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Die 10 besten Tipps zum Wassersparen

Warmwasser trägt mit 14 Prozent wesentlich zum Energieverbrauch im Privathaushalt bei. Dementsprechend sollte es beim Energiesparen berücksichtigt werden. Schon mit kleinen Verhaltensänderungen und einfachen technischen Lösungen lässt sich jede Menge Wasser sparen.

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Welcher Warmwasserverbrauch ist normal? Mit unserem Warmwasser-Rechner vergleichen Sie Ihre Werte mit denen ähnlicher Haushalte:

Warmes Wasser sparen – besonders wirksam

Für Haushalte lohnt sich Wasser­­sparen gleich mehrfach:

  • Nicht nur die Energie- und Wasser­kosten lassen sich reduzieren.
  • Gleich­zeitig sinken auch der Energie­verbrauch und die CO2-Emissionen. Denn ein großer Teil des verbrauchten Wassers in Deutschland ist Warm­wasser – durch­schnittlich etwa jeder dritte Liter im Haus­halt. Wer effektiv Wasser spart, spart also auch Energie, die zum Erhitzen des Wassers gebraucht wird.

Insgesamt 14 Prozent des Energie­verbrauchs eines Durch­schnitts­haushalts werden für die Bereitung von Warm­wasser verwendet – und der Anteil wächst weiter. Während der Heiz­energie­bedarf durch effiziente Heiz­kessel und eine verbesserte Dämmung rückläufig ist, steigt der Energie­aufwand für die Warm­wasser­bereitung stetig. So ist zum Beispiel tägliches Duschen zur Normalität geworden. Gleichzeitig steigen die Energie­preise und die Erwärmung von Wasser kann nur bedingt effizienter werden. Steigender Bedarf und steigende Preise: Das heißt tendenziell höhere Kosten für Haushalte.

Der Anteil von Warmwasser am Gesamtenergieverbrauch

1. Sinnvoll Wasser sparen im Alltag

Jeden Morgen kalt duschen muss nicht sein. Schon einfache Tipps zum Wassersparen haben eine große Wirkung und machen sich schnell bezahlt – ohne Komfortverlust. Wer beispielsweise eine Minute kürzer und bei einem Grad weniger duscht, kann einiges an Wasser und Geld sparen.

Noch mehr Ersparnis ist möglich, wenn hier und da Kleinigkeiten geändert werden, zum Beispiel:

  • häufiger duschen statt baden,
  • beim Händewaschen und Einseifen zwischendurch den Wasserhahn schließen und/oder kaltes Wasser nutzen,
  • einen Zahnputzbecher verwenden,
  • den Geschirrspüler oder die Waschmaschine im Ökoprogramm laufen lassen.

Um im Alltag Wasser sparen zu können, ist das Bewusstsein für den sorgsamen Umgang mit der Ressource eine wichtige Voraussetzung. Erfahren Sie allen zum Thema Wasserverbrauch im Haushalt.

2. Sparduschkopf und Durchflussbegrenzer nutzen

Beim Duschen, Baden und der Körperpflege wird der größte Teil des warmen Wassers im Haushalt verbraucht. Rund ein Drittel des Gesamtwasserverbrauchs fallen hier an. Und ein großer Teil davon ist warmes Wasser. Mit günstigen Maßnahmen lassen sich schnell Sparerfolge erzielen.

Perlstrahler und Wassermengenregler

Die unscheinbaren Helfer werden direkt an der Armatur angebaut und können dort bis zur Hälfte des Wasserverbrauchs sparen. Perlstrahler (auch Strahlregler oder Perlatoren genannt) optimieren den Wasserstrahl am Hahn und mischen dem Wasser Luft bei. So sinkt der Verbrauch bei gleichbleibendem Reinigungskomfort.

Die einfachen Helfer gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, zum Beispiel im Baumarkt:

  • als einfache Mischdüse,
  • mit Kugelgelenk oder Zwischenschlauch und
  • mit Umschalter für verschiedene Wassermengen.

Allerdings sind die Wassersparer für Durchlauferhitzer und drucklose Speicher nicht immer geeignet. Dort können sogenannte Wassermengenregler eine Alternative sein: Sie mindern den Wasserdruck, bevor der Wasserstrahl austritt. Doch auch hier kann es Einschränkungen geben für drucklose Boiler oder Durchlauferhitzer.

Sparduschköpfe

Sparsame Duschköpfe funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip. Die Installation kann ganz einfach selber durchgeführt werden. Zudem sind auch Modelle erhältlich, die für die Verwendung mit drucklosen Speichern geeignet sind. Bei Durchlauferhitzern sollte man sich dagegen beraten lassen: Bei manchen elektronischen Durchlauferhitzern sind Durchflussbegrenzer bereits eingebaut. Bei hydraulischen Durchlauferhitzern hingegen können sie nicht verwendet werden.

