Hydraulischer Abgleich – Kosten und Sparpotenzial

Was kostet ein hydraulischer Abgleich? Was bringt er? Im Vergleich zu anderen Maßnahmen kostet der hydraulische Abgleich vergleichsweise wenig und macht sich deswegen umso schneller bezahlt.

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Was kostet und spart ein hydraulischer Abgleich und ein Pumpentausch?

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Im Schnitt 90 Euro Heizkosten jährlich können in einem Einfamilienhaus mit 125 Quadratmetern Wohnfläche gespart werden, wenn ein hydraulischer Abgleich vorgenommen wird. Laut einer Studie der Ostfalia Hochschule macht sich die Maßnahme am schnellsten bei Gebäuden bezahlt, die nach 1978 erbaut wurden oder über eine gute Dämmung der Außenwände und des Daches verfügen.

Wird gleichzeitig mit dem hydraulischen Abgleich ein Pumpentausch vorgenommen, erhöht sich das Sparpotenzial. Der Einbau einer Hocheffizienzpumpe kann im Schnitt zusätzlich 100 Euro Stromkosten jährlich sparen. Die Investitionskosten können durch die Nutzung staatlicher Fördermittel für den hydraulischen Abgleich zudem deutlich gesenkt werden.

Hydraulischer Abgleich: Kosten abhängig vom Zustand der Heizung

Die genauen Kosten für einen hydraulischen Abgleich sind abhängig von Zustand und Aufbau der Heizanlage. Die Anzahl der Heizkörper im Haus und die Art der Ventile spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Frage, ob bereits eine moderne Heizungspumpe vorhanden ist. Zusätzlich handelt es sich bei einem hydraulischen Abgleich um eine frei am Markt angebotene Dienstleistung. Daher haben nicht zuletzt auch regional unterschiedliche Stundensätze der Handwerker Einfluss auf den Preis. Weitere wichtige Informationen rund um den hydraulischen Abgleich gibt Experte Peter Mellwig im Interview „Alle Infos vom Energieberater”.

Drei Beispiele für die Kosten einer Heizungsoptimierung:

1. Austausch der Heizungspumpe

Um die Leistung einer Heizung zu optimieren, kann die Pumpe ausgetauscht werden. Das hat zwei Vorteile: Der Stromverbrauch der Pumpe sinkt deutlich und eventuelle Strömungsgeräusche im Rohrnetz verschwinden, da der Druck einer geregelten Pumpe an die konkreten Erfordernisse des Netzes angepasst werden kann.

Der Einbau einer stromsparenden Hocheffizienzpumpe kostet im Schnitt 400 Euro brutto, 100 Euro können über die Förderung gespart werden. Außerdem spart die neue Pumpe über 100 Euro Stromkosten im Jahr, weswegen sich die Investitionen schon nach drei Jahren rechnen.

2. Hydraulischer Abgleich mit voreinstellbaren Thermostatventilen

Als reine Dienstleistung kostet der hydraulische Abgleich für ein Einfamilienhaus rund 650 Euro. Im Preis enthalten sind die Datenaufnahme, die Berechnung der Heizlast und der Voreinstellungswerte sowie das Einstellen der Thermostatventile, der Pumpe und der Regelung durch einen Heizungsfachmann.

Um einen hydraulischen Abgleich vornehmen zu können, müssen die Heizkörper mit voreinstellbaren Thermostatventilen ausgestattet sein. Diese fehlen allerdings oft und müssen nachgerüstet werden. So kommen für ein Einfamilienhaus weitere Kosten von 275 Euro zustande. Die Amortisationszeit beträgt dann sechs Jahre.

Über 230 Euro kann man sich über die Förderung sofort zurückholen. Die restliche Investitionssumme amortisiert sich durch durchschnittliche Einsparungen der Heizkosten von 90 Euro innerhalb von acht Jahren.

3. Kombiniert: Pumpentausch und hydraulischer Abgleich mit voreinstellbaren Thermostatventilen

Beide Maßnahmen, der Pumpentausch und der hydraulische Abgleich, sollten miteinander kombiniert werden, um eine größtmögliche Effizienz zu erreichen. Zwar sind die Investitionskosten etwas höher, doch durch die Fördergelder und die gesparten Heiz- und Stromkosten in Höhe von 190 Euro rechnen sich die Maßnahmen bereits nach fünf Jahren.

Es lohnt sich außerdem, sich über mögliche Förderprogramme zu informieren. In dieser Übersicht finden Sie eine Auswahl der Förderungen für den hydraulischen Abgleich. Wie schnell sich ein hydraulischer Abgleich für Sie individuell rechnet, sagt Ihnen der Online-Ratgeber WärmeCheck.

Autor: Andreas Braun

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