Wir verwenden Cookies für den bestmöglichen Service für Sie. Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie den Datenschutzbestimmungen zu und akzeptieren die Verwendung von Cookies. Alternativ können Sie die Einstellungen anpassen.

Hat die Wiedervereinigung Deutschlands zum Klimaschutz beigetragen?

„Man liest immer wieder, dass Deutschland sein Kyoto-Ziel (d.h. -21% CO2-Emissionen als 1990) nur 'dank' des Zusammenbruchs der Industrie in Ostdeutschland nach der Wende erreichen konnte. Welchen Anteil hat dieser Zusammenbruch genau?“ (Helmut Spürth, Marburg)

(c) iStock/mr_morton

Christian Böttcher (Umweltbundesamt): „Dies ist schwer zu beantworten. In einem Forschungsprojekt* wurde dies 2001 im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes einmal untersucht. Das Ergebnis war, dass von den im Zeitraum 1990 bis 2000 erreichten Minderungen der Treibhausgase um etwa 18,2 Prozent ungefähr die Hälfte - genau 8,5 Prozent auf die Effekte der Umstrukturierung der ostdeutschen Industrie zurückzuführen sind – siehe dazu auch die Tabelle 4-1 auf Seite 42 des Berichtes zum Forschungsprojekt. Nach dem Jahr 2000 kann man davon ausgehen, dass die Minderungen nicht mehr mit dem angefragten Sachverhalt zusammenhängen.“

* Treibhausgasminderungen in Deutschland und UK: Folge „glücklicher“ Umstände oder gezielter Politikmaßnahmen? (2001)

 

Hier geht es zu allen Fragen und Antworten des Klima-Orakels.