Informieren Sie sich am besten über die Warmwassertechnik, bevor Sie die Helfer besorgen. Lassen Sie sich beim Kauf von Fachpersonal beraten. Die Helfer sind alle günstig in der Anschaffung und einfach zu installieren, besonders mit unserer Anleitung zum Einbauen eines Durchflussbegrenzers.

Effiziente Duschköpfe sind schon ab 20 Euro zu haben, die anderen Sparhelfer ab etwa 2 bis 5 Euro. Bei der Auswahl von Sanitäreinrichtungen wie Duschköpfen und WC-Spülsystemen helfen der Blaue Engel und das Wassereffizienzlabel "WELL“.

3. Wäsche effizient reinigen

Das Wäschewaschen verbraucht durchschnittlich etwa 12 Prozent des Wassers im Haushalt. Entscheidend für Kosten und CO2 ist vor allem der Energieverbrauch, um das Wasser zum Waschen zu erhitzen. Hier kommt meistens Strom zum Einsatz, es sei denn, die Waschmaschine wird über einen extra Warmwasseranschluss versorgt.

So lässt sich beim Wäschewaschen sparen:

  • Waschmaschinen sollten in der Regel voll beladen werden.
  • Dank moderner Kaltwaschmittel genügen meist niedrigere Temperaturen.
  • Ökoprogramme haben kürzere Waschzeiten und weniger Wasserverbrauch.
  • Auch auf die Vorwäsche zu verzichten, ist oft kein Komfortverlust, spart aber viel Wasser, Energie und schont die Kleidung.
  • Ist die Wäsche stark verschmutzt, sollte besser länger statt heißer gewaschen werden. Gegen hartnäckigen Schmutz und Bakterien hilft eine einzelne heiße Wäsche nach einigen normalen Waschgängen. Ein Großteil der Wäsche kann auch mit Gallseife vorbehandelt werden.

4. Alte Geräte austauschen und passenden Ersatz suchen

Auf Wäsche­waschen und Geschirr­spülen werden rund 20 Prozent des Gesamt­wasser­verbrauchs im Haushalt verwendet. Da das Wasser in den Geräten meist noch erwärmt wird, spielt der Strom­verbrauch zusätzlich eine große Rolle. Wasser­sparende Geräte sind deshalb gleichzeitig oft Strom­sparer.

  • Dass moderne Geschirr­spüler häufig weniger Wasser benötigen als ein Abwasch per Hand ist mittler­weile vielen bekannt. Doch wer richtig Wasser sparen möchte, schaut auch beim Kauf einer neuen Geschirr­spül­maschine genau hin: Zwischen den aktuellen Geräten der ver­schiedenen Hersteller gibt es bedeutende Unter­schiede. Die spar­samsten Geräte verbrauchen über ein Drittel weniger Wasser als ihre Konkurrenten. Ähnliches gilt für Waschmaschinen.
  • Auch bei Durch­lauf­erhitzern lohnt häufig ein Austausch, bevor das alte Gerät defekt ist. Das zeigt das Beispiel eines 3-Personen-Haushalts: Wird ein hydrau­lisch geregelter durch einen voll­elektro­nischen Durch­lauf­erhitzer ersetzt, ist eine jährliche Ersparnis von 90 Euro möglich.

Bei Wasser- und Strom­fressern lohnt sich ein Neukauf, bevor das alte Gerät kaputtgeht. Aber nur, wenn Sie auf eine gute Effizienz­klasse und den „Blauen Engel“ achten.

5. Armaturen optimieren

(c) rclassenlayouts - iStock

Nutzen Sie noch eine Misch­­batterie oder Zwei­griff­armatur am Wasserhahn und müssen die Wassertemperatur jedes Mal mühsam regeln? Gerade beim Duschen ist die Entscheidung zwischen Komfort oder Energie­sparen unangenehm: Entweder, Sie lassen das Wasser ständig laufen oder Sie müssen die Temperatur nach dem Ab­drehen und Ein­seifen neu regeln.

Mit Ein­hebel­armaturen oder Ein­hand­mischern kann der Warm­wasser­zufluss am Wasch­becken mit einem Griff zuge­dreht werden. Noch besser ist es, wenn die Temperatur bereits voreingestellt ist, wie etwa bei einem voll­elektronischen Durchlauf­erhitzer, der sich grad­genau einstellen lässt.

Eine kosten­günstige Alter­native für druck­feste Warmwassergeräte ist ein Dusch-Stop. Damit wird der Wasser­durch­fluss per Knopf am Dusch­kopf oder mit einem kleinen Hebel gestoppt.

6. Dichtungen und Dämmung prüfen

Der Wasserhahn tropft, am Brauseschlauch gibt es ein Leck und der Spülkasten ist undicht? Dann sollten Sie schnell etwas tun, um Wasser zu sparen. Schuld sind oft Dichtungen, die porös oder verkalkt sind. Ersatzteile gibt es im Baumarkt oder Fachhandel.

