist, nämlich zu den Tiefdruckgebieten.
Seit 1954 vergibt das Institut für Meteorologie der FU Berlin Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete, die das Wetter in Europa beeinflussen. Diese Namen werden von vielen Wetterdiensten und Medien übernommen und veröffentlicht. So erscheinen sie auf den Wetterkarten zahlreicher Zeitungen und werden in Radio- und Fernsehwetterberichten genannt. Im Jahr 2008 tragen Hochdruckgebiete männliche Vornamen und Tiefdruckgebiete weibliche Vornamen. Im Jahr 2009 wird es umgekehrt sein, die Hochdruckgebiete sind weiblich, die Tiefdruckgebiete sind männlich.


Hochwasser

An der Küste bezeichnet Hochwasser den höchsten Wasserstand nach Eintreten der Flut. Hoch- und Niedrigwasser wechseln sich durchschnittlich alle sechseinhalb Stunden ab. Durch kräftigen Wind kann sich das Hochwasser zu einer Sturmflut verstärken, bei der große Teile der Küste überschwemmt werden können.
In Flüssen spricht man von Hochwasser, wenn der normale Wasserstand für mehrere Tage ansteigt. Es gibt regelmäßig wiederkehrende Hochwasser, zum Beispiel bei der Schneeschmelze im Frühjahr, aber auch unregelmäßige Ereignisse wie Tsunamis, Strumfluten oder auch so genannte Jahrhunderfluten nach extrem starken Regefällen wie beispielsweise das Elbehochwasser im Sommer 2002.
Der Beitrag der globalen Erwärmung zum Hochwassergeschehen ist nicht klar zu benennen und von örtlichen Verhältnissen abhängig. In manchen Regionen wird es mehr Niederschläge geben, in anderen dagegen weniger. Insgesamt wird das Hochwasserrisiko aber nicht nur von der Niederschlagsmenge beeinflusst. Flussbegradigungen, die Versiegelung von Flächen durch Straßen und Häuser und die Zerstörung von Überschwemmungsflächen wie Flußauen erhöhen ebenfalls das Risiko katastrophaler Hochwasser.

Hurrikan

Ein Hurrikan ist ein tropischer Wirbelsturm, der über dem Atlantik entstanden ist.

Immission

Unter Immissionen versteht man die Einwirkungen von Luftverunreinigungen, Geräuschen, Wärme oder Strahlen auf Menschen, Tiere, Pflanzen oder Gegenstände. Jede Emission von Schadstoffen hat eine Immission zur Folge. Wenn beispielsweise in einem Automotor Diesel verbrennt, entsteht schädlicher Feinstaub, der in die Luft emittiert wird. Diese Emission wirkt nun als Immission auf Menschen, Tier und Pflanzen ein. Das Ausmaß der Schadwirkung hängt von der Konzentration am Ort der Einwirkung und der Dauer dieser Einwirkung ab. Immissionen werden daher als Menge Schadstoff pro Menge Luft, Wasser oder Boden angegeben. Diese Werte werden auch als Immissionswerte bezeichnet.

Infrarotstrahlung

Infrarotstrahlung kannst du zwar nicht sehen, aber fühlen: Zum Beispiel wenn du mit einer Erkältung vor einer Rotlichtlampe sitzt. Wegen ihrer Wärmewirkung bezeichnet man die IR-Strahlung auch als Wärmestrahlung. Diese unsichtbaren elektromagnetischen Wellen schließen sich an das rote Ende des sichtbaren Teils des Spektrums an.
Entdecker der Infrarotstrahlung war der englische Physiker William Herschel. Er zerlegte das Sonnenlicht mit Hilfe eines Prismas in seine Bestandteile. Jenseits der Regenbogenfarben, um genau zu sein neben dem Rot, legte er ein Thermometer und konnte messen, dass die Temperatur stieg. Daraus schloss er auf einen unsichtbaren Teil des Sonnenlichts, eine Wärmestrahlung. Im Strahlenspektrum nimmt die Infrarotstrahlung den Wellenlängenbereich von 780 Nanometer bis ein Millimeter ein.

Inversion

Eine Inversion ist eine Luftschicht, in der die Temperatur entgegen den normalen Verhältnissen mit der Höhe zunimmt. Inversionsschichten werden deshalb auch als Temperaturumkehrschichten bezeichnet.
Bei einer Inversionswetterlage ist der vertikale Luftmassenaustausch stark unterdrückt. Das kannst du sehen, wenn zum Beispiel die Abgase aus Schornsteinen nicht senkrecht nach oben steigen, sondern die Abgasfahne wie ein waagerechter Faden aussieht. Die Inversion wirkt dann wie eine Sperrschicht, unter der sich Staubteilchen und Abgase sammeln. Langanhaltende Inversionen führen daher in Städten unterhalb der Inversionsschicht zu einer rapiden Zunahme von Schadstoffen und begünstigen die Bildung von Smog.

IPCC

IPCC ist die Abkürzung für Intergovernmental Panel on Climate Change, zu deutsch "Zwischenstaatlicher Ausschuss für den Klimawandel". Das IPCC ist so etwas wie die Informations-Sammelstelle zum Klimawandel. Die internationale Organisation sitzt in Genf in der Schweiz und wurde 1988 von der UNEP, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen, und der Weltorganisation für Meteorologie gegründet.
Das IPCC besteht aus weltweit führenden Wissenschaftlern. Das Gremium forscht nicht selbst, sondern soll wissenschaftliche Daten sammeln, auswerten und verständlich darstellen. Alles was in der Wissenschaft Neues zum Klimawandel heraus gefunden wurde, wird vom IPCC zusammengefasst und veröffentlicht. Die Berichte sollen die Regierungen bei der Klimapolitik beraten. Deshalb beschreiben sie auch, wie sich der Klimawandel auf Umwelt und Gesellschaft auswirkt und enthalten Empfehlungen für Vermeidungs- und Anpassungsstrategien. Der letzte Bericht des IPCC erschien im Jahr 2007.

Isobaren

Die Isobaren sind häufig auf Wetterkarten zu sehen. Sie sind als dünne schwarze Linien eingezeichnet, die durch Luftdruckangaben unterbrochen sind. Isobaren sind Isolinien, die alle Punkte gleicher Eigenschaft miteinander verbinden. Sie zeigen also Gebiete an, in denen gleicher Luftdruck herrscht.

Isothermen

In der Meteorologie werden Isothermen verwendet, um auf den Wetterkarten die Gebiete zu kennzeichnen, in denen die gleiche Temperatur herrscht. Die Isothermen gehören genauso wie die Isobaren zu den Isolinien, die alle Punkte gleicher Eigenschaft miteinander verbinden.

Jahreszeiten

Frühling, Sommer, Herbst und Winter. So heißen die vier nicht ganz gleich großen Zeitintervalle, in die das Jahr dem Sonnenstand entsprechend aufgeteilt wird.
Dass wir Jahreszeiten haben liegt daran, dass die Erde auf ihrem Weg um die Sonne in einem bestimmten Winkel geneigt ist. Ihre Achse, eine gedachte Linie vom Nord- bis zum Südpol, steht nämlich nicht senkrecht sondern schräg. Deshalb ist immer eine Erdhalbkugel näher an der Sonne als die andere. Die Hälfte der Erde, die der Sonne stärker zugewandt ist, erhält auch mehr Energie in Form von Wärme und Licht. Dort ist Sommer. Auf der sonnenabgewandten Seite ist Winter.
An den so genannten Tag- und Nachtgleichen am Frühlings- und am Herbstanfang (am 21. März bzw. 21. September) steht die Erdachse für eine kurze Zeit senkrecht, dann ist es auf der ganzen Welt zwölf Stunden hell und zwölf Stunden dunkel.

Jetstream

Jetstreams sind Winde, die in hohen Luftschichten Geschwindigkeiten von über 540 Kilometern pro Stunde erreichen können. Diese schmalen Windbänder ziehen sich wie ein langer, horizontaler Starkwindschlauch knapp unterhalb der Tropopause durch die Atmosphäre. Flugzeuge können Jetstreams nutzen, um schneller um den Globus zu fliegen und so Treibstoff zu sparen.
Klimaforscher befürchten, dass sich aufgrund des Klimawandels der typische Verlauf einiger Jetstreams verlagern könnte. Dies hätte Auswirkungen auf Temperatur- und Niederschlagsmuster.

Kernenergie

Kernenergie ist ein anderer Ausdruck für Atomenergie.

Kerosin

Kerosin ist das Benzin für Flugzeuge. Dieser Kraftstoff wird vorwiegend für die Gasturbinentriebwerke von Düsen- und Turboflugzeugen sowie Hubschraubern eingesetzt. Genauso wie das normale Autobenzin wird es aus Erdöl hergestellt.
Wie alle anderen Treibstoffe enthält auch Kerosin grundsätzlich immer ein Gemisch aus brennbaren Flüssigkeiten. Sie unterscheiden sich zum Beispiel darin, das sie unterschiedlich schwer sind. Beim Kerosin ist das Gemisch recht einheitlich, das heißt, es sind Flüssigkeiten ungefähr gleichen Gewichts vermengt. Das ist ein Vorteil, denn dadurch entzündet sich Kerosin nicht so leicht und verbrennt sauberer.
Trotzdem entstehen durch die Verbrennung von Kerosin Abgase, die den Treibhauseffekt verstärken. Der Flugverkehr macht über zwei Prozent der weltweiten anthropogenen CO2 Emissionen aus. In den Tanks einer vollbesetzten Concorde befinden sich beim Start zu einem Langstreckenflug bis zu 96 Tonnen Kraftstoff.


Kilowattstunde

Die Kilowattstunde ist eine Einheit der Energie, die vor allem in der Elektrotechnik verwendet wird. Der Verbrauch an elektrischer Energie wird in Kilowattstunden gemessen.
Wird ein Haartrockner mit 2000 Watt (2 kW) Leistung eine halbe Stunde lang betrieben, so beträgt der Stromverbrauch 0,5 h · 2 kW = 1 kWh.
Wenn beispielsweise eine Solaranlage mit einer Leistung von einem Kilowatt eine Stunde lang Sonnenlicht in elektrische Energie umwandelt, so entspricht das einer Energiemenge von einer Kilowattstunde.
1 kWh (Kilowattstunde) = 3600 kWs (Kilowattsekunden) = 3,6 · 106 Ws (Wattsekunden) = 3,6 MJ (Megajoule)

Kippelemente

Aus menschlicher Sicht scheint der Klimawandel langsam voranzuschreiten. Doch in bestimmten Regionen der Erde kann unser Einfluss auf das Klimasystem sprunghafte und teilweise unumkehrbare Entwicklungen anstoßen, wenn wichtige Prozesse im Gesamtgefüge "kippen" und von da an grundsätzlich anders ablaufen. Für diese Bestandteile des Klimasystems führte ein internationales Forscherteam den Begriff "Kippelemente" ein. Die Wissenschaftler benannten neune potenzielle Kippelemente, die in der internationalen Klimapolitik besonders berücksichtig werden sollten: Sehr anfällig seien das arktische Meereis, der Grönländische Eisschild und der Eisschild der Westantarktis. Das gleiche gilt für den Amazonas-Regenwald, die Wälder in nördlichen Breiten, das El-Niño-Phänomen und den westafrikanischen Monsun. Weiter Kippelemente sind der Meeresströmungskreislauf und der indische Sommermonsun.


Kleine Wasserkraft

Die Nutzung dezentraler, kleiner Wasserkraftwerke mit einer Leistung bis 10 Megawatt bezeichnet man als kleine Wasserkraft. Wasserkraftwerke mit einer Leistung von mehr als 10 Megawatt zählen zur großen Wasserkraft.

Klima

Im Wüstenklima kann es über Jahre nicht regnen.

Die allgemeinen durchschnittlichen Wetterbedingung, die über einen bestimmten Zeitraum in einem bestimmten Gebiet beobachtet werden, nennen wir Klima. Der wichtigste Faktor, der über das Klima einer Region bestimmt, ist der Breitengrad, denn von der Lage eines Gebiets auf der Erde ist abhängig, wie viel Wärme der Sonne dorthin gelangt. Das wiederum beeinflusst die Vegetation und die Tierwelt, die jeder Klimazone ihre unverwechselbaren Merkmale geben. Weiter Klimafaktoren sind die Höhenlage, die Entfernung zum Meer, Bodenart und Bodenbedeckung.
Das Klima wird häufig mit dem Wetter verwechselt, denn beide beschreiben den Zustand der Atmosphäre an einem Ort. Aber das Wetter kann täglich wechseln, das Klima nicht. Das Wetter ist nur eine Momentaufnahme des gesamten Klimas und kann durchaus von den klimatischen Mittelwerten abweichen. Im Klimadiagramm von Berlin beispielsweise ist für den Mai eine mittlere Temperatur von 13,9°C abzulesen. Das Wetter kann aber trotzdem an manchen Maitagen so schön sein, dass das Thermometer in Berlin 25°C anzeigt.
Insgesamt liegt Deutschland in der gemäßigten Klimazone, was bedeutet, dass es weder sehr hieß, noch sehr kalt wird. Am wärmsten ist es durchschnittlich in Köln und Stuttgart, am kältesten in München. Mit durchschnittlich 171 Regentagen hält Kiel den Rekord in Deutschland.
Wegen des anthropogenen Treibhauseffektes erwarten Wissenschaftler einen Klimawandel auf der Erde.


