Modernisierung: Tipps für Hausbesitzer

Möchten Sie etwas für den Klimaschutz tun? Und sollen sich Ihre Einsparungen dauerhaft auf Ihrem Bankkonto bemerkbar machen? Dann investieren Sie in die energieeffiziente Modernisierung Ihrer Immobilie.

  • ModernisierungsCheck

    Lohnt sich die geplante Modernisierungsmaßnahme? Minutenschnell den wärmetechnischen Zustand Ihres Gebäudes berechnen und analysieren, wie hoch das Einsparpotenzial ist. Mit Tipps und Infos zu Fördermitteln.

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Folgende Tipps zu Planung, Finanzierung und für die Zeit danach sollten Sie bei der Modernisierung beherzigen:

1. Phase der Modernisierung: Planung

  • Energieberater: Lassen Sie zur Planung Ihrer Modernisierung zunächst den Energiebedarf und das Einsparpotenzial Ihres Hauses von einem Energieberater analysieren. Achten Sie bei der Auswahl des Beraters auf seine Referenzen – wo konnte er die Energiekosten bereits deutlich senken?
  • Tipp: Mit unserem Online-Branchenbuch Rat und Tat finden Sie geprüfte Energieberater in Ihrer Nähe. 
  • Ratgeber: Ein weiterer Tipp für Ihre Modernisierung: Berücksichtigen Sie bei der Planung Ihrer Modernisierung auch die Ergebnisse des ModernisierungsCheck. Dort erfahren Sie, welche Baumaßnahmen – Umstellung oder Erneuerung der Heizung, eine Wärmedämmung, neue Fenster oder die Nutzung erneuerbarer Energien – sich speziell für Ihren Geldbeutel rechnen.
  • Förderprogramm: Vor Beginn einer Modernisierungsmaßnahme steht in der Regel die Frage nach der Finanzierung. Umfangreiche energetische Sanierungen am Haus kosten schnell mehrere 10.000 Euro. Der FördermittelCheck berechnet, welche Förderung zu Ihrer Modernisierung passt. Eine Übersicht über alle wichtigen Finanzierungsprogramme finden Sie im Dossier Fördermittel.
  • Hintergrundinformationen: Die Kampagne „Wirksam Sanieren” zeigt, worauf es bei einer gelungenen Modernisierung ankommt. Als Analyseverfahren für eine effiziente Modernisierung ist hier ein umfangreicher Praxistest durchgeführt worden.

2. Phase der Modernisierung: Finanzierung

  • Kostenplan: Prüfen Sie zur Finanzierung Ihrer Modernisierung den Aufwand und entscheiden Sie sich für eine Teil- oder Komplettmaßnahme. Berücksichtigen Sie, dass sich eine Modernisierung aufgrund eingesparter Kosten langfristig fast immer finanziell lohnt – besonders bei steigenden Energiepreisen

Sonnenkollektoren und Wärmerückgewinnung

Blick in die Praxis: So haben andere Hauseigentümer modernisiert.

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  • Förderung: Beachten Sie die Möglichkeiten der Finanzierung Ihrer Modernisierung, zum Beispiel durch die Förderung der KfW-Bankengruppe. Diese unterstützt zum Beispiel die Erneuerung der Heizung oder den Austausch von Fenstern – stellen Sie die entsprechenden Anträge immer vor Baubeginn. Bei einer kompletten Finanzierung der Modernisierung aus Eigenmitteln können Zuschüsse bis zu 15.000 Euro beantragt werden. Im Dossier Fördermittel erfahren Sie alles über vorhandene Möglichkeiten der Finanzierung für Ihre Modernisierung. Der FördermittelCheck findet das für ihre Modernisierungsmaßnahme passende Förderprogramm.
  • Darlehen: Benötigen Sie für die Modernisierung ein Darlehen, dann achten Sie beim Vergleich mehrerer Kreditangebote auf Konditionen wie Laufzeit, Rückzahlungsraten, den effektiven Jahreszins und möglicherweise fällig werdende Bereitstellungszinsen. Lesen Sie zum Thema Modernisierung finanzieren auch das Interview mit unserem Experten der Allianz Dresdner Bauspar AG.
  • Sondertilgung: Bestehen Sie bei der Aufnahme eines Baukredits auf die Möglichkeit einer kostenlosen Sondertilgung ohne Einschränkungen. Dadurch können Sie Ihre Darlehensraten oder die Gesamtlaufzeit kürzen. Für Kredite im Rahmen einer Modernisierung bis 50.000 Euro reichen als Sicherheit Einkommensnachweise aus. Auch Ratenkredite eignen sich, damit Sie Ihre Sanierung finanzieren können – diese sind an keine bestimmte Verwendung gebunden.

3. Phase der Modernisierung: Von den Baumaßnahmen profitieren

  • Bilanz: Sie wollen wissen, wie viel Energie Sie durch die Erneuerung der Heizung oder den Tausch der Fenster tatsächlich einsparen? Das kostenlose Energiesparkonto zeigt schwarz auf weiß, ob Sparmaßnahmen in der Praxis auch halten, was sie in der Theorie versprechen.
  • Steuererklärung: Nicht nur Energiekosten lassen sich sparen, sondern auch Steuern: Nach der Durchführung der Baumaßnahmen durch Handwerkerbetriebe können Sie Ihre Einkommensteuer um bis zu 1.200 Euro verringern. Wichtig ist, dass Sie die Rechnungen für die Handwerkerleistungen bei Ihrer Steuererklärung einreichen.
  • Umschuldung: Falls Sie einen Baukredit später umschulden und zu einer günstigeren Bank wechseln wollen, prüfen Sie vorher, ob eine Vorfälligkeitsentschädigung notwendig wird. Diese wäre auf das günstigere Angebot draufzuschlagen – eine Umschuldung kann dadurch unter Umständen unrentabel werden.

Der komplette Prozess einer energetischen Sanierung von der Planung über die Finanzierung bis zur Abnahme ist in dem Buch „Gebäude modernisieren - Energie sparen" der Verbraucherzentrale beschrieben. 

Autor: Andreas Braun

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