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Stromverbrauch im Haushalt

Wie viel Strom verbrauchen deutsche Haushalte durchschnittlich? Welcher Stromverbrauch ist für meine Haushaltsgröße normal? Und wie kann ich meine Stromkosten reduzieren? Unser Artikel gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Stromverbrauch in Deutschland.

StromCheck: Stromverbrauch berechnen

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Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Stromverbrauch in Deutschland pro Person: 1.400 Kilowattstunden im Jahr
  • Stromspiegel liefert Werte für den Vergleich des Stromverbrauchs verschiedener Haushalte
  • ineffiziente elektrische Geräte Hauptverursacher für zu hohen Stromverbrauch
  • mit Tipps und effizienten Geräten jährlich mehrere hundert Euro sparen

Wie hoch ist der Stromverbrauch in Deutschland?

Für 2020 rechnet der BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) bisher mit einem Stromverbrauch von etwa 516 Milliarden Kilowattstunden für Deutschland. Private Haushalte verursachten dabei etwa ein Viertel des gesamten Stromverbrauchs. Durchschnittlich gesehen liegt der Pro-Kopf-Verbrauch der Deutsche/n bei etwa 1.400 Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr. Das entspricht Stromkosten in Höhe von circa 425 Euro.

Wie sich der Stromverbrauch auf die unterschiedlichen Haushaltsbereiche verteilt, zeigt diese Grafik:

Den Löwenanteil des Stroms verbrauchen deutsche Haushalte bei der Nutzung von großen Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik. In den meisten Haushalten wird dabei allerdings mehr Strom verbraucht als notwendig wäre. Das verursacht zum einen unnötig hohe Kosten und belastet zudem Umwelt und Klima, da der deutsche Strommix immer noch zu fast der Hälfte auf fossilen Energiequellen basiert.

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3 Faktoren, die den Stromverbrauch beeinflussen

  1. Mit der Anzahl der Personen steigt in der Regel auch der Verbrauch – allerdings nicht linear im gleichen Ausmaß wie der Anstieg der Personen. Der Grund: Haushaltsgeräte wie Kühlschrank oder Waschmaschine werden gemeinsam genutzt. Deswegen ist der Pro-Kopf-Stromverbrauch in größeren Haushalten meist geringer als in kleineren Haushalten.
  2. Außerdem hängt die Höhe des Verbrauchs auch davon ab, ob es sich um ein Einfamilienhaus oder um ein Mehrfamilienhaus handelt. Der Stromverbrauch in einer Wohnung im Mehrfamilienhaus ist durchschnittlich fast 30 Prozent niedriger als im Einfamilienhaus. Warum? In einem Eigenheim sorgen beispielsweise Außenbeleuchtung, Garten und Garage für höhere Kosten, denn in einem Mehrfamilienhaus werden diese Punkte als Nebenkosten auf alle Mieter*innen umgelegt.
  3. Ein weiterer Faktor ist die Warmwasserbereitung. Wird das Warmwasser für Bad und Küche mit Strom erhitzt, also per Durchlauferhitzer oder Boiler, erhöht sich der Stromverbrauch pro Kopf: um knapp 25 Prozent oder etwa 350 kWh jährlich, was Stromkosten von 110 Euro entspricht. Im Abschnitt „Stromverbrauch senken“ finden Sie eine Anleitung, wie Sie Ihre Stromkosten in diesem Fall senken können.

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Durchschnittlicher Stromverbrauch nach Haushaltsgröße

Gerade weil so viele Faktoren zu berücksichtigen sind, fragen sich viele Verbraucher*innen: Ist mein Stromverbrauch normal? Der Stromspiegel hilft eine Antwort darauf zu finden: Er enthält Durchschnittswerte zum realen Stromverbrauch von Privathaushalten in Deutschland. Damit können Verbraucher*innen ihren Stromverbrauch einem Vergleich mit ähnlichen Haushalten unterziehen und herausfinden, wie groß das Sparpotenzial bei Ihnen zu Hause ist.

Auch wenn der Verbrauch durchschnittlich ist oder sogar unter dem Durchschnitt liegt: Fast immer gibt es noch einige Stellschrauben, um zu sparen. Lesen Sie dazu unseren Artikel zu Tricks und Tipps zum Reduzieren des Stromverbrauchs.