Klimadiagramm

Mit Hilfe eines Klimadiagramms lassen sich auf einen Blick wesentliche Merkmale des Klimas eines betreffenden Ortes ersehen. Denn in einem Klimadiagramm sind die klimatologischen Parameter wie Niederschlag und Temperatur graphisch dargestellt. Häufig werden die Niederschläge mittels blauer Säulen oder einer blauen Kurve abgebildet, die Temperaturen mit einer roten Kurve. Bei der Temperaturkurve sind die Monatsmittel, bei den blauen Säulen die Summe angegeben.

Klimaerwärmung

Der Begriff Klimaerwärmung ist eine umgangssprachliche Beschreibung für die von Klimaforschern beobachtete globale Erwärmung.

Klimarahmenkonvention

Hinter diesem langen Wort verbirgt sich ein internationales Umweltabkommen, das zum Ziel hat, die globale Erwärmung zu verlangsamen und ihre Folgen zu mildern. Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen wurde 1992 in New York aus der Taufe gehoben und bekam den englischen Namen United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC). Das Sekretariat der UNFCCC hat seinen Sitz in Bonn und wacht darüber, dass alle Vertragspartner ihre Verpflichtungen einhalten. So müssen alle Staaten, die dem Abkommen beigetreten sind, regelmäßige Berichte veröffentlichen, in denen Fakten zur aktuellen Treibhausgasemission und Trends enthalten sein müssen.
Bis heute sind der Klimarahmenkonvention 189 Staaten beigetreten. Sie treffen sich jährlich zu Konferenzen, auf denen über konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz verhandelt wird. Die bekannteste Konferenz fand 1997 im japanischen Kyoto statt, auf der das Kyoto-Protokoll erarbeitet wurde.


Klimatologie

Die Klimatologie erforscht die Gesetzmäßigkeiten des Klimas, also die allgemeinen durchschnittlichen Wetterbedingung, die über einen bestimmten Zeitraum in einem bestimmten Gebiet herrschen. Es handelt sich um eine interdisziplinäre Wissenschaft, in der Meteorologen und Geographen zusammenarbeiten.

Klimawandel

Der Begriff Klimawandel meint zunächst die natürliche Veränderung des Klimas über einen längeren Zeitraum und umfasst die bisherige Klimageschichte der Erde. Seit etwa zwei Jahrzehnten berücksichtigen Klimaforscher aber auch die durch den Menschen verursachte globale Erwärmung der Atmosphäre. Wenn die Temperaturen weltweit steigen, hat das Auswirkungen auf das Klima der Erde. Wie dieser anthropogen bedingte Klimawandel aussehen wird, können die Wissenschaftler noch nicht genau vorhersagen. In einigen Gebieten könnte es wärmer und trockener werden, in anderen feuchter. Vielleicht nehmen auch Extremwetter zu. Es wird befürchtet, dass die Pole abschmelzen und der Meeresspiegel steigt. Die Klimaveränderungen werden sich auf die Lebensräume von Pflanzen und Tieren auswirken. Manche Arten profitieren davon und werden sich rapide vermehren, andere werden sich auf der Suche nach Wasser und Nahrung zwangläufig in anderen Gebieten ansiedeln und mache werden aussterben.

Klimazonen

Klimazonen sind großräumige Gebiete der Erde, in denen die wesentlichen Züge des Klimas gleich sind. In der Regel verlaufen die Hauptklimazonen gürtelförmig um die Erde und an den Polen kreisförmig. Teilweise können sie aber durch beispielsweise hohe Gebirge unterbrochen sein.
Die Erde ist in fünf große Klimazonen unterteilt:
Die Tropen sind der Bereich beiderseits des Äquators, sie werden durch die beiden Wendekreise 23,5° nördlicher und südlicher Breite begrenzt. Dort herrscht ein gleichmäßig heißes Klima. Es gibt keine Jahreszeiten wie bei uns, dafür aber meist starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht.
Die Subtropen schließen an die Tropen an und reichen bis zum 40. nördlichen und südlichen Breitengrad. Im Jahreszeitlichen Wechsel bestimmen trockene und heiße Luftmassen im Sommer und milde, meist feuchte Luftmassen im Winter das Wettergeschehen.
Die gemäßigten Breiten liegt zwischen dem 40. und 60. Breitengrad. Hier herrscht ein regenreiches Klima vor. Charakteristisch sind eindeutige Jahreszeiten.
Die subpolare Zone liegt zwischen den gemäßigten Breiten und den Polarkreisen (66,5° nördlicher und südlicher Breite). Sie kennzeichnen trockene und lange Winter und kurze Sommer. Es gibt keinen deutlichen Jahreszeitenwechsel und die Jahresmitteltemperatur liegt unter 0°C.
Die Region im Bereich des nördlichen Polarkreise, die Arktis, und den Kontinent Antarktis auf der Südhalbkugel der Erde, bezeichnet man als Polargebiete. Hier herrscht ein kaltes Klima mit viel Schnee und Eis.


Kohle

Kohle ist ein bräunliches bis schwarzes Gestein, das vor mehrere Millionen Jahren aus den Abbauprodukten von toten Pflanzenresten entstanden ist. Wir Menschen nutzen die Kohle als fossilen Brennstoff. Bei der Verbrennung entsteht Wärme, die zum Beispiel in Kraftwerken genutzt wird um elektrischen Strom zu erzeugen.
Kohle besteht zum größten Teil aus Kohlenstoff. Je älter die Kohle ist, desto höher ist der Anteil an Kohlenstoff. Bei der Verbrennung von Kohle entstehen aus diesem Kohlenstoff große Mengen des Treibhausgases CO2, das klimaschädlich ist.
Die Entstehung der Kohle aus Pflanzenresten bezeichnet man als Inkohlung. Aus den abgestorbenen Pflanzenresten entsteht zunächst Torf. Da oben immer neue Pflanzenteile abgelagert werden, wird der Torf immer mehr zusammengepresst und entwässert. Mit zunehmender Tiefe wird es wärmer und der Druck nimmt zu. Es entsteht die Braunkohle und später die Steinkohle. Je länger der Prozess dauert, desto höher ist der Anteil Kohlenstoff in der Kohle. Braunkohle und Steinkohle unterscheiden sich aber nicht nur in Alter und Energiegehalt, sondern auch in ihrer Umweltproblematik.
Da der Prozess der Inkohlung mehrere Millionen Jahre dauert, wird abgebaute Kohle nicht in absehbarer Zeit nachgebildet. Die Kohlevorräte der Erde sind daher begrenzt.


Kohlendioxid

Kohlendioxid ist ein farbloses, nicht brennbares Gas. Seine chemische Formel lautet CO2 . Kohlendioxid wird von Pflanzen mit Hilfe von Wasser und Sonnenenergie zu Kohlehydraten (Zucker und Stärke) umgewandelt. Bei der Atmung von Menschen und Tiere und der Verbrennung von Pflanzen oder der aus diesen entstandenen fossilen Brennstoffen wird der enthaltene Kohlenstoff wieder als CO2 freigesetzt.
Kohlendioxid ist ein wichtiges Treibhausgas. Es ist mit 53 Prozent für die Hälfte des Treibhauseffektes verantwortlich und kann bis zu 200 Jahren in der Atmosphäre verbleiben. Seine Konzentration in der Atmosphäre ist seit 1870 kontinuierlich von 288 ppm auf heute 381 ppm gestiegen. CO2 Emissionen entstehen vor allem bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe und tragen maßgeblich zur globalen Erwärmung bei.

Kohlenstoff

Was haben Diamant, Ruß und Bleistiftmine gemeinsam? Alle drei bestehen aus fast reinem Kohlenstoff. Kohlenstoff ist ein chemisches Element, abgekürzt C — das steht für Carbonium, dem lateinischen Namen von Kohlenstoff. In der belebten Natur ist fast überall Kohlenstoff dabei. Auch der Mensch besteht zu elf Prozent aus Kohlenstoff.
Besonders viel Kohlenstoff ist auch in Erdöl und Kohle enthalten. Über Jahrmillionen wurde darin der Kohlenstoff aus abgestorbenen Pflanzen und Tieren gespeichert. Heutzutage verbrennen wir diese Kohlenstoffspeicher innerhalb weniger Jahrzehnte in Kraftwerken, Heizungen und Motoren. Der Kohlenstoff verbrennt dabei zu Kohlendioxid, das maßgeblich zur globalen Erwärmung beiträgt.

Kohlenstoffmonoxid

Der gebräuchliche Kurzname von Kohlenstoffmonoxid ist Kohlenmonoxid, die chemische Formel lautet CO. Es ist ein farb- und geruchsloses Gas, das giftig ist. Das gefährliche Atemgift kann zum Tod durch Erstickung führen. Es entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigem Material, wenn nicht genügend Sauerstoff zur Verfügung steht.


Kohlenwasserstoffe

Kohlenwasserstoffe sind eine sehr große Gruppe chemischer Verbindungen, die nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen. Sie kommen in der Natur in Form von Gemischen als Erdgas und Erdöl vor. Sie werden in großen Mengen als Brenn- und Treibstoffe sowie als Rohstoffe für die chemische Industrie verwendet. Bei der optimalen Verbrennung von Kohlenwasserstoffen entsteht Kohlendioxid und Wasser. Das Methan ist der einfachste Vertreter der Kohlenwasserstoffe und Hauptbestandteil des Erdgases.

Kondensstreifen

An manchen Tagen kreuzen lange, weiße Streifen den Himmel. Und manchmal kannst du sogar sehen, wie ein Flugzeug solche Kondensstreifen hinter sich herzieht. Kondensstreifen sind nichts anderes als lange, künstliche Wolken. Sie entstehen, weil Flugzeuge Kerosin, so heißt das Flugzeugbenzin, in großer Höhe verbrennen. Aus ihren Triebwerken kommen genau wie bei einem Auto Abgase. Neben Stickoxiden und Ruß ist darin auch Wasserdampf enthalten. Die Luft, in der die Flugzeuge in zehn Kilometer Höhe über der Erde fliegen, ist sehr kalt, etwa minus 40 Grad. Sobald der Wasserdampf aus den Turbinen kommt, gefriert er. Was wir dann als Kondensstreifen sehen, sind diese gefrorenen, fein verteilten Eiskristalle. Wie lange die lang gezogenen Wölkchen in der Luft hängen bleiben, hängt unter anderem davon ab, wie stark der Wind bläst.
Manche Wissenschaftler glauben, dass Kondensstreifen das Klima und die Atmosphäre beeinflussen. Welchen Einfluss sie genau haben, weiß man aber noch nicht. Einerseits reflektieren die künstlichen Wolken das Sonnenlicht in den Weltraum und weniger Strahlen erreichen den Erdboden. Kondensstreifen könnten also kühlen. Auf der anderen Seite halten sie auch vom Erdboden ausgehende Wärme zurück.

Kontinentalplatten

Die äußerste Schale der Erde, die Erdkruste, besteht nicht aus einem einzigen festen Stück, sondern ist in viele einzelne Platten zerbrochen. Diese Kontinentalplatten bewegen sich kontinuierlich aufeinander zu oder voneinander weg, seit vielen Millionen Jahren. Wie Eisschollen treiben diese Platten mit Geschwindigkeiten von wenigen Zentimetern pro Jahr in verschiedenen Richtungen dahin. Die Nordamerikanische, Südamerikanische, Eurasische, Afrikanische und die Antarktische Platte bestehen zu mehr oder weniger großen Teilen auch aus Festland. Nur die Pazifische Platte liegt vollständig unter der Meeresoberfläche.

Konvektion

Die Meteorologen verstehen unter Konvektion eine vertikale Luftbewegung. Warme Luft steigt von unten auf, kühlt sich dabei ab und sinkt in der Höhe seitwärts wieder ab. Mit sinkender Temperatur kann aber die Luft immer weniger Wasserdampf mit sich führen. Dadurch wird sie in einer bestimmten Höhe gezwungen, Wasser in Form kleinster Tröpfchen auszuscheiden: Eine Wolke entsteht. Solche vertikalen Umlagerungen in der Atmosphäre werden daher für uns als typische Cumuluswolken (Haufenwolken) sichtbar. Die eindrucksvollsten Konvektionswolken sind sicherlich die Gewitterwolken. Sie weisen die höchsten Vertikalgeschwindigkeiten auf, die in der Atmosphäre vorkommen und sind manchmal sogar in der Lage, bis zu 10 Zentimeter große Hagelkörner in der Schwebe zu halten.

