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Sind Glaskonserven besser als Mehrweggläser?

„Wieso gibt es keine Mehrweggläser für Glaskonserven?“ (Paul Ehrlich, Marburg)

(c) iStock/lissart

Sandra Leuthold (Umweltbundesamt): „Die Vielfalt an Glaskonserven ist extrem groß – sowohl was das Design als auch das Volumen angeht. Würden alle Glaskonserven zu Mehrweggläsern, müssten mehrere hundert verschiedene Gefäßtypen nach der Rückgabe im Handel entsprechend sortiert werden. Anschließend müssten die sortierten Glasgefäße zur Reinigung und Wiederbefüllung an die Nahrungsmittelhersteller zurückgehen. Eine in Hamburg hergestellte Glaskonserve, die in München verkauft und dort auch wieder entleert zum Handel zurückgebracht wird, müsste dann in einer Sortieranlage zugeordnet und wieder nach Hamburg transportiert werden.

Einwegglaskonserven werden nach der Entsorgung im Altglascontainer und der weiteren Sortierung in einer nahe gelegenen Scherbenaufbereitungsanlage eingeschmolzen und stehen dann zur Herstellung eines neuen Glases zur Verfügung.

Der energetische Aufwand für die detaillierte Sortierung und den Transport zum ursprünglichen Abfüllort würde den Vorteil von Mehrweggläsern aufheben. Sinnvoll wäre ein Mehrwegsystem für alle Glasgefäße nur, wenn die Formen- und Größenvielfalt deutlich eingeschränkt würde. Dazu müssten allerdings Standardformen eingeführt werden, wie sie bei den Wassermehrwegflaschen der Genossenschaft Deutscher Brunnen existieren.“

 

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