Im Interview: Pumpentausch in kommunalen Gebäuden

Beim Einbau von Hocheffizienzpumpen ist das Know-how führender Pumpen-Spezialisten gefragt. Worauf es genau ankommt, erklärt uns Peter Herhold von Wilo.

Peter Herhold, Manager Immobilienwirtschaft bei Wilo SE

Sollen die Heizungspumpen in kommunalen Gebäuden erneuert werden, wird diese Dienstleistung erst einmal produktneutral ausgeschrieben. Handwerksbetriebe, die sich an einer solchen Ausschreibung beteiligen, ermitteln die für Einsatzort und -art effizienteste Technik. Häufig kommen aufgrund dieser Analyse nach einem Pumpentausch Hocheffizienzpumpen zum Einsatz, die im Schnitt 70-80 Prozent weniger Strom verbrauchen als ältere Standardpumpen.

Energieeinsparung durch moderne Umwälzpumpe von Wilo

Peter Herhold, Manager Immobilienwirtschaft bei Wilo SE, einem der weltweit führenden Hersteller im Bereich Pumpen, erklärt, wie sein Unternehmen als Akteur am Pumpentausch beteiligt ist.

Wie kommt der Kontakt zur Verwaltung einer Kommune zustande?

Peter Herhold: Der Kontakt zu den Planern in den städtischen Liegenschaften kommt über den Wilo Außendienst und das lokale SHK-Handwerk zustande, das mit den Maßnahmen von der Verwaltung beauftragt wird. Wurden Hocheffizienzpumpen von Wilo angeboten und hat der Handwerker den Zuschlag erhalten, erfolgen die weiteren Schritte vor Ort in enger Abstimmung zwischen dem kommunalen Ansprechpartner, dem Handwerksbetrieb und dem Außendienst von Wilo. Wilo verfügt über zahlreiche Referenzen auf kommunaler Ebene, die den großen Nutzen einer Pumpentauschaktion belegen.

Wie wird bei der Umsetzung vorgegangen?

Peter Herhold: Je nach Anforderung werden gebäudeindividuelle Lösungen erarbeitet und ggf. während des Austauschprozesses optimiert. Wilo begleitet die Maßnahme von der tatsächlichen Bestellung der Pumpe bis zur Inbetriebnahme.

Wodurch kommt die enorme Energieeinsparung einer Hocheffizienzpumpe gegenüber einer Standardpumpe zu Stande?

Peter Herhold: Unsere heutigen Stratos Pumpen verfügen alle über die ECM-Technologie. ECM steht für Electronic Commutated Motor. Basis dieser Technologie ist ein Synchronmotor mit Dauermagnetmotor. Ein Magnetfeld muss nicht künstlich mit den entsprechenden Verlusten erzeugt werden. Ein Kunststoffspaltrohr aus Kohlefaserverbundwerkstoff vermeidet im Gegensatz zu metallischen Spaltrohren Wirbelstromverluste. Die elektronische Regelung der Pumpe passt deren Leistung an die ständig wechselnden Anforderungen (Teillast/Volllast) automatisch an. Dies führt insgesamt zu einem Rückgang des Stromverbrauchs von bis zu 80 Prozent. Unsere heutige Stratos-Pumpen-Technik erfüllt bereits die Energiesparrichtlinien welche erst im Jahr 2015 per Gesetz eingehalten werden müssen. Die Stratos-Pico Serie, für kleinere Gebäude, ist heute sogar schon effizienter, als es die Richtlinie für 2015 fordert.

In welchem Umfang bedürfen die eingebauten Pumpen einer regelmäßigen Wartung?

Peter Herhold: Unsere Stratos Hocheffizienzpumpen, sind so genannte Nassläuferpumpen und haben keine Teile welche einer regelmäßigen Wartung bedürfen. Sofern die Randbedingungen, wie Druckhaltung im System, Heizwasserbeschaffenheit nach VDI 2035, hydraulischer Abgleich, etc. eingehalten werden, kann der natürlich stattfindende Verschleiß dieser Hocheffizienzpumpen gering gehalten werden.

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