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Energiesparen im Homeoffice – die besten 5 Tipps

Pandemiebedingt sitzen viele Angestellte seit Monaten im Homeoffice. Dass die Energiekosten dadurch steigen, ist abzusehen. Wie Sie mit einfachen Handgriffen den Anstieg merklich verlangsamen, zeigen folgende Energiespartipps.

(c) iStock

Computer, Beleuchtung, Internet, Heizung, Drucker und Kaffeemaschine: Für die meisten Angestellten gehören diese Dinge selbstverständlich zur Büroausstattung dazu. Mit dem Wechsel ins Homeoffice ändern sich auf einmal die Verhältnisse. Was vorher Aufgabe des Arbeitgebers war, müssen Arbeit-nehmer*innen nun selbst organisieren – und die Kosten dafür tragen.

Mehrkosten durch Homeoffice schwer zu ermitteln

Über die Mehrkosten durch das Homeoffice wurde schon auf vielen Ebenen diskutiert. Wie hoch sie tatsächlich sind, ist nicht einfach zu ermitteln und hängt von mehreren Faktoren ab.

Stromkosten durch Laptop, Drucker und Herd

Rechner und Schreibtischlampe sind im Homeoffice oft durchgängig an. Und wer daheim arbeitet, bereitet sein Mittagessen in der Regel auch selbst zu. Das zeigt sich auch beim Stromverbrauch: Der ist 2020 im Schnitt um 5 Prozent pro Haushalt gestiegen.

Berechnungen von Verivox und Check24 zufolge betragen die Mehrkosten an Strom durch Homeoffice zwischen 0,30 und 1 Euro pro Tag. Das klingt zwar erst mal nicht viel – summiert sich aber im Laufe des Jahres auf bis zu 250 Euro.

Heizkosten durch längere Anwesenheit

Neben Stromkosten zählen auch die Ausgaben für das Heizen der Räume zu den Energiekosten. Nach Berechnungen von Verivox steigt der Heizbedarf im Homeoffice um rund 4 Prozent. Grundlage dafür ist die Annahme, dass die Temperatur tagsüber um 3 Grad Celsius höher gehalten wird als sonst.

Unabhängig davon, wie hoch die Mehrkosten durch das Homeoffice sind: Mit den folgenden 5 Tipps können Sie Ihren Energieverbrauch schnell und einfach senken:

 

Tipp 1: Energiesparen im Homeoffice mit dem richtigen Arbeitsrechner

Es muss nicht immer der leistungsstarke Desktop mit dezidierter Grafikkarte und Vierkernprozessor sein. Je nach Tätigkeit reicht ein einfaches Laptop aus, um effektiv arbeiten zu können. Im Vergleich zu seinem Pendant verbraucht ein Laptop bis zu 70 Prozent weniger Strom.

Beim Monitor sollten Sie darauf achten, energieeffiziente Modelle zu verwenden. Denn laut EcoTopTen verbraucht ein alter und ineffizienter 24 Zoll- bzw. 61 cm-Monitor bei einer durchschnittlichen Nutzung jährlich Strom in Höhe von 18 Euro. Ein sparsamer Monitor begnügt sich mit Strom für 7 Euro. Weitere Stromspartipps mit Notebooks und Co. finden Sie im Beitrag „Stromverbrauch und Stromsparen mit Unterhaltungselektronik“.

Tipp 2: Standby-Funktion ausschalten und Geld sparen

Die Standby-Funktion kennen die meisten Menschen. Dabei fahren elektrische Geräte automatisch in den Energiesparmodus, um bei Bedarf wieder schnell verfügbar zu sein. Dieser Modus ist aber nicht so sparsam, wie der Name es suggeriert. Ein Desktop samt Monitor und Drucker beispielsweise verbraucht im Standby-Modus immerhin 10 Watt. Auf das Jahr gerechnet sind es um die 80 Kilowattstunden beziehungsweise 25 Euro (bei einem Strompreis von 31,81 Cent). Fahren Sie daher Ihren Rechner immer herunter, wenn Sie Feierabend haben.

