
HeizCheck
Strukturdatenanalyse des interaktiven Heizkostenratgebers
beheizte Gebäudefläche gesamt | 225.012 m² |
durchschnittliche Gebäudegröße | 225 m² |
durchschnittliches Gebäudealter | 47 Jahre |
Ein- und Zweifamilienhäuser in % | 87,7% |
Mehrfamilienhäuser in % | 12,3% |
Gebäudeeigentümer in % | 97,2% |
Verwalter in % | 1,4% |
Wohnungseigentümer in % | 1,4% |
Gebäudealter
Der Schwerpunkt liegt bei Gebäuden, die in den 60er und 70er Jahren errichtet wurden, also noch bevor die erste Wärmeschutzverordnung von 1982 in Kraft getreten ist. Auffällig ist, dass relativ viele Gebäude jüngeren Datums getestet werden. Offenbar interessieren sich die Eigentümer dafür, ob ihr Gebäude den Standards der bauordnungsrechtlichen Vorschriften beim Wärmeschutz entspricht, die während des Bauens galten.
Mittlere Energieverbrauchskennwerte der Altersklassen
Jeder Balken zeigt den aktuellen Heizenergieverbrauch von Wohngebäuden in Deutschland – geordnet nach dem Zeitpunkt ihrer Errichtung. Die fünf Balken auf der rechten Seite (Gebäude vor 1975) betreffen Gebäude, die zu einer Zeit gebaut wurden, als es noch keine gesetzlichen Bestimmungen für die wärmetechnische Qualität von Gebäuden gab. Dies sind die „20-Liter-Häuser”, die heute noch die Mehrzahl aller Gebäude in Deutschland ausmachen. Hier liegt die größte Herausforderung für den Klimaschutz „im Bestand”.
Die drei Balken auf der linken Seite betreffen die Zeit zwischen den 80er Jahren und der Gegenwart. Sie zeigen deutlich die Wirkung der 1. Wärmeschutzverordnung von 1984. Danach hat sich der Heizenergieverbrauch der neu errichteten Gebäude stufenweise weiter verringert: Über die 2. WSchV von 1995 bis zur heute geltenden EnEV 2002. Zwei Faktoren spiegeln sich im Heizenergieverbrauch der Gebäude wider: Der bautechnische Zustand bei Errichtung und die seit Errichtung durchgeführten wärmetechnischen Verbesserungen.
Gleichwohl zeigt die Grafik die Wirksamkeit bauordnungsrechtlicher Regeln für die wärmetechnische Beschaffenheit von Neubauten. Natürlich zeigt sie nicht, wer letztlich für den durchschlagenden Erfolg der Verordnungen verantwortlich ist: die Industrie mit der Herstellung besserer Dämmstoffe, Fenster und Heizungen, das Handwerk mit der Steigerung der Verarbeitungsqualität oder die Politik mit ihren oft kritisierten Regelungen. Der Wermutstropfen: Am gesamten Bestand sind die nach 1982 errichteten Gebäude nur mit 13 Prozent beteiligt. Der Neubau energieeffizienter Gebäude trägt also nur in geringem Umfang zur Entschärfung des Problems überhöhter CO2-Emissionen im Gebäudebestand bei.
Beheizte Flächen
Das folgende Diagramm zeigt die Häufigkeitsverteilung der unterschiedlichen Gebäudegrößen. Es ist leicht erkennbar, dass der Modernisierungsratgeber vor allem Eigentümer von kleinen Wohngebäuden anspricht. Der Modalwert liegt bei etwa 150 m² Wohnfläche, also bei der Wohnfläche eines durchschnittlichen Einfamilienhauses.
Energieverbrauchskennwerte
Der Energieverbrauchskennwert (EVKW) der Gebäude im HeizCheck liegt bei durchschnittlich 150 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter und Jahr. Das ist insofern erstaunlich, als dass der durchschnittliche Heizenergieverbrauch von Wohngebäuden in Deutschland derzeit noch immer 290 kWh pro Quadratmeter und Jahr beträgt. Die wenigsten der getesteten Gebäude haben einen ENKW über 250 kWh/m²a. Das Ergebnis des HeizChecks deutet darauf hin, dass die Eigentümer, die den HeizCheck durchführen, schon verschiedene Effizienzmaßnahmen in ihren Häusern durchgeführt haben beziehungsweise dass sehr neue Gebäude getestet wurden.
Regionale Verteilung
Die meisten Wohngebäude, die von unseren Nutzern mit dem HeizCheck überprüft wurden, befinden sich im Postleitzahlengebiet 5, also im Raum Köln-Bonn; die wenigsten Gebäude wurden in den Bereichen 0 und 1 getestet. Insgesamt wurden deutlich mehr Einfamilienhäuser überprüft als Mehrfamilienhäuser, was auf selbst bewohntes Eigentum hindeutet.
Die meisten Mehrfamilienhäuser wurden in Nordrhein-Westfalen im PLZ-Gebiet 4 überprüft, die wenigsten in und um Hamburg herum.













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