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Smarte Heizungssteuerung: weniger Heizkosten, mehr Komfort

Unter den kaum begrenzten Möglichkeiten des Smart Home hat die intelligente Heizungssteuerung das größte Sparpotenzial. Denn etwa 70 Prozent der Energie, die wir in privaten Haushalten verbrauchen, entfällt auf die Raumwärme – mit entsprechend hohen Kosten und vielen Möglichkeiten, für mehr Effizienz und Komfort zu sorgen.

Heizkosten prüfen – und smart senken

Sind Ihre Heizkosten zu hoch? Mit smarten Geräten können Sie ihn senken. Prüfen und vergleichen Sie Ihren Verbrauch. Nötig ist dazu Ihre Heizkostenabrechnung:

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Heizungssteuerung mit größtem Smart-Home-Sparpotenzial: 9 bis 26 Prozent weniger Heizkosten möglich
  • smarte Thermostate leicht zu installieren und zu bedienen
  • für Mieter*innen interessant: einfache Smart-Home-Thermostate kostengünstig
  • wichtig für Hausbesitzer*innen: auch Heizkessel und Heizpumpen smart steuern
  • Fußbodenheizung: komfortable Heizungssteuerung per Wettervorhersage

Wie hilft die smarte Heizungssteuerung beim Energiesparen?

Mit smarter Heizungssteuerung können Verbraucher*innen ihre Heizkosten um bis zu 9 Prozent senken (Einfamilienhaus: bis zu 14 Prozent). Diese Zahlen nennt die Verbraucherzentrale nach einer Studie des Öko-Instituts. Verbände wie der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) gehen von 15 Prozent aus. Viele Hersteller*innen nennen sogar ein noch größeres Sparpotenzial: So kommt eine Fraunhofer-Studie für einen Anbieter auf bis zu 26 Prozent.

9 bis 26 Prozent entsprechen einem möglichen Sparpotenzial durch smarte Heizungssteuerung von 65 bis 325 Euro pro Jahr:

  • in einer durchschnittlichen Wohnung: 65 bis 180 Euro pro Jahr
  • in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus: 175 bis 325 Euro pro Jahr

Das genaue Sparpotenzial ist unter anderem abhängig vom bisherigen Heizverhalten der Bewohner*innen und vom Zustand des Gebäudes. Wer bereits effizient heizt und alles saniert hat, wird entsprechend weniger sparen. Besser abschätzen lässt sich das individuelle Sparpotenzial beim Heizen mit dem HeizCheck.

Ver­braucher­zentraleBundes­ve­rband der Deutschen Heizungs­industrieHersteller*innen
Spar­potenzial durch Heizungs­steuerung9 bis 14 Prozent15 Prozent26 Prozent
Wohnung mit 70 m265 Euro105 Euro180 Euro
Ein­familien­haus mit 110 m2175 Euro185 Euro325 Euro

Quelle/Daten: Heizkosten laut Heiz­spiegel 2019; durch­schnitt­liche Gebäude mit Erdgas-Zentral­heizung.

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Smart Home: In einer durchschnittlichen Wohnung können mit smarten Thermostaten und Fensterkontakten 65 bis 355 Euro eingespart werden. Mit smarten Steckdosen können jährlich 5 bis 35 Euro eingespart werden.

Wie intelligente Heizungssteuerung funktioniert? Hier einige Beispiele:

  • Smarte Thermostate drehen abends die Heizung automatisch herunter, wenn die Bewohner*innen zu Bett gehen.
  • Auch ein geöffnetes Fenster erkennen die Sensoren und regeln die Heizung entsprechend.
  • Sind die Bewohner*innen außer Haus, wird die Heizung durch eine Zeitsteuerung heruntergefahren oder kann via App von unterwegs an- oder ausgeschaltet werden. Manche Systeme erkennen über GPS-Ortung, ob jemand zu Hause oder auf dem Nachhauseweg ist und stellen die Temperatur entsprechend ein (Geofencing).
  • Oder sie passen die Heizleistung an die Außentemperatur an und können dabei sogar die Wettervorhersage berücksichtigen.

