Melt! ♥ Klima

Melt!, also der Aufruf zum Schmelzen, ist oft gut: Ein durchgefeiertes Festivalpublikum verschmilzt zu einem frenetischen Jubelmob. Wenn wir uns verliebt haben, schmelzen wir gern dahin und der Zahnarzt freut sich ja schließlich auch, wenn unser Zahnschmelz in Ordnung ist. Aber es gibt eben auch: Kernschmelze, weggeschmolzenes Erdbeereis, weggeschmolzenes Polareis.

Und selbst wenn wir es inständig bitten – please don’t melt! – hilft das zumindest beim Polareis nix. Das Polareis will ja eigentlich gar nicht schmelzen, wir zwingen es dazu: Weil wir mit dem Auto fahren, unbedingt Rindfleisch, am besten aus Argentinien, essen müssen oder unseren Müll nicht richtig trennen. So produzieren wir CO2, das verstärkt den Treibhauseffekt und die Polarkappen und das Gletschereis machen sich flüssig. Das sind schlechte Neuigkeiten.

Aber es gibt auch gute Neuigkeiten. Denn jeder kann genau in diesem Moment seinen Teil dazu beitragen, die Eisschmelze zu stoppen. Auch Ihr als Festivalbesucher – denn Spaß haben und gleichzeitig der Umwelt unter die Arme greifen schließen sich nicht aus. Wie das genau funktioniert, könnt Ihr im  „Rock’n’Roll Guide auf dem Weg zum Klimagott“ nachlesen.

Ihr werdet überrascht sein, wie viel Spaß und Sinn der Klimaschutz macht – und wie gut es sich anfühlt, selbst mit der Masse zu verschmelzen, ohne einen Polarbären zum Weinen zu bringen.
 

Rock'n'Roll-Klima-Guide

Klima-Guide - Self-Made: Hier findest Du einen extrem ausgeklügelten Rock'n'Roll-Klima-Guide zum Ausdrucken (natürlich auf Recycling-Papier!) und zusammenfalten. Fertig ist der Klima-Guide zum Mitnehmen, der in jede Hosentasche passt und Dir ein klimafreundliches Festival beschert.

Rock'n'Roll-Klima-Guide (Download 3 MB)



Anreise – Welcome to the jungle

Es fährt ein Zug nach Irgendwo
Das Melt! bietet auf seiner Internetseite ein eigenes Special zur Anreise mit Bus oder Bahn an. Der Vorteil ist, dass Du schon vorab eine Menge netter Leute kennen lernst und sogar direkt auf das Gelände gefahren wirst. Auch die Kosten sind in den meisten Fällen niedriger, als bei einer Anreise mit dem Auto. Informiere Dich einfach auf der Melt! Festival-Webseite.

Nützliche Informationen: www.meltfestival.de/de/melt_reise, www.deutsche-bus.de, www.bahn.de

I don’t want to be alone
Wenn Du gerne mit dem Auto fahren möchtest, weil Du das Gefühl hast, flexibler zu sein, dann bilde doch eine Fahrgemeinschaft oder nutze Mitfahrgelegenheiten. So sparst Du nicht nur CO2 ein, sondern auch Geld, vor allem wenn viele Leute mitfahren. Wenn Du ganz vorbildlich sein möchtest, leih Dir ein Erdgasauto, denn das spart nochmals um die 30 Prozent CO2 ein.

Low-Rider statt Hi-Flyer
Auch wenn Du weit vom Melt!-Gelände entfernt wohnst muss es nicht immer gleich das Flugzeug sein. Zu den Billigflügen gibt es zahlreiche Alternativen, die oft sogar noch günstiger sind. Auch die Reisezeit ist nicht unbedingt länger. Das merkst Du schnell, wenn Du zur Flugzeit den Check-in, Check-out und die Wartezeiten mit einrechnest.

I want to ride my bicycle
Wie wäre es denn mal mit einer ganz anderen Anreise? Mit dem Fahrrad zum Festival zu fahren ist ab einer bestimmten Entfernung natürlich ein wenig anstrengend, macht dafür aber auch viel Spaß. Außerdem ist es nicht nur kostenlos, sondern hält Dich auch fit.