Konvergenz

Die Meteorologen verstehen unter Konvergenz allgemein das Zusammenströmen von Luftmassen. Dabei strömt Luft in Gebiete mit niedrigerem Luftdruck, also in Tiefdruckgebiete. Den Bereich zwischen einem Hochdruck- und einem Tiefdruckgebiet, in dem diese horizontalen Winde wehen, bezeichnet man als Konvergenzzone.

Kraft-Wärme-Kopplung

Bei der Stromerzeugung in einem Kraftwerk geht viel Energie verloren. Von der in herkömmlichen Kraftwerken eingesetzten Primärenergie in Form von Kohle, Erdgas oder Erdöl kommt nur 35 Prozent an der Steckdose an. Den Rest geben diese Kraftwerke in Form von Wärme, die bei der Erzeugung von Elektrizität entsteht, ungenutzt an die Umgebung ab. Um eine verbesserte Energie-Effizienz zu erzielen, kann man deshalb das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung nutzen, bei der über 90 Prozent der eingesetzten Energie verwertet werden kann. Dies bedeutet ganz einfach, dass Strom und Wärme gleichzeitig erzeugt werden. Um dieses Prinzip zu nutzen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Bei der Fernwärme wird die Wärme, die durch die Stromerzeugung in großen Kraftwerken anfällt, durch ein Fernwärmenetz direkt zum Verbraucher geleitet und zum Heizen genutzt. Allerdings ist die Nutzung relativ teuer und durch die langen Wege geht bei der Verteilung der Wärme wieder Energie verloren. In kleineren Blockheizkraftwerken werden Strom und Wärme deshalb genau dort produziert, wo sie auch benötigt werden. Sie werden mit Erdgas, Heizöl, Biodiesel oder Biogas betrieben und kommen oft für Siedlungen, Schulen, Krankenhäuser oder Hotels zum Einsatz. Die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme wird zum Heizen oder für die Warmwasserbereitung genutzt.


Kraftwerk

In einem Kraftwerk wird elektrische Energie gewonnen. Das Herzstück eines Kraftwerks ist der Generator. Bei einem Wärmekraftwerk wird er durch Dampfturbinen angetrieben. Die dafür benötigte Wärmeenergie wird durch Verbrennung von Kohle, Erdöl oder Erdgas gewonnen, bei einem Kernkraftwerk durch Kernspaltung (Atomenergie). Je nach örtlichen Gegebenheiten können auch Erdwärme (Geothermie), Wasser (Wasserkraft), Wind (Windkraft) oder Sonne (Solarthermie) als Energiequellen dienen. Die Leistungsfähigkeit von Kraftwerken wird in Kilowatt (kW) oder Megawatt (MW) angegeben.

Kyoto-Protokoll

Das Kyoto-Protokoll wurde am 11. Dezember 1997 im japanischen Kyoto beschlossen und von 160 Staaten unterzeichnet. Es ist ein Zusatzprotokoll der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen mit dem Ziel, unser Klima zu schützen. Das am 16. Februar 2005 in Kraft getretene und 2012 auslaufende Abkommen schreibt erstmals verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen fest. In dem Kyoto-Protokoll verpflichtet sich die EU bis 2012 die Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Jahr 1990 um acht Prozent zu senken. Die USA sollen ihre Emissionen um sieben Prozent und Japan um sechs Prozent senken, während Russland und die Ukraine sich dazu verpflichten, die Höhe der Emissionen von 1990 nicht zu überschreiten. Für China und andere Entwicklungsländer sind keine Beschränkungen vorgesehen. Die USA hatten unter Präsident Bill Clinton das Kyoto-Protokoll zwar unterschrieben, aber nicht umgesetzt. 2001 wurde die Unterschrift von Clintons Nachfolger George Bush widerrufen. In seiner Amtszeit bis 2008 ist ein (Wieder-)Beitritt der USA mehr als unwahrscheinlich.

Lachgas

Lachgas ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Dickstoffoxid (N2O). Seinen Namen hat es bekommen, weil Lachgas im Gemisch mit ausreichend Sauerstoff ungiftig ist und eine stark schmerzstillende Wirkung besitzt. Es wurde daher früher als Narkosemittel eingesetzt.

Land- und Seewindzirkulation

An warmen, sonnigen Tagen weht an der Küste immer ein Wind. Verantwortlich dafür ist die Land- und Seewindzirkulation, die zu den tageszeitlichen Winden gehört. Sie entsteht durch Temperaturunterschiede zwischen Land und Meer. Tagsüber erwärmt sich das Land stärker und damit auch die bodennahe Luft. Diese warme Luft ist leichter und steigt nach oben. Vom Meer her strömt kühle Luft nach und ersetzt die Warmluft, die über dem Land aufgestiegen ist. Am Tage weht daher an der Küste ein kühler Seewind.
Nachts kühlt sich das Land stärker ab als das Wasser. Jetzt steigt warme Luft über dem Meer auf und es weht ein warmer Landwind in Richtung Meer.


Längengrad

Längen- und Breitengrade gehören zu einem gedachten Liniennetz, das dazu dient Positionen auf der Erde zu beschreiben. Die Längengrade sind gedachte Kreise, die senkrecht zum Äquator stehen und durch die beiden Pole laufen; sie heißen Meridiane. Im Gegensatz zu den Breitengraden gibt es bei den Längen keinen gegebenen Nullpunkt, wie den Äquator. 1883 wurde daher auf einer internationalen Konferenz festgelegt, dass der Nullmeridian durch die Sternwarte im englischen Ort Greenwich gehen soll. Von dort werden die geographischen Längen nach Osten und nach Westen je bis 180° gezählt.


Lawine

Wenn du im Winter vor dem Dach eines Hauses stehst und dir plötzlich eine Ladung Schnee auf den Kopf rutscht, dann hast du eine kleine Dachlawine erlebt. In den Bergen sind Lawinen große Schnee- und Eismassen, die sich von Berghängen ablösen, zu Tal stürzen und ganze Dörfer unter sich begraben können. Um sich vor Lawinen zu schützen, errichten die Bergbewohner Schutzmauern oder -wälle, forsten Wälder auf und überbauen Bergstraßen oder legen Tunnel an. Lawinen können an gefährdeten Hängen durch natürliche Ereignisse wie zum Beispiel laute Geräusche entstehen, aber auch durch unvorsichtige Skiläufer. Neben den Schneelawinen gibt es auch noch weiter Naturkatastrophen wie Geröll- oder Schlammlawinen.

Luft

Luft ist ein Gemisch aus verschiedenen Gasen und winzigen Teilchen, den Aerosolen. Sie umhüllt als Atmosphäre unsere Erde. Luft besteht etwa zu 78 Prozent aus Stickstoff, 21 Prozent Sauerstoff, ein Prozent Edelgase und 0,03 Prozent Kohlendioxid. Je nach Luftfeuchtigkeit enthält sie zudem unterschiedlich viel Wasserdampf. Die meisten Lebewesen brauchen Luft zum Atmen. Die Luft, die wir ausatmen, enthält weniger Sauerstoff und dafür mehr Kohlendioxid. Über unsere Lungen transportiert das Blut den Sauerstoff aus der Luft zu den Zellen. Das Kohlendioxid aus unserem Körper wird über die Lungen ausgeatmet.

Magma

Magma ist geschmolzenes Gestein im Innern der Erde. Es hat eine Temperatur von rund 1000° Celsius. Wenn Magma während eines Vulkanausbruchs an der Erdoberfläche austritt, wird es als Lava bezeichnet.

Meereis

Das gefrorene Meerwasser der polaren Ozeane wird als Meereis bezeichnet. Es bedeckt im Jahresmittel etwa 6,5 Prozent der Weltmeere und spiel eine wichtige rolle für das Klima der Erde. Meereis entsteht bei anhaltendem Frostwetter. Stark salzhaltiges Meerwasser gefriert nicht bei 0° Celsius, sondern im Extremfall erst bei minus 2° Clesius. Im Gegensatz zu eisfreien Ozeanen, die Wärmestrahlung absorbieren, reflektiert Meereis das Sonnenlicht. Auf diese Weise beeinflusst es die Strahlungsbilanz der Erde. Klimaforscher befürchten, dass durch die globale Erwärmung weniger Meereis gebildet wird. Die eisfreien Wasserflächen würde mehr Wärmestrahlung absorbieren, was die Erwärmung zusätzlich beschleunigen könnte.

Meeresspiegelanstieg

Eine der bedeutendsten Folgen des Klimawandels ist vermutlich der Anstieg des Meeresspiegels. Satellitenmessungen ergeben, dass der Meeresspiegel gegenwärtig etwa ein bis drei Millimeter pro Jahr ansteigt. In den nächsten 100 Jahren wären das also 10 bis 30 Zentimeter. Die Wissenschaftler des IPCC gehen in ihrem aktuellen Klimabericht jedoch davon aus, dass der Meeresspiegel aufgrund der zunehmenden globalen Erwärmung künftig stärker steigt. Die Klimaforscher halten eine Anstieg zwischen 19 und 59 Zentimeter für wahrscheinlich. Es ist davon auszugehen, dass ein Zentimeter etwa einen Meter Festland kostet, weil das Meer zunehmend die Küsten überschwemmt.
Der Meeresspiegel steigt aus zweierlei Gründen: die Eisschilde schmelzen und das Wasser wird wärmer. In den Eiskappen der Arktis und Antarktis sind riesige Mengen Wasser fest gefroren. Tauen diese in Folge steigender Temperaturen auf, steigt der Meeresspiegel an. Der zweite Grund ist, dass warmes Wasser mehr Platz braucht als kaltes. Steigt die Temperatur im Meer, dehnt sich das Wasser aus und auch dadurch hebt sich der Meeresspiegel.
Vor einem Anstieg des Meeresspiegels fürchten sich besonders die Bewohner von Inselstaaten und Ländern mit breiten Küstenflächen sowie einem tief liegenden Hinterland, wie zum Beispiel Bangladesch und die Niederlande.

Meteorologe/Meteorologin

Meteorologen sind Wissenschaftler, die sich mit der Wetterkunde, der Meteorologie, beschäftigen.

Meteorologie

Die Meteorologie ist die Wissenschaft von der Atmosphäre und dem sich darin abspielendem Wetter. Die wichtigen Wetterdaten wie Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Wind, Bewölkung und Niederschlag werden auf der ganzen Welt in Wetterstationen laufend gemessen. Zusätzlich beobachten Wettersatelliten die Erde aus dem Weltraum und übermitteln ihre Informationen in regelmäßigen Abständen zur Erde. Aus sämtlichen Meßdaten werden dann mit Hilfe physikalischer Modelle Wettervorhersagen abgeleitet. Aufgrund der vielfältigen und komplexen Vorgänge in der Atmosphäre können diese Vorhersagen nicht ohne gewisse Unsicherheiten getroffen werden. Je länger die Vorhersagen sind, desto unsicherer sind sie. Zur Darstellung der aktuellen Wetterlage und den vorhergesagten Entwicklungen dienen spezielle Wetterkarten, in denen zum Beispiel Hoch- und Tiefdruckgebiete, Windströmungen und Niederschlagsgebiete eingetragen werden.
Nahe verwandt mit der Meteorologie ist die Klimatologie. Auch diese Wissenschaft beschäftigt sich mir dem, was in der Atmosphäre geschieht. Der Unterschied ist jedoch der Zeitraum. Während Meteorologen in Tagen oder in Wochen rechnen, versuchen Klimatologen herauszufinden, wie sich Niederschläge und Temperatur in Jahren, Jahrzehnten oder gar in Jahrtausenden verändern.

Methan

Im Magen einer Kuh verarbeiten Bakterien das gefressene Gras. Und weil dort keine Luft ist, entsteht Methan. 250 Liter können das pro Tag und Kuh sein.

Methan ist ein Gas, das du weder riechen noch sehen kannst. Es brennt gut und ist der Hauptbestandteil von Erdgas und Biogas. Seine chemische Formel lautet CH4.
Nach Kohlendioxid ist Methan das bedeutendste Treibhausgas. Es kommt zwar nur in kleineren Mengen in der Atmosphäre vor, ist jedoch 20 bis 30 mal wirkungsvoller als Kohlendioxid, weil es die Infrarotstrahlung viel effektiver absorbieren kann. Seine atmosphärische Lebensdauer wird auf 12 Jahre geschätzt. Im Vergleich zu 1750 ist seine Konzentration in der Atmosphäre von 730 ppb auf heute 1852 ppb gestiegen.
Methan entsteht, wenn organische Stoffe wie tote Pflanzen, Tiere oder auch Müll ohne Sauerstoff zersetzt werden. Das kann zum Beispiel unter Wasser oder im Schlamm passieren. Viel Methan blubbert deswegen aus Sümpfen und Mooren, weshalb es auch Sumpfgas genannt wird. Es entsteht zudem auf Reisfeldern, beim Kohleabbau, der Energieproduktion, auf Müllkippen und in den Mägen von Wiederkäuern wie Rindern, Schafen und Ziegen. Der Anteil der Viehhaltung an der Gesamtemission von Methan beträgt rund 30 Prozent.