Was muss ich bei der Anschaffung beachten?

Wer sich für eine smarte Heizungssteuerung interessiert, sollte zunächst einige Fragen beantworten:

Eigentümer*in oder Mieter*in? Neubau, Sanierung oder Altbau?

Wer neu baut oder umfassend saniert, hat mehr Möglichkeiten für die Heizungssteuerung und weitere Smart-Home-Geräte. Möglich ist zum Beispiel eine Vernetzung per Kabel statt Funk. Wer dagegen einen Altbau nachrüstet oder Mieter*in ist, hat weniger Möglichkeiten. Wichtig ist auch das Heizsystem: Sollen Heizkörper oder eine Fußbodenheizung smart gesteuert werden?

Wie viel Geld steht zur Verfügung?

Eine smarte Heizungssteuerung für einen ganzen Haushalt gibt es ab rund 40 (einfache smarte Thermostate) bis 280 Euro (Smart-Home-Systeme). Sie kann aber auch mehrere tausend Euro kosten – je nach Heizsystem wie Fußbodenheizungen und gewünschten Funktionen.

Einen Anhaltspunkt für eine sinnvolle Investition bietet das Sparpotenzial: Wer pro Jahr 100 Euro spart, kann 500 Euro investieren – das würde sich innerhalb von etwa fünf Jahren rechnen; bei 1.000 Euro innerhalb von zehn Jahren. Ihr individuelles Sparpotenzial bei den Heizkosten können Sie per HeizCheck ermitteln.

Heizungssteuerung in Wohnung mit 5 Heizkörpern: Kosten und Sparpotenzial

BeispieleKostenEinsparung
Eqiva Model N (5 Stück)40 Euro einmalig65 bis 180 Euro pro Jahr
Xavax Funk Heizkörperthermostat Bluetooth (5 Stück)75 Euro einmalig65 bis 180 Euro pro Jahr
Homematic IP Starter Set Raumklima (5 Thermostate)280 Euro einmalig65 bis 180 Euro pro Jahr
Innogy SmartHome Paket Heizung (5 Thermostate)335 Euro einmalig65 bis 180 Euro pro Jahr
tado Starter Kit V3+ (5 Thermostate)340 Euro einmalig65 bis 180 Euro pro Jahr

Quelle/Daten: Einsparung/Heizkosten laut Heizspiegel 2019 bei durchschnittlicher Wohnung im Mehrfamilienhaus mit 70 m2 und Erdgas-Zentralheizung; Kosten laut Online-Preisvergleich. 

Heizungssteuerung im Einfamilienhaus mit 12 Heizkörpern: Kosten und Sparpotenzial

BeispieleKostenEinsparung
Eqiva Model N (12 Stück)95 Euro einmalig65 bis 180 Euro pro Jahr
Xavax Funk Heizkörperthermostat Bluetooth (12 Stück)180 Euro einmalig65 bis 180 Euro pro Jahr
Homematic IP Starter Set Raumklima (12 Thermostate)595 Euro einmalig110 bis 355 Euro pro Jahr
Innogy SmartHome Paket Heizung (12 Thermostate)650 Euro einmalig110 bis 355 Euro pro Jahr
tado Starter Kit V3+ (12 Thermostate)665 Euro einmalig110 bis 355 Euro pro Jahr

Quelle/Daten: Einsparung/Heizkosten laut Heizspiegel 2019 bei durchschnittlichem Einfamilienhaus mit 110 m2 und Erdgas-Zentralheizung; Kosten laut Online-Preisvergleich.

Plug and play oder Lötkolben?