Durchschnittlicher Stromverbrauch pro Jahr – im Einfamilienhaus

HaushaltsgrößeStromverbrauch mit elektr. Warmwasserbereitung
1 Person2.300 kWh/Jahr2.500 kWh/Jahr
2 Personen3.000 kWh/Jahr3.600 kWh/Jahr
3 Personen3.600 kWh/Jahr4.500 kWh/Jahr
4 Personen4.000 kWh/Jahr5.000 kWh/Jahr
5 Personen5.000 kWh/Jahr6.500 kWh/Jahr

Durchschnittlicher Stromverbrauch pro Jahr – im Mehrfamilienhaus

HaushaltsgrößeStromverbrauch mit elektr. Warmwasserbereitung
1 Person1.500 kWh/Jahr2.000 kWh/Jahr
2 Personen2.100 kWh/Jahr3.000 kWh/Jahr
3 Personen2.600 kWh/Jahr3.900 kWh/Jahr
4 Personen3.000 kWh/Jahr4.500 kWh/Jahr
5 Personen3.600 kWh/Jahr5.500 kWh/Jahr

Tipp: Ihren Stromverbrauch finden Sie auf der letzten Jahresabrechnung Ihres Stromanbieters. Sie wissen nicht, wie viel Strom Sie verbrauchen? Unser Artikel über das Berechnen des Stromverbrauchs hilft Ihnen weiter.

Bei den Werten des Stromspiegels handelt es sich um durchschnittliche Werte für den realen Stromverbrauch von Haushalten in Deutschland handelt. Der optimale Stromverbrauch ist noch niedriger.

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Wie viel Strom verbrauche ich?

Wie viel Strom Sie bei sich zu Hause verbrauchen, können Sie mit dem kostenlosen Stromverbrauchsrechner StromCheck ermitteln. Auf Basis Ihrer Angaben erhalten Sie eine individuelle Einschätzung zu Ihrem Stromverbrauch und erfahren, welche Kosten und wie viel CO2 Sie durch geeignete Stromspar-Maßnahmen reduzieren können.

Wie hoch sind die Stromkosten im Durchschnitt?

Wie hoch die Stromkosten eines Haushalts sind hängt nicht nur vom Verbrauch ab, sondern beispielsweise auch vom gewählten Stromtarif. Bei den hier angegebenen Stromkosten handelt es sich um Durchschnittswerte, die auf den durchschnittlichen Stromverbräuchen von deutschen Haushalten aus dem Stromspiegel basieren. Je mehr Menschen im Haushalt zusammenleben, desto geringer sind die Stromkosten pro Person.

Durchschnittliche Stromkosten im Ein-/Zweifamilienhaus*

HaushaltsgrößeStromkosten ohne WarmwaaserStromkosten mit Warmwasser
1 Person701 Euro762 Euro
2 Personen914 Euro1.097 Euro
3 Personen1.097 Euro1.371 Euro
4 Personen1.218 Euro1.523 Euro
5 Personen1.523 Euro1.980 Euro

Durchschnittliche Stromkosten im in der Wohnung*

HaushaltsgrößeStromkosten ohne WarmwasserStromkosten mit Warmwasser
1 Person 457 Euro609 Euro
2 Personen640 Euro914 Euro
3 Personen792 Euro1.188 Euro
4 Personen914 Euro1.371 Euro
5 Personen1.097 Euro

1.675 Euro

*Gerechnet mit einem Strompreis von 0,295 € und gerundet

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Stromverbrauch im Homeoffice

Nachdem im Pandemie-Jahr 2020 viele Arbeitnehmer*innen ins Homeoffice gewechselt sind, fürchten sie nun die Stromkostenabrechnung. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass sie für alle steigen wird, die mehr von zu Hause aus gearbeitet haben. Was lässt den Verbrauch im Homeoffice ansteigen?

