Emissionshandel im Luftverkehr

Der Luftverkehr ist für rund vier Prozent der Treibhausgasemissionen in der Europäischen Union verantwortlich — mit steigender Tendenz und weit dynamischer als andere Verkehrsbereiche oder Wirtschaftszweige. Lange Zeit bestanden für den Luftverkehr keine verbindlichen Regelungen oder Maßnahmen zum Klimaschutz; das heißt Betreiber von Flugzeugen waren nicht gesetzlich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Anders als z.B. große Industrie- und Energiebetriebe in der EU, die bereits seit 2005 am Europäischen Emissionshandel (EU ETS) teilnehmen.

Ab 2012 ändert sich dies, und der Luftverkehr wird in den Europäischen Emissionshandel einbezogen. Dann gilt, dass alle Luftfahrzeugbetreiber (mit wenigen Ausnahmen), die auf dem Hoheitsgebiet des Europäischen Wirtschaftsraums starten oder enden, für ihre  CO2-Emissionen entsprechende Zertifikate (Luftverkehrsberechtigungen) abgeben müssen. Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt ist die zuständige Behörde für den Emissionshandel und für rund 450 deutsche, europäische und außereuropäische Luftfahrzeugbetreiber verantwortlich.

Die vorbereitenden Arbeiten zum Emissionshandel im Luftverkehr sind in vollem Gange: teilnehmende Luftfahrzeugbetreiber haben bereits im Herbst 2009 Überwachungspläne - so genannte Monitoringkonzepte -  für Emissionen und Transportleistungen bei der DEHSt vorgelegt. Ab 2010 werden sie die CO2-Emissionen ihrer europäischen Flüge erfassen und berichten. Im Februar 2012 teilt die DEHSt dann erstmals Emissionsberechtigungen an die Luftfahrzeugbetreiber aus. Die für das Jahr 2010 gemeldeten Transportleistungen werden dabei als Grundlage für die Zuteilung von kostenlosen Emissionsberechtigungen verwendet. Für das Jahr 2012 werden die Luftfahrzeugbetreiber dann erstmals für ihre CO2-Emissionen entsprechende Emissionsberechtigungen abgeben müssen. Auf diese Weise ist ein erster Schritt für mehr Klimaschutz im Luftverkehr gemacht.

Ein Gastbeitrag der Deutschen Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt: www.dehst.de

Freiwillige Treibhausgas-Kompensation

Nicht alle Treibhausgas-Emissionen des täglichen Lebens lassen sich durch klimaschonendes Verhalten vermeiden. Wer mehr für seine Klimabilanz tun möchte, kann seine Emissionen freiwillig kompensieren. mehr

Weniger CO2 mit Emissionshandel?

Verringert der Handel mit CO2-Emissionen wirklich den Ausstoß des Treibhausgases? Prof. Reimund Schwarze vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und  Prof. Dr. Anita Engels vom KlimaCampus der Universität Hamburg erklären Vor- und Nachteile dieses Instruments. mehr

Sind moderne Flugzeuge klimaschädlicher?

„Stimmt es, dass sparsamere Flugzeugmotoren klimaschädlicher sind, weil sie mehr Wolken erzeugen?" fragt Martin Schmolke aus München. Es antwortet der Experte Dr. Manfred Treber von Germanwatch. mehr

bewerten
teilen
melden
drucken
Lesezeichen

Kommentare

19-01-12 19:02 Armin_Ulrich
Was ich denke? Das wollen Sie garnicht wissen ....

Was denken Sie?




CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.

Die mit * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Twitter und Facebook Facebook Twitter

Energiespar-Ratgeber


SolardachCheck

Erfahren Sie, ob sich Ihr Dach für Photovoltaik oder Solarthermie eignet. mehr


KühlCheck

Ist Ihr Kühlschrank ein Stromfresser? Finden Sie heraus, ob sich eine Neuanschaffung lohnt. mehr


Lohnt sich ein hydraulischer Abgleich Ihrer Heizanlage? Prüfen Sie, wie viel Heizkosten Sie damit sparen können. mehr