Für eine smarte Heizungssteuerung können Sie Systeme für Einsteiger*innen verwenden oder alles von Fachleuten planen und installieren lassen. Alternativ können Sie vieles selbst machen: vom Zusammenlöten von Smart-Home-Bausätzen bis zum Programmieren spezieller Szenarien.

Prüfen Sie vor allem, was bereits vorhanden ist:

  • Nutzen Sie beispielsweise Geräte von Apple oder Android?
  • Gibt es eine FritzBox?
  • Haben Sie einen Vertrag für Telefon/Internet oder Strom/Gas, für den es ein passendes Upgrade gibt (zum Beispiel Telekom Magenta SmartHome oder Innogy SmartHome)?

Gibt es weitere Smart-Home-Wünsche?

Neben der Heizungssteuerung können Sie weitere Bereiche Ihres Haushalts smarter gestalten – und so für mehr Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit sorgen:

  • Energiemanagement: Solarthermieanlage, Photovoltaikanlage, Stromverbrauch etc.
  • Entertainment und Kommunikation: zum Beispiel Smart Speaker
  • Hausautomation und Komfort: Rollläden, Beleuchtung, Waschmaschine etc.
  • Gebäude-/Wohnungssicherheit: zum Beispiel Alarmanlage und Rauchmelder

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Muss es das teuerste Modell sein?

Smart Home: Bluetooth Gerät im Bad(c) homeandsmart

Einfache programmierbare und nicht vernetzte Heizkörperthermostate sind bereits ab rund 10 Euro zu haben. Hier muss das digitale Thermostat aber noch für jeden Heizkörper einzelnen programmiert werden.

Heizkörperthermostate mit Bluetooth-Modul sind ebenfalls nicht mit dem Internet verbunden: Diese lassen sich zwar per Handy bedienen, allerdings nur zu Hause in Bluetooth-Reichweite. In der Regel sind diese Modelle auch nicht mit einem Smart- Home-System verbunden. Diese Thermostate sind ab etwa 15 Euro zu haben.

Wer mehr Funktionen benötigt, muss mehr investieren. Die Preise unterscheiden sich allerdings auch bei ähnlichem Funktionsumfang stark. Entscheidend ist die Zahl der benötigten Geräte, also beispielsweise der Thermostate für alle Heizkörper im Haushalt. Denn meist umfasst ein günstiges Starterset nur ein oder zwei Thermostate.

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Digitale Thermostate im Smart Home: volle Funktionsfähigkeit nur im Netzwerk

Viele Funktionen sind ausschließlich bei vernetzten und internetfähigen Geräten vorhanden. Ein typisches Starterset kostet mindestens 100 bis 150 Euro. Es enthält dann zum Beispiel neben einem Gateway für den Zugriff auf das System zwei Heizkörperthermostate sowie zwei Fensterkontakte. Sollen mehr als zwei Heizkörper smart gesteuert werden, sind zusätzliche digitale Thermostate nötig (ab 45 bis 70 Euro je Thermostat).

Beispiel: einfache smarte Thermostate zur Heizungssteuerung

Kosten100 bis 175 Euro einmalig (5 Heizkörper)
Sparpotenzial65 bis 180 Euro pro Jahr (Wohnung mit 70 m2)
Produktbeispiele
  • eQ-3 Typ N Bluetooth (Steuerung per App)
  • EUROtronic Comet DECT (Steuerung per FritzBox)

Beispiel: vernetztes Smart-Home-Set zur Heizungssteuerung

Kosten280 bis 340 Euro einmalig (5 Heizkörper)
Sparpotenzial65 bis 180 Euro pro Jahr (Wohnung mit 70 m2)
Produktbeispiele
(Set plus zusätzliche Thermostate):
  • Homematic IP Starter Set Raumklima
  • Innogy SmartHome Paket Heizung
  • tado Starter Kit Heizkörper

Ist die Installation smarter Thermostate aufwändig?

Mit einer Rohrzange lässt sich das alte Thermostat einfach entfernen.