  • Strom für den Bildschirmarbeitsplatz: je weniger Ausstattung, desto geringer der Verbrauch. Ein großer Unterschied besteht zwischen einem verbrauchsarmen Laptop und einem Desktop-Rechner mit großer Arbeitsleitung.
  • Strom für die Zubereitung des Mittagessens: Sie kochen im Homeoffice eine Mahlzeit mehr als üblich zu Hause? Auch das schlägt sich in den Stromkosten nieder. Unsere Tipps für Herd und Backofen helfen beim Sparen.
  • Strom für Kaffeekochen, Beleuchtung etc.: Natürlich kommen auch weitere Aspekte des Berufsalltags dazu, die dich ins eigene zu Hause verlagern: Kaffee oder Tee kochen, Beleuchtung, Headsets aufladen und so weiter.

Egal ob Sie zu Hause arbeiten oder entspannen – unsere Stromspartipps helfen Ihnen Geld zu sparen und das Klima zu schützen.

Was verbraucht am meisten Strom? – Stromverbrauch schnell senken

Der Stromverbrauch großer Haushaltsgeräte und von Unterhaltungselektronik wie Fernseher und Co. machen den größten Anteil des Stromverbrauchs im Haushalt aus. Doch wie immer gilt: Wo besonders viel Energie verbraucht wird, lässt sich auch besonders viel einsparen. Mit unseren Tipps können Sie den Stromverbrauch in Ihrem Haushalt garantiert senken. 

Tipp: Das kostenlose Energiesparkonto hilft Ihnen dabei, ihren Energieverbrauch zu analysieren und erfolgreiche oder weniger erfolgreiche Energiesparmaßnahmen zu identifizieren. Das digitale Haushaltsbuch liefert Ihnen außerdem passende Energiespar-Tipps. Das Energiesparkonto gibt es auch als App für Android und iOS („EnergieCheck“).

1. Standby-Betrieb vermeiden

Einfach, aber effektiv: Achten Sie darauf, dass Sie elektrische Geräte ganz ausschalten. Geräte im Standby verbrauchen immer noch eine Menge Strom und sind im Schnitt für rund ein Zehntel des Stromverbrauchs verantwortlich. Verglichen mit modernen Geräten haben besonders alte oder veraltete Geräte einen hohen Verbrauch im Stanby-Modus. Durch konsequentes Abschalten können Sie bis zu 200 kWh Strom und 61 Euro im Jahr sparen.

Am leichtesten gelingt das kollektive Ausschalten von Geräten mit sogenannten Master-Slave-Steckdosenleisten. Wird das Hauptgerät abgeschaltet, unterbindet die Steckdosenleiste automatisch sämtliche Stand-by-Verbräuche aller angeschlossenen Geräte. Mehr Informationen finden Sie in unserem Artikel Stromverbrauch durch Standby.

Tipp: Sie wollen wissen, ob ein Gerät unbemerkt Strom schluckt? Mit einem Strommessgerät können Sie überprüfen, ob ein vermeintlich ausgeschaltetes Gerät weiter Strom verbraucht: einfach zwischen Steckdose und Gerät zwischenschalten und schauen, ob auch nach dem Abschalten Strom fließt. Mehr Informationen finden Sie in unserem Artikel „Stromverbrauch messen“.

2. Bei Haushaltsgeräten auf Energieeffizienz achten

Wie steht es um die Energieeffizienz Ihrer Haushaltsgeräte? Gerade Geräte im Dauerbetrieb, wie Kühlschrank und Gefrierschrank, können durch einen hohen Stromverbrauch ein Loch in Ihre Haushaltskasse reißen. Bei Geräten ab 10 Jahren lohnt sich der Austausch gegen ein neues, effizientes Gerät oft sogar dann, wenn das alte noch problemlos läuft. Ein 3-Personen-Haushalt kann seine Stromkosten mit einem neuen Kühlschrank der besten Effizienzklasse um bis zu 70 Euro pro Jahr reduzieren und so den Kaufpreis schnell wieder ausgleichen. Ob sich ein Austausch lohnt, verrät Ihnen der KühlCheck.

Tipp: Neben der im EU-Energielabel ausgewiesenen Energieeffizienzklasse sollten Sie beim Kauf neuer Haushaltsgeräte auch den Jahresenergieverbrauch verschiedener Geräte miteinander vergleichen. Beim Identifizieren besonders effizienter Haushaltsgeräte hilft Ihnen die kostenlose App ecoGator. Denn damit können Sie auch die zu erwartenden laufenden Stromkosten der Geräte vergleichen.

