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Heizungspumpen: Förderung für den Austausch

Der Austausch einer veralteten Heizungspumpe spart dauerhaft Stromkosten. Staatliche Förderung macht den Austausch noch attraktiver: Zuschüsse zahlen BAFA und KfW – bis zu 30 Prozent. Wir zeigen, wie Sie die Förderung für eine neue Heizungspumpe beantragen.

PumpenCheck: Pumpentausch prüfen

Finden Sie heraus, ob die Umwälzpumpe in Ihrem Heizungskeller ein Stromfresser ist und ob sich der Austausch gegen eine moderne Pumpe lohnt:

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • mit Förderung rechnet sich Pumpentausch nach 2 bis 7 Jahren
  • beste Förderung für Heizungspumpen vom BAFA: 30 Prozent Zuschuss
  • Förderung auch für Schlammabscheider und hydraulischen Abgleich
  • Schritt-für-Schritt-Anleitung zur BAFA-Förderung

Lohnt es sich, eine Förderung für Heizungspumpen zu beantragen?

Alte Heizungspumpen können rund 10 Prozent der Stromkosten eines Haushalts ausmachen. Der Austausch einer Heizungspumpe – auch Umwälzpumpe genannt – rechnet sich besonders bei Modellen, die bis 2007 eingebaut wurden. Die staatliche Förderung sorgt dafür, dass sich eine neue Heizungspumpe schneller rentiert als über die reine Ersparnis bei den Stromkosten. Nach Angaben der Verbraucherzentrale und der Stiftung Warentest rechnet sich der Austausch einer Umwälzpumpe nach zwei bis sieben Jahren.

So sieht eine Beispielrechnung für die Förderung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) aus. Das BAFA zahlt einen Zuschuss von 30 Prozent auf den Nettobetrag der Rechnung. Eine Heizungspumpe samt Einbau kostet etwa 300 bis 400 Euro brutto. Bei dem Beispiel von 400 Euro liegen die Nettokosten bei 336,13 Euro. Als Förderung für eine neue Heizungspumpe gibt es dann vom BAFA 100,84 Euro.

Heizungspumpe: Kosten für Strom pro Jahr im Vergleich (4.000 Heizstunden pro Jahr)

Hocheffizienzpumpe (2019)36 kWh11 Euro
Hocheffizienzpumpe (2007) 70 kWh20 Euro
geregelte Heizungspumpe (2007)174 kWh51 Euro
Standardpumpe* (1990er-Jahre)221 kWh65 Euro

* ungeregelte Heizungspumpe mit 55 Watt / Strompreis: 29,3 Cent je kWh / Quellen: Stiftung Warentest, Bundesnetzagentur, eigene Berechnungen

BAFA-Förderung für Heizungspumpen

Die wohl attraktivste Förderung für den Austausch einer Heizungspumpe kommt vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Über das Programm Bundesförderung für effiziente Gebäude – Heizungsoptimierung zahlt das BAFA einen Zuschuss von 30 Prozent der Nettokosten für eine neue Heizungspumpe einschließlich der Installation. Eine Förderung gibt es vom BAFA in diesem Zusammenhang auch für einen eventuell nötigen Schlammabscheider oder Magnetabscheider .

Kostenrechnung Austausch Heizungspumpen mit Förderung

Für die Förderung einer neuen Heizungspumpe stellt das BAFA einige Bedingungen. Die wichtigsten sind:

  • Den Austausch der Heizungspumpe muss ein Fachbetrieb vornehmen und die Umwälzpumpe darf nicht gebraucht sein – auch nicht einzelne Teile.
  • Der Heizungsbesitzer muss sich vor der Auftragsvergabe auf der Website des BAFA registrieren. Innerhalb von sechs Monaten nach der Registrierung muss der Austausch der Heizungspumpe abgeschlossen sein.
  • Die neue Heizungspumpe muss in der Liste der förderfähigen Pumpen des BAFA enthalten sein. Das Wort Nassläufer steht dort für die typischen Heizungspumpen in Ein- und Zweifamilienhäusern. Eine Zirkulationspumpe ist keine Heizungspumpe, sondern für den Trinkwarmwasserkreislauf im Haus bestimmt.
  • Pro Heizung kann jede Maßnahme wie der Austausch einer Heizungspumpe nur einmal beantragt werden.

Download der Checkliste: In 5 Schritten zur Pumpenförderung (PDF, 70 kB)

Ein hydraulischer Abgleich wird vom BAFA ebenfalls mit 30 Prozent bezuschusst. Warum die Kombination beider Maßnahmen sinnvoll ist, lesen Sie in unserem Artikel zum Austausch einer Heizungspumpe.