Bei Heizkörpern reicht es in der Regel, die alten Thermostate durch smarte Modelle zu ersetzen. Das kann jede/r selbst erledigen; nötig ist eventuell eine Rohrzange (siehe Anleitung). Nachdem Sie die entsprechende App des/der Anbieter*in auf Ihrem Handy oder Tablet installiert oder die Online-Anwendung (wie die Web-Oberfläche der FritzBox von AVM) gestartet haben, können Sie diese mit den smarten Thermostaten verbinden.

Bei den Geräten von tado brauchen Sie dafür beispielsweise nur den Barcode auf dem digitalen Thermostat zu scannen; bei AVM drücken Sie den DECT-Knopf an der FritzBox. Dann können Sie alle Funktionen der Smart-Home-Thermostate per App oder Web-Oberfläche auf dem Smartphone oder Tablet ansteuern, je nach System und Setup auch von unterwegs.

Smart Home: Heizungssteuerung über Weboberfläche(c) AVM FritzBox

Viele Systeme lassen sich auch über Sprachbefehle steuern und sind zum Beispiel mit Alexa von Amazon oder Siri von Apple kompatibel. Für diejenigen, die ihre Heizung lieber weiterhin nur vor Ort regeln, haben viele Modelle auch ein integriertes Bedienungsfeld (Touch-Panel) oder andere Regler, die denen herkömmlicher Thermostate ähneln.

Wer will, kann die smarte Heizungssteuerung komplett von einer Fachfrau oder einem Fachmann planen und installieren lassen. Dann müssen Sie allerdings mit deutlich höheren Kosten rechnen. Für eine Smart-Home-Heizungssteuerung können Sie aber auch sehr vieles selbst in die Hand nehmen – egal, ob Sie eine kostengünstige Lösung suchen, einfach nur Spaß daran haben oder aber spezielle Anforderungen:

  • Es gibt zum Beispiel Bausätze für digitale Thermostate und Tür-/Fensterkontakte. Die sind günstiger und lassen sich mit einem Lötkolben fertig zusammenbauen.
  • Auch bei den Smart-Home-Zentralen gibt es Alternativen: etwa Plug-and-play-Geräte wie homee oder Fibaro Home Center 2, die verschiedene (Funk-)Standards beherrschen und so Geräte verschiedener Hersteller*innen einbinden können – oder Lösungen auf Basis des günstigen Mini-Computers Raspberry Pi.
  • Mindestens ebenso groß ist die Vielfalt bei der Software für Heizungssteuerung und andere Smart-Home-Funktionen. Zu den bekanntesten zählen FHEM, openHAB, Home Assistant, Raspberrymatic und IOBroker.

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Heizungssteuerung mit smarten Thermostaten: Welche Funktionen gibt es?

Für smarte Thermostate und Heizungssteuerungen gibt es eine Vielzahl von Anbieter*innen. Die meisten Angebote verfügen dabei zumindest über diese Funktionen:

  • Heizen nach Plan: Direkt am Thermostat oder in der App lässt sich programmieren, wann es wie warm werden soll. So lassen sich regelmäßige Tagesabläufe gut abbilden.
  • Fenstererkennung: Das Smart-Home-Thermostat regelt die Temperatur automatisch herunter, wenn ein Fenster geöffnet wird. Das kann mit einem integrierten oder einem externen Sensor (siehe Foto) festgestellt werden.
  • Einzelraumsteuerung: Alle Räume können einzeln angesteuert und temperiert werden. Das ist auch bei smarten Fußbodenheizungen möglich.
Smart Home: Fenstererkennung mit externen Sensor(c) develo

Hinzu kommen weitere Fähigkeiten, über die nur einige Geräte beziehungsweise Systeme verfügen:

  • Innenraum-Sensoren können nicht nur die Temperatur, sondern auch die Luftfeuchtigkeit erfassen. So kann Schimmelbildung verhindert werden.
  • Automatisches Erkennen von Abwesenheit: Durch das sogenannte Geofencing (GPS) erkennt das System, wann die Bewohner*innen das Haus verlassen. Es schaltet die Heizung rechtzeitig wieder ein, bevor sie heimkehren.
  • Einige Systeme berücksichtigen auch das Wetter: Entweder sind sie mit einer Außenstation verbunden oder beziehen ihre Informationen direkt aus dem Internet – von der Wettervorhersage oder einer nahegelegenen Wetterstation. Gerade bei Fußbodenheizungen, die sehr lange Reaktionszeiten haben, ist das ein großes Plus.
  • Mit der Zeit werden sie immer besser: Einige smarte Thermostate können auch lernen. Sie erfassen zum Beispiel, wie lange ein Raum zum Erreichen einer bestimmten Temperatur braucht – abhängig von Bauweise, Außentemperatur und Sonneneinstrahlung – und können sich darauf einstellen.

Was ist für Datenschutz bei der Heizungssteuerung zu beachten?

Die Herausforderungen in Sachen Datenschutz und Datensicherheit insgesamt hängen von den zur Heizungssteuerung verwendeten Geräten und Systemen ab:

  • Sind die Geräte miteinander vernetzt?
  • Besteht eine zeitweise oder dauerhafte Internetverbindung?
  • Wo werden Daten gespeichert und wohin werden sie übertragen?
  • Welche Funktionen werden lokal oder mit Hilfe eines Online-Servers genutzt?

Als Nutzer*in können Sie selbst relativ einfach für mehr Heizungssteuerungs-Datenschutz und Datensicherheit sorgen. Mit gezielten Fragen an Anbieter und Hersteller können Sie vorhandene oder potenzielle Geräte auf weitere Schwachstellen anklopfen.

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Lässt sich auch der Heizkessel digital steuern?

Spannend für Eigentümer*innen: Nicht nur die Heizkörper und Flächenheizungen, auch der Heizkessel, die Heizungspumpen und der Pufferspeicher können intelligent gesteuert werden. Solche Systeme werden oft direkt von den Heizungshersteller*innen angeboten. Es gibt aber auch viele andere Anbieter*innen, die sich auf smarte Heizungssteuerung spezialisiert haben. Wer seine Heizung gerade erneuert oder ein Haus baut, sollte sich ausführlich informieren und mehrere Angebote einholen. Auch bestehende Anlagen im Altbau können aufgerüstet werden.

Die smarte Heizungssteuerung passt dann zum Beispiel die Vorlauftemperatur, also die Temperatur, mit der das Wasser ins System geführt wird, dem tatsächlichen Bedarf an. Dabei berücksichtigt sie die aktuelle Zimmer- und Außentemperatur oder auch Wetterprognosen. Befindet sich das Haus in der Anwärmphase, gibt der Heizungsmischer auch entsprechend Gas. Nähert sich hingegen nach einer kalten Nacht ein Warmfront, schaltet das System schon früher einen Gang runter. Sinnvoll sind Wettervorhersagen auch, um den Pufferspeicher auf die richtige Temperatur vorzuheizen.

Smarte Heizungspumpen und Zirkulationspumpen helfen beim Sparen

Zu den größten versteckten Stromfressern im Haus gehört die Heizungspumpe. Denn alte Heizungspumpen laufen häufig durch, auch wenn gerade nicht geheizt wird. Mit einer intelligenten Steuerung der Heizungspumpe lässt sich das ändern. Moderne Heizungspumpen passen sich in ihrer Leistung automatisch dem aktuellen Bedarf an. So kann sich ein Austausch der Heizungspumpe schon nach drei bis fünf Jahren lohnen, auch ohne Einbindung ins Smart Home.

