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Kann man durch Zigarettenverzicht das Klima schützen?

„Wie viel CO2 spart man, wenn man das Rauchen von Zigaretten aufgibt? Inklusive der Emissionen durch Anbau, Transport, etc.“ (Rainer Herrmann, Berlin)

(c) iStock/RapidEye

Michael Kuhndt (UNEP/Wuppertal Institute Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production gGmbH): „Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation rauchen derzeit etwa 1,1 Milliarden Menschen auf der Welt. Diese Zahl wird sich in den nächsten 25 Jahren wahrscheinlich verdreifachen. Dadurch nehmen also nicht nur die Gesundheitsgefahren zu (täglich sterben etwa 11.000 Menschen nur durch das Rauchen), sondern auch die Auswirkungen auf die Umwelt. Allein durch das Rauchen werden weltweit jährlich 2,6 Millionen Tonnen CO2 und 5,2 Millionen Tonnen Methangas (CH4) ausgestoßen.

Die negativen Umweltwirkungen entstehen aber nicht nur durch das Rauchen selbst, sondern vor allem auch durch den Anbau der Tabakpflanze und die Entsorgung des Mülls. Zunächst entzieht die Tabakpflanze und ihr Anbau in Monokulturen dem Boden sechsmal soviel Kalium wie andere Pflanzen. Zum Trocknen von einem Kilogramm Tabak werden zudem bis zu 150 kg Holz benötigt. Das sind jährlich ungefähr 1,2 Millionen Hektar Wald. Außerdem werden etwa 600 Millionen Bäume jedes Jahr allein für den Anbau der Tabakpflanze gefällt. Würden die Bäume nicht gefällt werden, könnten der Atmosphäre 22 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr entzogen werden.

Und dann kommen noch die Giftmengen hinzu, die mit den Zigarettenfiltern in die Umwelt und meist ins Trinkwasser gelangen: Nikotin, Dioxin, Formaldehyd und Cadmium.“

 

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