Please don’t MELT!

Schmelzen ist oft gut: Ein durchgefeiertes Festivalpublikum verschmilzt zu einem frenetischen Jubelmob. Wenn wir uns verliebt haben, schmelzen wir gern dahin und der Zahnarzt freut sich ja schließlich auch, wenn unser Zahnschmelz in Ordnung ist. Aber es gibt eben auch: Kernschmelze, weggeschmolzenes Erdbeereis, weggeschmolzenes Polareis.

Und selbst wenn wir es inständig bitten – please don’t melt! – hilft das zumindest beim Polareis nix. Das Polareis will ja eigentlich gar nicht schmelzen, wir zwingen es dazu: Weil wir mit dem Auto fahren, unbedingt Rindfleisch, am besten aus Argentinien, essen müssen oder unseren Müll nicht richtig trennen. So produzieren wir CO2, das verstärkt den Treibhauseffekt und die Polarkappen und das Gletschereis machen sich flüssig. Das sind schlechte Neuigkeiten.

Aber es gibt auch gute Neuigkeiten. Denn jeder kann genau in diesem Moment seinen Teil dazu beitragen, die Eisschmelze zu stoppen. Auch ihr als Festivalbesucher – denn Spaß haben und gleichzeitig der Umwelt unter die Arme greifen schließen sich nicht aus. Im letzten Jahr sind drei Viertel der Festivalbesucher mit dem Auto zum Melt! angereist – beim Lesen dieser Zahl kann man das Tröpfeln an den Eisbergen quasi schon hören. Und auch in den Bereich Mülltrennung und Catering gibt es noch viel Potenzial für Verbesserungen.

Wir von "Klima sucht Schutz" werden beim Melt! 2010 versuchen, sowohl den Organisatoren als auch den Festivalbesuchern Klimaschutz so einfach wie möglich zu machen. Ihr werdet überrascht sein, wie wenig Ihr davon merkt – und wie gut es sich anfühlt, selbst mit der Masse zu verschmelzen, ohne einen Polarbären zum Weinen zu bringen.

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Kommentare

22-12-09 18:58 kaiser natron
wusstet ihr, dass die wikinger vor gut 1000 jahren weizen im heutigem grönland angebaut haben. es war sogar weinanbau in england möglich und der tatsächliche menschliche beitrag zur klimaerwärmung ist in frage zustellen. er ist nicht auszuschließen, aber viel zu gering um ein derartigen rummel zu rechtfertigen.

fragt euch wer daran verdient.
danke

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