Die Warmwasserbereitung kann ebenfalls smart optimiert werden: Wie die Heizungspumpe läuft auch die Zirkulationspumpe für die Warmwasserversorgung oft unnötig. Das System kann so eingestellt werden, dass es nur bei Bedarf, etwa vor einem Bad, höhere Temperaturen bereitstellt oder nur, wenn Sie zu Hause sind.

smart Home: Warmwasserbereitung(c) Viega

Lässt sich auch die Fußbodenheizung smart steuern?

Grundsätzlich sind alle Funktionen der smarten Heizungssteuerung auch bei Fußbodenheizungen oder andere Flächenheizungen (Wand- oder Deckenheizung) einzurichten. Bei Neubauten sollte dies direkt bei der Planung berücksichtigt werden, da das Nachrüsten aufwendiger ist. Aber auch die nachträgliche Aufrüstung vorhandener Fußbodenheizungen ist in der Regel kein Problem und kann oft selbst durchgeführt werden.

Fußbodenheizungen werden über einen zentralen Heizkreisverteiler gesteuert, der die verschiedenen Heizkreise im Haus oder in der Wohnung mit hydraulischen Ventilen regelt. Diese sind meist mit Raumthermostaten verbunden: Liegt die Temperatur unter dem Sollwert, heizt die Heizung. Weil Fußbodenheizungen lange Reaktionszeiten haben, reagieren sie zeitversetzt und häufig ist es im Raum zu warm oder zu kalt.

Wettervorhersage für besonders smarte Fußbodenheizungen

Intelligente Steuerungseinheiten können direkt im Heizkreisverteiler eingerichtet werden: Sie messen die Temperatur von Vor- und Rücklauf, erhalten Daten von smarten Raumthermostaten und berücksichtigen die Wettervorhersage. So kann die Heizleistung schon erhöht werden, bevor die Außentemperaturen stark sinken.

Solche Smart-Home-Erweiterungen gibt es zum Beispiel von Innogy und Netatmo. Andere Anbieter*innen wie tado oder Controme setzen dagegen vor allem auf Online-Wetterdaten am Standort des Gebäudes. So oder so: Werden Wettervorhersagen berücksichtigt, kann das für mehr Effizienz sorgen. Laut einer Fraunhofer-Studie für tado ist dadurch eine Einsparung von 7 Prozent möglich.

Ob Flächenheizung oder Heizkörper: Auch alte Raumthermostate können in der Regel problemlos durch Smart-Home-Thermostate ersetzt werden. In diesem Fall sind, wie bei allen Arbeiten an der Elektrik, die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen zu beachten.

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Erfolgskontrolle für die Heizungssteuerung

Energiesparkonto Nutzer(c) www.co2online.de | Phil Dera

Hat die intelligente Heizungssteuerung tatsächlich die gewünschte Wirkung erzielt? Den Energiesparerfolg schwarz auf weiß zu dokumentieren, kann sehr motivierend sein und auch zu einer Verbesserung des Verhaltens der Nutzer*innen führen.

Mit der App EnergieCheck von co2online können Sie zum Beispiel Ihre Zählerstände direkt am Zähler erfassen und den Verbrauch auswerten. Noch genauer und auch ohne Smartphone oder Tablet geht das mit einem kostenlosen Online-Haushaltsbuch. Vorteil des Energiesparkontos: Dank Klimabereinigung können Sie auch die Daten für warme und kalte Winter vergleichen. Ein besonderer Motivationsschub: Tragen Sie auch Ihre alten und neuen Rechnungen ein, um Änderungen sichtbar zu machen.

Noch genauer lässt sich der Erfolg mit zwei anderen Technologien kontrollieren:

  • Per Smart Meter können Sie nicht nur den Stromverbrauch erfassen. Es gibt sie auch für Erdgas und Fernwärme sowie Wasser. Smart Meter von Discovergy lassen sich mit dem Energiesparkonto verknüpfen.
  • Das Nonplusultra für die Erfolgskontrolle sind Wärmemengenzähler. Deren Daten können ebenfalls ins Energiesparkonto einfließen.

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Autor: Kai Weller

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