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Heizungspumpe tauschen leicht gemacht: Alle Infos zu Kosten, Ersparnis und Umsetzung

Mit dem Austausch einer stromfressenden Heizungspumpe lassen sich in einem Einfamilienhaus im Schnitt rund 100 Euro pro Jahr sparen. Deswegen rechnet sich eine neue Pumpe besonders schnell. Wir erklären Ihnen, worauf Sie beim Tauschen achten sollten und welche Förderung es gibt.

PumpenCheck: Pumpentausch prüfen

Finden Sie heraus, ob die Heizungspumpe in Ihrem Heizungskeller ein Stromfresser ist und ob sich der Austausch gegen eine moderne Pumpe lohnt:

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Heizungspumpe tauschen und Stromverbrauch senken: im Einfamilienhaus circa 100 Euro weniger Stromkosten pro Jahr
  • Kosten für Hocheffizienzpumpe samt Einbau: etwa 300 bis 400 Euro
  • Förderung für das Tauschen einer Heizungspumpe: 30 Prozent Zuschuss
  • Pumpentausch kombinieren mit Schlammabscheider und hydraulischem Abgleich

Was bringt das Tauschen der Heizungspumpe?

Das Tauschen der Heizungspumpe – auch Umwälzpumpe genannt – zählt zu den Energiesparmaßnahmen, die sich am schnellsten bezahlt machen. In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus rechnet sich der Austausch nach etwa drei Jahren. Er kostet im Schnitt rund 300 bis 400 Euro, vermeidet Kosten von circa 100 Euro pro Jahr und etwa 190 Kilogramm CO2.

Welche Vorteile hat der Tausch einer Heizungspumpe?

Heizungspumpen laufen während der gesamten Heizperiode. Alte Pumpen sind häufig überdimensioniert, technisch veraltet und passen sich gar nicht oder nur schlecht dem tatsächlichen Heizbedarf an. Daher weisen sie oft einen viel zu hohen Stromverbrauch auf. In vielen Haushalten sind alte Heizungspumpen versteckte Stromfresser: sie können jährlich bis zu 600 Kilowattstunden (kWh) Strom verbrauchen – mehr als ein Kühlschrank. Moderne Hocheffizienzpumpen passen sich automatisch dem aktuellen Bedarf an. Durch das Ersetzen einer Heizungspumpe können Sie im Schnitt nicht nur 100 Euro Stromkosten pro Jahr sparen, sondern auch etwa 190 Kilogramm CO2 vermeiden – so viel verursacht ein Flug von München nach Paris.

Weitere Vorteile beim Austausch einer Heizungspumpe:

  • schneller Austausch in ein bis zwei Stunden
  • überschaubare Kosten
  • kurze Amortisationszeit
  • 30 Prozent Zuschuss vom BAFA
Eine alte Heizungspumpe ist ein Stromfresser im Haushalt. Über 100 Euro Stromkosten spart jährlich, wer sich für eine moderne Pumpe entscheidet.

Kosten beim Austausch der Heizungspumpe

Der Austausch einer alten Heizungspumpe durch eine Hocheffizienzpumpe kostet einschließlich Einbau etwa 300 bis 400 Euro. Je nach Zustand der Heizungsanlage kann es ratsam sein, einen Schlammabscheider oder Magnetabscheider einzubauen. Diese Geräte filtern Partikel aus dem Heizungswasser, die besonders durch Korrosion der Leitungen entstehen und die Hocheffizienzpumpe beschädigen könnten. Die Kosten dafür liegen inklusive Installation bei etwa 200 bis 300 Euro.

Heizungspumpe tauschen: durchschnittliche Kosten im Überblick

Heizungspumpe tauschen-400 Euro
Förderung (30 Prozent netto)+100 Euro
übrige Investition-300 Euro
Stromersparnis pro Jahr+100 Euro
Amortisationsdauer3 Jahre

Als zusätzliche Maßnahme ist ein hydraulischer Abgleich sinnvoll – so sparen Sie noch mehr Strom für die Pumpe und zusätzlich noch Heizenergie. Außerdem verringern sich lästige Störgeräusche in den Rohrleitungen.

Lohnt sich das Tauschen einer Heizungspumpe?

Der Austausch einer externen Heizungspumpe durch ein hocheffizientes Modell lohnt sich fast immer. Eine aktuelle Hocheffizienzpumpe spart gegenüber einer geregelten Heizungspumpe aus dem Jahr 2007 etwa 80 Prozent Stromkosten. Bei älteren Pumpen ist eine noch größere Einsparung möglich. Denn sie können bis zu 600 Kilowattstunden pro Jahr verschlingen.

