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Jetzt vorbereiten auf die Zeit nach dem Lockdown: Wie lüften und heizen Schulen im Corona-Betrieb richtig?

  • Auswertung zeigt: Potsdamer Schulen verbrauchten im Corona-Winter vor dem zweiten Lockdown etwa 5 Prozent mehr Heizenergie.
  • Für Schulen und Schulträger ist jetzt die Zeit, um Voraussetzungen für die Zeit nach dem Lockdown zu schaffen.
  • Die Herausforderung: lüften, die Gesundheit schützen und unnötige Heizverbräuche bewusst vermeiden.

Berlin/Potsdam, 9.2.2021. Wie heizen und lüften Schulen im Coronawinter richtig? Eine Frage, die sich viele Schulen und Schulträger stellen, wenn sie sowohl das Infektionsrisiko, als auch den Mehrverbrauch von Heizenergie so niedrig wie möglich halten wollen.

Tatsächlich ist in einigen Potsdamer Schulen der Heizenergieverbrauch im Corona-Betrieb 2020 gestiegen. Das zeigt eine Auswertung des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen (UfU, www.ufu.de) mit der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online (www.co2online.de). Im Oktober und November 2020 lag der Heizenergieverbrauch um etwa 5 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.

Ausgewertet wurden die Daten von 30 Schulen aller Schultypen in Potsdam, darunter Grundschulen, Oberschulen, Gesamtschulen, Gymnasien und ein Oberstufenzentrum. Der Zeitraum Oktober und November steht für den Schulbetrieb in der Corona-Heizsaison. Er bezieht sich also auf die Zeit vor dem zweiten Lockdown, der demnächst wieder enden könnte.

Bewusst lüften und heizen kann helfen, unnötige Mehrverbräuche zu vermeiden

Für Schulen und Schulträger in Brandenburg und Berlin ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um sich auf die Zeit nach dem Lockdown vorzubereiten. „Zwar gehört richtiges Stoßlüften inklusive dem Herunterdrehen der Heizkörperventile für die meisten Schüler*innen in Potsdam mittlerweile zum selbstverständlichen Alltag“, sagt UfU-Expertin Marlies Bock. „Aber wir vermuten, dass in Schulen, in denen dieses Thema keine bewusste Aufmerksamkeit erfährt, der Mehrverbrauch vermutlich sogar noch höher liegt.“

Das UfU und co2online geben konkrete Handlungsempfehlungen

Wie das UfU in einer Stellungnahme zeigt, kann unter anderem ein gutes Energie-Controlling zu erheblichen Einsparungen führen. Auch bewusstes, richtiges Stoßlüften kann dazu beitragen, dass weniger Wärmeenergie verlorengeht.

Das heißt Querlüften: alle Fenster weit öffnen, möglichst für Durchzug sorgen. Das Umweltbundesamt empfiehlt, das alle zwanzig Minuten zu tun. Im Winter für 3 bis 5 Minuten, an wärmeren Tagen 10 bis 20 Minuten und zusätzlich in allen Pausen. Thermostatventile sollten während des Lüftens heruntergedreht werden und zum Heizen maximal auf Stufe 3 (20 Grad Celsius) stehen. Weitere konkrete Tipps gibt es hier auf www.ufu.de und auf www.co2online.de/richtig-lueften.

Auch unabhängig von Corona haben Schulen großes Sparpotenzial beim Energieverbrauch

Dass Schulen bundesweit auch unabhängig von Corona ein großes Sparpotenzial beim Energieverbrauch haben, zeigen zahlreiche Beispiele des UfU und von co2online. Manche Schulen können pro Jahr 25.000 Euro Heizkosten und 60 Tonnen CO2 sparen. Interessant für Schulen, die bereits erfolgreich Energie sparen: Bis 26. März 2021 werden Anmeldungen für den bundesweiten Schulwettbewerb Energiesparmeister angenommen, den co2online veranstaltet. Mehr dazu unter www.energiesparmeister.de.

Über das UfU

Das Unabhängige Institut für Umweltfragen ist ein wissenschaftliches Institut und eine Bürgerorganisation. Neben der wissenschaftlichen Tätigkeit im In- und Ausland initiiert UfU Projekte und Netzwerke, die öffentlich und gesellschaftlich relevant sind. UfU arbeitet in vier Fachgebieten:

  • Energieeffizienz & Energiewende
  • Klimaschutz & Transformative Bildung
  • Umweltrecht & Partizipation
  • Naturschutz & Umweltkommunikation

Seit 25 Jahren engagiert sich das UfU mit seinen Energiesparprojekten 50/50 an Schulen. Durch pädagogische Aktionen, Veranstaltungen und Maßnahmen sollen Schüler*innen, Lehrende und Hausmeister*innen über einen nachhaltigen Umgang mit Energie und Ressourcen in Schulgebäuden informiert werden. An UfU-Projekten nehmen allein in diesem Schuljahr 161 Schulen und Kitas im gesamten Bundesgebiet teil.

Über co2online

Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online setzt sich dafür ein, den klimaschädlichen CO2-Ausstoß zu senken. Seit 2003 helfen die Energie- und Kommunikationsexperten privaten Haushalten, ihren Strom- und Heizenergieverbrauch zu reduzieren. Mit digitalen Informationskampagnen, EnergiesparChecks und Praxistests motiviert co2online Verbraucher*innen, mit aktivem Klimaschutz Geld zu sparen. Die Handlungsimpulse, die die Aktionen auslösen, tragen nachweislich zur CO2-Minderung bei. Unterstützt wird co2online von der Europäischen Kommission, dem Bundesumweltministerium sowie einem Netzwerk mit Partnern aus Medien, Wissenschaft und Wirtschaft. www.co2online.de

Kontakt UfU:
Unabhängiges Institut für Umweltfragen (UfU) e.V., Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin
Tel.: 030 / 428 499 3-22; E-Mail: marlies.bock[at]ufu.de

Kontakt co2online:
Jens Hakenes, co2online gemeinnützige GmbH, Hochkirchstr. 9, 10829 Berlin
Tel.: 030 / 780 96 65-10, E-Mail: presse[at]co2online.de