  • Zum Entfernen von Kalk können Sie Essigreiniger nutzen.
  • Bei undichten Stöpseln hilft Alleskleber: am Rand auftragen, trocknen lassen und so den Stöpsel etwas verbreitern.
  • Wer im Eigenheim eine zentrale Warmwasserversorgung nutzt, kann mit wenig Geld noch mehr tun: Oft sind die Leitungen zwischen Warmwasserspeicher und Wasserhähnen ungenügend oder gar nicht gedämmt und auch die Dämmung des Warmwasserspeichers lässt sich manchmal verbessern.

7. Wassertemperatur optimal regeln

Die Wassertemperatur muss in einer zentralen Heizanlage nicht mehr als 60 Grad Celsius betragen – aber auch nicht weniger, da dies die Mindesttemperatur für den Schutz vor Legionellen ist. Bei dezen­tralen Lösungen wie Durch­lauf­erhitzern genügen niedrigere Temperaturen, da das Wasser hier nicht länger auf dieser Temperatur gehalten wird und so keine Gefahr durch Legionellen besteht:

  • An der Küchen­spüle reichen etwa 45 Grad,
  • zum Duschen ungefähr 38 Grad.

Moderne voll­elektro­nische Durch­lauf­erhitzer lassen sich grad­genau regeln, sodass sofort Warm­wasser mit der gewünschten Temperatur zur Ver­fügung steht und kein Wasser ver­schwendet wird.

8. Kleinspeicher ausschalten und Wasser sparen

Wenn Sie Ihr Wasser mit elektrischen Kleinspeichern erwärmen, können Sie eine Menge Energie sparen, indem Sie diese öfter mal ausschalten. Denn schließlich heizt der Speicher das Wasser permanent auf die eingestellte Temperatur. Da keine Dämmung perfekt funktioniert, entstehen dabei große Energieverluste.

Wenn Sie also übers Wochenende in den Urlaub fahren, schalten Sie den Speicher einfach aus. Und auch nachts muss der Speicher nicht eingeschaltet sein. Am besten wäre es sogar, Sie schalten ihn nur dann ein, wenn Sie heißes Wasser benötigen. Dann müssen Sie zwar ein paar Minuten warten, bis das Wasser erhitzt ist, sparen aber viel Energie.

9. Warmwasser-Zirkulation abschalten lassen

Bei der zentralen Warmwasserbereitung kommt oft eine Zirkulationspumpe zum Einsatz. Diese verbraucht dauerhaft Strom und zusätzlich gibt es erhebliche Wärmeverluste im Leitungsnetz. In einem Einfamilienhaus kann diese Pumpe und damit die Zirkulation in der Regel von einer Fachkraft stillgelegt und das Leitungsnetz umgerüstet werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass keine toten Stichleitungen entstehen.

Durch das Abschalten der Zirkulation geht zwar Wasser verloren, weil das in der Leitung stehende kalte Wasser erst abfließen muss, ehe das Warmwasser aus dem Speicher an der Zapfstelle ankommt. Aber diese Verluste werden durch die entfallenden Zirkulationsverluste mehr als ausgeglichen. Ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus kann so pro Jahr rund 85 Euro sparen.

Eine Alternative ohne Komfortverlust: per Zeitschaltuhr die Schaltung der Zirkulationspumpe an den individuellen Tagesablauf anpassen.

10. Sonne, Erdwärme & Co. heizen lassen

Die umwelt­freund­lichste Ergänzung für Warm­wasser­bereitung im Haus­halt ist die Solar­unter­stützung der Heizung Solar­thermie genannt. Denn Solar­anlagen gibt es nicht nur für Strom. Die Wärme für Ihr Wasser kommt so direkt und kosten­los vom Dach – und hilft Heiz- oder Strom­kosten zu sparen.

Wer sein Warm­wasser zentral erzeugt, kann meist relativ einfach regenerative Wärme­quellen wie eine Solar­anlage oder eine Wärme­pumpe nutzen. Auch bei einigen modernen dezentralen Geräten besteht diese Möglich­keit. Ein durch­schnittlicher 4‑Personen-Haus­halt in einem Einfamilien­haus mit Heizöl- oder Erdgas-Zentral­heizung kann mit einer Solar­thermie-Anlage bis zu sechzig Prozent des Warm­wassers regenerativ erzeugen.

Warmwasser-Rechner nutzen und persönliches Sparpotenzial herausfinden

Sie wollen Ihren Wasser- und Energieerbrauch gezielt senken und das Sparpotenzial in Ihrem Zuhause ausschöpfen? Dann nutzen Sie den WasserCheck! Der Verbrauchsrechner zeigt Ihnen mit wenigen Klicks, wie viel warmes Wasser Sie im Vergleich zu ähnlichen Haushalten verbrauchen. Und passende Spartipps für Ihren Haushalt erhalten Sie außerdem dazu. Finden Sie jetzt heraus, wie viel Sie sparen können!

Sie wollen nicht nur warmes Wasser sparen? Mit diesen Tipps reduzieren Sie Ihren geamten Wasserverbrauch: Wasser sparen – Maßnahmen für zu Hause und unterwegs.

Autor: Jens Hakenes

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