(c) unsplash

Tipp 3: Auf LED-Lampen setzen und Tageslicht nutzen

Licht braucht der Mensch zum Leben – und zum Arbeiten. Platzieren Sie, wenn möglich, Ihren Schreibtisch in Fensternähe, um das Tageslicht zu nutzen. In den kalten Monaten ist das Tageslicht oft nicht stark genug, um die Räume zu erhellen. Dann sind Sie wohl oder übel auf künstliche Beleuchtung angewiesen.

Um dabei nicht unnötig Energie zu verschwenden, nutzen Sie am besten LED-Lampen. Sie brauchen bis zu 70 Prozent weniger Strom als alte Glühbirnen. Außerdem sind sie langlebiger. Die Investition rechnet sich bereits nach weniger als zwei Jahren.

Wie viel Strom Sie durch den Umstieg sparen können, finden Sie mit unserem Rechner schnell heraus. Worauf Sie beim Kauf von LED-Lampen achten sollten, lesen Sie im Beitrag „LED-Kaufberatung: Welche Lampe für welches Zimmer?

Tipp 4: Router und Repeater nachts abschalten

Der Router ist so etwas wie der Kühlschrank im Haus: Er ist ein Dauerläufer. Im Gegensatz zum Kühlschrank bewahrt er aber keine Lebensmittel vor dem Verderben und kann daher einfach abgeschaltet werden. Das Gleiche gilt für eventuell vorhandene WLAN-Repeater. Diese dienen der Verstärkung des WLANs und können zusammen mit dem Router ausgesteckt beziehungsweise abgeschaltet werden. Der optimale Zeitpunkt dafür sind die nächtlichen Stunden.

Einige moderne Router lassen sich so konfigurieren, dass sie zu einer bestimmten Zeit automatisch ausgehen. Das spart Geld und Mühe. Je nach Leistungsaufnahme verursacht ein Router im Dauerbetrieb pro Jahr 26 bis 52 Euro*. Bei einer „Nachtruhe“ von 8 Stunden würden die Kosten nur noch 17 beziehungsweise 35 Euro betragen.

Ist der Router erst einmal abgeschaltet, funktioniert das Festnetztelefon in der Regel auch nicht mehr. Wer nachts mit Notrufen rechnen muss, sollte dies unbedingt berücksichtigen. Welche weiteren Vor- und Nachteile das Abschalten von Routern hat, hat chip.de in einem Beitrag beschrieben.  

*Quelle: Augsburger Allgemeine

Tipp 5: Auf angemessene Raumtemperatur achten

Der eine mag es kühl, die andere mag es warm. Im Büroalltag führen unterschiedliche Vorlieben manchmal zu Konflikten. Wenn Sie im Homeoffice sind, können Sie Ihre Heizkörper bis zum Anschlag aufdrehen oder die Fenster sperrangelweit öffnen, wie Sie möchten. Was Sie auch immer tun: Übertreiben Sie es nicht. Ist der Raum über eine längere Zeit zu kalt, steigt das Risiko für Schimmelbefall. Ist der Raum hingegen zu warm, merken Sie es spätestens bei der nächsten Heizkostenabrechnung beziehungsweise Energierechnung. Was die optimalen Raumtemperaturen sind, entnehmen Sie folgender Tabelle:

RaumTemperaturThermostat-Stufe
Wohnzimmer20 Grad3
Küche18–20 Grad2–3
Bad23 Grad3–4
Schlafzimmer16–18 Grad2
Kinderzimmer20–22 Grad3–4
Flur16 Grad2

Ob Sie dauerhaft oder nur temporär im Homeoffice arbeiten – Energiesparen lohnt sich immer. Am besten ist es, wenn Sie Ihre Zählerstände regelmäßig notieren – und die Daten beispielsweise in das Energiesparkonto eintragen. So haben Sie jederzeit Ihren Energieverbrauch im Blick.

Autor: Minh Duc Nguyen

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