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Energiesparen in einer Fleischerei in Bremerhaven

Ein paar Grad machen den Unterschied: Fleischermeister Hans-Joachim Stehr setzt auf energieeffiziente Kühlung und Wärmerückgewinnung und spart dadurch 1.000 Euro jährlich. Das Beste: Für die Energieberatung bekam er sogar Fördergeld vom Staat.

Fleischermeister Stehr in seiner Fleischerei in Bremerhaven(c) Bremer energiekonsens

„Die Tipps vom Energieberater waren Gold wert!“ Fleischermeister Hans-Joachim Stehr aus Bremerhaven ist begeistert: Er hat in seinem Hauptgeschäft und zwei weiteren Filialen Maßnahmen für mehr Energieeffizienz im Betrieb umgesetzt. Seitdem spart er jährlich rund 1.000 Euro Energiekosten an den drei Standorten der Fleischerei Stehr.

Die typischen Energiefresser in Fleischereien sind Kühlung, Wärmerückgewinnung, Beleuchtung und Heizung. Mit 14 Fachverkäuferinnen und drei Fleischern ist die Fleischerei Stehr zwar eher klein, mit Hilfe eines Energieberaters konnte der Betrieb dennoch viel Energie sparen.

Ganz einfach: Geräte richtig einstellen und Energie sparen

Oft können schon Verhaltensänderungen und Einstellungen der Geräte zu Energieeinsparungen im Unternehmen führen: Der Energieberater riet Herrn Stehr, die Temperatur in der Kühlzelle für die Fleischerei-Abfälle ein wenig anzuheben: „Unsere Kühlzelle hatten wir auf minus vier Grad eingestellt und damit zu viel Energie verschwendet. Plus sieben Grad reichen völlig aus, ohne dass sich unangenehme Gerüche bilden“, erklärt der Fleischermeister.

Wasser vorwärmen: Energiesparen mit Wärmerückgewinnung

Für das Hauptgeschäft hat Herr Stehr in einen neuen Heizungsbrenner investiert und ein defektes Wärmerückgewinnungssystem reparieren lassen. „Hierdurch erhalten wir jetzt sogar im Winter Wasser, das schon auf 50 Grad vorgewärmt ist. Da brauchen wir nicht mehr viel Energie, um das Wasser auf die benötigten 70 Grad zu erhitzen. Unter anderem wird hiermit die Wurstküche gereinigt“, erklärt Stehr.

Robust und energieeffizient: Stromsparen mit LED-Beleuchtung

Auch die Beleuchtung wurde erneuert: Herr Stehr hat die alten Halogen- und Neonleuchten in den Verkaufsräumen der drei Fleischerei-Standorte durch LED und Energiesparlampen ersetzt. Auch die Kühlräume werden jetzt von LED-Licht erhellt. „Im Gegensatz zu normalen Energiesparleuchten haben LED-Lampen den Vorteil, dass sie die Räume ohne Vorlaufzeit sofort ausleuchten, dazu unglaublich robust und obendrein einfach am energieeffizientesten sind. In den Kühlräumen macht das viel aus“, freut sich Stehr.

Die Beratung durch einen Energieberater fand Stehr außerordentlich hilfreich: „Wenn unser Elektriker mal wieder etwas reparieren oder erneuern muss, gucken wir zuallererst in den Empfehlungsbericht des Beraters.“

Für diese „Energieberatung im Mittelstand“ hat die Fleischerei Stehr Fördergeld vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erhalten.

Die gemeinnützige Klimaschutzagentur Bremer energiekonsens hat das Projekt begleitet. Die Ergebnisse hat die Klimaschutzagentur freundlicherweise co2online zur Veröffentlichung freigegeben.