Mistral

Der Mistral ist ein böiger, kalter, meist trockener Wind im Rhonetal in Südfrankreich. Durch die Kanalwirkung des Rohnetals erreicht der Mistral im Winter und Frühjahr oftmals Sturmstärke mit Windspitzen über 135 Kilometer pro Stunde (km/h). Da der Mistral außer im Sommer mit großer Regelmäßigkeit auftritt, gibt es südlich von Lyon viele Bäume, deren Wuchsform durch den Mistral in Windrichtung nach Süden hin gebogen ist, so genannte Windflüchter.
Der Mistral entsteht, wenn Polarluft in den Mittelmeerraum einströmt. Die Alpen und die Pyrenäen bilden eine Blockade, so dass zwischen diesen beiden Gebirgen die kalte Luft ins Rohnetal strömt. Dort entstehen durch den Düseneffekt hohe Windgeschwindigkeiten.

Monsun

Zu einer bestimmten Zeit regnet es in manchen Gebieten der Tropen sintflutartig, besonders in Südostasien. Dieser Regen wird als Monsun bezeichnet. In Monsungebieten gibt es drei Jahreszeiten: eine lange, kühle Trockenzeit, eine heiß-feuchte Zeit, in der das Land ausdörrt, und eine Regenzeit mit beinah täglich Gewittern.
In der Trockenzeit ist es an Land kühler als im Meer. Folglich wehen trockene Winde vom Land in Richtung Wasser. Die Regenzeit beginnt, wenn die Sonne fast senkrecht über dem Land steht. Dann ist es an Land heißer als im Meer, sodass feuchte Winde vom Wasser her landeinwärts strömen. Beim Aufsteigen kühlen sich die Winde ab und verlieren ihre Feuchtigkeit in heftigen Regengüssen.
Ungefähr ein Viertel der Weltbevölkerung lebt in Monsungebieten. Unter den feuchten Bedingungen gedeiht Reis besonders gut. Die Setzlinge werden während des Monsuns in die überschwemmten Reisfelder gepflanzt.

N2O

Das ist die chemische Formel für Distickstoffoxid.

Nachtfrost

Sinkt die Temperatur während der Nacht unter den Gefrierpunkt, also unter 0° Celsius, sprechen Meteorologen von Nachtfrost. Nachtfröste treten häufig in wolkenarmen, langen Nächten auf. In Deutschland ist nur in den Übergangsjahreszeiten Frühling und Herbst mit Nachtforst zu rechnen, da die Sonneneinstrahlung tagsüber noch intensiv genug ist, um die Luft über den Gefrierpunkt zu erwärmen. Im Winter treten dagegen bei trockenen, klaren Ostwetterlagen meist Dauerfröste auf, da heißt die Temperatur liegt den ganzen Tag unter dem Gefrierpunkt.


Nachhaltigkeit

Der ursprüngliche Wortsinn des Begriffs Nachhaltigkeit wurzelt im forstwirtschaftlichen Bereich. Früher war ganz Deutschland von Wald bedeckt. Doch die Menschen brauchten immer mehr Holz zum Heizen, für ihre Siedlungen und um Schiffe zu bauen. Der Wald wurde abgeholzt. Und schließlich war das Holz Mangelware. Förster haben sich daraufhin überlegt, dass es klug wäre, immer nur so viele Bäume zu fällen, wie nachwachsen können. Sie nannten dieses Prinzip nachhaltig.
Heute bedeutet Nachhaltigkeit, natürliche Systeme so nutzen, das die wesentlichen Eigenschaften und damit die Funktionsweise des Systems auf lange Zeit erhalten bleibt. In der Landwirtschaft bedeutet dies beispielsweise, die Böden der Äcker so zu bewirtschaften, dass dort auch in 100 Jahren noch Pflanzen wachsen können.
Auch Wirtschaft und Politik streben heute das Konzept der Nachhaltigkeit an: Unternehmer sollen eigentlich so wirtschaften, dass ihr Unternehmen dauerhaft eine Grundlage für Erwerb und Wohlstand bietet. Eine solche Zielsetzung verbietet es beispielsweise, kurzfristig die Gewinne zu maximieren, wenn das Risiko besteht, dass das Unternehmen dabei kaputt geht. Und unsere Politiker sollen eigentlich eine Gesellschaft schaffen, in dauerhaft alle Mitglieder eine zukunftsfähige und lebenswerte Perspektive finden. Wie schwierig dies ist, kannst du besonders gut bei der Diskussion um die Renten verfolgen.


Naturkatastrophe

Das Wort Naturkatastrophe bezeichnet eine plötzliche und unheilvolle, verheerende Wendung für das Schicksal von Menschen, die von Naturgewalten in Form von Erdbeben oder Tornados ausgelöst wird. Finden Vulkanausbrüche oder Stürme in unbesiedelten Gebieten statt, so werden für diese Naturgewalten Worte wie Naturschauspiel oder Naturereignis verwendet. Denn sie stellen dort keine unmittelbare Gefahr für Menschen dar und richten zumeist auch keinen wirtschaftlichen Schaden an. Die Natur erholt sich meist sehr schnell von den lokalen Verwüstungen. Deshalb werden Naturgewalten erst wenn Personen, Siedlungen, Verkehrswege oder landwirtschaftliche Flächen durch extreme Ereignisse betroffen sind für den Menschen zu Naturkatastrophen.


Natürlicher Treibhauseffekt

Treibhausgase kommen auch natürlich in der Atmosphäre vor. Sie sind für den Treibhauseffekt verantwortlich und sorgen dafür, dass die Durchschnittstemperatur der Erde bei 15° Celsius liegt. Ohne den natürlichen Treibhauseffekt würde bei uns eine Durchschnittstemperatur von —18° Celsius herrschen.
Durch menschliche Aktivitäten nimmt die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre immer weiter zu. Dadurch wird der natürliche durch eine anthropogenen Treibhauseffekt verstärkt, so dass eine weltweite Erwärmung zu erwarten ist.

Nebel

Die Meteorologen sprechen von Nebel, wenn fein verteilte Wassertröpfchen in der Luft die Sichtweite auf weniger als einen Kilometer herabsetzen. Nebel ist also eigentlich nichts anderes als eine unmittelbar auf der Eroberfläche aufliegende Wolke. Er entsteht, wenn mehr Wasserdampf in die Luft eingetragen wird, als diese aufnehmen kann. Ist bei mehr Wasser in der Luft, als diese bei der gegebenen Temperatur aufnehmen kann, so kondensiert das überschüssige Wasser zu feinen Nebeltröpfchen aus. Zur Nebelbildung kann es beispielsweise kommen, wenn feuchter Erdboden abkühlt, feuchte Luft aufsteigt oder wenn sich feuchtwarme mit kalter Luft mischt.

Niederschlag

Bei Rauhreif gefrieren feuchte Luft und Nebel. Wie Tau und Reif zählt auch er zum Niederschlag.

Egal ob es regnet, hagelt oder schneit, eins bleibt immer gleich: Wasser fällt vom Himmel. Gebildet wird der Niederschlag in den Wolken. Ob er in flüssiger oder fester Form auf die Erde fällt, ob du also nass wirst oder Schneemänner bauen kannst, hängt davon ab, wie warm oder kalt die Luft in den Wolken und darunter ist. Regen, sagen die Meteorologen, ist flüssiger Niederschlag, der größer als einen halben Millimeter ist. Ist er kleiner, nennt man ihn Niesel. Regentropfen können bis zu einen halben Zentimeter groß werden, Hagel noch viel größer. Schnee entsteht, wenn das Wasser in den Wolken langsam gefriert. Dann wachsen daraus Schneeflocken. Fallen Eiskristalle durch eine Luftschicht mit Wassertröpfchen, klebt das Wasser daran fest und das Ganze fällt als Graupel auf den Boden. Eisregen gibt es, wenn Regentropfen aus einer wärmeren Luftschicht durch eine kalte fallen, die dicht über der Erde liegt. Die Tropfen werden sehr schnell kalt und gefrieren augenblicklich, wenn sie auf die Straße oder Autos fallen.


Ökosteuer

Die Ökosteuer ist eine Steuer, die auf den Energieverbrauch oder auf umweltschädliches Verhalten erhoben wird. Sie soll die Menschen dazu anregen, sich umweltfreundlicher zu verhalten. Ein bekanntes Beispiel ist die Mineralölsteuer. Durch sie wird Benzin teurer. Jeder Autofahrer kann sich nun entscheiden, ob er weniger Auto fährt, sich eine Benzin sparende Fahrweise aneignet oder ob er sich beim Autokauf lieber gleich für ein Sprit sparendes Modell entscheidet, statt einen Wagen mit hohem Benzinverbrauch zu wählen, wie zum Beispiel ein schneller Sportwagen oder ein schwerer, protziger Geländewagen. Auch die Autohersteller sollen auf diesem Wege dazu angeregt werden, Autos zu entwickeln, die weniger Sprit verbrauchen.
Gegenüber gesetzlichen Vorschriften hat die Nutzung des Steuerrechts für den Umweltschutz den Vorteil, dass der Einzelne in seiner Entscheidung frei bleibt und ein geringere Kontrollaufwand notwendig ist.

Ökostrom

Der Begriff Ökostrom meint elektrische Energie, die aus erneuerbaren Energiequellen, wie Wasser, Wind, Biomasse oder Sonne, gewonnen wird. Diese Energiequellen verbrauchen sich nicht oder wachsen immer wieder nach. Wenn mit ihnen in Kraftwerken Strom erzeugt wird, entstehen weniger Abgase und Kohlendioxid und es bleibt kein giftiger Müll übrig, wie bei der Nutzung der Atomenergie. Die Nutzung erneuerbarer Energiequellen ist deshalb umweltfreundlicher und der erzeugte Strom wird als Ökostrom bezeichnet.
Verbraucher können heute einen Stromanbieter wählen, der Ökostrom verkauft. Noch ist Ökostrom etwas teurer, weil es die Technologien noch nicht so lange gibt. Wenn aber mehr Menschen Ökostrom nutzen, wird er billiger werden. Bislang werden erst neun Prozent des Stroms in Deutschland aus Erneuerbaren Energien hergestellt.


Orkan

Meteorologen bezeichnen heftige Stürme mit Windgeschwindigkeiten über 118 Kilometer pro Stunde als Orkan; das entspricht der Windstärke 12. Die Wetterforscher sprechen aber erst dann von einem Orkan, wenn der Wind über einen Zeitraum von mindestens 10 Minuten mit dieser Geschwindigkeit weht.
In Deutschland treten Orkane sehr selten auf. Im Sommer sind meist starke Gewitter für einzelne Orkanböen verantwortlich, im Winterhalbjahr können dagegen kräftige atlantische Sturmtiefs zu Orkanböen oder sogar kurzzeitig zu Orkanwind führen. Orkanböen gehören eindeutig zu den Extremwetterereignissen, das sie erhebliche Sturmschäden verursachen können.

Ozon

Ozon ist ein Molekül, dass im Gegensatz zum normalen Sauerstoff nicht aus zwei Sauerstoffatomen besteht (O2) sondern aus drei (O3). Es ist ein farbloses, äußerst giftiges Gas, das beim Menschen zu Schädigungen der Atemwege führen kann. Es ist ein sehr starke Oxidationsmittel und wirkt desinfizierend.
Rund 10 % des Ozons befinden sich in den bodennahen Schichten der Atmosphäre, also in der Troposphäre. Seine Konzentration hat insbesondere durch die vielen Abgase der Autos in den städtischen Gebieten seit einiger Zeit beständig zugenommen. Bei bestimmten Wetterlagen, zum Beispiel bei Smog, kann es Konzentrationen erreichen, die die Gesundheit gefährden. Besonders alte Menschen, Kinder und Erwachsene die sich körperlich anstrengen, zum Beispiel Sport treiben, sind dann gefährdet. Ozon reizt die Augen, löst Husten aus und schwächt den Kreislauf.
Die restlichen 90 % des Ozon befinden sich weit oben im Himmel, in einer Höhe von 20 bis 50 Kilometer, also in der Stratosphäre. Es bildet dort eine Gasschicht, die als Ozonschicht bezeichnet wird. Sie wirkt wie ein Schutzschild für die Erde, da sie den größten Teil der kurzwelligen Ultraviolettenstrahlung der Sonne absorbiert. Wird sie zerstört, kommt es zur Bildung eines Ozonlochs.


