PumpenCheck

Auswertung des PumpenChecks

Grundlage der Bewertung sind insgesamt 1.840 Datensätze. 95 Prozent der Nutzer des PumpenChecks sind Eigentümer oder Hausverwalter, die restlichen fünf Prozent SHK-Handwerker.


Alter der Pumpen

Über 50 Prozent der getesteten Pumpen sind älter als zehn Jahre. Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer der Pumpe von zehn Jahren ergibt sich daher ein erhebliches Marktpotenzial in den nächsten Jahren.


Ein- oder Zweifamilienhaus

Der PumpenCheck wurde überwiegend von Eigentümern und Hausverwaltern von Ein- oder Zweifamilienhäusern genutzt. Davon besitzen 95 Prozent eine überdimensionierte Pumpe. 
Die im PumpenCheck voreingestellte Pumpenleistung von 100 Watt wurde von knapp 70 Prozent der Nutzer verändert. Daraus lässt sich ableiten, dass die Mehrheit der Eigentümer und Hausverwalter im Heizungskeller die Leistung Ihrer Pumpen abgelesen hat. Häufigkeitsverteilung der eingestellten Pumpenleistung:

Fast 50 Prozent lassen ihre Pumpe auch im Sommer laufen. Allein durch das Ausschalten der Pumpe im Sommer lässt sich der Stromverbrauch um 30 Prozent reduzieren.
Der durchschnittliche Verbrauch liegt bei 500 kWh pro Jahr. In der nachfolgenden Grafik ist ein Modernisierungstrend kaum zu erkennen. Sowohl bei alten als auch bei neuen Pumpen wird annähernd die gleiche durchschnittliche Menge Strom verbraucht. Dies resultiert aus der Tatsache, dass bei einem Pumpentausch die alte Pumpe durch eine neue Pumpe gleichen Fabrikats – also auch mit gleicher Leistung – eingesetzt wird. Neuere Untersuchungen zeigen hingegen, dass für ein Ein- oder Zweifamilienhaus nicht mehr als 20 Watt benötigt werden. Weil diese Erkenntnisse oft nicht umgesetzt werden, verbrauchen über 45 Prozent der getesteten Pumpen fünf- bis zehnmal mehr als optimal dimensionierte Geräte.

Bezieht man die Stromkostenersparnis auf die Investitionskosten (Preis der neuen Pumpe einschl. Installationskosten), dann machen sich über ein Viertel der getesteten Pumpen bereits in weniger als drei Jahren bezahlt.

Marktpotenzial
95 Prozent der Umwälzpumpen im Ein- oder Zweifamilienhausbereich sind überdimensioniert. Von insgesamt 18 Millionen Ein- oder Zweifamilienhäusern ist in 17 Millionen Haushalten eine überdimensionierte Pumpe vorzufinden.
Bei 17 Millionen Ein- oder Zweifamilienhäusern und einem Anschaffungspreis für eine neue Pumpe einschl. Montage von 400 Euro ergeben sich Ausgaben von rund 6,8 Mrd Euro.

Marktpotenzial verteilt auf Amortisationszeiten: 


Mehrfamilienhaus

Je nach Gebäudegröße werden im Mehrfamilienhaus vorwiegend größere Pumpen als im Ein- oder Zweifamilienhaus benötigt. Obwohl früher große Pumpen einen viel besseren Wirkungsgrad aufwiesen als kleine, sind bei den getesteten Pumpen im Mehrfamilienhaus insgesamt 70 Prozent überdimensioniert. Wie nachfolgende Grafik zeigt, ist die Pumpenleistung bei mehr als 40 Prozent sogar mehr als zwei- bis fünffach zu groß. Bei 25 Prozent ist die Leistung doppelt so hoch wie sie eigentlich sein müsste.

 

Der mittlere spezifische Verbrauch der getesteten Pumpen liegt bei 3,5 kWh pro m² und Jahr. Der spezifische Verbrauch ergibt sich aus der Multiplikation der jährlichen Laufzeit mit der Leistung der Pumpe dividiert durch die Wohnfläche des Hauses. 75 Prozent der Mehrfamilienhäuser verbrauchen zu viel Pumpenstrom. Davon verbrauchen 50 Prozent zwei- bis fünfmal mehr als eigentlich nötig wäre.

Fast 40 Prozent der Befragten lassen ihre Pumpe auch im Sommer laufen. Obwohl in vielen Mehrfamilienhäusern die Heizungsanlage nachts im Absenkbetrieb läuft, ist bei fast 90 Prozent die Pumpe täglich 24 Stunden mit der eingestellten Leistung in Betrieb. Neue Pumpen regeln die Leistung während des Absenkbetriebes der Heizungsanlage selbsttätig herunter. Bei fast 50 Prozent der getesteten Pumpen hat sich der Kauf einer neuen Pumpe bereits in weniger als drei Jahren amortisiert.


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