
Tiere essen
„Alles ist erleuchtet“ und „Extrem laut und unglaublich nah“ – diese Bestseller sind bekannt. Nun wollte Jonathan Safran Foer mal keinen Roman schreiben und hat trotzdem einen Bestseller produziert. Er macht es genau richtig: Er nutzt seine Popularität, um uns auf gesellschaftliche Missstände hinzuweisen. Dabei fällt die Lektüre nicht immer leicht, denn wir erfahren einiges über die Tiere, die wir eigentlich nur tot auf unseren Tellern haben: Schweine zum Beispiel kommen, wenn man sie ruft, sie spielen mit Spielzeugen und eilen anderen Schweinen in Not zu Hilfe. Fische erkennen einander als Individuen, handeln entsprechend ungleich und geben ihr erlangtes Wissen über Generationen weiter. Drei Jahre lang hat Foer recherchiert, woher Fisch und Fleisch kommen, und welche Folgen die Massentierhaltung hat. Foer beschreibt detailliert, wie grauenhaft Tiere gehalten und geschlachtet werden, und schlussfolgert, dass die landwirtschaftliche Nutztierhaltung 40 Prozent mehr zu globalen Erwärmung beiträgt als der gesamte Transportverkehr. Das Buch ist trotz der schweren Thematik leicht geschrieben und kommt keineswegs dogmatisch daher. Es ist einfach eine intelligente Reflexion über den völlig absurd geratenen Umgang des Menschen mit dem Nahrungsmittel Tier.
Kiepenheuer & Witsch, 19,95 Euro







Kommentare
Eher denke ich, daß manche Menschen kein Empfinden haben.
Denn wenn man sieht, was manche Menschen den Tieren antun, so ist das seelenlos.
Was denken Sie?