Energieausweis: Die Kosten auf einen Blick

Das Erstellen von Energieausweisen ist unterschiedlich aufwändig, entsprechend unterscheiden sich die Kosten. Außerdem gilt: Im Internet bestellte Ausweise sind günstiger als Ausweise, die bei einer Vor-Ort-Begehung ausgestellt werden.

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Bei Energieausweisen ist folgende Unterscheidung wichtig: Wie der Name schon sagt, bewertet der Verbrauchsausweis den Energieverbrauch der Bewohner eines Gebäudes. Der Bedarfsausweis befasst sich hingegen den theoretischen, also berechneten Energiebedarf des Gebäudes. Das Ausstellen der beiden Ausweise ist unterschiedlich aufwändig. Entsprechend variieren die Kosten: Verbrauchsausweise sind vergleichsweise einfach zu erstellen. Bedarfsausweise sind hingegen deutlich aufwendiger – insbesondere, wenn sie im Rahmen einer Vor-Ort-Begehung ausgestellt werden.

Kosten für einen Verbrauchsausweis

Wegen des geringeren Aufwands ist der Verbrauchsausweis meist günstiger als der Bedarfsausweis und kann bei diversen Anbietern online erstellt werden. Dafür ist mit Kosten zwischen 50 und 100 Euro zu rechnen. Bei Mehrfamilienhäusern mit bis zu sechs Wohneinheiten sind Kosten in Höhe von circa 250 Euro üblich.

Kosten für einen Bedarfsausweis

Münzen und Scheine in Euro(c) eyetronic/Fotolia.com

Das Erstellen von Bedarfsausweisen ist aufwendiger – insbesondere, wenn sie ein Energieberater bei einer Vor-Ort-Begehung ausstellt. Die Kosten für einen Energieausweis liegen dann zwischen 300 Euro und 500 Euro. Bei größeren Gebäuden ist es üblich, eine Grundpauschale von circa 300 Euro zuzüglich 30 bis 50 Euro je Wohneinheit zu berechnen. Bedarfsausweise können ebenfalls online bestellt werden. Diese kosten häufig um die 100 Euro.

Weiterführende Informationen zu den beiden Energieausweis-Arten sind im Artikel Bedarfsausweis oder Verbrauchsausweis: Vergleich zu finden.

Energieausweise bestellen: Online oder Vor-Ort-Begehung?

Im ersten Schritt muss also entschieden werden, welcher Energieausweis der richtige ist. Und dann, wie der Ausweis erstellt werden soll: Im Internet bestellte Energieausweise kosten weniger als Ausweise, die bei einer Vor-Ort-Begehung durch einen Energieberater ausgestellt werden. Ein 2015 durchgeführter Test hat unter anderem gezeigt, dass die Online-Ausweise im Schnitt nicht weniger präzise und aussagekräftig sind. Allgemein gilt: Wenn der energetische Zustand eines Gebäudes oder die vorhandene Heiztechnik kompliziert ist, etwa weil das Gebäude in verschiedenen Bauabschnitten erstellt wurde und mit verschiedenen Systemen beheizt wird, ist es sinnvoll, eine Vor-Ort-Begehung zu beauftragen. Für alle anderen Fälle reicht in der Regel ein kostengünstig im Internet bestellter Ausweis. Wie und wo Energieausweise im Internet beauftragt werden können, erklärt der Artikel Energieausweis online erstellen – so geht´s.

Gibt es eine Energieausweis-Förderung?

Der Energieausweis ist nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) Pflicht, daher ist keine direkte Förderung der Ausstellung möglich. In bestimmten Situationen, etwa wenn Modernisierungsmaßnahmen anstehen, kann aber eine vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) geförderte Energieberatung genutzt werden. In diesem Rahmen kosten Energieausweise meist weniger. Bis zu 60 Prozent der Beratungskosten zahlt das Bafa als Zuschuss. Weitere Informationen zur Beratungsförderung gibt es auf der Bafa-Seite.

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