Ozonloch

Zu manchen Zeiten im Jahr entsteht in der Ozonschicht über der Antarktis ein Loch und auch in anderen Gebieten wird die Ozonschicht sehr dünn. Dies hat zur Folge, das vermehrt schädliche ultraviolette Strahlen die Erde erreichen, die Hautkrebs auslösen und den Augen schaden können.
Verantwortlich für das Ozonloch sind zum einen jahreszeitliche Schwankungen der Sonneinstrahlung, die die Ozonspaltung und Ozonbildung beeinflussen, zum anderen ist auch der Mensch daran schuld. Besonders die Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) begünstigen eine Zerstörung der Ozonschicht, die zum Beispiel in einigen Sprühdosen und häufig auch in Kühlschränken verwendet werden. Heute sind die schlimmsten FCKWs zwar verboten, aufgrund ihrer langen Lebensdauer verweilen sie aber immer noch in der Atomsphäre und schädigen die lebenswichtige Ozonschicht.

Ozonschicht

In einer Höhe von etwa 20 bis 50 Kilometern, also in der Stratosphäre, befindet sich eine Gasschicht, die aus Ozon besteht. Diese Schutzschicht ist für die Erde und die darauf lebenden Pflanzen, Tiere und Menschen sehr wichtig, da sie uns alle vor den schädlichen ultravioletten Strahlen der Sonne schützt. Diese kurzwelligen Strahlen können Zellen zerstören, Hautkrebs auslösen und die Augen schädigen. Jahreszeitliche Schwankungen und Chemikalien sind für Ozonlöcher verantwortlich, die zu einer Erwärmung der Atmosphäre zur Gefährdung unserer Gesundheit führen.

Packeis

Packeis besteht aus aufeinander geschobenen Eisschollen. Es ist die am häufigsten vorkommende Art von Meereis. Der weiße Eispanzer kann bis zu 3,5 Meter dick werden. Drückt das Packeis gegen Hindernisse, bilden sich Eishügel, die die Schifffahrt behindern oder sogar unmöglich machen können. Lockere Packeisfelder bilden in der Regel nur für größere Schiffe eine Behinderung und können mit Eisbrechern zerstört werden.

Passatwind

Der Passatwind ist ein beständiger, auf beiden Erdhalbkugeln das ganze Jahr hindurch auftretender Wind. Er weht von den Subtropen zum Äquator. Durch die Erdrotation und Bodenreibung wird der Wind jedoch abgelenkt, sodass er auf der Nordhalbkugel aus nordöstlicher und auf der Südhalbkugel aus südöstlicher Richtung weht. Diese gleichmäßige Luftströmung in der Tropenzone ist trocken und richt bis in eine Höhe von zwei Kilometern. Der Passat ist über dem Meer besonders deutlich ausgeprägt und ein Teil des allgemeinen globalen Zirkulationssystems.

Plankton

Biologen verstehen unter Plankton alle im Wasser schwebenden tierischen und pflanzlichen Kleinstlebewesen. Sie haben keine oder nur schwache Eigenbewegung und werden durch den Wasserstrom verbreitet. Plankton ist für das Ökosystem von Seen und Meere sehr wichtig, da es das Wasser mit Sauerstoff anreichert. Es ist für viele Wassertiere als Nahrung unentbehrlich und steht am Anfang vieler Nahrungsketten. Das pflanzliche Plankton (Phytoplankton) besteht überwiegend aus winzigen Algen, das tierische (Zooplankton) aus kleinsten Krebsen, Geißeltierchen sowie Muschel-, Wurm- und Fischlarven.

Polarluft

Die Polarluft ist eine im Polargebiet entstehende, sehr kalte Luftmasse, die mit einer nördlichen Luftströmung in Mitteleuropa zu Kälteeinbrüchen führt. Bei gleichzeitigem Tiefdruckeinfluss ist sie mit Schnee- oder Regenschauern und starken Windböen verbunden.

Quellwolken

Quellwolken sehen aus wie an den Himmel geworfene Wattebäusche: Ihre Gestalt hebt sich klar gegen den Himmel ab, die Unterseite ist flach, eher grau und oben erstrahlen freundliche Wölbungen in reinstem Weiß. Sie bilden sich bei warmen Wetter und feuchter Luft. Manchmal entstehen sie innerhalb nur einer Viertelstunde: Die Sonne erwärmt den Boden und warme Luft steigt auf. Diese Aufwinde reißen feuchte Luft in die Höhe, wo die warme Luft wieder abkühlt.. Dabei bildet der in ihr enthaltene Wasserdampf kleine Tröpfchen; die Wolke wächst. Sie quillt regelrecht auf. Im Unterschied zu anderen Wolkentypen bestehen die Quellwolken, die auch Haufen- oder Cumuluswolken heißen, nur aus Wasserdampf. In anderen Typen schwebt das Wasser auch n Form feiner Eiskristalle. Aus Quellwolken können sich Gewitterwolken entwickeln, wenn die Luft feucht und heiß genug ist.


Raureif

Raureif ist Eisablagerung an Pflanzen und Gegenständen. Er entsteht, wenn Nebeltröpfchen an Oberflächen gefrieren, deren Temperatur unter dem Gefrierpunkt liegt. An den Pflanzen und Gegenständen bilden sich dann dünne, meist nur locker anhaftende und zerbrechliche Eisnadeln oder Eisschuppen. Vorraussetzung für die Reifbildung ist eine hohe Luftfeuchtigkeit, schwacher Wind und Temperaturen von im allgemeinen unter —8° Celsius. Die Raureifkristalle wachsen in die Richtung, aus der der Wind weht.


Reflexion (reflektieren)

Im Sommer schwitzen wir in einem schwarzem Hemd viel schneller als in einem weißen. Das liegt daran, dass dunkle Oberflächen die Sonnenstrahlen absorbieren und sich dabei erwärmen, während helle Fläche sie zurückstrahlen. Auf der Erdoberfläche ist das genauso: Schnee und Eis reflektieren gut ein Drittel der Sonnenstrahlen und bleiben dadurch kühler als Meere oder Wälder, die mehr Wärmestrahlung aufnehmen. Deswegen ist die Reflexion ein wichtiger Faktor im Weltklima. Wissenschaftler befürchten, dass sich das Klima noch schneller verändert, wenn das Eis an den Polen abgeschmolzen ist, weil dann weniger Strahlung zurückgeworfen wird.


Regenbogen

Wo der Regenbogen die Erde berührt, steht eine Krug mit Gold, heißt es in einem alten Märchen. Dabei ist der Regenbogen nichts weiter als eine optische Täuschung. Das Sonnenlicht sieht weiß aus, besteht aber aus verschiedenen Lichtsorten mit unterschiedlichen Farben. Spektralfarben nennt sie der Physiker. Mit Hilfe eines Prismas, das ist ein Keil aus Glas, kann man das weiße Sonnenlicht in seine Spektralfarben aufteilen: Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Lila. Unter bestimmten Voraussetzungen können Regentropfen das Sonnenlicht genau wie ein Prisma in seine Einzelteile zerlegen. Die Farben sind dann zu sehen, wenn die Sonne nach einem Regenschauer schnell wieder zum Vorschein kommt und die abziehenden Schleier aus Tröpfchen anstrahlt. Dabei ist Rot immer außen und Lila innen. Wenn der Betrachter die Sonne im Rücken hat, kann er den Bogen direkt vor sich sehen.
Mit einem Gartenschlauch kannst du an einem klaren Tag im Sommer selbst einen Regenbogen zaubern: Während du einen feinen Schleier aus Wassertröpfchen in die Luft sprühst, musst du die Sonne im Rücken haben. Dann bekommst du einen Miniregenbogen.

Regenerative Energie

Regenerative Energie ist anderer Ausdruck für erneuerbare Energie und bezeichnet Energie aus Quellen, die nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich sind, wie zum Beispiel Sonne, Wind oder Erdwärme. Im Gegensatz dazu stehen fossile Brennstoffe wie Kohle oder Erdöl nur begrenzt auf der Erde zur Verfügung.


Regenwald

In den Tropen regnet es fast jeden Tag und es ist das ganz Jahr über heiß. Große Gebiete sind dort dicht und üppig bewaldet — die Regenwälder. Rund 17 volle Badewannen (jede mit 120 Litern Wasser) muss es pro Jahr in einem Wald regnen, damit er zu einem Regenwald werden kann. Und das auf einer Fläche von nur einem Quadratmeter, das entspricht ungefähr der Hälfte deines Schreibtischs. In einem Streifen rund um den Äquator regnet es tatsächlich soviel. Dort wächst der tropische Regenwald. Doch Regenwald gibt es nicht nur in den Tropen. Auch an der Westküste von Amerika und in China gibt es Wälder, die eine Menge Regen abbekommen. Sie zählen zu den gemäßigten Regenwäldern, weil sie in der gemäßigten Klimazone liegen.
In einem Regenwald ist es dunkel und feucht, da die intensive Hitze das Wasser schnell verdunsten lässt; die Luft ist dort sehr schwül. Die Bäume drängen nach oben ans Licht und wachsen oft schnell. So bilden sie ein dichtes Kronendach, das die meisten Sonnenstrahlen abhält.
Weltweit verschwindet der tropische Regenwald rasant, so dass er heute nur noch eine halb so große Fläche wie vor hundert Jahren bedeckt. Überall wird er abgeholzt, um die wertvollen Stämme zu verkaufen oder verbrannt, um Weide- und Ackerland zu gewinnen. Mit dem Regenwald werden nicht nur Tiere und Pflanzen vernichtet. Klimaforscher befürchten, dass die vielen Bäume eine wichtige Funktion im Weltklima haben. Sie speichern viel Kohlendioxid und verdunsten Unmengen an Wasser. Ohne die vielen grünen Pflanzen könnte sie die globale Erwärmung verstärken.

Richter-Skala

Die Richter-Skala ist ein System zur Messung der Stärke von Erdbeben. Sie wurde 1935 von dem amerikanischen Seismologen Charles Francis Richter aufgestellt. Die Richter-Skala misst die Stärke von Vibrationen, die seismische Wellen genannt werden. Das sind Erschütterungen, die während eines Erdbebens durch den Boden fahren. Sie werden mit einem Apparat, dem so genannten Seismometer, aufgezeichnet. Erdbeben werden auf der Richter-Skala in Stufen von 1 bis 10 verzeichnet. Jeder Schritt nach oben bedeutet, dass die freigesetzte Energie ungefähr 30 Mal größer ist als bei der vorherigen Stufe. Bislang wurden auf der Richter-Skala maximale Werte zwischen acht und neun erreicht.


Sauerstoff

Ohne Sauerstoff kann kein Mensch leben und keine Flamme brennen. Er ist lebensnotwendig für fast alle Lebewesen. Dieses Element wird mit einem O abgekürzt, von griechisch Oxygenium. Es ist das häufigste Element auf der Erde und kommt in vielen chemischen Verbindungen vor, wie Wasser und Kohlendioxid. Reinen Sauerstoff gibt es nur gasförmig, hauptsächlich als O2, aus dem ein Fünftel der Luft besteht. In kleineren Mengen kommt er auch als Gasmolekül aus drei Atomen vor, dem Ozon (O3).


Saurer Regen

Sauerer Regen ist die Bezeichnung für Niederschläge mit einem pH-Wert kleiner als 5,7. Chemiker messen die Stärken von Säuren mit diesem so genannten pH-Wert. Dabei gilt: Je niedriger der pH-Wert, desto saurer ist eine Säure. Reines Wasser hat einen pH-Wert von 7, Cola von 4, Zitronensaft von 2,3 und saurer Regen von 2 und darunter. Regen ist von Natur aus durch gelöstes Kohlendioxid schwach sauer. Aber durch die Verbrennungsprozesse in Heizungen, Kraftwerken und Motoren gelangen Schwefeldioxid und Stickoxide in die Luft, die mit Wasser Säuren bilden und den pH-Wert stark erniedrigen. Gelangt der saure Regen auf die Erde, kommt es zu einer Versauerung und Entkalkung des Bodens. Das wiederum gilt als Ursache für das Waldsterben. Da saurer Regen auch Kalk aus dem Mauerwerk von Häusern lösen kann, ist er auch für Schäden an Bauwerken verantwortlich.

Schelfeis

Der unter dem Meeresspiegel liegende Randbereich der Kontinente wird als Schelf bezeichnet. Das Meer über dem Schelf heißt Schelfmeer, wie zum Beispiel die Nordsee. In den Polargebieten, vor allem in der Antarktis, schwimmen auf dem Schelf große dicke Eisplatten. Sind sie mit einem Gletscher and Land verbunden, bezeichnen Polarforscher sie als Schelfeis. An der äußersten Spitze brechen gewöhnlich immer wieder Eisberge ab; dieser Vorgang wird als "kalben" bezeichnet.

Schwefeldioxid

Schwefeldioxid (SO2) ist ein farbloses giftiges Gas. Es riecht stechend und schmeckt sauer. Es entsteht vor allem bei der Verbrennung schwefelhaltiger fossiler Brennstoffe wie zum Beispiel Kohle. Schwefeldioxid trägt zur Luftverschmutzung bei und ist die Ursache für die Bildung von saurem Regen. Als Umweltforscher in den 70er Jahren das Problem erkannten, wurden in den folgenden Jahren die Kraftwerke mit Rauchgasentschwefelungsanlagen ausgestattet. In Folge dessen sind die Schwefeleinträge in die Luft stark zurückgegangen. Während früher die Schwefelversorgung der Pflanzen in der Landwirtschaft aufgrund der Einträge über die Luft kein Problem war, muss heute an vielen Orten Schwefel gedüngt werden.