Essen und Trinken – Just eat it


Support your local dealer
Regionales und saisonales Essen schont das Klima, da der Transportweg kurz gehalten wird und dadurch viel CO2 vermieden werden kann.



Mehrweg rules ok, Part I
Festivals erlebt man mit Freunden. Um Müll zu vermeiden kannst Du Großgebinde kaufen und das Essen mit Deinen Freunden teilen. Bitte benutze keine Dosen, sondern am Besten wieder verwertbare Verpackungen oder Tupperbehälter.


You are what you eat
Auch bei den Essensständen solltest Du regionales Bio-Essen bevorzugen und gegebenenfalls nach Mehrweggeschirr fragen.




Zuviel Fleisch ist Käse
Fleisch, Käse und Butter sind in der Herstellung viel aufwändiger als Obst und Gemüse. Rinder sind die größten Klimaschweine, da für den Anbau ihres Futters Wälder gerodet werden und es oft über weite Strecken transportiert wird.


Raw!
Brauchst Du unbedingt einen Gaskocher zum Essen? Rohkost macht gesund und ist für ein paar Tage doch ausreichend, oder?


Hygiene – You are so beautiful to me


Blowin’ in the wind
Gut fürs Haar, gut fürs Klima – und das Gepäck ist auch noch leichter: Deine Haarpracht freut sich, wenn sie an der frischen Festivalluft trocknen kann.



Mehrweg rules ok, Part II
Wenn Du keine Lust hast, große Verpackungen mitzunehmen, dann versuch doch Dein Shampoo und Duschgel in kleinere Behälter umzufüllen; die gibt es ganz günstig in jedem Drogeriemarkt.



Zähne sauber old-school-style
Es muss nicht immer die elektrische Zahnbürste sein. Auch Dein Zahnarzt wird nicht in Ohnmacht fallen, wenn Du mal die normale Zahnbürste mitnimmst. Oft unterschätzt: Das Training für die Handgelenke!


Nice guys don’t play Rock’n’roll: Gegen glattrasierte Bubis
Was wäre ein Festival ohne Drei-Tage-Bart-Träger? Das sieht nicht nur cool aus, sondern verkürzt auch die Schlange an den Duschen.




Wiedergeburt mal anders: Recyceltes Toilettenpapier
Wenn Du Dein eigenes Toilettenpapier mitbringst, dann achte darauf, dass es aus Recyclingpapier hergestellt wurde. Labels wie der „Blaue Engel“ sind ein verlässlicher Hinweis für gutes Recyclingpapier.


Strom – High Voltage


Life is live!
Mal ehrlich: Bei einem Festival ist man doch, weil es da mal ausnahmsweise wieder etwas live, direkt und in Farbe zu erleben gibt. Brauchst du tatsächlich Deinen MP3-Player, Kamera, IPod, Gameboy und Mobiltelefon?


Shake-it
Eine Taschenlampe kannst Du gut gegen eine Schüttel- oder Kurbellampe ersetzen; die funktionieren ohne Batterien, die man ja eh immer zu hause vergisst.


Abreise/Müll – Hey ho, let´s go

Smart nach Hause
Beim Melt! gibt es eine Pinnwand auf der Mitfahrgelegenheiten ausgeschrieben sind.




Im Namen des Herings
Bitte nimm Dein Zelt am Ende des Festivals wieder mit und lass es nicht stehen. Das gilt auch und vor allem für die Heringe.




Tote Kuh-Prävention
Ja, es ist lästig. Aber dennoch: Nimm bitte allen Müll mit und bring ihn zu den vorgesehenen Sammelstellen. Dir tuts nicht weh, und die Kuh, die später wieder an Deinem Zeltplatz weidet, muss nicht an achtlos weggeworfenen Kronkorken ersticken.

bewerten
teilen
melden
drucken
Lesezeichen

PumpenCheck

Sind Ihre Heizpumpen Stromfresser?

Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Pumpen optimieren.

