Passivhaus: Förderung und Finanzierung

Die energetische Modernisierung wird durch verschiedene Förderprogramme unterstützt. Auch Passivhäuser können davon profitieren.

Passivhaus Außenansicht(c) Architekturbüro Peterburs, Langenhagen

Passivhaus, gebaut vom Architekturbüro Peterburs.

Die Finanzierung eines Passivhauses folgt zunächst den üblichen Regeln für ein Bauvorhaben, ganz gleich ob Neubau oder Modernisierung: Bausparverträge, Zulagen, Steuererleichterungen oder effektive Zinssätze bei einem Bankkredit sind möglich. Für den Neubau eines frei stehenden Einfamilienhauses mit 150 Quadratmetern Wohnfläche müssen zwischen 10.000 und 20.000 Euro aufgebracht werden, um daraus ein Gebäude zu machen, das den Standards der Energieeinsparverordnung für Passivhäuser genügt. Bei der Modernisierung ist das schwieriger und teurer, da viele Faktoren in die Kalkulation eingehen und der Aufwand für die Dämmung oder den Umbau der Versorgungstechnik meist höher ist.

Die Förderprogramme der KfW und den BAFA

Der Bund unterstützt die Errichtung, den Umbau und den Kauf effizienter Wohngebäude mit Förderprogrammen der bundeseigenen KfW-Bankengruppe. Um einen Überblick über die verschiedenen Fördermöglichkeiten zu erhalten, haben wir Ihnen eine fortlaufend aktualisierte Übersicht über die KfW-Förderprogramme zusammengestellt.

Ergänzend zu den KfW-Programmen gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), die in erster Linie die Nutzung umweltfreundlicher Energiequellen unterstützen. Schauen Sie sich dazu die aktuelle Übersicht über die BAFA-Förderprogramme an. Über die KfW und den BAFA hinaus gibt es noch verschiedene weitere Fördermöglichkeiten von den Ländern, Regionen und Kommunen. Alle relevanten Fördermöglichkeiten in Ihrer Region für Ihr Vorhaben ermittelt der kostenlose Ratgeber FördermittelCheck.

Zuschüsse für erneuerbare Wärmetechnik

gedaempftes Licht in Zimmer(c) Architekturbüro Peterburs, Langenhagen

Warm und behaglich mit Passivhausstandard.

Seit April 2008 gilt bundesweit ein Wärmegesetz, das im Neubau die Verwendung von erneuerbaren Energien zu einem bestimmten Anteil zwingend vorschreibt. Für den Einbau von Wärmetechnik mit erneuerbaren Energien gibt es staatliche Zuschüsse. Der Einsatz der Sonnenkollektoren, Wärmepumpen und Holzfeuerungen ist an bestimmte Bedingungen gebunden, deren Erfüllung ein Fachhandwerker schriftlich nachweisen muss. Der Antrag muss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Frankfurt-Eschborn gestellt werden und wird direkt vom Amt an den Antragsteller ausgehändigt.

Wer Sonnenkollektoren und Wärmepumpen in einem Passivhaus einsetzt, erhält besonders großzügige Zuschüsse. Denn liegt der Wärmebedarf des Gebäudes deutlich unter den Vorgaben der EnEV – was beim Passivhaus zweifellos der Fall ist –, kann sich der Zuschuss sogar verdoppeln. Für die Fördersätze gelten die aktuellen Richtlinien des BAFA, die im Internet veröffentlicht werden.
 

In Zusammenarbeit mit Heiko Schwarzburger, Fachjournalist für Erneuerbare Energien.

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