Seewind

Der Seewind ist ein tageszeitlicher Wind der Land- und Seewindzirkulation.


Smog

Smog ist ein Kurzwort aus dem Englischen, das sich aus den Wörtern "smoke" (Rauch) und "fog" (Nebel) zusammensetzt. Umweltchemiker sprechen von Smog, wenn sich über einer Stadt eine Dunst- oder Nebelschicht gebildet hat, die Staub und schädliche Stoffe wie Schwefeldioxid, Ruß und Autoabgase enthält. Bei bestimmten Witterungsverhältnissen können diese giftigen Gase nicht abziehen und sammeln sich über der Stadt wie unter einer riesigen Glocke. Da der Smog gesundheitsschädigend ist, wurden Smogwarnpläne entwickelt, de in einzelnen Stufen in Kraft treten, sobald bestimmte Schadstoffkonzentrationen überschritten werden.
Es gibt zwei Arten von Smog: Wintersomg und Sommersmog.
Bei einer Inversionswetterlage liegt einer wärmere Luftschicht wie eine Decke über einer kälteren Schicht. Staubteilchen und Abgase sammeln sich unter dieser Sperrschicht und es kommt zu Bildung von Wintersmog.
Sommersmog wird auch als Photosmog bezeichnet, da hier das Sonnenlicht eine wichtige Rolle spielt. Herrscht im Sommer ein paar Tage schönes Wetter mit intensiver Sonneinstrahlung, werden die Abgase durch das Sonnenlicht verändert und es kommt zur Bildung von Ozon. Dieses giftige Gas reichert sich in den bodennahen Luftschichten an und ab einer bestimmten Ozonkonzentration wird in vielen europäischen Städten Ozonalarm gegeben. Besonders ältere Menschen und Kinder sollten sich dann nach Möglichkeit nicht im Freien aufhalten und körperliche Anstrengungen meiden.

Solarstrom

Solarstrom ist das umgangssprachliche Wort für elektrische Energie, die aus der Sonnenenergie gewonnen wurde. Die Umwandlung der Strahlungsenergie der Sonne in elektrische Energie erfolgt in einer Solarzelle.


Solarzellen

Eine Solarzelle ist ein elektrisches Bauelement, in dem Strahlungsenergie der Sonne in elektrische Energie umgewandelt wird. In der technischen Anwendung werden mehrere hundert bis mehrere 10.000 Solarzellen zu großen Flächen zusammengeschaltet.
Solarzellen bestehen aus Siliziumblöcken, die in zirka 0,5 Millimeter dicke Scheiben zersägt werden. Diese Scheiben werden gezielt mit Fremdatomen verunreinigt. Das sorgt für ein Ungleichgewicht in der Siliziumstruktur und es entstehen zwei verschiedenen Schichten: eine positive und eine negative. Durch die zugesetzten Fremdatome entsteht auf der negativen Schicht ein Elektronenüberschuss, das heißt es schwirren freie Elektronen auf dieser Seite herum. Im Gegensatz dazu fehlen auf der positiven Seite Elektronen, da die hier zugesetzten Fremdatome weniger freie Elektronen besitzen als Silizium. Nun wandern die freien Elektronen der n-Schicht zur p-Schicht. Je mehr Licht, also Energie, nun auf die Zelle fällt, desto beweglicher werden die Elektronen und sie können weiter wandern. Wird nun an die Solarzelle ein Verbraucher wie zum Beispiel ein Motor angeschlossen, werden die Elektronen bevorzugt in diese Richtung "gesogen" — es fließt ein elektrischer Strom.


Sonnenaktivität

Die Oberfläche der Sonne ist nicht gleichmäßig hell. Durch aufsteigende heiße Gasmassen wirkt sie eher körnig. Größere fleckige Gebilde werden als Sonneflecken bezeichnet, in denen Materie aus dem Innern des Sterns nach außen strömt. In Abhängigkeit von der Aktivität der Sonne verändern sich diese Sonnenflecken und damit auch die von der Sonne ausgestrahlte Energie. Klimaforscher sind sich noch nicht einige, welchen Einfluss diese wechselnde Sonnenaktivität auf das Klima der Erde hat.

Sonnenkollektoren

Wasser mit Hilfe von Sonnekollektoren aufzuheizen ist die einfachste und in vielen Fällen auch kostengünstigste Methode, die Sonnenenergie für den Privathaushalt zu nutzen. Ein einfacher Sonnenkollektor funktioniert folgendermaßen: Eine schwarze Platte aus Metall oder Kunststoff wird von der Sonne beschienen. Da sie das Sonnenlicht absorbiert wird sie heiß. Dieser so genannte Absorber gibt die Wärme an eine Flüssigkeit ab. Diese strömt durch Röhren, welche in die Absorber-Platten eingebaut sind. Die Flüssigkeit kann dann zum Beispiel Wasser für den Haushalt aufheizen. Solche Anlagen zur Unterstützung der Warmwasserbereitung kannst du in Deutschland auf vielen Hausdächern sehen. Idealer Weise sind sie nach Süden ausgerichtet. Moderne Flachkollektoren verwandeln etwa 95 Prozent des eingefangenen Sonnenlichts in Wärme.

Solarthermie

Bei der Solarthermie wird die durch das Sonnenlicht entstehende Wärme genutzt. Das Prinzip ist einfach: Trifft Sonnenlicht auf einen dunklen Gegenstand, so erwärmt sich dieser stark, da er das Licht absorbiert. Das kannst du selber auch spüren, wenn du mit einem schwarzem Pullover in der Sonne sitzt. Dieser Effekt ist die Grundlage der thermischen Sonnenenergienutzung mit Hilfe von Sonnenkollektoren.


Spurengase

Die Hauptbestandteile der Erdatmosphäre sind Stickstoff (78 Prozent) und Sauerstoff (21 Prozent). Die restlichen Gase werden wegen ihrer geringen Konzentration als Spurengase bezeichnet. Trotzdem sie nur in sehr geringen Mengen in der Atmosphäre vorkommen, haben Spurengase wie Kohlendioxid, Distickstoffoxid oder Methan einen entscheidenden Einfluss auf unser Klima, da sie für den Treibhauseffekt verantwortlich sind.


Standby

Der Begriff Standby kommt aus dem Englischen und meint den Bereitschafts- oder Wartebetrieb eines technischen Gerätes. Im Standby-Betrieb ist beispielsweise dein Fernseher vorübergehend ausgeschaltet, kann aber jederzeit und ohne längere Wartezeit wieder in Betrieb genommen werden. In diesem Zustand verbraucht der Apparat deutlich weniger Strom, als wenn er tatsächlich angeschaltet wäre, aber mehr, als wenn du ihn ganz ausschalten würdest.
Ein einzelnes Gerät im Standby-Betrieb verbraucht nicht viel Energie. Aber alle Geräte zusammen verschwenden erhebliche Energiemengen. Dieser heimliche Stromverbrauch kostet jeden deutschen Haushalt im Durchschnitt 70 Euro im Jahr — fast ein sechstel der Stromkosten. Deutschland weit sind das inzwischen zwölf Milliarden kWh. Das entspricht in etwa dem Jahresstromverbrauch einer Großstadt wie Berlin.

Staubteufel

Sand- oder Staubteufel stellen die kleine Variante von Windhosen dar. Sie sind oft an heißen Sommernachmittagen zu sehen. Diese putzigen Wirbel, die auch Windhexen genannt werden, haben oft nur ein oder zwei Meter Durchmesser und sind nur wenige Meter hoch. Sie leben meistens nur ein paar Minuten.
Staubteufel entstehen, wenn sich direkt über dem Boden an einer kleinen Stelle die Luft stark überhitzt. Dann kann sich eine große Warmluftblase plötzlich lösen und schnell nach oben aufsteigen. Dadurch bildet sich an der Stelle ein Mini-Tiefdruckgebiet, in das Luft aus der nahen Umgebung einströmt, die Staub und Sand mitreißt. Weht dann noch ein seitlicher Wind, so beginnt die Luft zu rotieren.


Staudamm

Ein Staudamm ist ein großer Damm oder eine große Mauer, die quer durch ein Tal verläuft und einen Fluss aufstaut. Das Flusswasser kann nicht weiter fließen und es bildet sich hinter dem Staudamm ein großer See, eine so genannte Talsperre. Diese Stauanlagen haben mehrer Funktonen: Sie zur Gewinnung von elektrischer Energie (Wasserkraftwerke), zum Schutz vor Überschwemmungen, beispielsweise zu Zeiten der Schneeschmelze und zur Regelung des Wasserstandes in schiffbaren Flüssen und zur Trinkwasserversorgung. Die größte deutsche Talsperre ist die Bleilochtalsperre der Saale. Sie hat eine Größe von 9,2 km2, das sind mehr als 1200 Fußballplätze.

Steinkohle

Steinkohle ist eine harte, schwarze, oft glänzende Kohle mit einem Kohlenstoffgehalt von mehr als 80 Prozent. Sie ist ein fossiler Energieträger und wird auch "schwarzes Gold" genannt. Der größte Teil der Steinkohle wird benutzt, um Wärme durch Verbrennung zu erzeugen. Dabei entstehen Kohlendioxid, Wasserdampf und andere Gase wie Schwefeldioxid. Der Abbau von Steinkohle erfolgt in Bergwerken unter der Erde, die bis zu 1750 Meter tief sein können. Unter Berücksichtigung der derzeitigen Fördermenge von etwa 23 Millionen Tonnen pro Jahr, reich die deutschen Steinkohlevorräte vermutlich noch 400 Jahre.

Stickoxide

Stickoxide ist die Sammelbezeichnung für alle gasförmigen Stickstoffverbindungen mit Sauerstoff. Häufig werden sie auch als NOx abgekürzt. Zu den bekanntesten Vertretern gehören das Distickstoffoxid (N2O), ein für unser Klima wichtiges Treibhausgas. Das Stickstoffmonoxid (NO), das bei der Verbrennung von Benzin im Automotor entsteht und schleimhautreizend, krebserregend und giftig ist. Und das rotbraune, stechend riechende Stickstoffdioxid (NO2), das Kopfschmerzen und Schwindel verursacht in höheren Konzentrationen Atemnot auslösen kann.

Stickstoff

Die Luft besteht zu 78 Prozent aus Stickstoff. Dieses chemische Element wird mit dem Buchstaben N abgekürzt, weil das lateinische Wort dafür Nitrogenium lautet. Alle Lebewesen benötigen Stickstoff, da die Eiweiße, die alle wichtigen Vorgänge des Lebens steuern, aus Stickstoffverbindungen bestehen.
Da Pflanzen nur optimal wachsen, wenn ihnen genügend Stickstoff zur Verfügung steht, verteilen Landwirte stickstoffhaltige Dünger auf ihren Feldern. Auch Mist und Gülle enthalten Stickstoff und eignet sich zum Düngen.
Wenn Autos Benzin verbrennen, entstehen unter anderem Stickstoffverbindungen, die als Gase aus dem Auspuff strömen. Diese Stickoxide können Atemprobleme verursachen und werden zu Saurem Regen, wenn Wasser sie aus der Luft auswäscht.

Strahlung

Auf der Welt gibt es verschiedene Arten von Strahlung. Licht ist der Teil der Strahlung, den wir sehen können. Röntgenstrahlung, UV-Strahlung und Infrarotstrahlung sind Beispiele für Strahlungsarten, die der Mensch nicht sehen kann. Strahlung breitet sich in Wellen aus und man beschreibt die Strahlungsarten, indem man die Entfernung zwischen einzelnen Wellenbergen angibt. Das sind sehr kurze Abstände, nur Nanometer, Bruchteile eines Millimeters. Die Wellenlänge ist bei UV-Strahlung am kürzesten (10 bis 380 Nanometer), dann kommt das sichtbare Licht mit Wellenlängen zwischen 380 und 780 Nanometern und schließlich die Infrarotstrahlung (780 Nanometer bis ein Millimeter). Neben dieser natürlichen gibt es auch noch künstliche Strahlung, wie zum Beispiel Rundfunkwellen.