Kommentare

01-07-10 14:44 Tanja Neske-Feuerhahn
Das ist ne gute Idee.
Weiter so, je mehr Menschen Bescheid wissen, desto eher ändert sich auf was.
12-07-10 18:52 Markus
This rocks!!! Endlich mal eine Initiative die ich echt gut finde! Hoffentlich bleibt dieses Jahr weniger Dreck zurück.
Lasst uns versuchen mit unserer dieser schönen Landschaft - Schauplatz und Lebensraum für ein wunderbares Fest - so umzugehen wie sie es verdient hat. Wir wollen auch in den nächsten Jahren wieder hierher zurückkommen und nicht auf einer Müllkippe feiern!
14-07-10 15:12 peter
für minimalistisches reisegepäck bei festivals
und weniger müll!

nur das mit der rohkost gestaltet sich schwierig bei 30°C
14-07-10 20:31 Isa
Yeah yeah yeah!

Zitat "Supershirt": Es ist doch albern nur zu konsumieren!

Weiter so!!!
ihr könntet ja auch die Essensstände und natürlich die Besucher aktiv anhalten, in die Gänge zu kommen ...... das ist ja wirklich nicht so schwer, Müll zu vermeiden und seinen Dreck wegzuräumen, geht sogar mit Dauerpegel ;-)
16-07-10 21:13 Ri Her
Pünktlich, ordentlich, fleißig, sauber! Umweltschutz, ein Wert für alle.

Was denken Sie?




CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.

Die mit * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Twitter und Facebook Facebook Twitter

Energiespar-Ratgeber

Strom- und Heizkosten senken? Diese Ratgeber unterstützen Sie rund ums Energiesparen. Wählen Sie den für Sie passenden Ratgeber. StromCheck express Finden Sie in einem Schritt heraus, ob Sie zu viel Strom verbrauchen. Hitzeschutzratgeber Hier erfahren Sie, wie Sie im Sommer daheim angenehme Temperaturen erreichen. KühlCheck Finden Sie mit wenigen Klicks heraus, ob Ihr Kühlschrank ein Stromfresser ist. StandbyCheck Erkennen Sie die Verluste durch die Standby-Funktion von elektrischen Geräten. PumpenCheck Erfahren Sie, wie Sie Ihre Heizpumpen optimieren. Ökostrom-Tarifrechner Vergleichen Sie hier Kosten- und CO2-Bilanz von Ökostromanbietern. HeizCheck Überprüfen Sie Ihre Heizkosten und erhalten Sie praktische Tipps. ThermostatCheck Ob Ihre Heizung sparsam ist, hängt auch von den Ventilen ab. Finden Sie heraus, wie effizient Ihre Thermostate sind. BetriebsstromCheck Wir sagen Ihnen, ob Sie als Mieter zuviel für den Betriebsstrom der Heizanlage zahlen. Heizatlas Wie viel verheizen Ihre Nachbarn? Vergleichen Sie den Heizenergieverbrauch von Wohngebäuden bundesweit. SolardachCheck Wir sagen Ihnen, ob sich Ihr Dach für eine Photovoltaikanlage eignet. Förderratgeber Finden Sie die passenden Förderprogramme der Kommune, des Landes und des Bundes. Modernisierungsratgeber Berechnen Sie die Wirtschaftlichkeit einer energetischen Sanierung Ihres Hauses. Heizkosten im Altbau Vermeiden Sie Verluste bei der Umwandlung von Wärme in Energie. Heizkosten im Neubau Wir zeigen Ihnen emissionsarme und kostengünstige Heizsysteme für Ihren Neubau. Energiesparkonto Senken Sie Ihre Energiekosten – ganz ohne Verzicht auf Komfort. FlugCheck Erfahren Sie, wie Sie CO2-Emissionen Ihres Fluges ausgleichen können. Best Practice Archiv Hier finden Sie Modernisierungs-Beispiele in Ihrer Nähe. Energieausweisratgeber Wir sagen Ihnen, welchen Energieausweis Sie als Vermieter oder Mieter brauchen. Rat&Tat Finden Sie Ansprechpartner in Ihrer Nähe, vom Handwerker bis zu Banken.
Schriftgröße