Anschaffung und Einbau einer Hocheffizienzpumpe für ein Einfamilienhaus kosten im Schnitt nur 300 bis 400 Euro. Nach Angaben der Verbraucherzentrale und der Stiftung Warentest rechnet sich der Austausch einer Heizungspumpe nach zwei bis sieben Jahren. Wie schnell sich eine Hocheffizienzpumpe in Ihrer Immobilie rentiert, können Sie ganz einfach mit dem PumpenCheck von co2online ermitteln.

Wird eine alte Heizungspumpe gegen eine Hocheffizienzpumpe getauscht, zahlt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent – auch für eventuell nötige Nebenarbeiten wie das Anbringen eines Schlammabscheiders.

Heizungspumpe: Stromverbrauch und Kosten pro Jahr im Vergleich (4.000 Heizstunden pro Jahr)

Hocheffizienzpumpe (2019)36 kWh11 Euro
Hocheffizienzpumpe (2007)70 kWh21 Euro
geregelte Heizungspumpe (2007)174 kWh53 Euro
Standardpumpe* (1990er-Jahre)221 kWh67 Euro

* ungeregelte Heizungspumpe mit 55 Watt / Strompreis: 30,5 Cent je kWh / Quellen: Stiftung Warentest, Bundesnetzagentur, eigene Berechnungen

Heizungspumpe austauschen: Förderung

Der Bund fördert sowohl den Austausch einer Heizungspumpe als auch den hydraulischen Abgleich. Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) können Sie einen Zuschuss von 30 Prozent des Nettobetrags auf der Rechnung beantragen. Weitere Fördermöglichkeiten und Tipps zum Antrag finden Sie in unserem Artikel „Förderung für Heizungspumpen“ und mit dem FördermittelCheck von co2online.

Woran erkenne ich gute Modelle von Heizungspumpen? – der EEI

Moderne hocheffiziente Heizungspumpen sparen gegenüber Modellen, die bis 2007 verbaut wurden, mindestens 80 Prozent Strom ein. Oft ist es noch mehr. Hocheffizienzpumpen erkennen Sie an einem niedrigen Energie-Effizienz-Index (EEI). Je niedriger der EEI, desto geringer ist der Stromverbrauch der Heizungspumpe.

  • Nach der Ökodesign-Richtlinie (ErP-Richtlinie) müssen Hocheffizienzpumpen einen gesetzlich verbindlichen EEI von 0,23 oder weniger haben. Dieser Wert gilt auch für eine Förderung durch die KfW.
  • Das BAFA verlangt für eine Förderung einen EEI von höchstens 0,20.
  • Aktuelle Spitzenmodelle von Hocheffizienzpumpen haben einen EEI von 0,15.

Unser Tipp: Das BAFA fördert nur bestimmte Modelle von Heizungspumpen. Die Liste der förderfähigen Modelle ist auf der Internetseite abrufbar. Das Wort „Nassläufer“ steht dort für die typischen Heizungspumpen in Ein- und Zweifamilienhäusern.

Hocheffizienzpumpen im Test: Welche Modelle von Heizungspumpen sind zu empfehlen?

Ein Test von zehn hocheffizienten Heizungspumpen der Stiftung Warentest vom Mai 2018 ergab ein einheitliches Bild: Alle getesteten Modelle arbeiten effizient. Kein Modell erhielt eine schlechtere Gesamtbewertung als „gut“:

HeizungspumpeTestnote
Grundfos Alpha2 25-40 1801,4
Wilo Yonos Pico plus 25/1-41,4
Biral Primax 25-4 180 Red1,5
R+F Optiline Öko Plus 25/1-41,6
Wita Delta HE 35-251,8
KSB Calio S 25-401,9
GC-Gruppe Cosmo CPH4252,0
Greenpro Plus AEI 25/42,0
Halm HEP Optimo 25-4.0 G1802,1
Terragreen 25/6 LPA2,2

*Quelle: Stiftung Warentest 05/2018

Die Stromkosten für über zwanzig Jahre liegen bei den Heizungspumpen aus dem Test 05/2018 nur zwischen 150 und 240 Euro. Verbraucher*innen können also ziemlich sichergehen, beim Tausch einer alten Heizungspumpe gegen irgendeine aktuelle Hocheffizienzpumpe Stromkosten zu sparen.

Heizungspumpe tauschen – wie funktioniert das?

Fachpersonal braucht für den Austausch einer Heizungspumpe lediglich ein bis zwei Stunden. Die Gewinde und Abmessungen alter und neuer Heizungspumpen sind gleich, deshalb sind keine Umbauten des Heizungssystems nötig.

Wie schnell das Ersetzen der Heizungspumpe geht, zeigt dieses Video:

Wollen Sie zusätzlich einen hydraulischen Abgleich ausführen lassen, kommen einige Arbeitsstunden für Datenerfassung, Berechnungen und Einstellungen hinzu. Kombiniert sind diese beiden Maßnahmen meist günstiger zu haben als einzeln. Deswegen sollten Sie immer nach einem Angebot für beide Maßnahmen zum Optimieren Ihrer Heizung fragen. Für beide gibt es 30 Prozent Förderung.