Strahlungsbilanz

Der Begriff Bilanz wird viel in der Wirtschaft verwendet und meint eine Aufstellung von Herkunft und Verwendung des Kapitals in einem Unternehmen. Wenn du beispielsweise 10 Euro Taschengeld am Anfang eines Monats bekommst, so kannst du am Ende des Monats eine Bilanz machen, wenn du Einnahmen und Verwendung des Geldes gegenüber stellst. Du hast vielleicht für 3 Euro Süßigkeiten gekauft, 5 Euro in Spielzeug investiert und 2 Euro gespart. Dann halten sich Einnahmen und Auflistung der Verwendungen die Waage, das heißt beide sind gleich groß, nämlich betragen 10 Euro.
Wenn Klimaforscher eine Strahlungsbilanz der Erde aufstellen, verfahren sie genau so. Auf der einen Seite steht wie viel Strahlung von der Sonne zur Erdatmosphäre gelangt, auf der andern Seite wird beschreiben, was mit der Strahlung passiert.
Die Energie der Sonneneinstrahlung, die im Durchschnitt auf die Atmosphäre der Erde trifft, beträgt 342 Watt pro Quadratmeter. 31 Prozent dieser Strahlung (107 W/m2) werden an der Erdoberfläche und in der Atmosphäre reflektiert und unmittelbar wieder in den Weltraum zurückgestrahlt. Das ist die so genannte planetare Albedo. 20 Prozent (67 W/m2) werden von Wolken, Wasserdampf, Staub und Ozon in der Atmosphäre absorbiert und erwärmen so die Atmosphäre direkt, während 49 Prozent (168 W/m2) von der Erdoberfläche absorbiert werden und diese erwärmen. Zusammengefasst sieht die Strahlungsbilanz dann so aus: Die Atmosphäre nimmt die Solarstrahlung von 342 W/m2 auf und gibt die reflektierte Strahlung von 107 W/m2 sowie die Wärmestrahlung von 235 W/m2 (67 W/m2 + 168 W/m2) an den Weltraum wieder ab.

Stratosphäre

Die Stratosphäre ist eine Luftschicht innerhalb der Atmosphäre. Sie schließt sich in rund 20 Kilometern Höhe an die Troposphäre an. Ihre obere Grenze ist ungefähr 50 Kilometer von der Erdoberfläche entfernt. Da die Luft in der Stratosphäre sehr ruhig ist, fliegen die meisten Flugzeuge in dieser Schicht ganz nah über den Wolken.
Die Stratosphäre enthält das Gas Ozon. Dieses Gas kann die ultravioletten Strahlen der Sonne absorbieren. Das ist für alle Lebewesen der Erde sehr wichtig, denn die UV-Strahlen sind schädlich. Sie können Hautkrebs auslösen und den Augen schaden. Außerdem erwärmt sich dadurch die Stratosphäre und die Temperatur ist dort höher als in der Troposphäre.

Strom

Physiker sprechen von elektrischen Strom, wenn elektrische Ladung in eine bestimmte Richtung transportiert wird. Werden zwei verschiedene Punkte, zwischen denen eine elektrische Spannung herrscht, durch einen Leiter miteinander verbunden, so fließt ein elektrischer Strom. Meistens sprechen wir einfach nur von Strom und meinen damit die Stromstärke, also die pro Zeit fließende Ladung.
Haushaltsgeräte, Computer und Lampen werden mit Strom betrieben. Der Ausdruck "Strom verbrauchen" ist dabei technische gesehen aber nicht ganz richtig. Was tatsächlich fließt ist elektrische Energie, die aber auch nicht verbraucht, sondern umgewandelt wird: In einem Motor in mechanische Energie, in einem Föhn in Wärme oder beim Aufladen eines Akkus in chemische Energie. Elektrische Energie wird meist zentral in Kraftwerken erzeugt und über das Stromnetz an die Haushalte verteilt.

Sturm

Wenn ein Auto mit 75 Kilometern pro Stunde fährt, kommt einem das nicht sonderlich schnell vor. Wenn aber der Wind mit dieser Geschwindigkeit über das Land fegt, sprechen Meteorologen von Sturm oder Windstärke 9. Wird diese Windstärke nur in einzelnen, kurzen Böen erreicht, spricht man von Stromböen, weht der Wind hingegen im Durchschnitt mindesten zehn Minuten mit Windstärke 9, so tobt ein Sturm. In Mitteleuropa tritt im Landesinneren nur sehr selten ein Sturm auf. Wesentlich häufiger stürmt es aber an den Küsten und in den Mittelgebirgen.
Windstärke 10 bezeichnet man als einen schweren Sturm (Windgeschwindigkeit 89 bis 102 Kilometern pro Stunde), 11 als einen orkanartigen Sturm (Windgeschwindigkeit 103 bis 117 Kilometern pro Stunde) und ab Windstärke 12 spricht man von einem Orkan.


Talwind

Ein tagszeitlicher Wind der Berg- und Talwindzirkulation.

Taifun

Ein Taifun ist ein tropischer Wirbelsturm, der über dem Pazifik entstanden ist.


Temperatur

Schnee ist kalt, eine Kerzenflamme heiß — wie kalt und wie heiß etwas ist, gibt die Temperatur an, die man mit einem Thermometer messen kann. Bei uns wird die Temperatur nach der Celsius-Skala gemessen. In den USA erfolgen Temperaturangaben nach der Fahrenheit-Skala.
Die Temperatur eines Körpers beruht auf der Bewegung seiner Moleküle beziehungsweise Atome. Je größer deren Bewegungsenergie, desto höher ist seine Temperatur. Als absoluten Nullpunkt bezeichnet man die Temperatur, bei der sich die Moleküle oder Atome nicht mehr bewegen. Der absolute Nullpunkt ist also die tiefste Temperatur überhaupt, er liegt bei —273,15 °C.


Temperaturanstieg

Klimaforscher beobachteten während der vergangenen Jahrzehnte einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur von Luft und Wasser. Die seit etwa 1860 vorliegenden Temperaturmessungen sowie die Auswertung verschiedener Klimaarchive zeigen eine Zunahme der global gemittelten bodennahen Lufttemperatur um 0,74°C zwischen 1906 und 2005. Die Folge dieses Temperaturanstiegs ist die globale Erwärmung.

Tief

Tief ist die umgangssprachliche Abkürzung für Tiefdruckgebiet.


Tiefdruckgebiet

Luft ist nicht gleichmäßig um die Erde herum verteilt. Sie wabert vielmehr in riesigen Luftpaketen durch die Atmosphäre. Ein Tiefdruckgebiet bildet sich, wenn über einem Gebiet Luft nach oben strömt. Das führt über der Erdoberfläche zu einem Luftdruckabfall in dem betreffendem Bereich. Beim Aufsteigen kühlt die Luft ab. Und da kalte Luft nicht mehr so viel Wasser speichern kann, bilden sich Wolken. Deshalb haben Tiefdruckgebiete häufig Regen im Gepäck.
Seit 1954 vergibt das Institut für Meteorologie der FU Berlin Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete, die das Wetter in Europa beeinflussen. Diese Namen werden von vielen Wetterdiensten und Medien übernommen und veröffentlicht. So erscheinen sie auf den Wetterkarten zahlreicher Zeitungen und werden in Radio- und Fernsehwetterberichten genannt. Im Jahr 2008 tragen Hochdruckgebiete männliche Vornamen und Tiefdruckgebiete weibliche Vornamen. Im Jahr 2009 wird es umgekehrt sein, die Hochdruckgebiete sind weiblich, die Tiefdruckgebiete sind männlich.

Torf

Torf ist ein Zersetzungsprodukt organischer Stoffe — besonders Pflanzen, das in Mooren entsteht. Typisch Moore ist, dass in ihnen durch den hohen Wasserstand und den dadurch bedingten Mangel an Sauerstoff mehr Biomasse entsteht, als wieder abgebaut wird. Das Pflanzenmaterial sammelt sich an und wird nach und nach zu Torf. So kann ein Moor, wenn auch sehr langsam, immer weiter wachsen. Pro Jahr wächst die Torfschicht eines intakten Hochmoores um rund einen Millimeter.
Torf stellt die erste Stufe der Inkohlung dar, er ist so zu sagen ein Vorläufer der Kohle. Torf wird gestochen, getrocknet und in einigen wenigen Ländern als Brennstoff eingesetzt. Mit Dünger angereichert dient er in Gärten zu Bodenverbesserung und Mediziner verwenden Torf für Packungen und Bäder.

Tornado

Ein Tornado ist ein starker Wirbelsturm in Nordamerika, der auch ?Windhose? genannt wird. Tornados sind viel kleiner als tropische Wirbelstürme, aber sie können noch gefährlicher sein. Sie entstehen bei heftigen Gewittern, wenn ein heißer, schneller, aufwärts gerichteter Luftstrom auf einen kalten, abwärts gerichteten Luftstrom trifft. Durch die Corioliskraft wirbeln die beiden Luftströme umeinander und bilden zwischen der Gewitterwolke und dem Boden einen Wolkentrichter. Der Wind wird im Zentrum unter Umständen bis zu 480 Kilometer pro Stunde schnell. Das ist die höchste Windgeschwindigkeit, die bisher auf der Erde gemessen wurde.
Wo die untere Spitze eines Tornados den Boden berührt, kann er bis zu 500 Meter breit sein. Er fegt über das Land und zertrümmert alles. Menschen, Tiere und Autor können durch die Luft gewirbelt werden. Ein Tornado dauert meist nur wenige Minuten.

Treibhauseffekt

Bei Sonnenschein ist es in einem Wintergarten oder Gewächshaus viel wärmer, als draußen, auch wenn es dort drinnen keine Heizung gibt. Das liegt daran, dass das Sonnenlicht zwar durch die Glasscheiben hineingelangt, doch wenn es vom Boden und den Pflanzen reflektiert wird, kann es nicht so leicht wieder nach draußen dringen. Denn die Sonneinstrahlung verändert ihre Eigenschaften: Als kurzwellige Strahlung (UV-Strahlung) kann sie das Glasdach durchdringen. Wenn sie aber auf den Boden auftrifft, wird zu langwelliger Wärmestrahlung (Infrarotstrahlung). Diese wird vom Glas nicht mehr so einfach durchgelassen und ist so im Gewächshaus gefangen. Es kommt zu einer starken Erwärmung. Da Gewächshäuser auch als Treibhäuser bezeichnet werden, nennt man diese Beobachtung Treibhauseffekt.
Ähnliches passiert auch in der Atmosphäre der Erde. Hier übernehmen Wasserdampf und Spurengase die Funktion eines Glasdachs und sorgen für einen natürlichen Treibhauseffekt. Daher kommt auch der Name Treibhausgase. Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt, durch den ein Teil der Sonnenwärme eingefangen und gehalten wird, läge die Durchschnittstemperatur bei -18°C statt bei den heutigen 15°C. Doch weil der Mensch seit etwa 250 Jahren zusätzlich Treibhausgase in die Atmosphäre bläst, verstärkt er den natürlichen Treibhauseffekt. Durch diesen anthropogenen Treibhauseffekt wird es bei uns wärmer. Klimaforscher gehen davon aus, dass es bei uns heute schon zwei Grad wärmer ist als noch vor 200 Jahren und dass die globale Erwärmung weiter voranschreitet.


Treibhausgase

Treibhausgase sind Spurengase in der Atmosphäre, die Infrarotstrahlung absorbieren und so zum Treibhauseffekt beitragen. Zu den Gasen, die Wärme in der Atmosphäre festhalten können, gehören Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O) und Wasserdampf. Alle diese Gase kommen natürlich in der Atmosphäre vor. Menschliche Aktivitäten, wie zum Beispiel das Verbrennen fossiler Brennstoffe, führen aber dazu, dass die Konzentration dieser Spurengase ansteigt. Die Folge ist eine globale Erwärmung.

Tropische Wirbelstürme

Tropische Wirbelstürme entwickeln sich über den tropischen Ozeanen zwischen 5° und 20° nördlicher und südlicher Breite, wenn das oberflächennahe Wasser mindestens 26 bis 27°C warm ist. Solche Temperaturen stellen sich regelmäßig ab dem Spätsommer im Westatlantik, im Pazifik und im indischen Ozean ein. Je nach Ursprungsgebiet heißen tropische Wirbelstürme im Atlantik "Hurrikan", im Indischen Ozean "Zyklon" und im Pazifik "Taifun".
Tropische Wirbelstürme entwickeln sich aus schnell rotierenden Tiefdruckwirbeln. In ihnen steigt die Luft auf einer Spiralbahn nach oben. Du kannst dir diesen Vorgang auf der Nordhalbkugel so vorstellen, wie wenn man einen Korkenzieher aus dem Korken herausdreht. Als Ersatz für die nach oben steigende Luft wird von allen Seiten Meeresluft angesaugt. Diese bringt sehr viel Wasserdampf mit. Wenn die Luft aufsteigt kühlt sie ab und der Wasserdampf kondensiert, das heißt er wird wieder flüssig. Dabei wird Energie freigesetzt und Rotation beschleunigt sich immer mehr. Manchmal bläht sich so ein tropischer Wirbel zu einem riesigen Gebilde auf mit Sturm von Orkanstärke. Dann sprechen Meteorologen von einem tropischen Wirbelsturm. Sie erreichen Durchmesser von über 500 Kilometern. Sie ziehen mit einer Geschwindigkeit von 10 bis 20 Kilometern pro Stunde voran.
Typisches Merkmal eines tropischen Wirbelsturms ist das wolkenfreie "Auge" in seinem Zentrum. Dort sinkt ein Teil der im Außenbereich des Wirbelsturms aufsteigenden Luft wieder ab, erwärmt sich dabei und bringt so die Wolken zum Auflösen. Gelangen tropische Wirbelstürme auf das Festland, so hört die Energiezufuhr durch den Wasserdampf auf, sie schwächen sich zunähst ab und lösen sich dann ganz allmählich auf. Vorher können tropische Wirbelstürme an der Küste und küstennahen Gebieten verheerende Schäden anrichten.

