
Stromverbrauch: Alle Fakten auf einen Blick
Welche Entwicklung nimmt der Stromverbrauch in Deutschland?
Das Bundeswirtschaftsministerium veröffentlicht mit der Arbeitsgemeinschaft für Energiebilanzen e.V. regelmäßig Statistiken zum Endenergieverbrauch in Deutschland. Die aktuellste Statistik belegt: der Stromverbrauch in Deutschland steigt. Zwischen 1996 und 2007 betrug der Anstieg 21 Prozent. Das bedeutet, obwohl die Elektrogeräte im Haushalt immer energieeffizienter werden, verhindern die steigende Zahl an Geräten und die Verbrauchsgewohnheiten trotzdem weiterhin einen nachhaltigen Rückgang des Stromverbrauchs. Ob Sie zuviel Strom verbrauchen, erfahren Sie mit dem StromCheck express.
Wie steht es um die Energieeffizienz von Elektrogeräten?
Viele Geräte sind tatsächlich heute viel energieeffizienter als noch vor ein paar Jahren. Die Entwicklung der Energieeffizienzklassen der EU zeigt das: Wurden 1997 noch Geräte zwischen Klasse G (geringste Effizienz) und Klasse A (höchste Effizienz) verkauft, gibt es heute kein Gerät mehr unter Klasse D. Nach oben hat sich die Effizienz vor allem bei den Kühlgeräten so deutlich verbessert, dass zur Klasse A noch die Abstufungen A+ und A++ hinzugetreten sind. Ob sich der Austausch Ihres alten Kühlgerätes gegen ein neues energieeffizientes Gerät lohnt, erfahren Sie mit unserem KühlCheck.
Seien Sie jedoch vorsichtig: nicht immer gibt es für jeden Gerätetyp A++-Geräte und nicht immer sind neue Geräte auch sparsame Geräte. Achten Sie beim Kauf also genau auf die Herstellerangaben zum Stromverbrauch. Seit April 2009 gibt es für mehrere Geräte-Gruppen zudem das anerkannte Umweltzeichen „Blauer Engel“ für besondere Energieeffizienz.
Wohin fließt der Strom im deutschen Haushalt?
Haushalte mit mehreren Personen benötigen insgesamt zwar mehr Strom als kleinere Haushalte, je Haushaltsmitglied gerechnet, jedoch weniger. Auch eine Person allein hat meist einen Kühlschrank, eine Waschmaschine usw. Unabhängig von der Haushaltsgröße wird in Einfamilienhäusern im Schnitt mehr Strom verbraucht als im Mehrfamilienhaus.
Wie kann eigentlich genau eine Kilowattstunde Strom genutzt werden?
Mit einer einzigen Kilowattstunde Strom können Sie diese Dinge tun:
70 Tassen Kaffee kochen
40 Stunden CDs hören
15 Hemden bügeln
7 Stunden fernsehen
2 Tage einen 300-Liter-Kühlschrank nutzen
1 Hefekuchen backen
1 Ladung Wäsche waschen (Quelle: www.bmu.de)
Welche Entwicklung nehmen die deutschen Strompreise?
Das statistische Amt eurostat der Europäischen Union informiert regelmäßig über die Strompreisentwicklung in den 27 EU-Staaten. In den Erhebungen zum zweiten Halbjahr 2009 steht Deutschland als das Land mit dem zweitteuersten Durchschnittspreis von 22, 9 cent für die Kilowattstunde Strom da. Teurer ist der Strom nur noch in Dänemark mit durchschnittlich 25,5 Cent/kWh. Zum Vergleich: vor zehn Jahren lag der Strompreis in Deutschland noch bei ca. 15 Cent / kWh.
Umso wichtiger ist es heute, bewusst mit Strom umzugehen und den Verbrauch im Blick zu behalten. Wie Sie Ihren Energieverbrauch kontinuierlich bewerten können und welche Energiesparmaßnahmen die größte Wirkung erzielen, erfahren Sie in ihrem eigenen Energiesparkonto. Die Eröffnung ist kostenlos.
Wo lassen sich Stromkosten einsparen?
Grundsätzlich gilt: Bis zu 50 Prozent Ihrer jährlichen Stromkosten können Sie einsparen, wenn Sie Ihren Haushalt mit energieeffizienten Geräten ausstatten und Ihr Verhalten bewusst ändern. Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie denjenigen Geräten schenken, die rund um die Uhr in Betrieb sind, vielleicht ohne dass es Ihnen bewusst ist.
Vor allem der Verbrauch von Geräten im Standby-Modus trägt zu diesen enormen Leerlaufverlusten bei. Für Ihren Haushalt bedeutet das: Der Standby-Verbrauch aller Geräte kann bis zu 50 Prozent Ihres Stromverbrauchs ausmachen. Es lohnt sich also, bei einem Rundgang durch die Wohnung heimliche Stromfresser zu identifizieren und sie mit dem Drücken des Ausschalters oder mit Hilfe einer schaltbaren Steckerleiste endgültig vom Netz zu trennen. Wieviel der Standby-Verbrauch in Ihrem Haushalt ausmacht, erfahren Sie mit dem StandbyCheck.








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