Heizungspumpe tauschen: Planung und Vorbereitung

Wenn Sie eine ältere Heizungspumpe austauschen möchten, beachten Sie diese Punkte:

  • Vergleichen Sie Angebote von verschiedenen Installateurbetrieben. Fragen Sie nach den Kosten für den Austausch der Heizungspumpe inklusive Nebenarbeiten wie das Anbringen eines Schlammabscheiders oder in Kombination mit einem hydraulischen Abgleich.
  • Bevor Sie einen Auftrag erteilen, klären Sie mögliche Förderbedingungen. Beim BAFA müssen Sie sich zum Beispiel auf dessen Internetseite registrieren, bevor Sie die Heizungspumpe ersetzen. Weitere Infos finden Sie in unserem Artikel „Förderung für Heizungspumpen“.
  • Die neue Hocheffizienzpumpe erhalten Sie in der Regel vom Handwerksbetrieb als Teil des gesamten Angebots. In diesem Fall bezahlen Sie oft weniger für die Pumpe, da die Betriebe im Großhandel oft starke Rabatte bekommen. Viele Handwerksbetriebe lehnen es ab, Pumpen einzubauen, die der/die Auftraggeber*in gekauft hat. Falls das verbaute Produkt Fehler in der Installation verursacht hat, geben die Handwerker*innen die Haftung dafür in der Regel an ihren Großhändler weiter, der dann zahlt – das klappt bei einer Baumarkt-Pumpe nicht. Die Stiftung Warentest hat im Mai 2018 zwar zehn Hocheffizienzpumpen aus dem Baumarkt getestet, doch diese sind auch nicht unbedingt förderfähig, da sie nicht auf der BAFA-Liste der förderfähigen Geräte stehen. Die neue Pumpe vom Handwerksbetrieb anzunehmen, ist für die meisten Verbraucher*innen daher am sinnvollsten.

Integrierte Heizungspumpe tauschen

Bei etwa einem Drittel aller Heizanlagen ist laut Verbraucherzentrale keine externe, sondern eine interne oder integrierte Heizungspumpe verbaut. Sie ist im Gehäuse des Heizkessels montiert. Wenn Sie eine integrierte Heizungspumpe haben, fragen Sie einen Fachbetrieb, ob Ihr Heizkessel für den Einbau einer aktuellen Hocheffizienzpumpe technisch geeignet ist. Wird eine integrierte Heizungspumpe nämlich durch ein nicht vom Hersteller empfohlenes Modell ersetzt, verliert der Wärmeerzeuger die Bauartzulassung. Vor allem für die Haftung spielt das eine Rolle.

Unser Tipp: Hat Ihre Heizung eine integrierte Heizungspumpe und ist der Kessel älter als 15 Jahre, prüfen Sie am besten gleich, ob es sich lohnt, die komplette Heizung zu modernisieren. So können Sie neben Stromkosten auch noch beträchtliche Heizkosten sparen! Ob sich eine Komplettmodernisierung lohnt, errechnen Sie minutenschnell mit unserem ModernisierungsCheck.

Heizungspumpe austauschen für Mieter*innen

Mieter*innen können eine Heizungspumpe zwar nicht selbst auswechseln. Sie können aber ihre/n Vermieter*in auf eine ineffiziente Pumpe aufmerksam machen. Der Stromverbrauch der Heizungspumpe wird in Mehrfamilienhäusern bei den Betriebsstromkosten in der Betriebskostenabrechnung angegeben. Da die Kosten dafür auf die Mieter*innen umgelegt werden, gibt es für die/den Vermieter*in zunächst keinen Anreiz für einen Austausch der Pumpe.

Mit dem PumpenCheck von co2online können Mieter*innen überprüfen, ob die Betriebsstromkosten über dem Durchschnitt vergleichbarer Gebäude liegen. Ist das der Fall, stellt der PumpenCheck ein Anschreiben an die/den Vermieter*in zur Verfügung. Im Anschreiben wird auf die Sparpotenziale aufmerksam gemacht, die sich durch moderne Hocheffizienzpumpen ausschöpfen lassen.

Heizungspumpe tauschen in Schulen, Büros oder Hotels

In Nichtwohngebäuden lassen sich mit dem Austauschen der Heizungspumpe ebenfalls beträchtliche Kosten sparen. Mit dem PumpenCheck von co2online bekommen Eigentümer*innen und Verwalter*innen von Schulen, Büros und Hotels eine schnelle und individuelle Beratung: Ist ein Pumpentausch für Ihr Objekt wirtschaftlich und ökologisch empfehlenswert? Der PumpenCheck berücksichtigt Gebäude mit bis zu 2.000 Quadratmetern Nutzfläche und prüft die Effizienz der Heizungspumpe anhand von Daten zu Gebäude, Pumpe und Heizung.

Autor:
Manuel Berkel

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