Sie haben noch Fragen zum Förderprogramm „Heizungsoptimierung”? Die Experten der BAFA erreichen Sie telefonisch unter 06196 908-10 01. Außerdem finden Sie auf der Website zum Förderprogramm ein Kontaktformular.

KfW-Förderung für Heizungspumpen

Die staatliche Förderbank KfW zahlt bei Ihrem Programm Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss (430) eine Förderung für Einzelmaßnahmen. Dazu zählt auch der Einbau einer neuen Heizungspumpe, wenn er mit einem hydraulischen Abgleich verbunden wird. Im Regelfall werden sich Hausbesitzer aber für eine Förderung des BAFA entscheiden, denn die KfW zahlt nur einen Zuschuss von 10 Prozent (der Bruttokosten) statt 30 Prozent (der Nettokosten) wie das BAFA. Außerdem sind bei der KfW nur Einzelmaßnahmen förderfähig, die zusammen mindestens 3.000 Euro kosten. Der Austausch der Heizungspumpe gemeinsam mit einem hydraulischen Abgleich ist aber für gewöhnlich deutlich preiswerter.

Unser Tipp: Eine KfW-Förderung sollten Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern erst dann prüfen, wenn sie außer dem Einbau einer neuen Heizungspumpe und dem hydraulischen Abgleich noch weitere Sanierungsmaßnahmen planen, die nicht vom BAFA gefördert werden. Nutzen Sie dazu unseren FördermittelCheck.

Wo gibt es noch Förderung für eine neue Heizungspumpe?

Außer BAFA und KfW zahlen auch mehrere Kommunen und Energieversorger eine Förderung für den Austausch einer Heizungspumpe. Energieversorger machen häufig zur Bedingung, dass Sie dort Kunde sind oder zu diesem Unternehmen wechseln. Welche Fördermaßnahmen es in Ihrem Postleitzahlgebiet gibt, ermitteln Sie in wenigen Minuten mit unserem FördermittelCheck. Wenn Sie einen Überblick über alle Förderungen suchen, nutzen Sie am besten unsere umfangreiche Fördermittel-Liste für Umwälzpumpen.

Kann ich Förderungen für Umwälzpumpen kombinieren?

Beim BAFA darf die Förderung für eine neue Heizungspumpe nicht mit anderen öffentlichen Fördermitteln des Bundes (zum Beispiel der KfW), der Länder oder der Kommunen kombiniert werden. Eine Doppelförderung mit Zuschüssen von privaten Unternehmen ist erlaubt, falls diese nicht ihrerseits eine Mehrfachzahlung ausschließen. Bei einer zusätzlichen Förderung durch Stadtwerke kommt es allerdings auf die Details im Einzelfall an, denn Stadtwerke können entweder als kommunale oder als private Unternehmen gelten. Wenden Sie sich in Zweifelsfällen an das Beratungstelefon des BAFA unter der Nummer 06196/908-1001.

Schritt für Schritt: Förderung für eine Heizungspumpe beim BAFA beantragen

  1. Klären Sie zunächst, ob Sie außer dem Austausch einer Heizungspumpe auch noch einen hydraulischen Abgleich und weitere Sanierungsarbeiten durchführen wollen. Es ist sinnvoll, bei Bedarf alle Maßnahmen gleichzeitig erledigen und fördern zu lassen.
  2. Vor der Auftragsvergabe an einen Handwerker registrieren Sie sich auf der Website des BAFA. Nach Erhalt der Eingangsbestätigung können Sie mit der Maßnahme beginnen. Innerhalb von sechs Monaten nach der Registrierung muss der Austausch der Heizungspumpe abgeschlossen sein.
  3. Prüfen Sie, ob die neue Hocheffizienzpumpe in der Liste der förderfähigen Pumpen des BAFA enthalten ist.
  4. Lassen Sie sich vom Handwerker eine gesonderte Rechnung für die geförderten Leistungen wie den Austausch der Heizungspumpe ausstellen, in der die Maßnahme klar benannt ist. Wird zum Beispiel zusätzlich noch der Heizungskeller gefliest, bitten Sie den Fachbetrieb, dafür eine separate Rechnung anzufertigen.
  5. Falls der Handwerker zusätzlich einen hydraulischen Abgleich der Heizung vornimmt, lassen Sie sich von ihm anschließend das ausgefüllte Formular zur Bestätigung des hydraulischen Abgleichs des VDZ aushändigen.
  6. Laden Sie das Antragsformular von der Website des BAFA herunter und schicken Sie es mit einer Rechnungskopie an das BAFA. Alternativ können Sie die Unterlagen auch über das Portal der Behörde hochladen.

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