3. Strom sparen durch verringerten Wasserverbrauch

In Haushalten, in denen das Wasser für Dusche und Co. elektrisch erwärmt wird, wird durchschnittlich rund ein Drittel des Stromverbrauchs darauf verwendet. Mit Sparduschköpfen und Durchlaufbegrenzern können 1- und 2-Personen-Haushalte ihre Stromkosten in extremen Fällen um 115 beziehungsweise 230 Euro im Jahr senken. Entsprechend höher sind die Ersparnisse in größeren Haushalten.

Tipp: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert den Austausch alter hydraulischer Durchlauferhitzer gegen effizientere vollelektronische Geräte mit einem Zuschuss über 100 Euro. Moderne Durchlauferhitzer verbrauchen im Vergleich rund 20 Prozent weniger Energie. Zum Förderprogramm.

4. Alte Heizungspumpe austauschen

Hätten Sie gedacht, dass einer der größten Stromverbraucher im Heizungskeller zu finden ist? Die Umwälzpumpe der Heizanlage sorgt dafür, dass das heiße Wasser vom Heizkessel im Heizkörper landet – und verbraucht dabei eine Menge Strom. Mehr als jede zweite Heizanlage in Deutschland gilt als veraltet, ebenso die Umwälzpumpen. Eine alte verbraucht für die gleiche Arbeit 80 Prozent mehr Strom als eine neue, hocheffiziente Umwälzpumpe. In einem Einfamilienhaus entspricht das etwa Stromkosten von etwa 100 bis 150 Euro, die pro Jahr gespart werden könnten. Im Vergleich verbraucht eine effiziente Pumpe sogar weniger Strom als ein durchschnittlicher Fernseher.

Autorinnen: Laura Wagener (freie Redakteurin), Anne Weißbach

Tipp: Der Austausch alter Heizungspumpen wird in Kombination mit einem hydraulischen Abgleich bezuschusst: 20 Prozent der Kosten übernimmt der Staat.

Im Artikel zu Tipps und Tricks zum Stromsparen finden Sie viele weitere Möglichkeiten, wie Sie den Stromverbrauch in Ihrem Haushalt reduzieren können. Auf Ihre Haushaltsgröße zugeschnittene Stromspar-Tipps gibt es außerdem in unseren Artikeln zum Stromverbrauch vom Single- bis zum 5-Personen-Haushalt:

  • 1-Personen-Haushalt

    Welcher Stromverbrauch ist in einem 1-Personen-Haushalt normal? Welche Stromspar-Tipps sind besonders effektiv? Anhand von Beispielrechnungen zeigen wir Ihnen, wie viel Strom Sie mit nur zwei Tipps sparen können.

    Stromverbrauch: 1-Personen-Haushalt
  • 2-Personen-Haushalt

    Viele Menschen in Deutschland leben in einem 2-Personen-Haushalt. Lesen Sie hier, welcher Stromverbrauch in der Wohnung und im Einfamilienhaus im Durchschnitt liegt. Anhand von zwei Tipps berechnen wir das Stromspar-Potenzial in kleinen Haushalten.

    Stromverbrauch: 2-Personen-Haushalt
  • 3-Personen-Haushalt

    WG oder kleine Familie – der 3-Personen-Haushalt ist eine beliebte Haushaltsgröße. Wir zeigen Ihnen, mit welchen Stromspartipps 3 Personen ihren Stromverbrauch reduzieren können.

    Stromverbrauch: 3-Personen-Haushalt
  • 4-Personen-Haushalt

    In großen Haushalten sorgen viele Geräte oft für einen erhöhten Stromverbrauch. Doch welcher Verbrauch fällt in den Durchschnitt, welcher ist bereits höher als in vergleichbaren Haushalten? Und wie kann effektiv Strom gespart werden?

    Stromverbrauch: 4-Personen-Haushalt
  • 5-Personen-Haushalt

    Je größer der Haushalt, desto höher ist meistens auch der Stromverbrauch. Informieren Sie sich hier über den durchschnittlichen Verbrauch von 5-Personen-Haushalten und erfahren Sie, mit welchen Tipps Sie im Haus und in der Wohnung Strom sparen können.

    Stromverbrauch: 5-Personen-Haushalt

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