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Stromverbrauch durch Standby: einfach ausschalten!

Die Standby-Funktion von Elektrogeräten verbraucht unnötig viel Strom. Erfahren Sie, wie Sie mehr als 100 Euro im Jahr sparen können, indem Sie Standby ausschalten – und wie Sie den heimlichen Stromfressern auf die Schliche kommen.

StromCheck: Stromverbrauch berechnen

Verbrauchen Sie zu viel Strom? Jetzt in wenigen Sekunden individuell berechnen.

(c) Med Badr Chemmaoui | Unsplash

Brennt an Ihrem Fernseher, der alten Hifi-Anlage oder der Spielekonsole permanent ein Licht? Ist das Netzteil des Deckenfluters warm oder brummt es? Und haben der PC und die Mikrowelle keinen richtigen Ausschalter?

Dann verbrauchen diese Geräte rund um die Uhr Strom. Das sorgt nicht nur für eine teure Stromrechnung, sondern auch für einen hohen Ausstoß an CO2.

Einsparpotenzial: Standby ausschalten und rund 115 Euro sparen

In einem durchschnittlichen 3-Personen-Haushalt machen unnötige Kosten durch Standby im Schnitt etwa 10 bis 20 Prozent der Stromrechnung aus. Die Standby-Leistung liegt durchschnittlich bei etwa 40 bis 50 Watt. Durch vollständigen Verzicht könnten Sie im Jahr bis zu 400 Kilowattstunden (kWh) und 115 Euro sparen.

Stromverbrauch: Standby-Verbrauch einzelner älterer Geräte

GerätStandby-Watt (gemessen)kWh pro Jahr*Euro pro Jahr*
Stereoanlage1512035
Fernseher (LCD)1411232
Mini-Hifi-Anlage118825
PC, Monitor & Drucker108023
DVB-T-Receiver108023
Router (DSL/WLAN)86418
Handy-Ladegerät54012
Telefon (schnurlos)3247
Waschmaschine3247
Mikrowelle2,5206
Handy-Ladegerät (neu)0,32,40,7

* Angenommen ist eine durchschnittliche Standby-Dauer von 22 Stunden pro Tag. Gemessen wurden Beispiel-Geräte aus verschiedenen Haushalten. Neue Geräte verbrauchen gemäß EU-Verordnung (Ökodesign-Richtlinie) deutlich weniger Strom im Standby-Betrieb als ältere.

Wie Sie Ihren Standby-Verbrauch senken

(c) Gabriel | Unsplash

Um Strom zu sparen, müssen Sie Standby ganz ausschalten. Mit ferngesteuerten Steckdosen können Sie das sogar bequem von der Couch aus machen. Das geht dank einem Zwischenstecker mit Sensor, der zwischen Fernseher, Lampen und Co und Steckdose gesteckt wird. Der Sensor kappt oder aktiviert die Stromzufuhr von Steckdose zum Gerät, je nach Befehl mit der Fernbedienung. Einige Funksteckdosen lassen sich sogar via Bluetooth oder WLAN per Smartphone steuern.Bedenken Sie jedoch, dass diese Steckdosen selbst einen geringen Standby-Verbrauch haben, um Signale empfangen zu können. Noch energiesparender sind daher manuell abschaltbare Steckdosenleisten. Ein weiterer Vorteil: mit einem einzigen Knipsen können Sie gleich eine ganze Reihe von Geräten vom Strom trennen.

Besonders praktisch im Büro oder für gemeinsam arbeitende Gerätegruppen sind die so genannten Master-Slave-Steckdosen. Hier wird ein Hauptgerät als „Master“ definiert, dass die Stromzufuhr zu den anderen Geräten bestimmt. Wird das Hauptgerät ausgeschaltet, werden automatisch alle zugehörigen Geräte ebenfalls vom Strom getrennt.

Um heimliche Stromfresser zu erkennen, starten Sie am Besten gleich einen Rundgang durch Ihre ganze Wohnung oder Ihr Haus. Halten Sie Ausschau nach Geräten, die Sie ganz oder zeitweise vom Netz trennen können:

  • Wohnzimmer: Fernseher, Set-Top-Boxen, Hifi-Anlage
  • Kinderzimmer: Spielekonsole
  • Badezimmer: elektrische Zahnbürste, Rasierapparat
  • Arbeitszimmer: Computer, Monitor, Drucker
  • Küche: Waschmaschine, Geschirrspüler, Küchenradio; Kühlschrank regelmäßig abtauen

Achten Sie bereits beim Neukauf darauf, dass sich Geräte möglichst vollständig vom Netz trennen lassen. Der Stromverbrauch im Standby ist besonders bei billigen Geräten oft unverhältnismäßig hoch. Über die Lebensdauer gesehen sind solche Energieverschwender dann teurer als effiziente Geräte. Bei der Auswahl sparsamer Haushaltsgeräte hilft die App ecoGator.

Tipp: Ferienzeit ist Stromspar-Zeit

Gönnen Sie, wenn Sie in den Urlaub fahren, auch Ihren elektrischen Geräten eine Pause! Indem Sie die Geräte vom Strom trennen sparen Sie nicht nur den Standby-Verbrauch, sondern schützen Ihre Geräte auch vor Blitzeinschlag und Überspannung. Außerdem vermeiden Sie jegliche Brandgefahr, wenn Sie den Stecker ziehen!

Standby auf die Schliche kommen

Sie sind sich unsicher, ob das eine oder andere Gerät einen Standby-Verbrauch hat? Dann sollten Sie ein Strommessgerät nutzen. In vielen Energieberatungsstellen der Verbraucherzentralen können Sie ein Strommessgerät kostenlos ausleihen.

Sie wollen Ihren Stromverbrauch dauerhaft im Blick behalten? Dann sind Smart Meter oder andere intelligente Messgeräte vielleicht etwas für Sie. Der Stromspiegel hat verschiedene Smart Meter einem Test unterzogen.

Weitere Beratungsangebote gesucht? Der Stromspiegel listet verschiedene Möglichkeiten auf – online und vor Ort: vom StromCheck bis zum Basis-Check der Verbraucherzentrale Energieberatung.

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