Tropopause

Die Tropopause trennt die Troposphäre von der nächsten Schicht, der Stratosphäre.

Troposphäre

Der unterste Bereich der Atmosphäre heißt Troposphäre. Dieser Name bedeutet "die Sphäre, in der umgewendet wird" und die Schicht heißt so, weil die vertikale Durchmischung der Luft für sie charakteristisch ist. Die Troposphäre reicht durchschnittlich bis in 12 Kilometer Höhe über der Erdoberfläche und sie enthält 80 Prozent aller Atmosphäregase. Ihr unterstes Drittel ist der einzige Bereich der Atmosphäre, in dem wir atmen können. Nur in der Troposphäre gibt es Wasser auch in flüssiger Form. In der Troposphäre steht der Temperaturverlauf auf dem Kopf: An der Erdoberfläche ist sie am wärmsten und nach oben kühlt sie sich um 6,5°C pro Kilometer ab.

Überschwemmung

Bei einer Überschwemmung sind normalerweise trockene Bodenflächen vollständig von Wasser bedeckt. In der betroffenen Region erhöhen sich die Wasserstände der Flüsse und Seen dermaßen, dass Dämme und Ufer überspült werden. Dabei ergießen sich die Wassermassen in tief liegenden Gebiete in der Nähe der Gewässer. Meistens wird eine Überschwemmung durch länger anhaltende intensive Regenfälle oder plötzlichen Starkregen ausgelöst. Sobald der Boden gesättigt ist und kein Wasser mehr aufnehmen kann, gelangt das gesamte Regenwasser in die Bäche und Flüsse, welche die Wassermassen nicht rasch genug abfließen lassen können. Harmlose Bäche können sich so innerhalb kürzester Zeit in reißende Ströme verwandeln und alles in ihren Bereich gelangende mit sich fort tragen. Aber auch die langsam steigenden Hochwasserstände sind gefährlich, da es zu Dammbrüchen kommen kann.
Überschwemmungen zählen zu den Wetterextremen und sind im Prinzip natürliche Ereignisse. Klimaforscher gehen allerdings davon aus, dass durch die globale Erwärmung sich weltweit Art und Menge der Niederschläge verändern. Vielerorts steigt so die Wahrscheinlichkeit, dass Überschwemmungen auftreten und Schaden anrichten. Flussbegradigungen und die Asphaltierung und Bebauung von Flussauen und Flussufern verschärfen die Situation. Häufigere und schwerere Überflutungen entlang von Flüssen sind zu befürchten.

UV-Strahlung

UV-Strahlung ist die Abkürzung für Ultraviolettstrahlung. Es handelt sich um kurzwellige elektromagnetische Strahlung, die von der Sonne ausgestrahlt wird. Mit einem Prisma kannst du das weiße Sonnelicht in die einzelnen Regenbogenfarben trennen. Da die UV-Strahlen eine noch kürzere Wellenlänge haben als violettes Licht, heißen sie "ultraviolett", was bedeutet jenseits des Violett. Wir können sie nicht sehen, das sie in dem für uns nicht wahrnehmbaren Bereich des Strahlenspektrums liegen. Nur wenige Vögel und Insekten, wie zum Beispiel Bienen, können diese Farbe sehen.
Die UV-Strahlen sind verantwortlich dafür, dass wir braun werden, aber zuviel davon ist schädlich. Sie können Hautkrebs auslösen und das Erbgut verändern. Glücklicher Weise absorbiert die Ozonschicht in der Atmosphäre einen großen Teil der gefährlichen Strahlen.

Verdunstung

Wenn ein nasses T-Shirt trocknet oder ein Tropfen Wasser langsam verschwindet, spricht man von Verdunstung. Das flüssige Wasser verwandelt sich in gasförmigen Wasserdampf. Wie schnell Wasser verdunstet, hängt unter anderem von der Temperatur ab, ob Wind weht oder wie hoch die Luftfeuchtigkeit ist. Denn je mehr Wasserdampf schon in der Luft ist, desto schlechter klappt die Verdunstung.


Vulkanausbruch

Bei einem Vulkanausbruch werden geschmolzenes Gestein, feste Gesteinsbruchstücke, Asche und Gase aus dem Schlot eines Vulkans geschleudert. Das Magma im Erdinneren ist leichter als das feste Gestein. Dadurch erhält die Schmelze Auftrieb und steigt nach oben. Dabei werden gelöste Gase frei und treiben das Material mehr oder weniger heftig aus dem Vulkanschlot. Der größte der rund 480 tätigen Vulkane ist mit einer Höhe von 4169 Metern der Mauna Loa auf Hawaii. Tätige Vulkane in Europa sind der Ätna auf der italienischen Insel Sizilien, der Vesuv, neuen Kilometer von der italienischen Stadt Neapel entfernt, der Stromboli, eine italienische Insel nördlich von Sizilien und die Hekla auf Island.

Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe ist eine Anlage, die unter Aufwendung mechanischer oder elektrischer Energie einem Wärmespeicher, wie zum Beispiel dem Erdboden, Wärme entnimmt und diese einem schon auf höherer Temperatur befindlichen Körper oder Raum zu Heizzwecken zuführt. Dabei arbeitet die Wärmepumpe wie die eines Kühlschranks: Die Pumpe entzieht den zu kühlenden Lebensmitteln Wärme und gibt sie an die Umgebungsluft ab, erwärmt diese also zusätzlich.


Wärmestrahlung

Infrarotstrahlung wird auch als Wärmestrahlung bezeichnet.


Wasserdampf

Wasserdampf ist aus der Sicht eines Chemikers gasförmiges Wasser, das in diesem Aggregatzustand unsichtbar ist. Er entsteht durch Verdunstung aus flüssigem Wasser. Umgangssprachlich verstehen wir unter Wasserdampf häufig ein Gemisch aus Luft, Wasserdampf und feinsten Wassertropfen, dass du in Form weißer Dampfschwaden sehen kannst.
In der Meteorologie spielt der Wasserdampf eine wichtige Rolle. Ohne ihn gäbe es keine Wolken und keine Niederschläge. Außerdem wäre die Erdatmosphäre ohne Wasserdampf wesentlich kälter, da Wasserdampf zu den so genannten Treibhausgasen gehört. Er kann die langwellige Infrarotstrahlung absorbieren und so die Luft erwärmen.

Wasserkraft

In fließenden und fallenden Wassermassen steckt eine ungeheure Kraft. Der Mensch setzt diese Wasserkraft schon lange ein, um Arbeit zu verreichten. Früher waren es Wassermühlen, die den Bauern das Leben erleichterten, weil die Kraft eines Flusses oder Bächleins die schweren Mühsteine antrieb. Heute nutzen wir die Kraft in Wasserkraftwerken zur Stromerzeugung. Fällt hochgelegenes, aufgestautes Wasser durch Rohre auf ein niedrigeres Niveau, kann es mit seiner Bewegungsenergie eine Turbine in Drehung versetzten, die wiederum einen Generator antreibt.


Wasserkreislauf

Wenn die Sonne Meere, Seen und Flüsse erwärmt, verdampft Wasser. Diesen Vorgang nennt man Verdunstung. Der Wasserdampf bildet Wolken, die wiederum Regen bringen. Ein Teil des Regenwassers wird vom Boden und den Pflanzen aufgenommen. Der Rest des Wassers kehrt über Bäche und Flüsse ins Meer zurück und der Kreislauf beginnt von neuem. Atmosphäre, Landmassen und Ozeane halten diesen Wasserkreislauf gemeinsam in Gang. Er bestimmt unser Wetter und versorgt und mit immer neuem Wasser.


Wasserstoff

Wasserstoff ist das leichteste Element. Und weil Wasserstoff leichter ist als Luft, fliegt ein Ballon, der mit diesem Gas gefüllt ist. Die großen Zeppeline, mit denen früher Menschen verreisten, sind nichts anderes als riesige mit Wasserstoff gefüllte Luftballons. Allerdings brennt Wasserstoff und entzündet sich leicht, so dass diese Luftschiffe oft genug in Flammen aufgegangen sind. Heute fliegen Zeppeline daher mit dem Gas Helium, das nicht brennt nicht.
Wenn Wasserstoff verbrennt, bleibt nur Wasser übrig. Und so ist das H für Wasserstoff die Abkürzung für das lateinische Wort Hydrogenium - Wassererzeuger. Im ganzen Universum ist der Wasserstoff das häufigste Element. Sterne, auch unsere Sonne bestehen aus Wasserstoff. Auf der Erde kommt es erst an neunter Stelle, die Elemente Sauerstoff und Silizium sind viel häufiger. Allerdings geht ohne Wasserstoff nichts im Leben: Das Element ist in Pflanzen, Tieren, Menschen, Erdöl, Methan und natürlich in Wasser enthalten.
Menschen nutzen Wasserstoff unter anderem zur Fetthärtung, um zum Beispiel Margarine fester zu machen oder auch als Energieträger, beispielsweise beim Schweißen oder als Raketentreibstoff. Für Autobauer ist Wasserstoff als Kraftstoff interessant, da die Autoabgase dann nur aus Wasser bestehen. Allerdings gibt es wegen der leichten Entzündlichkeit Sicherheitsbedenken, insbesondere bei möglichen Unfällen.


Wasserstoffmotor

Wird ein herkömmlicher Verbrennungsmotor mit Wasserstoff als Kraftstoff betrieben, bezeichnen Ingenieure ihn als Wasserstoffmotor. Als Verbrennungsprodukte entstehen nur Wasserdampf und Stickoxide. Wasserstoffmotoren produzieren also deutlich weniger Abgase als normale Automotoren. Allerdings hat flüssiger Wasserstoff einen sehr niedrigen Siedepunkt von -253°C. Sowohl beim Tanken als auch am Auto selbst müssen daher spezielle Materialien verwendet werden, die solchen Temperaturen standhalten. Außerdem müssen alle Bauteile sehr dicht sein, da Wasserstoffmoleküle extrem klein sind und auch durch mikroskopisch kleine Lücken entweichen können. Da dennoch aus den Wasserstoff-Flüssiggas-Tanks ein bis zwei Prozent pro Tag verdunsten, kann beispielsweise in geschlossenen Garagen mit der Luft ein explosives Knallgasgemisch entstehen. Darüber hinaus besteht bei Unfällen eine hohes Sicherheitsrisiko.


Watt

James Watt war ein britischer Ingenieur und Erfinder, der 1765 die erste brauchbare Dampfmaschine konstruierte. Nach ihm ist die gesetzliche Einheit für Leistung benannt, das Watt, abgekürzt W. Die Leistung ist eine physikalische Größe und beschreibt die pro Zeiteinheit verrichtete Arbeit. Sie wird berechnet als Quotient aus Arbeit und Zeit. Bei gleicher Arbeit ist also die Leistung um so größer, je geringer die dazu erforderliche Zeit ist. Verrichtest du eine bestimmte Arbeit in der halben Zeit, so hast du die doppelte Leistung erbracht.


Wattstunde

1000 Wattstunden (Wh) entsprechen einer Kilowattstunde (kWh).


Wetter

Im April wechselt hierzulande das Wetter schnell, weil warme trockene Luft aus dem Süden sich mit kalter feuchter Luft aus dem Norden mischt.

Unter dem Begriff Wetter verstehen wir den Zustand der unteren Atmosphäre zu einem bestimmten Zeitpunkt und an einem bestimmten Ort: Scheint gerade die Sonne oder ist es bewölkt? Wie warm oder kalt ist es? Regnet oder schneit es? Das Wetter wird geprägt durch das Zusammenwirken von Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Wind, Bewölkung und Niederschlägen. Diese Daten werden daher von Meteorologen ständig gemessen. Mit Hilfe physikalischer Modelle leiten die Wetterforscher dann daraus Wettervorhersagen ab. Da die Vorgänge in der Atmosphäre wegen der vielen Einflussgrößen aber sehr komplex sind, können diese Vorhersagen allerdings nur mit Unsicherheiten getroffen werden. Du hast dich sicherlich schon oft geärgert, dass der ankündigte Sonnenschein nicht eingetroffen und dein geplanter Badeausflug buchstäblich ins Wasser gefallen ist. Je länger der Vorhersagezeitraum ist, desto mehr ist er mit Unsicherheiten behaftet.
Durch jahrelange Beobachtungen des Wetters ermitteln Meteorologen die allgemeinen durchschnittlichen Wetterbedingung in einem bestimmten Gebiet und nennen das Klima.

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