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Experten-Meinung: Vorteile einer Wärmepumpe

Wärmepumpen bringen umweltfreundliche erneuerbare Wärme ins Haus und sorgen damit für warmes Wasser und warme Heizungen. Damit sind sie schon heute gut fürs Klima – und in werden in Zukunft immer besser. Ein Plädoyer für Wärmepumpen von Karl-Heinz Stawiarski, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpen (BWP) e. V.

Karl-Heinz Stawiarski, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpen e.V.

Karl-Heinz Stawiarski, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe e.V. (BWP), ist überzeugt von den Vorteilen einer Wärmepumpe.

Gut geplante und fachmännisch installierte Erdwärmepumpen erreichten bereits in einem 2006 gestarteten Fraunhofer-Feldtest im Durchschnitt Jahresarbeitszahlen von 3,8 – viele der Systeme lagen bei über 4,0. Das heißt, dass sie für fast 4 kWh Wärme lediglich 1 kWh Strom benötigen – der Rest wird durch CO2-freie Umweltwärme aus der Erde, dem Wasser oder der Luft gespeist. Beim heutigen Strommix braucht man für 1 kWh Strom 2,6 kWh Primärenergie. Wenn man die Verluste bei effizienten Gas-Brennwertgeräten mit einrechnet, spart eine Wärmepumpe laut einer Studie der TU München jetzt bereits ab einer Jahresarbeitszahl von 2,0 CO2-Emissionen ein. Bei einer Jahreszahl von 4,0 sinken die CO2-Emissionen auf die Hälfte, wenn man ein Gas-Brennwert-Heizsystem durch eine Wärmepumpe ersetzt. Die Emissionen der Stromkraftwerke sind zudem gedeckelt und werden durch die CO2-Zertifikate limitiert – anders als die Emissionen aus den zahlreichen privaten Heizungen.

Mit einem klimafreundlichem Strom sind Wärmepumpen besonders sinnvoll

Die Wärmepumpe ist das einzige Heizsystem, dessen Klimafreundlichkeit im Laufe der Lebensdauer weiter zunimmt. Es ist erklärtes Ziel der Bundesregierung, den Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix bis 2020 bereits auf 35 Prozent zu verdoppeln – 2030 sollen schon 50 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen. Und wenn der Strom umweltfreundlicher erzeugt wird, können folglich auch die Wärmepumpen umweltfreundlicher laufen. Wer nicht so lange auf einen grüneren Strommix warten möchte, kann natürlich heute bereits seine Wärmepumpe mit reinem Ökostrom betreiben.

Vorteil: Eine Wärmepumpe ist ein steuerbarer Stromverbraucher

Ein Handwerker baut eine Wärmepumpe ein: Eine moderne und und vom Fachhandwerker eingestellte Wärmepumpe kann die schwankende Einspeisung von Strom aus Sonne und Wind in das Stromnetz ausgleichen.

Eine moderne und und vom Fachhandwerker eingestellte Wärmepumpe kann die schwankende Einspeisung von Strom aus Sonne und Wind in das Stromnetz ausgleichen.

Mit dem steigenden Anteil der erneuerbaren Energien gewinnt aber auch die Frage an Relevanz, wie man die schwankende Einspeisung von Strom aus Sonne und Wind in das Stromnetz integriert. Steuerbare Verbraucher wie die Wärmepumpe, die je nach Stromangebot einige Stunden früher oder später eingeschaltet werden können, helfen Stromverbrauch und Erzeugung auszugleichen. Damit tragen Wärmepumpen dazu bei, mehr erneuerbaren Strom sinnvoll zu nutzen. Eine Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 3,0 reduziert im Jahr 2030 die CO2-Emissionen im Vergleich zu einem Gas-Brennwertsystem bereits um mehr als die Hälfte. Zum Vergleich: Der Fraunhofer-Feldtest hat für Luft-Wärmepumpen eine durchschnittliche Jahresarbeitszahl von 2,9 gemessen.

Die Wärmepumpe wird also allein durch den Strommix immer klimafreundlicher. Aber auch bei der Technologie gibt es noch Luft nach oben: Wärmepumpen-Systeme werden ständig weiterentwickelt, sodass die Effizienz steigt und der Stromverbrauch sinkt. Gut gedämmte Häuser sind ebenfalls eine wichtige Voraussetzung für sparsame Wärmepumpen und werden durch die politischen Vorgaben in Zukunft immer häufiger. Derzeit liegen die höchsten Effizienzverluste noch in der Ausführung, also in der Planung und Installation. Hier sollte man erfahrene und auf Wärmepumpen spezialisierte Fachleute beauftragen.

Fazit: Strom entwickelt sich zum universellen und immer ökologischeren Energieträger, der den Klimaschutz auch im Wärme- und Verkehrssektor vorantreibt. Eine gut geplante und installierte Wärmepumpe leistet schon heute einen sinnvollen Beitrag für den Klimaschutz, der in Zukunft sogar weiter zunimmt.

 

Zum Autor:
Karl-Heinz Stawiarski ist Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpen (BWP) e. V.: www.waermepumpe.de

Redaktions-Tipp: Prüfen Sie Ihr Wärmepumpen-Potenzial

Ob sich der Einsatz einer Wärmepumpeder sinnvoll für Sie ist, können Sie mit unseren EnergiesparChecks ganz einfach herausfinden: Nutzen Sie dazu den interaktiven NeubauCheck.

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